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Mutter möchte das ich unser Kind 300km mit dem Zug fahren lassen

2.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
Jonny2
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 7x hilfreich)
Mutter möchte das ich unser Kind 300km mit dem Zug fahren lassen

Hallo Liebes Forum,

Ich hätte eine kurze Frage, wir haben eine Tochter 11 die bei mir Lebt weil ihre Mutter als sie 2 Jahre Alt war nach Brasilien "geflüchtet" ist. Sie hatte damals alles zu Geld gemacht in einer Nacht und Nebel Aktion und war weg.

Die kleine Lebt also quasi ihr ganzes Leben bei mir, aber ich habe nicht das alleinige Sorgerecht, nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht.

Also Lange rede kurzer Sinn, die Mutter ist jetzt vor knapp 1 Jahr nach dem Privat Insolvenzen und Schulden alle weg waren wieder aufgetaucht und lebt jetzt in Berlin (ca. 300km) von hier.

Jetzt hat sie natürlich auch das Recht die kleine in den Sommer Ferien zu sehen, was ja auch so abgemacht war. Es hieß das sie die kleine abholen kommt und wieder zurück bringt.

Nun heißt es plötzlich ich soll die kleine in den Zug setzen und sie alleine fahren lassen, mir ist bewusst das es viele Kinder gibt die das bereits machen in noch Jüngeren Jahren, aber sie traut sich das selbst nicht zu (also möchte nicht (ihre Worte nicht von mir in den Mund gelegt) . Wir kommen aus einer Ländlichen Gegend und sowas hat sie noch nie gemacht, geschweigenden in Berlin am Bahnhof gestanden, ihre Mutter war in der Vergangenheit so unzuverlässig das ich mir sogar vorstellen könnte das sie zuspät kommt oder eventuell gar nicht auftaucht.

Ich habe versucht schon jemanden auf dem Jugendamt zu erreichen, aber durch Corona und Urlaub ist dies auch nicht gerade einfach, deshalb würde ich gerne wissen .. Muss ich mich trotz all meiner bedenken und das die kleine sich das selbst nicht zutraut dem ganzen beugen?

Vielen Lieben Dank,

Gruß

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22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13625 Beiträge, 2080x hilfreich)

Zitat (von Jonny2):
Muss ich mich trotz all meiner bedenken und das die kleine sich das selbst nicht zutraut dem ganzen beugen?
Nein.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#2
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5495 Beiträge, 2302x hilfreich)

Hallo,

erkundige dich bei der Bahn, es gibt Zugbegleiter/-innen.

edy

Signatur:Ein freundliches "Hallo" setzt sich auch in Foren immer mehr durch.
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#3
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2502 Beiträge, 796x hilfreich)

Edy hat Recht. Es gibt einen besonderen Service der Bahn für Kinder die alleine reisen.

https://www.bahn.de/p/view/service/familie/kinderbetreuer_an_bord.shtml?dbkanal_007=L01_S01_D001_KIN0011_-_KINDER-KLEINKINDABTEIL_LZ01

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#4
 Von 
Jonny2
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 7x hilfreich)

Vielen Dank für eure Antworten, ich werde mir das mal mit den Zug Betreuern näher anschauen :)
Das könnte dann natürlich wirklich eine Idee sein wenn sie angenommen wird.

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#5
 Von 
Sisaak
Status:
Beginner
(102 Beiträge, 19x hilfreich)

Wenn das eine dauerhafte Lösung werden soll, würde ich die Tochter das erste mal begleiten. Somit wächst sie sicher in die Situation hinein und verliert eventuell vorhandene Ängste. Gleiches könnte natürlich die KM ebenfalls machen und das erste mal abholen.
Eine entsprechende Zugbegleitung gibt es von der Bahn nur auf 7 Strecken. Kostet ca 25 Euro extra.
Wenn es keine besonderen Vereinbarungen gibt, lass dir sämtliche Fahrtkosten von der Kindsmutter ersetzen.

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30713 Beiträge, 12291x hilfreich)

Ich setze woanders an: wie gestaltete sich denn der Umgang in der Zeit, seit die Mutter wieder in Deutschland lebt?

wirdwerden

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#7
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13625 Beiträge, 2080x hilfreich)

Zitat (von edy):
erkundige dich bei der Bahn, es gibt Zugbegleiter/-innen.
Die Frage war, ob sich Vater und Kind dem Wunsch der Mutter beugen müssen. Müssen sie nicht. Die Pflicht, sich um eine Begleitung zu kümmern, sehe ich auch nicht.
Zitat (von Jonny2):
Es hieß das sie die kleine abholen kommt und wieder zurück bringt.
---kostet ja auch was--- dann sollte der Vater zumindest noch mit der Mutter ausmachen, wer die Fahrtkosten zahlt. Denn irgendwann und irgendwie muss das Kind auch wieder zurück.

Ich stelle mir das 11jährige Kind vor: Plötzlich allein im Zug (evtl. mit fremdem Zugbegleiter) in eine fremde Stadt zu einer fremden Frau und das evtl. 6 Wochen lang (Ferienzeit)--- soll das Kind nun das Muttertrauma erleben??

Bloß, weil die aufgetauchte Mutter sich das jetzt so wünscht?
Bloß, weil noch irgendwo steht, dass die Mutter noch sorgeberechtigt ist?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#8
 Von 
Teeschiff
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von edy):

Bloß, weil die aufgetauchte Mutter sich das jetzt so wünscht?
Bloß, weil noch irgendwo steht, dass die Mutter noch sorgeberechtigt ist?

Nichts gegen dich, aber ob man das auch umgekehrt so sehen würde wenn es der Vater wäre der sein Kind zum Umgang 300 km entfernt bedingungslos haben will? so einen Satz wie deinen " Bloß, weil noch irgendwo steht, dass die Mutter noch sorgeberechtigt ist?" habe ich ja noch nie gelesen wenn es umgekehrt um Väter geht.


Speziell in deinem Fall wäre eine Beratung auf jeden Fall angebracht, um eine Umgangsregelung zu finden die euch dreien speziell eurem Kind passt vielleicht könnt ihr euch dort einigen dass die Umgänge in eurer Stadt stattfinden, da sie ja diese Distanz zwischen euch gebracht hat und dann nach und nach kann man sie ja an Ihr Leben und an Berlin gewöhnen.

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#9
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13625 Beiträge, 2080x hilfreich)

das hat nicht @edy geschrieben, sondern ich...

Zitat (von Teeschiff):
aber ob man das auch umgekehrt so sehen würde
Ja, ich würde das dann ganz genau so sehen. Ich hatte im EP gelesen, dass die Mutter ca 9 Jahre nicht im Lande und nicht für ihr Kind da war. Ich hatte auch gelesen, dass sie nun nach Ende des Sturms wieder in D ist und ihr Kind sehen möchte... alles o.k., könnte auch der Vater gewesen sein.

Zitat (von Teeschiff):
Speziell in deinem Fall wäre eine Beratung auf jeden Fall angebracht,
Was ? In meinem Fall? Ich bin weder Vater eines 11jährigen Kindes noch Mutter mit besonderen Forderungen---ich brauche keine Beratung.

Wäre ich Vater oder Mutter in solch einem Fall, würde ich mich einer solchen Forderung nicht beugen.
Dass die Mutter das Kind holt und bringt--- war doch schon abgemacht.
Dass man das zukünftig evtl. anders organisiert--- alles möglich, aber hier nicht gefragt.

Zitat (von Jonny2):
aber sie traut sich das selbst nicht zu (also möchte nicht (ihre Worte nicht von mir in den Mund gelegt) .
Hier will vor allem das Kind nicht. Und ob das Kind dann mit fremden Zugbegleitern in die große Stadt will?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#10
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2911 Beiträge, 885x hilfreich)

Zitat (von Anami):

Bloß, weil die aufgetauchte Mutter sich das jetzt so wünscht?
Bloß, weil noch irgendwo steht, dass die Mutter noch sorgeberechtigt ist?

Weil die Mutter ein Umgangsrecht mit ihrem Kind hat, und auch eine Umgangspflicht. Und das Kind hat ein Umgangsrecht mit der Mutter.

Das ist nicht "bloß weil", sondern es sind sehr gewichtige Gründe.

Wenn die Eltern das gemeinsame Sorgerecht haben, müssen sie sich einigen, wie die Reise der Tochter zu ihrer Mutter vonstattengehen soll. Können sie sich nicht einigen, kann das auch das Familiengericht entscheiden, auf Antrag eines der Elternteile, oder von beiden. Oder auf Antrag des Jugendamtes.

Man sollte sich also irgendwie einigen. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, daß eine 11jährige 300km allein mit der Bahn fährt. Wenn die 11jährige sich das aber nicht zutraut, sollte man es nicht erzwingen.

Da ist es dann eine sehr gute Idee, die schon erwähnten Möglichkeiten zu nutzen.

Signatur:Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".
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#11
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13625 Beiträge, 2080x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Das ist nicht "bloß weil", sondern es sind sehr gewichtige Gründe.
Jetzt plötzlich pocht die Mutter auf ihren sehr gewichtigen Grund. Sie kann doch das Kind abholen und bringen--- wie es abgemacht war. WEIL sie Umgangsrecht und Umgangspflicht hat.
Bloß, weil sie es sich jetzt anders überlegt hat, müssen weder Vater noch Kind sich nun diesem Wunsch beugen.
Zitat (von eh1960):
müssen sie sich einigen, wie die Reise der Tochter zu ihrer Mutter vonstattengehen soll.
Eben. Zu empfehlen ist, zu lesen, was im EP steht.
Da jetzt bald die Sommerferien beginnen oder schon begonnen haben, werden die Eltern wohl nicht auf die Entscheidung des Familiengerichtes warten.

Nächste Frage: Wer stellt den Antrag beim FG ?

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#12
 Von 
Teeschiff
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Teeschiff):
Speziell in deinem Fall wäre eine Beratung auf jeden Fall angebracht,
Was ? In meinem Fall? Ich bin weder Vater eines 11jährigen Kindes noch Mutter mit besonderen Forderungen---ich brauche keine Beratung.



Nein ich meinte den Fragesteller, alles gut :) war nicht an dich gerichtet.
An dich war nur, das mit den Vätern.



-- Editiert von Teeschiff am 03.07.2020 20:15

-- Editiert von Teeschiff am 03.07.2020 20:17

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#13
 Von 
Frabato
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 14x hilfreich)

Mal ne Frage zu dem Thema aus anderer Sicht:

Eine Mutter ist die Person, die das Kind auf die Welt bringt. Des weiteren ist die Aufgabe einer Mutter, für das Kind zu sorgen und es groß zu ziehen.

Wenn aber die Mutter im Alter des Kindes von 2 Jahren (!) nach Brasilien abhaut und 9 Jahre nichts von sich hören läßt, ist sie dann immernoch die Mutter?
Wenn sie sagt: Setzt das KInd in den Zug und lass sie 300km alleine fahren, ich will sie sehen! Ist das eine Mutter?

Kennt das KInd denn ihre Mutter? Wer garantiert, dass die Mutter das KInd nicht zwingt für immer in Berlin zu bleiben oder sie fest hält?

Wenn ich der Vater wäre und diese Mutter meine Frau: Ich würde ihr den Mittelfinger zeigen.

Auf jeden Fall würde ich das Jugendamt fragen und nicht eine Leienforum, das mit: was wäre wenn die sache umgekehr wäre und was wäre wenn und vielleicht und weiß ich was, antwortet

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#14
 Von 
Lifeguard
Status:
Student
(2885 Beiträge, 1301x hilfreich)

Also grundsätzlich kann eine 11 Jährige alleine Zug fahren. Aber ich würde beim ersten mal mit fahren. Und mal ganz ehrlich, ich würde darauf bestehen, dass die Kindsmutter erstmal eine Beziehung zum Kind im gewohnten Umfeld des Kindes aufbaut.

Will die Tochter selbst die Mutter kennenlernen, würde ich als Vater, dem Kind zu liebe, beim ersten mal mitfahren, und mich in ein Hotel einmieten. Das Kind darf sich dann selbst ein Bild machen.
Setz das Kind in einen Zug, und schick es alleine Quer durch die Republik, in ein Gebiet, was die nicht kennt, würde ich unter 14 nicht machen.

Den eigenen Zorn sollte man außen vor lassen. Die Forderung nun von der Kindsmutter zeugt jedoch nicht von einer großen Reife. Weswegen ich mich auf alle Fälle stand by halten würde.
Hält man sich selbst neutral, und stützt nur das Kind, ohne zu beeinflussen, geht man meiner Meinung nach den Königsweg. Die Fragen, "warum hast du mich alleine gelassen" wird die Mama dann alleine dem Kind beantworten müssen. hat man hier im Vorfeld wenig Einfluss genommen, entscheidet sich in der Regel von ganz alleine, wie das ganze weiter geht.
Hat "Man(n)" für sich dann, auch wenn es schwerfällt, eine weiße Weste, und das Kind erzählt aus freien stücken, dass Sie Mama nicht mehr sehen will, wird i.D.r dem Kindswohl nachgegangen. Stellt sich hierbei eine Einflussnahme heraus, wird das nur ein unangenehmer Kampf für das Kind.

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#15
 Von 
Frabato
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 14x hilfreich)

Es geht nicht um Zorn, es geht einfach um Fürsorge:

Wenn die Mutter von Brasilien nach Berlin kommt, dann kann sie auch von Berlin nach Erfurt kommen, sich dort ein Hotel nehmen und mit dem Kind 4 Stunden am Tag - in meinem Beisein - spielen. Und dann wieder ins Hotel gehen.
Aber das ist auch das höchste.

Und bevor sie das KInd sieht, wird sie erst einmal ein Gespräch mit mir führen. Unter 4 Augen!


Aber noch einmal die Frage an die Juristen:

Ist eine Mutter nach 9 Jahren Abwesenheit aus eigenem Willen noch die Muter des KIndes?
Darf sie überhaupt noch Ansprüche stellen?
Das KInd kennt die Mutter ja gar nicht.

Und vor allem: hat der Mann überhaupt noch Interesse an einem Widersehen der Mutter???

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#16
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30713 Beiträge, 12291x hilfreich)

Ja, die Mutter kann Ansprüche stellen. Das sieht man ja. Nur, so, wie sie sich die Umsetzung vorstellt, das funktioniert zumindest am Anfang nicht. Da wäre eine Kontaktaufnahme zum sich Kennenlernen angesagt, aber das auch ohne Kontrolle des Vaters. Gemeinsamer Besuch des Zoos, einer Eisdiele, was weiss ich. Das sollte dann ausgeweitet werden. Und irgendwann kommt dann auch der Besuch bei der Mutter, ganz sicherlich. Wie zu organisieren, das bleibt abzuwarten.

Nur eines ganz klar. Umgangsverweigerung ist kein Abstrafungsinstrument für Elternteile, die dieses vernachlässigt haben. Es geht ums Kindeswohl, und nur darum.

wirdwerden

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#17
 Von 
Jonny2
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 7x hilfreich)

Vielen VIELEN VIELEN Dank für die rege Anteilnahme.

Also vielleicht noch ergänzend, also ja, die Mutter ist damals nach Brasilien geflüchtet und hat uns hier zurück gelassen, danach war erstmal ein paar Jahre Funkstille, hin und wieder hat sich sich 5-6 Jahre später per eMail gemeldet, als die kleine ein Handy bekommen hat auch 1-2x die Woche 1-2 Sätze geschrieben oder ein Bild geschickt, also ich kann nicht sagen das ihr alles egal war. Ich bin ihr auch schon soweit entgegen gekommen als sie vor 4 Jahren in Brasilien geheiratet hat (wieder) und die kleine dabei haben wollte das ich mit ihr Runter geflogen bin und halt eine Woche da geblieben bin.

Was mir die meisten Sorgen macht ist halt das sie Unzuverlässig ist, sie lebt jetzt seit knapp 1 Jahr wieder in Deutschland, es gibt immer Probleme mit den Behörden, vor allem mit den Jugendamt weil sie theoretisch zu Unterhalt verpflichtet wäre wie es anders herum auch der Fall wäre und dieser Forderung ist sie natürlich nie nach gekommen, aber da sie jetzt wieder in Deutschland "lebt" kommt man da halt nicht mehr wirklich drum herum.

Natürlich haben wir auch über ein Umgangsrecht gesprochen auch damals mit dem Jugendamt, aber die Termine beim Amt und auch die Termine an denen sie die kleine haben wollte sind zu 90% verstrichen ohne das jemand aufgetaucht ist (das meine ich mit unzuverlässig).

Ich wollte mich jetzt mal auf sie verlassen, weil es so fest abgemacht war. Mit einer Woche war die kleine zwar auch schon nicht so glücklich in ihren Augen wären es eher nur 3-4 Tage, aber naja, das würde sicher irgendwie klappen. Ich möchte das Kind aber wirklich nicht gegen ihren willen auf eine Reise in eine Fremde Stadt schicken und bin mir nicht 100% sicher das sie dort ankommt.
Jetzt könnte man natürlich sagen dann muss ich mit kommen, aber natürlich habe ich in der Woche Beruflich schon Termine selbst im Ausland (Thema drauf verlassen wollte..) .

Aber egal es ist ein Ratten Schwanz :) Sie hat mit ihrer Mutter gesprochen, das ganze hat natürlich in Tränen und Schuld Zuweisungen geendet, die kleine hat ihr gesagt das sie das so nicht möchte und auch nicht mehr mit ihr in einem Bett Schlafen möchte wenn sie Sie besucht. (Denke mal Pubertät und so). Natürlich war der Vater dann wieder alles Schuld... und da sie ein sehr Heißblütiges Gemüt hat als Brasilianerin ist sie natürlich am Telefon der kleinen über auch ziemlich schnell ausfallend geworden.

Ach ich könnte noch Stundenlang weiter erzählen..

Aktueller Stand ist, ich versuche meine Termine noch umzulegen weil es noch ein paar Wochen sind und dann ggf. auch gegen den Wunsch der Mutter mit zu gehen und dann besorg ich mir halt ein Hotel in der nähe und verbring ein paar Tage in der Hauptstadt oder Pendle, wie auch immer, aber das ist aktuell noch diskussion.

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#18
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(13625 Beiträge, 2080x hilfreich)

Zitat (von Frabato):
ist sie dann immernoch die Mutter?
Selbstverständlich. Das bleibt sie auch, bis sie stirbt. Dazu braucht man keinen Juristen fragen. Zur Zeit hat sie auch das Sorgerecht. Sie hat ebenfalls Umgangsrecht und -pflicht.
Es war zwischen den Eltern (und ggfls auch mit dem Kind) ausgemacht, dass die Mutter nach X kommt, das Kind abholt und nach einer Zeit (in den Sommerferien) das Kind wieder nach Hause bringt.
Dann hat die Mutter überlegt--- und *verlangt* nun...

Zitat (von Frabato):
Auf jeden Fall würde ich das Jugendamt fragen
Das kannst du gern machen.
Der Vater hat aber hier gefragt, hat verschiedene Antworten erhalten und kann, falls er sich (dieser Mutter gegenüber) nicht entscheiden kann, gern noch beim Jugendamt fragen.
Was meinst du, was das Amt sagt? Und wann?
Wann warst du das letzte Mal beim JA?
--------------------------------------------
Zitat (von Lifeguard):
Aber ich würde beim ersten mal mit fahren...und mich in ein Hotel einmieten.
Für die Zeit der Sommerferien in ein Hotel einmieten, in Berlin?
Der Vater fragte aber, ob er sich dem Wunsch der Mutter beugen müsse (und das Kind zwangsläufig auch). Nein. Das muss er nicht. Es gibt andere Einigungsmöglichkeiten.

Signatur:auch ich verweise auf § 675 (2) BGB.
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#19
 Von 
Frabato
Status:
Beginner
(87 Beiträge, 14x hilfreich)

Zitat (von Jonny2):
... Sie hat mit ihrer Mutter gesprochen, das ganze hat natürlich in Tränen und Schuld Zuweisungen geendet, die kleine hat ihr gesagt das sie das so nicht möchte und auch nicht mehr mit ihr in einem Bett Schlafen möchte wenn sie Sie besucht. (Denke mal Pubertät und so). Natürlich war der Vater dann wieder alles Schuld... und da sie ein sehr Heißblütiges Gemüt hat als Brasilianerin ist sie natürlich am Telefon der kleinen über auch ziemlich schnell ausfallend geworden.

Danke erst einmal für die Informationen der Juristen und dir:

Also ich würde die kleine nicht alleine da hin lassen!!! Mit 11 Jahren in einer fremden Stadt in der sie niemanden kennt und dann ganz alleine einer Brasilianerin ausgeliefert, die sich an keine Regeln hält!
Nie und nimmer !!!
In Berlin kommt sich sicher an. Ob sie allerdings dann wieder zurück kommt, wage ich nach deiner obigen Beschreibung zu bezweifeln!

Aber egal. Es ist deine Tochter, nicht meine.

Und das "nicht mit ihr zusammen schlafen" hat sicher nichts mit Pubertät zu tun. das ist Angst bzw Abneigung.
Lass die Brasilianerin zu dir kommen. Das ist für euch besser und die Tochter fühlt sich sicherer!

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#20
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30713 Beiträge, 12291x hilfreich)

Zwei Gedanken, die m.E. wichtig sind:

1. Es muss ein tragfähiger Kontakt zur Mutter aufgebaut werden. Angesichts der Vorgeschichte sollte das in Eurem Umfeld (muss ja nicht die Wohnung sein) geschehen. Die Mutter sollte sich also bewegen, sich bei Euch einmieten und mit dem Kind was unternehmen. Mit einem so großen Kind, da fällt einem doch ganz viel ein. Und wenn diese Beziehung da ist, dann kann man das alles vielleicht auch nach Berlin "transplantieren." Und in einem Bett mit einer ihr letztlich doch fremden Person, das geht m.E. gar nicht. Man kann für wirklich wenig Geld doch ein Bett (zusammenklappbar), eine Luftmatratze erwerben, um den körperlichen Abstand zu wahren. Wenn die Mutter es nicht mal schafft, sich insoweit in die Befindlichkeit des Kindes einzudenken, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, dann frag ich mich, was das alles mit dem Kindeswohl zu tun hat.

Ich bin im Augenblick der Ansicht, dass nicht der Vater hier in der Lieferpflicht ist, so ganz und gar nicht, sondern die Mutter. Also, umgekehrt wird ein Paar Schuhe draus. Die Mutter muss liefern, nicht der Vater, zumindest am Anfang. Da wäre ich auch ziemlich unbeweglich, bei der Vorgeschichte.

2. Die Mutter ist Brasilianerin. Sie kann zwar ohne Visum nach Deutschland einreisen, kann also die erforderlichen ausländerrechtlichen Genehmigungen von Deutschland aus beantragen. Hier dürfte die einzige ihr Kind sein. Da ist aber Voraussetzung, dass sie auch Kontakt zum Kind pflegt. Irgendwie habe ich angesichts der absoluten Unzuverlässigkeit das Gefühl, dass das Kind hier zu ausländerrechtlichen Zwecken mißbraucht werden soll. Denn kein Kontakt zum Kind, dann wird es zumindest sehr problematisch mit dem Bleiberecht.

Bitte diese Überlegung auch einbeziehen. Das stärkt nämlich die Position des Vaters nochmals. Sie muss ja nicht wissen, dass der Vater das durchschaut hat. Auch deshalb muss sie liefern, nicht der Vater.

Viel Erfolg!

wirdwerden

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#21
 Von 
Jonny2
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 7x hilfreich)

Danke für euren Rat und eure Worte, werde auf jeden Fall nichts machen was die kleine nicht möchte.

Das die Mutter zu uns kommen kann, das wurde schon immer wieder gesagt, aber das lehnt sie vehement ab.
Also ich würde sie jetzt nicht mehr bei uns im Haus übernachten lassen, aber es gibt hier in der Umgebung auch genug günstige Unterkünfte usw. es gäbe sicher auch genug das man unternehmen könnte hier vor Ort.

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#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30713 Beiträge, 12291x hilfreich)

Das ist doch jetzt mal ein guter Ansatz. Du hast keine "Bringschuld."

wirdwerden

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