Namensänderung nach der Eheschließung

24. November 2007 Thema abonnieren
 Von 
Unwissender0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Namensänderung nach der Eheschließung

Ich habe folgende Frage:
Gibt es irgendeine Möglichkeit, den Ehenamen nachträglich zu ändern?
Der Sachverhalt ist folgender: Meine Frau und ich haben geheiratet, wobei ich dazu sagen muss, dass meine Frau aus einem anderen Land kommt und es dort in Sachen Namensänderungen gewisse Probleme gibt, wobei wir damals noch nicht wussten, dass eine Namensänderung dort unmöglich ist.
Nun war es so, dass bei uns in dem Aufklärungsgespräch beim Standesamt hängen geblieben ist, dass man den Ehenamen nachträglich nochmal ändern kann. Wie wir erkennen mussten ist dies leider nicht der Fall. Wenn man im Ehevertrag einen Ehenamen festlegt, lässt sich das nachträglich nicht mehr ändern. Allerdings hat auch das Standesamst zugegeben, dass bei den Aufklärungsgesprächen bei den Brautpaaren nur 50% hängen bleiben.
Wir dem auch sei (um nicht zu sehr in Detail zu gehen). Wir möchten einfach den Geburtsnamen meiner Frau als Ehenamen haben, zumal auch noch meine Frau ein Kind in die Ehe mitgebracht hat, dass wiederum einen anderen Nachnamen hat. Da sich ihr Land stur stellt und den Nachnamen im Pass partout nicht ändert und die Behörden nur den Namen nehmen, der im Pass steht haben wir jetzt den Kuddelmuddel, dass wir drei Personen mit drei Nachnamen sind - obwohl es sich um eine Familie handelt!
Die Frage ist nun: können wir jetzt IRGENDETWAS machen, dass wir den Ehenamen ändern können? Dann wäre schonmal ein Nachname weg, zumal wir es eh im Sinn hatten, diesen zu ändern (damals bei unserer Hochzeit lief leider nur sehr viel chaotisch ab, so dass wir diese Entscheidung in Ruhe treffen wollten).
Beim Standesamt sagte man mir, dies gehe nur durch Scheidung und erneute Heirat, was ich aber total bescheuert finde. Das Argument, dass ich nicht einfach meinen Nachnamen ändern könne verstehe ich zwar, aber es handelt sich hier ja nicht um irgendeinen Nachnamen, sondern um den meiner Frau.
Wäre super, wenn ich da einen hilfreichen Tipp bekommen würde.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
armesocke
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 71x hilfreich)

quote:
Die Ehegatten können ihre bisherigen Familiennamen beibehalten (getrennte Namensführung) oder bei der Eheschließung oder zu einem späteren Zeitpunkt (es gibt hierfür keine Frist) einen gemeinsamen Familiennamen (Ehename) bestimmen. Für einen Ehenamen kommen die Geburtsnamen oder die Familiennamen, welche die Eheleute zum Zeitpunkt der Bestimmung des Ehenamens tragen, in Betracht. Die Bestimmung eines Ehenamens ist unwiderruflich.

Ausländische Eheschließende unterliegen grundsätzlich dem Namensrecht ihres Heimatstaates. Wenn aber einer der künftigen Ehegatten (oder beide) seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, so besteht ein Wahlrecht zwischen dem Recht des Staates, dem der ausländische Ehegatte angehört, und dem deutschen Namensrecht.


;)

-- Editiert von armesocke am 25.11.2007 15:24:41

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#2
 Von 
Unwissender0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Genau das ist der Punkt: sicherlich haben wir damals einen Fehler gemacht, keine Frage. Aber dass die Bestimmung eines Ehenamens unwiderruflich ist, trifft uns in diesem Fall wirklich hart. Meine Frage ist aber jetzt, ob es dabei keine Härtefallregelungen gibt? Ich meine, sogar ich habe damals nicht gemerkt, dass meine Frau diese ganze Sache mit der Namensgebung sprachbedingt nicht richtig verstanden hat und deshalb das ganze so wollte.

So würde uns wirklich nur die Scheidung der Ehe und erneute Hochzeit weiterhelfen. Und wir sind mittlerweile drauf und dran das so zu machen, nur um diesen verdammten Namen zu tauschen.

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#3
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3864 Beiträge, 470x hilfreich)

Fragt bei dem für euch zuständigen Standesamt nach. Die können kompetent Auskunft geben.

Im Übrigen hab ich den Eindruck, dass ihr euch da schon sehr reinsteigert.

Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Unwissender0815
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Beim Standesamt haben wir schon nachgefragt und die geben ja selber zu, dass die Aufklärungen darüber häufig nicht richtig angeben und normalerweise ein Gesetzt da sein müsste, um solche Fehler im Nachhinein bereinigen zu können. Nur sind denen da die Hände gebunden. Man hat uns da an das Oberlandesgericht verwiesen, was aber auch mit Kosten zu tun hat und den Erfolg nicht garantiert.

Mit reinsteigern hat das nichts zu tun. Es ist halt nur sehr unbefriedigend, eine dreiköpfige Familie zu haben und jeder hat seinen eigenen Nachnamen. Wenn der Lütte dann später größer ist, haben wir dann drei Namen am Klingelschild und das ist wirklich keine schöne Situation, nur weil die Behörden da so einen Film ziehen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3864 Beiträge, 470x hilfreich)

Wenn du bei der zuständigen Stelle eine nachvollziehbare Auskunft erhalten und die Möglichkeiten aufgezeigt bekommen hast, was erwartest du dann noch??
Verschiedene Namen gibt es in vielen Familien, das ist heute eigentlich kein Problem mehr. Ich habe eher den Eindruck, dass dir dein Name nicht mehr gefällt und du deshalb einen Weg suchst, ihn zu ändern... Ist aber natürlich nur eine Vermutung...

Grüße

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#6
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7944 Beiträge, 2922x hilfreich)

Und für das Kind wäre unter Umständen die Möglichkeit einer Adoption durch dich eine Prüfung wert (es sei denn, das Kind kann nicht adoptiert werden, da gibt es Länder, die das untersagen).
Kann deine Frau denn die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen? - macht dann sicher dass eine oder andere einfacher.

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