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Mutter gelogen & verweigert Unterhalt

9. November 2008 Thema abonnieren
 Von 
knallfrosch_
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Mutter gelogen & verweigert Unterhalt

Hallo,

ich habe ein großes Problem. Ich hab mich 1 Monat vor Ende der 12. Klasse Fos von der Schule abgemeldet und mich sofort zum Wiederholen der 12. Klasse im nächsten Schuljahr wieder angemeldet.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich auch von meiner Mutter zu meinem Vater gezogen. Jetzt habe ich Unterhaltsanspruch von meiner Mutter.
Sie meinte damals zu mir, da ich mich selbst abgmeldet habe, hätte ich keinen Anspruch und gab mir erst zum 1.10. den ersten Unterhalt in Höhe von 385 Euro (Ich bin 19 Jahre alt). Die Sache ist nur die, sie hat ein Insolvenzverfahren am laufen, sprich, wenn ein Kind bei ihr im Haushalt wohnt bekommt sie 400 € mehr Freibetrag raus und wenn sie Unterhalt zahlen muss, kriegt sie genau in Höhe des Unterhaltes mehr Geld und muss diesen dann an mich weiterleiten.

Sie hat das Geld für sich kassiert, aber mir nicht weitergegeben, das selbe mit dem Kindergeld.

Ich habe sie nun drauf angesprochen und sie meinte ich solle sie doch verklagen und sie gibt mir keinen Cent mehr freiwillig.

Was soll ich machen?
Kann ich irgendwie das Geld für die 5 Monate (also 5x Kindergeld und 5x Unterhalt) von ihr zurückfordern? Wenn sie das Geld nicht hat, was der Falls ein wird, was passiert dann? Sie hat ja das Insolvenzverfahren am laufen und dürfte eigentlcih keine Schulden machen??

Vielleicht kennt sich ja jemand aus.

Liebe Grüße,
Conny

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12325.03.2012 01:25:19
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,
habe soeben deinen Text gelesen, wenn ich auch was ganz anderes suchte, möchte ich dir etwas helfen. Zumindest einige Tipps geben.
Soweit ich weiß (war bei meiner Tochter auch), darfst du auch bei Volljährigkeit die Schule abbrechen und neu starten, wenn dementsprechend eine Begründung vorliegt.
Thema Kindergeld: - Du schreibst die Kindergeldkasse an oder gehst persönlich hin und beantragst es für dich. Das ist möglich! Das Kindergeld landet dann dirrekt auf deinem Konto. Oder dein Vater beantragt dies. Mit dem Datum an, wo du offizizell dort mit Wohnsitz gemeldet bist. Gibst dann auch gleichzeitig an, dass deine Mutter dies erhalten hat, aber dir nicht ausgezahlt hat. Die Kindergeldkasse wendet sich dann schon an deine Mutter. -
Thema Unterhalt: - damit du etwas in der Hand hast, suchst du dir einen Anwalt und beantragst Unterhalt - rückwirkend !!! - Der/die Anwalt/Anwältin berät dich auch. Da du kein Einkommen hast erhälst du Prozesskostenhilfe oder falls das in deinem Alter noch geht (bist ja noch in der Lern/-Ausbildungsphase) - Beantragung des Unterhaltes für das vereinfachte Unterhalts-Kindschaftsrechtverfahren (oder so ähnlich heißt das). Oder du gehst zum Jugendamt/Abt. Unterhalt. - Die machen das schon und/oder beraten dich.
Thema Insolvenz:
Es ist richtig, das deine Mutter mehr zur Verfügung steht, wenn sie in der Pfändungstabelle eingestuft wird, wenn eine weitere Unterhaltsberechtigte Person vorhanden ist.
Das heißt aber, das sie ja nun seit Monaten den Insolvenzverwalter belügt - und falsche Beträge abführt, die ihr nicht mehr zu stehen.
So könntest du den Insolvenzverwalter darüber informieren, das sie von ihrem Einkommen gar keinen Unterhalt abführt.
Diese Infos muss natürlich auch dein Anwalt/deine Anwältin wissen. Dementsprechend teilen die dies schon deiner Mutter mit.
Keine Sorge um die Kosten, man hilft dir da auf alle Fälle und bezahlst gar nichts.
Hoffe dir ein Stück weiter geholfen zu haben.
Viel Glück

-----------------
""

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#2
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo Conny,

rückwirkende Forderungen für KU gibt es nicht!
Und jetzt scheint deine Mutter zu zahlen, oder?
Bei einem Betrag von 385€ müsste deine Mutter ein Einkommen von weit mehr als 3000€ haben...
Unterhaltsanspruch ist gegeben bis zu 4 Monate zwischen zwei Ausbildungsabschnitten. Bei dir warens fünf! Was hast du in der langen Zeit gemacht? Urlaub? Da hast du dich selbst unterhalten müssen. Wovon hast du gelebt?
Bei Kindergeld gelten diese 4 Monate auch. Möglich, dass es zurückgefordert wird.
Jetzt bekommst du es?

Bitte deine Eltern, dir Auskunft über ihre Einkünfte zu erteilen, denn du hast nicht nur Unterhaltsanspruch gegen deine Mutter, sondern auch gegen deinen Vater.
Damit marschierst du zum Jugendamt und lässt neu berechnen.

Grüßle



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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
knallfrosch_
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

ein großes Dankeschön an palev271 :)

@ Loddar:

Ich habe gestern nochmal in meinen Unterlagen nachgelesen, meine Ummeldebescheinung wäre vom 29.5.08 Sprich ich habe das Geld für Juni,Juli,August,Sept nicht bekommen. Und im September bin ich ja schon wieder in die Schule gegangen (ab Mitte).

Meine Mutter verdient mit Insolvenz natürlich nicht weit mehr als 300 € warum sollte Sie das, in der Düsseldorfertabelle steht sogar das ich 408 € kriegen müsste? Ich bin 19 Jahre alt, noch zur Info.

Sie hat 1.10. und 1.11. Unterhalt an mich bezahlt
und mir einmal (um den 15.10.) Kindergeld gegeben.
Droht mir jetzt aber, dass sie mir freiwillig keinen Cent mehr gibt (auch nicht weiterhin)...

Ich wohne bei meinem Vater und bekomme auch Geld von ihm. "Haushaltsgeld" sozusagen, also bekomme ich von ihm "Unterhalt"..

Anscheinend muss ich ja anspruch auf Unterhalt und Kindergeld in der Zeit gehabt haben, sonst hätte meine Mutter ja weder die knapp 400 Euro jeden Monat mehr rausbekommen, weil sie ja unterhaltspflichtig für mich ist, noch die 154 Euro Kindergeld jeden Monat einkassieren können.
Und auch wenn ich es nicht gehabt hätte, was für mich aus obigen Gründen unlogisch klingt, hat sie auf keinen Fall das Recht jeden Monat knapp 550 Euro mehr in die Tasche zu stecken, dass wenn überhaupt jemanden, dann mir zusteht.

Gruß

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

... auch wenn meine Antwort kein *großes Dankeschön* wert war:

Die 408€, die du bekommen müsstest, sind inkl. Kindergeld. Und das hast du zusätzlich zu den 385€ noch bekommen. Deine Mutter müsste dir, wenn sie alleine zahlen müsste, 254€ leisten + KG.

Oben habe ich dir geraten, die Berechnung beim Jugendamt vornehmen zu lassen.
Rückwirkend gibts nix.

Zitat: *hat sie auf keinen Fall das Recht jeden Monat knapp 550 Euro mehr in die Tasche zu stecken, dass wenn überhaupt jemandem, dann mir zusteht.*
Ich biete eine andere Alternative: Wie wärs mit den Gläubigern?

Grüßle





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""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort

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