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Nachehelicher Unterhalt für nicht leibliches Kind? Eheprägender Umstand?

 Von 
Wolfman_Duke
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Nachehelicher Unterhalt für nicht leibliches Kind? Eheprägender Umstand?

Liebe Leute,
ich befinde mich gerade in den Verhandlungen für den nachehelichen Unterhalt meiner kurzen (2,5 Jahre) Ehe.
Obwohl ich recht gut verdiene haben mich die Summe aller meiner (Fehl?-)Entscheidungen in der Ehe nun an den Rand der privaten Insolvenz geführt. Deshalb suche ich Euren Rat...
Meine zukünftige Ex-Frau hat in diese, Ihre zweite Ehe einen unehelichen Sohn gebracht (ironische Weise der leibliche Sohn eines früheren Kumpels). Er war zum Zeitpunkt der Eheschliessung knapp 14 Jahre alt - heute ist er knapp 18.
Leider ist meine Noch-Frau vor der Ehe bereits ein Sozialfall gewesen - sie ist 40% eingeschränkt arbeitsfähig und erhält bereits über 1000 Euro/mtl. sogenannte BFA EU Rente (derzeit bis 2009 bewilligt).
Bereits im Trennungsunterhalt wurde für den nicht leiblichen Sohn ein Unterhaltsanspruch nach Düsseldorfer Tabelle i.H.v. 291 Euro/mtl. angesetzt. Da habe ich die Begrüdung des "eheprägenden Umstands" noch verstanden - wegen "Besitzstandswahrung" während der Trennung.
Meine Ex-Frau hat in diesem Trennungsjahr weder ernsthaft versucht zu Arbeiten, noch aus der gemeinschaftlich erworbenen Wohnung (die ich mit mindestens 3/4 immer allein bezahlt habe) auszuziehen. Vielmehr will sie nun zu 100% arbeitsunfähig sein.
Der Richter meinte nun - in einer ersten Vorverhandlung, dass ich weiter für den nicht adoptierten Sohn nach Düsseldorfer Tabelle zahlen muss. Derzeit sprechen wir von einem gesamten Nachehelichen-Unterhalt für die Beiden i.H.v. ca. 1000 Euro/mtl., den ich für 2,5 Jahre zahlen soll.
Ist Euch bekannt, dass für nicht leibliche, nicht adoptierte Kinder auch mit der Düsseldorfer Tabelle für den Mehrverdiener bemessen wird? Habt Ihr schon mal von Einem Fall wie dem meinen gehört, das für ein nicht eheliches, nicht leibliches Kind zu zahlen war?
Zusatzinfo: der leibliche Vater ist selbst ein Sozialfall und hat noch zwei weitere Kinder in die Welt gesetzt...
Für weiterführende Hinweise wäre ich Euch sehr dankbar...
LG



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"Wohl dem, der nicht versucht eine Beglueckungsmaschine zu erfinden..."

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Euro Exfrau leiblich Recht


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
armesocke
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 70x hilfreich)

Einen direkten Unterhaltsanspruch hat ein Stiefkind nicht. Grundsätzlich bist Du aber mit dem Kind verschwägert und hast den Sohn auch einige Jahre ernährt.

Ist trotzdem etwas unverständlich.

:???:

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#2
 Von 
Mit-Leidender
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Nee, sowas habe ich noch nicht gehört. Sicher, es handelt sich um ein Stiefkindverhältnis, aber nach der Scheidung ist das ja nicht mehr der Fall. Für die Trennungszeit kann ich das ja irgendwie fast noch ein wenig verstehen, aber die Unterhaltspflicht nach BGB besteht im ersten Verwandschaftsgrad, d.h. Eltern gegenüber Kindern und umgedreht. Zumindest mit der rechtskräftigen Scheidung sollte das Stiefkindverhältnis also doch beendet sein, oder wie? Da würde ich den Richter nochmal direkt drauf ansprechen oder einen Fachanwalt für Familienrecht bemühen, kostet leider wieder Geld...ich weis. Insgesamt vom Unterhaltsrecht her eher unverständlich...

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#3
 Von 
Wolfman_Duke
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

:cheers: Danke für Euren Beistand... ;-)
Leider hatte ich bereits einen Anwalt für Familienrecht dabei und ich habe den Richter mehrmals in der Vorverhandlung daraufhin angesprochen. Dieser liess sich nicht beirren und bestand darauf, dass meine zukünftige Ex-Frau ja weiterhin Kost und Logie für den Jungen aufbringen muss, das geht halt von Ihren Einnahmen weg und damit hat Sie netto weniger Einkünfte. Auch dieser Richter verglich diesen Umstand als eheprägend (wie beim Trennungsunterhalt) :schock: , als hätten wir uns während der Ehe einen gemeinsamen PKW gekauft, für den Sie heute noch die Zinsen zahlen würde. Ist ja a) erniedrigend für den Sohn und b) für mich nicht nachvollziehbar :bang: Hier zieht sich Vater Staat aus der Verantwortung, der ja eigentlich für den Jungen aufkommen müsste, weil sein Vater Sozialfall ist :kotz: Das Paradoxe: meine Ex war ja bereits verheiratet und da mußte der damalige Ex-Mann nicht für den Sohn zahlen :augenroll:
Merkwürden... Danke trotzdem... Ich bleib dran.

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"Wohl dem, der nicht versucht eine Beglueckungsmaschine zu erfinden..."

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#4
 Von 
guest123-1540
Status:
Praktikant
(880 Beiträge, 222x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#5
 Von 
armesocke
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 70x hilfreich)

quote:
bei Leuten mit einem gewissen Grad an Kenntnis scheitert es dann jedoch.


Dann sollte man eben nicht antworten :grins:

:banana:

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#6
 Von 
azrael
Status:
Master
(4936 Beiträge, 767x hilfreich)

Warum, wieso sollte die Geschichte nicht stimmen?
Hier kommen so einige seltsame Entscheidungen auf den Tisch, dass mich an dieser Geschichte gar nix wundert...


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"gruß azrael"

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