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Mutter mit Kind abgehauen....

 Von 
vossinator89
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)
Mutter mit Kind abgehauen....

Guten Tag.

Ich habe folgendes Problem.
Meine Partnerin und ich haben in einer 3 Zimmerwohnung bei ihren Eltern im Haus gewohnt.
Meine Partnerin und ich haben uns getrennt vor ein paar Tagen.
Wir haben uns dafür entschieden das der kleine erstmal mit mir zu meinen Eltern geht, da sie sagte sie sei noch nicht bereit für eine Familie und sie will ihre Zeit für sich. Der kleine ist 3 1/2 Monate alt...
Heute wäre ich mit ihm zu meinen Eltern gegangen. Nun wollte ich ihm gestern abend seine Flasche geben, als meine Partnerin und eine Freundin von ihr mir meinen Sohn gewaltsam aus dem arm gerissen haben. Sie ist einfach mit ihm abgehauen. Seine Medikamente und KV-Karte ist alles bei mir. Auch seine Wäsche,Jacken etc. alles noch hier. Ich weiss das ihre freundin nur eine kleine 1 Zimmer Wohnung hat und dort mit ihrem freund und ihrere kleinen Tochter lebt. Ich weiss auch das sie früher mit Drogen gehandelt hat. Wir haben beide das gemeinsame Sorge und Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ich weiss nicht wo sich mein kleiner befindet. Sie blockiert jeden Anruf, seitens von mir oder ihren Eltern oder von der Polizei. Gestern hab ich ein Bild geschickt bekommen, wo mein Sohn auf der Couch schläft. Er hat dort kein eigenes Bett mit Gittern etc.. er dreht sich schon. Die Polizei kann mir nicht weiterhelfen, da ich über ihre Freundin nichts genaueres weiss... was kann ich denn in meiner Lage nun tun ??!!

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-- Editiert vossinator89 am 27.01.2015 13:20

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Umgang Mutter Eltern Jugendamt


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5526 Beiträge, 2320x hilfreich)

Hallo vossinator89,

Zunächst solltest du nicht annehmen, das die Partnerin dem Kind was "böses"
will.

Mutter + Kind müssen sich ja auch von etwas unterhalten ( Essen(Trinken, Geld).

Hast du mit den Eltern von ihr gesprochen?

lg
edy



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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."

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#2
 Von 
vossinator89
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja habe ich.. aber sie können mir auch nicht sagen was ich jetzt machen kann

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#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17755 Beiträge, 7899x hilfreich)

Sie können sich jederzeit an das Jugendamt wenden und dort den Verdacht der Kindeswohlgefährdung äußern. Hilfreich ist hier auf jeden Fall, dort persönlich hinzugehen. Das Jugendamt muß dann aktiv werden und die Situation prüfen.

-- Editiert altona01 am 27.01.2015 14:16

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#4
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1733x hilfreich)



Sie haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, mehr eigentlich nicht. Aber von einer Verletzung dieses Rechts kann hier noch lange nicht gesprochen werden, gestern fand der Umgang ja noch statt. Eine Kindeswohlgefährdung ist hier überhaupt nicht erkennbar, nur weil das Kind eine Nacht auf der Couch geschlafen hat. Und die Mutter schuldet Ihnen keine ständige Auskunft zu Ihrem Aufenthaltsort. Auch nicht zum Aufenthaltsort des Kindes, solange die beiden zusammen sind.

Zum Umgangsrecht können Sie sich beim Jugendamt beraten lassen. Das sollte sowieso Ihre erste Anlaufstelle sein. Die können Ihnen zumindest ausführlich erklären, was Sache ist.

Natürlich könnten Sie auch darüber nachdenken, das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf sich übertragen zu lassen und dann das Kind zu sich zu holen. Das geht aber nur gerichtlich und dafür brauchen Sie Hilfe eines Anwalts. Allerdings sehe ich dafür keine Chancen. Tendenziell hat beibsiwas immer die Mutter die besseren Chancen, genau wie der Elternteil mit momentaner faktischer "Verfügung" über das Kind. Außerdem war der Lebensmittelpunkt bisher das mütterliche Haus, daran sollte grundsätzlich angeknüpft werden. Und ich vermute mal, dass bisher die Mutter das Baby betreut hat und Sie arbeiten, oder?
Daran lässt sich eigentlich nur dann etwas ändern, wenn das Kind in Gefahr ist. Meiner Meinung nach sieht es danach aber nicht aus. Und die vor wenigen Tagen gemachte Absprache mit der Mutter dürfte nichts wert sein, wohl auch nicht beweisbar.

Solange die Mutter das Sorgerecht hat, kann Sie mit dem Kind machen, was es will. Dabei wird esbwohl auch erstmal bleiben. Versuchen können Sie es ja mal, dann aber besser möglichst bald. Und am besten mit Fachanwalt für Familienrecht.
Allerdings müssen Sie sich auch klar machen, wie Sie sich die Zukunft jetzt vorstellen. Einfach klingt das nämlich nicht. Und die Mutter werden Sie weder los noch können Sie der irgendwas vorschreiben.

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#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17755 Beiträge, 7899x hilfreich)

Jeder kann gegenüber dem Jugendamt den Verdacht der Kindeswohlgefährdung äußern, das JA muß den Verdacht dann prüfen und sich einen Eindruck von der Lebenssituation des Kindes verschaffen. Ein nicht vorhandenes Kinderbett zählt zu den Indizien.

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#6
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1258x hilfreich)

Hallo!

Also den Satz....

quote:
Sie haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, mehr eigentlich nicht.

....finde ich sehr grenzwertig.

Das würde ja bedeuten, dass das Kind der Mutter gehört und der Vater um Umgang bitten muss.

Wenn hier das gemeinsame Sorgerecht besteht, liegt auch das ABR bei beiden Elternteilen. Da kann die KM nicht mal eben das Kind schnappen und verschwinden.

Ich würde auch raten, den Weg zum JA zu suchen und dort um Unterstützung bitten. Parallel dazu die Übertragung des ABR auf den KV beantragen.

LG nero

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#7
 Von 
vossinator89
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 3x hilfreich)

Das gemeinsame Sorgerecht besteht. Es steht auf der Urkunde das gemeinsam Entscheidungen getroffen werden müssen. Und das haben wir am vorherigen Tag auch. Sie ist ja mitlerweile untergetaucht. Ich bekomme keine Adresse bzw. Wohnort ihrer freundin bzw. es kommt nicht einmal zwischen meiner Partnerin und mir ein vernünftiges Gespräch zustande. Immer mischt sich ihre Freundin ein und meine Partnerin lässt auch nur Kontakt über ihre Freundin zu. Und das ist doch keine Zukunft für den kleinen, die Mutter unterbindet jeden Kontakt, seine ganzen Klamotten, Spielsachen, Hygieneprodukte Medikamente sind hier,seine Mutter nicht an die Sorgerechtserklärung hält und einfach untertaucht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen, ich nehme keine Drogen,trinke abends zum Fussball mein Cola Bier, bin nicht gewaltätig, nicht vorbestraft. Es ist eine sehr leichtgläube und naive Frau.. sie ist erst so seit sie sich mit ihrer Freundin trifft.

Habe auch Tonaufnahmen gemacht wie wir gemeinsam die Sachen für unseren Sohn gepackt haben etc. damit es nicht heißt, ich hätte mir das eingebildet oder sie würde das Gegenteil behaupten. Sicher ist sicher. Darauf ist auch zuhören wie sie alle Sachen von dem kleinen loswerden will.. was ist das für eine Mutter. Ich musste tief schlucken als mir die Polizei gesagt hat das sie nichts machen können.

Zum Beantworter weiter oben.

Der Lebensmittelpunkt von unserem kleinen ist nicht das Elternhaus ihrer Eltern. Wir wohnen offiziell noch keine 2 Monate hier. Wir hatten vorher eine kleine Wohnung wo wir den ersten Monat seines lebens gelebt haben. Ich arbeite zur Zeit nicht da ich 2 Wohnung renovieren musste und das nicht von heute auf morgen geht. Ich habe mich bisher um den kleinen gekümmert. Seine Mutter schiebt ihn bei jeder Gelegenheit zu Oma und Opa(ihre Eltern) ab... lässt den kleinen schreien wenn er hunger hat.. ("..ich muss erst noch eine zigarette rauchen..). Sie weiss auch bis heute nicht wie man dem kleinen seine gute Nachtflasche mit Schmelzfocken zubereitet... das zum Theme führsorgliche Mutter..

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#8
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1733x hilfreich)

quote:
das JA muß den Verdacht dann prüfen

Zweifellos. Selibiges trifft aber auch auf die Polizei zu, die offenbar auch keinen Handlungsbedarf erkannt hat. Und wenn schon der Verdachtsschilderung keine Anhaltspunkte für eine ersntahfate Gefahr zu entnehmen sind, was glauben Sie macht dann das ohnehin schon völlig überlastete Jugendamt in Neukölln und anderswo? Akte zu und fertig, vielleicht in weinigen Wochen mal ein Briefchen schreiben. Welche Indizienwirkung jetzt von einem Foto , dem zur Folge der Junge ein einziges Mal für längstens eine Nacht auf der Couch gelegen hat, ausgehen soll, sei mal dahingestellt. Eine ernsthafte Gefahr für das Kind wird da doch hoffentlich niemand reininterpretieren wollen. Der TE lebte mit der Mutter glücklich in einer Beziehung, jetzt soll Sie über Nacht zu einer Gefährdung für den Sohn geworden sein? Schon allein der Umstand, dass dem TE noch am selben Abend ein Bild zugeschickt wurde, spricht doch eher weniger für eine Gefährdungsabsicht.
Ohnehin hat das Jugendamt da keine weiteren Möglichkeiten, die nicht auch der sorgebrechtigte Vater sowieso schon hätte. Ohne Gericht geht da gar nichts. Und wenn das Jugendamt nichtmals eine Adresse erhält, wo die Mutter denn mit dem Kind aufzufinden sein soll, was soll dann der erste Schritt sein?

quote:
Das würde ja bedeuten, dass das Kind der Mutter gehört und der Vater um Umgang bitten muss. Wenn hier das gemeinsame Sorgerecht besteht, liegt auch das ABR bei beiden Elternteilen. Da kann die KM nicht mal eben das Kind schnappen und verschwinden.

Und wie sieht nun die Realität aus? Der gegenwärtige Stand der Dinge ist doch nun der, dass die Eltern sich getrennt haben und das Kind bei der Mutter ist. Welche Rechte soll denn der Vater da anmelden können, bitte mit gesetzlicher Grundlage? Als nun das Kind nicht mehr betreuender Elternteil hat er nunmal das Nachsehen.
Seine Denkweise stütz sich offenbar darauf, dass die Mutter ihm ständige Auskunft erteilen müsste, ohne seine Einwilligung nirgendwo mit dem Kind hingehen darf und das Kind bei ihr dringend gefährdet ist. Halte ich nicht für haltbar.

quote:
Ich habe mir nichts vorzuwerfen , ich nehme keine Drogen,trinke abends zum Fussball mein Cola Bier, bin nicht gewaltätig, nicht vorbestraft . Es ist eine sehr leichtgläube und naive Frau.. sie ist erst so seit sie sich mit ihrer Freundin trifft. Habe auch Tonaufnahmen gemacht

Glückwunsch, Sie haben sich so eben strafbar gemacht. Jedenfalls sind solche widerrechtlich gemachten Aufnahmen ohne jeden Beweiswert. Und wenn Sie schon Tage zuvor heimlich Aufnahmen machen, spricht das erstmal für eine gewisse Paranoia.
Im Übrigen erlaube ich mir zu bemerken, dass Ihre Schilderung etwas lückenhaft und sprungartig verläuft. Sie erwähnen nichtmals, wie die beiden Damen denn überhaupt in Ihre Wohnung eindringen konnten. Dann wissen Sie angeblich alles über das Innenleben der Wohnung der Freundin, aber nicht wo diese überhaupt liegt. Hier von "Untertauchen" zu sprechen halte ich für übertrieben, nur weil jemand 24h nicht ans Telefon geht. Wie gesagt, haben Sie auch ganz einfach gar keinen rechtlichen Anspruch darauf, stets zu wissen wo die Mutter mit dem Sohn ist. Ihr Anspruch dürfte sich zunächst darin erschöpfen, den Jungen regelmäßig zu sehen. Und von einer Umgangsverweigerung kann hier noch keine Rede sein.

Ich bin auch weiterhin der Meinung, dass Sie da überhaupt nichts machen können, solange die Mutter nunmal sorgeberechtigt ist. Im Gegensatz zu nero bin ich auch nicht der Meinung, dass sich das ABR mal eben so beantragen lässt und das ganze kein Problem sein wird. Die Chancen dürften da unter 50% liegen, aus den oben bereits genannten Gründen.
Lassen Sie sich beim Jugendamt beraten, aber gehen Sie nicht davon aus, dass die Ihnen am Abend das Kind vorbeibringen und die Mutter verhaften.

quote:
Ich arbeite zur Zeit nicht da ich 2 Wohnung renovieren musste

Sie haben wegen der Wohnungsrenovierung gekündigt, obwohl ein Kind unterwegs war?

-- Editiert Hafenlärm am 27.01.2015 18:10

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31823 Beiträge, 12580x hilfreich)

Es erstaunt schon, da kann jemand nicht arbeiten, weil er eine Wohnung renoviert. Und er kann auch in Zukunft einiges nicht alleine managen, zumindest nicht die Versorgung des Kindes. Sonst würde er ja nicht zu seinen Eltern ziehen wollen. Womit auch das nächste Argument fällt. Das Kind muss in seine gewohnte Umgebung. Die wird doch eh aufgegeben.

Also, alles keine Argumente. Es wird zu prüfen sein, wo das Kind besser aufwächst. Bei der Mutter, ober aber beim Vater, der schon wegen Renovierung nicht arbeiten kann und sofort nach der Trennung seine Eltern zur Versorgung des Kindes benötigt. Wer ist eigentlich in Elternzeit?

Und noch etwas: wenn man in einem rein zivilrechtlichen Problem mit der Polizei kommt, obwohl die für so was nun ganz und gar nicht zuständig ist, dann muss man sich nicht mauern, dass von der anderen Seite gemauert wird. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es eben auch heraus.

wirdwerden

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-- Editiert wirdwerden am 27.01.2015 18:23

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