Name des gemeinsamen unehelichen Sohnes - kann Sie meinem Sohn einfach ihren Namen geben?

3. Mai 2010 Thema abonnieren
 Von 
mobilteil
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Name des gemeinsamen unehelichen Sohnes - kann Sie meinem Sohn einfach ihren Namen geben?

Guten Tag zusammen,
vorab erläutere ich besser erst mal die Situation.
Ich war 8 Jahre mit meiner Freundin zusammen und wir haben es zu einem gemeinsamen Sohn geschafft und da wir heiraten wollten, habe ich unserem Sohn nach der Geburt direkt meinen Nachnamen verpasst. Nur zur Hochzeit ist es nicht mehr gekommen.
Sie hat unseren Sohnemann eingepackt, ist zu ihrem neuen Freund gezogen, hat das Sorgerecht und der Sohn trägt meinen Namen. Nachdem ich das Umgangsrecht erfolgreich eingeklagt hatte, vergingen Monate mit wirren Beleidigungen, Drohungen, Anzeigen etc., damit kann ich Leben.
Nun zum Problem: Jetzt ist mein Sohn vier Jahre alt und meine Ex hat Ihm eingetrichtert das er nicht meinen Namen hat, sondern ihren und wenn sie heiratet ,den Name Ihres jetzigen Freundes annehmen muß.
Dies hört sich so schon recht verwirrend an und ich kann gut begreifen, dass mein Sohn dies überhaupt nicht versteht.
Ich möchte, das mein Sohn meinen Namen behält, auch wenn meine EX-Freundin heiraten sollte.
Deshalb meine Frage: Wie unterbinde ich es, dass Sie meinem Sohn einfach ihren Namen gibt ?
Wenn sie heiraten sollte, müße ich einer Namensänderung zustimmen?

Für Antworten vorab vielen Dank
Gruß: Mobi

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12317.05.2011 21:04:02
Status:
Schüler
(397 Beiträge, 119x hilfreich)

§ 1618 BGB : Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Ehegatte, der nicht Elternteil des Kindes ist, können dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber dem Standesamt ihren Ehenamen erteilen (Einbenennung ). Sie können diesen Namen auch dem von dem Kind zur Zeit der Erklärung geführten Namen voranstellen oder anfügen; ein bereits zuvor nach Halbsatz 1 vorangestellter oder angefügter Ehename entfällt. Die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils, wenn ihm die elterliche Sorge gemeinsam mit dem den Namen erteilenden Elternteil zusteht oder das Kind seinen Namen führt, und, wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, auch der Einwilligung des Kindes. Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden. § 1617c gilt entsprechend.

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#2
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3590 Beiträge, 1263x hilfreich)

Guten Abend,

die Nennung des § 1618 BGB ist hier schon sehr richtig.

Allerdings sind diese §§ ja immer sehr amtsdeutsch gehalten. Da ich etwas tippen mag, schreibe ich dazu noch etwas.

Also, wenn das Kind Deinen Namen trägt, ist es erforderlich, dass Du der Einbennenung zustimmst. Was in dem § so beiläufig geschrieben wird....

quote:<hr size=1 noshade>Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist. <hr size=1 noshade>


...sind in Wirklichkeit sehr hohe Hürden. Das ist es nicht mal eben getan, wenn der betreuende Elternteil die Änderung wünscht, er dieses mal gerade beim FamGr. beantragt und auch durch bekommt.

Wenn Du möchtest, kann ich Dir dazu gerne per PN verschieden Auszüge aus Urteilen diverser OLG oder des BGH zuschicken.

Ich finde es schrecklich, wenn Betreuungselterteile das andere Elternteil durch solche Maßnahmen ausradieren wollen. Oft und gerne wird die Forderung nach einer Einbenennung auch als Rache verwendet. Daher ist es umso befriedigender, dass die Rechtssprechung da klare Grenzen aufzeigt.

LG Nero

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-- Editiert am 03.05.2010 20:52

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#3
 Von 
mobilteil
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke euch erst mal für eure Ausführungen.
Rein juristisch sieht das ganz gut für mich aus, jetzt habe ich aber noch das Problem, dass meine Ex dies aber nicht sonderlich interessiert.
Sie redet ihm einfach einen anderen Namen ein und mein Sohn glaubt das natürlich in seinem Alter. Am Wochenende kam dann seine Frage:" Papa, wie heiß ich denn jetzt wirklich? Bei Mama heiß ich Lennard f. und bei Papa Lennard t.". Wenn meine Ex mich damit nerven will, muß ich sagen, dass das gut klappt, sie begreift aber nicht, das unser gemeinsamer Sohn das nicht verpackt.
Wie stoppe ich diesen Unsinn denn? Reden bringt da nichts, da werd ich nur ausgelacht.
@Nero- Bitte sende mir die Urteile als PN, würde mir die gern mal durchlesen.

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