Nachnhmen der Kinder nach Scheidung

11. Juni 2010 Thema abonnieren
 Von 
Shadow315
Status:
Beginner
(82 Beiträge, 41x hilfreich)
Nachnhmen der Kinder nach Scheidung

Hallo Leute

Angenommen, ein Ehepaar scheidet sich nach einigen Jahren und drei Kindern.
Das erste Kind wurde vor der Eheschließung gezeugt und auch geboren und
trägt den Nachnahmen der Mutter.


Als das zweite Kind unterwegs war, wurde geheiratet, das erste Kind
bekommt ebenso wie die Mutter den Nachnahmen des Vaters.
Die darauffolgenden Kinder sowieso.

Nun ist nach Jahren die Ehe gescheitert, die Frau zieht mit drei Kindern
aus. Noch während der Zeit der Ehe, auch als diese schon gescheitert ist,
hat die Frau einen anderen Mann mit dem sie ein weiteres Kind zeugt.

Die Frau trägt das Kind aus und auch dieses trägt automatisch den Namen
des Ehemannes, obwohl er nicht der leibliche Vater ist. Er könnte dagegen
was tun, macht es aber nicht aus Mitleid für das Kind, das keinen richtigen
Vater hat, weil der Erzeuger nicht bereit ist, für das Kind geradezustehen.

Nun die Frage:
Angenommen, die Frau würde nach der Scheidung ihren Mädchennamen
wieder annehmen wollen, kann sie das nicht so ohne weiteres für die Kinder
soweit ich weiß. Allerdings habe ich gehört, dass in diesem Fall das
erstgeborene Kind sehr wohl ohne weiteres den Geburtsnamen der Mutter
annehmen könnte, weil dieses ja vor der Eheschließung zur Welt kam.

Ist das so korrekt?

Verzeiht, wenn ich zuweit ausgeholt habe für diese eigentlich recht
simple Frage.

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-- Editiert am 11.06.2010 01:00

-- Editiert am 11.06.2010 01:02

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5 Antworten
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#1
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2162 Beiträge, 279x hilfreich)

Hallo Shadow315,
nein auch das erste, vor der Ehe geborene Kind kann den Mädchennamen der Mutter nicht annehmen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Kind auch euer gemeinsames, halt nur vor der Eheschließung geboren. Durch eure Heirat wurde es ebenfalls zum ehelichen Kind mit dem Ehenamen als Nachnamen.

Im Falle einer neuen Heirat der Mutter könnten die Kinder mit deinem Einverständnis den neuen Ehenamen annehmen (Einbenennung), eine Annahme des Mädchennamens der Mutter jedoch ist grundsätzlich nicht möglich.

Auch eine Einbenennung ist mit Vorsicht zu genießen, da sie nur 1x (!) möglich ist, d.h. folgt danach wieder eine Scheidung und eine erneute Heirat, bei der die Mutter wieder einen neuen Ehenamen annimmt, so haben die Kinder dann unwiderruflich den Nachnamen einer Person, mit der sie nichts weiter verbindet, außer dass sie mal für eine Zeit lang ihr Stiefvater war.

Möglich ist (da bin ich mir aber nicht sicher) dass bei eurem erstgeborenen Kind die Namensänderung anlässlich eurer Hochzeit schon als Einbenennung gewertet wird, somit eine weitere Namensänderung ohnehin ausgeschlossen ist (außer bei eigener Heirat).

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"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Shadow315
Status:
Beginner
(82 Beiträge, 41x hilfreich)

Ist das sicher, sprich gesetzlich verankert oder deine Einschätzung?
Sorry, wenn ich so unsicher bin aber ich habs halt so oft gehört.
Lediglich ein guter Freund meiner Schwiegermutter, seines Zeichen
selbst Anwalt - allerdings nicht im Famlilenrecht - sagt mir gleiches.
Allerdings hat er auch ein bisschen gestutzt und mir gesagt, dass er
sich da nicht ganz genau sicher ist, was die erstgeborene Tochter
anbelangt, die vor der Eheschließung gezeugt, sprich geboren wurde.

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2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo Shadow,

ich teile die Einschätzung von Kuschelbaer.

Und wenn du Gewissheit brauchst, dann erkundige dich einfach noch mal beim Standesamt ... die sollten da für Klarheit sorgen können! :)


Grüße


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"Persönliche Meinung ... ohne Gewähr "

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39023 Beiträge, 14092x hilfreich)

Es ist, wie Kuschelbär schreibt. Ich bitte, noch eines zu bedenken. Namen sind Teil einer Identität. Eltern sollten sich sehr genau überlegen, ob sie in diese Identität eingreifen. Es gibt genug Fälle, bei denen die Kinder langfristig damit nicht zurecht kommen. Man sollte damit also behutsam umgehen. Und vor allen Dingen "Familie" nicht mit "Identität" verwechseln.

Immer öfter haben wir doch folgendes Scenario: Mutter heiratet neu, die Kinder werden einbenannt. Die Ehe geht auseinander. Jetzt haben die Kinder zeitlebens den Namen eines fremden Mannes. Das ist doch nicht Sinn der Sache. Mit dem Namen des biologischen Vaters hätten sie noch was anfangen können, auch, wenn der sich nicht kümmert. Aber so?

wirdwerden

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2162 Beiträge, 279x hilfreich)

Den Mädchennamen der Mutter könnten die Kinder nur in einem einzigen Fall annehmen, nämlich wenn die Mutter erneut heiratet und in dieser Ehe der Mädchenname der Mutter als neuer Ehename gewählt wird.

Eine sonstige Änderung des Namens der Kinder in den Mädchennamen der Mutter ist rechtlich nicht möglich, auch nicht bei dem vor der Ehe geborenen Kind, welches durch Eheschließung der Eltern dann als eheliches Kind gilt und den Namen erhalten hat.

In beiden Fällen erhalten die Kinder neue Geburtsurkunden mit dem neuen Namen als Geburtsnamen, euer erstes Kind dürfte also per Geburtsurkunde nicht den Mädchennamen der Mutter sondern euren Ehenamen tragen.
Damit nimmt dieses Kind auch keine Sonderstellung unter den Geschwistern ein, es ist (namens-)rechtlich ebenso zu behandeln wie diese.


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"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

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