Hallo,
Die ex von meinem Sohn , hat sich nach fast 1,5 jahren bei mir gemeldet. Sie wolle mit mir nun ehrlich sein. Sie lebte vor 1,5 jahren im Mutterkindheim mit meinem Enkel. Ich hatte Kontakte zu Ihnen. Die psychische Verfassing der Mutter war sehr schlecht. Zu meinem Sohn hatte sie ein schlechtes Verhältnis.ich schäme mich auch das mein Sohn sich bis heute nicht kümmert.
Damals sagte sie mir sie müsse in stationäre Therapie. Der kleine käme dann in eine Pflegefamilie. Ich sagte ihr das es ein Fehler sei ihn in eine Pflegefamilie zugeben. Ich könnte ihn auch nehmen. Danach brach der Kontakt ab.
Nun meldete sie sich wieder und sie sagte genaus das sei eingetreten sie bekäme den kleinen aus der Pflegefamilie nicht mehr raus. Ich sagte ihr hättest du auf mich gehört wäre alles gekommen. Ich habe damals mehrfach mit dem Jugendamt geredet wegen BesuchskontKte. Sie würden sich bei mir melden. Ich warte da heute noch drauf.
Sie sagte sie habe sich geändert. Sie sei stabil. Von der Stimme hergesehen sehe ich es auch so.
Jetzt soll ich diese Woche zu ihr kommen und sie segen wie sie nun ist.
Dann soll ich in 2 bis 3 Wochen meinen Enkel sehen. Ich sehe es skeptisch gegenüber. Habe Angst das sie dann wieder alles abbricht. Die Pflegemutter ist dann auch anwesend.
Das Sorgerecht liegt beim Jugendamt weil und der Pflegefamilie.
Es war im Dezember eine Gerichtsverhandlung wo mein Sohn auch hin musste. Er ist inzwischen verheiratet und hat noch eine Tochter bekommen.
Das Jugendamt und das Gericht wollten das er den kleinen nimmt. Er sagte "nein". Was micj total verärgert. Ich habe auch kein Kontakt mehr zu meonem Sohn bin vielen Dingen sehr enttäuscht von ihm. Aber das spielt jetzt keine Rolke. Jetzt soll fie Ex von der Caritas begutachtet werden über ein halbes Jahr.
Wie sind die Chancen für sie?
Lg
Pflegefamilie/Rückführung
In so Fällen ist es immer ganz schwierig, einen Rat zu geben. Da spielen einmal juristische Fragen rein, aber eben auch ganz stark pädagogische/menschliche Probleme.
Was haben wir? Eine Mutter, die wohl nicht nur erziehungsunfähig war, sondern ihr musste zusätzlich das Sorgerecht entzogen werden, nicht nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das ist schon harter Tobak, das passiert nicht so schnell. Da wirst Du einiges nicht wissen.
Das Kind lebt seit nunmehr sehr langer Zeit in einer Pflegefamilie. Da scheint es ihm ja gut zu gehen. Für Kinder ist nichts schädlicher als ein permanentes hin und her zwischen Pflegeeinrichtungen und Eltern, die es dann auf Dauer doch nicht schaffen. Da gibt es genug wissenschaftliche Erhebungen drüber, über die katastrophalen Auswirkungen auf die Kinder. Schnelle Rückführung und mal gucken, ob es klappt, das ist keine Lösung, das ist immer eine, die zu Lasten des Kindes geht. Diese Einstellung teilen offensichtlich auch Gericht und Jugendamt.
Respekt vor der Haltung des Vaters. Er hat sich nicht in eine Ecke drängen lassen, er hat ganz klar gesagt, dass es nicht funktionieren wird. Da ist nichts übel zu nehmen. Das ist eine klare Aussage im Interesse des Kindes.
Ich weiss nicht, ob man aus einer Stimme am Telefon auf die gewonnene psychische Festigkeit eines Menschen schliessen kann, ich würde mir das jedenfalls nicht zutrauen. Aufzucht eines Kindes ist nun mal keine Momentaufnahme, sondern eine dauerhafte Leistung, wo wir nicht wissen, ob die Mutter das erbringen kann. Das soll jetzt offensichtlich festgestellt werden. Das ist doch im Interesse des Kindes.
Deine Motivation ist mir nicht klar. Geht es um Kindeswohl, oder aber nur um Deinen Umgang mit dem Kind und Du erhoffst Dir, dass Du es da mit der Mutter leichter hast als mit dem Jugendamt/der Pflegefamilie? Denn über das Kind schreibst Du hier gar nichts, scheint für Dich eher eine Randfigur zu sein. Grundsätzlich haben auch Großeltern ein Umgangsrecht. Allerdings ist dieses vom Gesetzgeber her sehr viel schwächer ausgestattet als das der getrennt lebenden Elternteile. Die Sorgeberechtigten müssen letztlich damit einverstanden sein, es muss Einvernehmen bestehen. Sorgeberechtigt ist im Augenblick das Jugendamt. Das Kind soll sich jetzt an regelmäßigen Umgang mit seiner Mutter gewöhnen. Zur selben Zeit zusätzlich eine weitere fremde Person kennen lernen? Wieviel Unruhe im Leben kann so ein Kind verkraften? Mal daran gedacht?
Also, erste Frage, um was geht es Dir konkret? Auf den Punkt formuliert.
wirdwerden
Ich habe grosses Interesse an meinem Enkel. Ich hatte ja Umgang damals gehabt. Ich denke immer an ihn. Und frage mich immer wieder wie es ihm geht? Überrascht war ich nun über den Anruf der Mutter. Ich habe den Verdacht das sie mich nur braucht um den kleinen wieder zubekommen. Nur ich lege für sie nicht meine Hand ins Feuer. Es sind soviel Ungereimtheiten. Die mich sehr zweifeln lassen .
Klar würde ich meinen Enkel wiedersehen. Aber ich habe Angst wenn man sih wieder dran gewöhnt hat das dann plötzlich keine Kontakte mehr stattfinden. Und das tut keinem dann gut. Der kleine ist 3 Jahre alt und ich möchte ihn keineswegs durcheinander bringen. Das ist meine größte Sorge.
Ist es gut für Enkel wenn er mich regelmässig sieht?
Soll ich mit dem Jugendamt in Kontakt treten?
Ist die Mutter wirklich stabil genug?
Wird das Jugendamt an uns rantreten falls die Rückführung zur Mutter nicht möglich ist?
Damals wurde ihr schon die Auflage gegeben sich mit uns in Kontakt zuhalten woran sie sich nicht gehalten hat.
Ich weiss einfach nicht weiter.
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Mir ist das alles noch zu sehr "wischi/waschi." Offensichtlich haben sowohl das Gericht als auch das Jugendamt erhebliche Zweifel an der Erziehungsfähigkeit der Mutter. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen: lass Dich nicht vor ihren Karren spannen. Das hat mit Kindeswohl gar nichts zu tun. Und sie will Dich offensichtlich benutzen.
Ich würde den Kontakt mit dem Kind zunächst so halten, dass Du ihm Briefe schreibst, vielleicht eine Kleinigkeit beilegst, etwa ein Foto von Dir, ein paar bunte Stickers, was weiss ich. Dann vielleicht ein kleines Geschenk rüber schicken, so zum Geburtstag, zu Weihnachten, Ostern. So, dass sich das Kind nach und nach ohne Druck daran gewöhnt, dass es da eine Oma gibt. Mit viel Geduld und offenem Ende.
Nein, das JA wird nicht an Euch rantreten. Warum sollte es? Sorgerecht liegt beim Jugendamt, Rückführung ist nicht oberstes Ziel, sondern das Kindeswohl.
wirdwerden
Es ist nur eine Bereitschaftspflege. Das heisst wenn sie ihn nicht bekommt kommt er woanders hin.
Bei der Mutter bin ich echt vorsichtig.
Eine Bereitschaftspflege über 1,5 Jahre, das ist dann schon eine feste Pflege. Die Bereitschaftspflege ist für aktute Notfallsituationen da, immer temporär begrenzt. Das ist hier schon länger umgestellt worden. Aber überleg mal, akuter Notfall, dem Kind muss es ganz schlecht gegangen sein.
wirdwerden
Ja das weiss ich der kleine hat damals sehr gelitten. Bei mir fühlte er sich wohl. Freute sich jedesmal wenn ich kam.
WEisst Du, die Mutter will Dich vor ihren Karren spannen, unter dem Motto, sie habe sogar liebevollen Kontakt mit der Ex-Schwiegermutter, also das spreche doch nun wirklich für ihre Beständigkeit und was weiss ich. Du willst sie vor deinen Karren spannen, denn sie hat ja versprochen, Du könntest das Kind sehen, wenn sie das Kind erst mal hätte. Beides ist zutiefst ungesund. Mach DEIN und nur DEIN Ding, ohne Dich mußbrauchen zu lassen. Knüpf so, wie ich es vorgeschlagen habe, den ersten Kontakt zu Pflegefamilie und damit auch zum Kind. Und dann sieht man weiter.
wirdwerden
Genauso denke ich ja auch schon. Sie will mir den Namen der Pflegefamilie nicht nennen. Wegen Geheim und so.
Finde alles sehr komisch und mein Bauchgefühl warnt mich.
Hallo Logogirl,
niemand hier im Forum kann wissen, was die tatsächliche Motivation der Mutter deines Enkelkindes, sich an dich zu wenden, ist - dich "vor ihren Karren zu spannen" ist eine denkbare Option - dich "mit ins Boot zu nehmen" eine weitere - und möglicherweise sieht die Realität nochmal ganz anders aus!
Sie hat dich um ein Gespräch gebeten - du entscheidest, ob du dich darauf einlässt - dir in der persönlichen Begegnung nochmals einen eigenen, neuen Eindruck verschaffst.
Und ganz abseits aller erdenklichen Beweggründe, weshalb die Mutter des Kindes dich nun angesprochen haben mag - die letztendliche Entscheidung über den Fortgang der Geschichte mit deinem Enkel liegt weder bei dir, noch bei ihr allein - wie du eingangs schon geschildert hast, würde die Situation begleitet werden durch verschiedene "Institutionen" - und deren Einschätzung dürfte ein erhebliches Gewicht haben bei der abschließenden Entscheidungsfindung haben!
Gerade jetzt steht eine Einladung der Mutter deines Enkels zu einem gemeinsamen Gespräch als Angebot im Raum - du kannst das annehmen - oder ablehnen - wie du dich schlussendlich entscheidest, das liegt bei dir.
Ob dir da weitreichende - und schlussendlich, da hier im Forum niemand weder die beteiligten Personen, noch die übrigen Bedingungen der Situation kennt, rein auf Spekulation beruhende - Vorannahmen zu den Beweggründen der Mutter des Enkels weiter helfen - das kannst auch nur du entscheiden.
Grüße
Liebe logogirl,
wenn die Mutter nicht mal die Adresse der Pflegefamilie rausgeben will, damit Du mal ganz harmlos einen Brief an Dein Enkelkind schreiben kannst, der Kontakt aus was für Gründen nur über sie möglich sein soll, dann würden bei mir alle Alarmglocken schellen. Und, die Bedenken der Profis (Gericht, Jugendamt) sind ja auch nicht von der Hand zu weisen. Ich würde mal einen eigenen Termin mit dem Jugendamt ausmachen. Fragen, wie es dem Kind geht, die von mir geäußerte Idee vortragen, fragen, wohin der Brief/das Päckchen geschickt werden soll. Jetzt nicht zu viel fordern, im Interesse des Kindes. Muss sich ja erst mal an seine Mutter gewöhnen, dann noch eine zweite fremde Person. Ich würde das Jugendamt darauf hinweisen, dass Du nach dem BGB ja letztlich auch ein Umgangsrecht hast, zumal Du das Kind kennen würdest und das Kind sich in Deiner Gesellschaft sehr wohl gefühlt hätte. Dass Du seinerzeit helfen wolltest, es von der Mutter aber strikt unterbunden worden sei.
Eigentlich sind die Jugendämter für konstruktive Hilfe immer dankbar. Versuch das mal und melde Dich dann hier wieder.
Und noch etwas: mach von vornherein klar, dass Du nicht die Absicht hast, die Pflegeeltern zu belästigen, ihnen per Telefon oder wie auch immer auf den Geist zu gehen. Dass Dich die Pflegeeltern aber gerne anrufen könnten.
Viel Erfolg!
wirdwerden
-- Editiert von wirdwerden am 20.02.2018 08:24
-- Editiert von wirdwerden am 20.02.2018 08:27
Hallo, lass dich nicht benutzen! Wie schon geschrieben wurde, muss einiges vorgefallen sein...
Fakt ist, sie will dich "vorzeigen" damit sie bessere Chancen hat das Kind zu bekommen.
Fakt ist aber auch, dass dein Kontakt zum Enkelkind nicht von der Kindsmutter abhängig ist!
Nimm mir den Jugendamt Kontakt auf, schildere deine Wünsche. Und lass dich nicht von der Kindsmutter manipulieren!
Lg
Und jetzt?
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