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Rentenpunkte berechnen

 Von 
Luecke87
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Rentenpunkte berechnen

Hallo,
Bei meinem südafrikanischen Mann und mir kriselt es. Da wir erst 1,5 Jahre verheiratet sind, überlegen wir uns, uns vielleicht vor den magischen zwei Jahren scheiden zu lassen, damit niemand im Zweifelsfall Nachteile erhält.
Wie würde es konkret für mich aussehen?
2019 haben wir geheiratet, Ende 2020 ist er in Deutschland eingereist. Ab da beginnt die Berechnung oder?
Als Vollzeitkraft liege ich bei netto 2,700 (Steuerklasse 3). Mein Mann hatte zwischenzeitlich einen 450 Euro Job, seit November Teilzeitstelle mit 1000 netto (Steuerklasse 5)

Wie würde es im Zweifelsfall berechnet werden und was müsste ich abtreten? Sollte eine Scheidung eintreten würde er vermutlich auch wieder nach Südafrika gehen. Hätte er auch dann weiterhin Anspruch?

Vielen Dank für die Hilfe

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Berechnung Anspruch Steuerklasse Job


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17178 Beiträge, 2769x hilfreich)

Zitat (von Luecke87):
uns vielleicht vor den magischen zwei Jahren scheiden zu lassen, damit niemand im Zweifelsfall Nachteile erhält.
Magische 2 Jahre? Was ist das? Ist es denn kein Nachteil für ihn, seine Aufenthaltserlaubnis als Ehemann ab der Trennung zu verlieren?
Bei einer kurzzeitigen Ehe wird ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehegattten durchgeführt.
Zitat (von Luecke87):
2019 haben wir geheiratet, Ende 2020 ist er in Deutschland eingereist.
Das war falsch. Er ist Ende 2019 eingereist, hat dann im Minijob gearbeitet und ab 11/2020 schon Teilzeit.
Gerechnet wird ab Eheschließungsdatum, also Januar 2019, dann seid ihr jetzt gut 2 Jahre verheiratet. Wie kommst du auf 1,5 Jahre?
Zitat (von Luecke87):
Wie würde es im Zweifelsfall berechnet werden
Gar nicht. Es geht nicht um deinen jetzigen Lohn.
Dein Mann hat noch keinen Rentenpunkt erreicht.

Interessanter wäre uU, ob er Anspruch auf Unterhalt von dir hat...

-- Editiert von Anami am 22.02.2021 18:15

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32082 Beiträge, 12641x hilfreich)

siehe § 3 Vers AusglG

wirdwerden

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#3
 Von 
Luecke87
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
Ja da hab ich mich vertippt. Er ist Ende 2019 eingereist. Mir wurde gesagt dass bis zu zwei Jahren kein Versorgungsausgleich stattfindet, außer es wird beantragt. Ab dem 3. Jahr allerdings automatisch, verpflichtend.
Da wir einfach so viele Sachen zu klären haben und uns da durch solche Sachen keinen Druck machen wollen, überlegen wir die Scheidung einzureichen und es ohne Bindung versuchen wollen. Sein Aufenthalt ist derzeit nicht gefährdet da er ja einen Job hat. Und sollten wir wirklich getrennte Wege gehen, will er ohnehin zurück nach Südafrika

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#4
 Von 
Luecke87
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Wie würde so ein Versorgungsausgleich nach drei Jahren aussehen? Welche Faktoren werden da berücksichtigt, was muss vorgelegt werden?
Ich habe in der Zeit Erbe meiner Eltern erhalten, muss dass dann einberechnet werden?
Da ich momentan den Großteil des Zusammenlebens finanziere, wird das berücksichtigt?

Ab wann hätte er Rentenpunkte erreicht bzw ab wann wäre die Teilung dann ein Muss? Wie sieht sowas aus? Von welchen Beträgen wird da gesprochen 100 € / 500€ / mehr?
Ich möchte nicht im Zweifelsfall ein Leben lang Geld für ne Ehe von 3 Jahren abtreten.

Sorry für die vielen Fragen. Ist eine sehr herausfordernde Zeit, insbesondere nochmal durch Corona.
Über Hilfe wäre ich sehr dankbar!

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32082 Beiträge, 12641x hilfreich)

Beim Versorgungsausgleich geht es ausschließlich um die erworbenen Rentenpunkte.

wirdwerden

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#6
 Von 
Luecke87
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)


„Dein Mann hat noch keinen Rentenpunkt erreicht."
Ab wann hat er das? Muss ich Punkte ab ihn abtreten? Was wäre das ca in €?

„Interessanter wäre uU, ob er Anspruch auf Unterhalt von dir hat..."

Kannst du mir das vielleicht nochmal genauer erklären wie es berechnet werden würde, was da alles mitreinspielt z.B das Erbe meiner Eltern was ich zwischenzeitlich erworben habe?

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#7
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17178 Beiträge, 2769x hilfreich)

Das Gesetz schreibt:
(3) Bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren findet ein Versorgungsausgleich nur statt, wenn ein Ehegatte dies beantragt.
Für dich hat so ein Antrag keinen Sinn. Klappt zeitlich auch nicht .Vergiss es.

Rentenpunkte erwirbt man durch sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Jahr für Jahr--- je nach Einkommenshöhe.
Dein Mann arbeitet seit 4 Monaten sv-pflichtig--- Der hat deshalb noch 0 Rentenpunkte.
Du findest DEINE Punkte auf deiner jährlichen Renteninfo von der DRV.

Dein Erbvermögen hat ---NICHTS--- mit Rentenpunkten zu tun.

Zitat (von Luecke87):
Sein Aufenthalt ist derzeit nicht gefährdet da er ja einen Job hat.
Das ist wahrscheinlich nicht richtig. Er hat seinen A-Titel als dein Ehemann. Vermutlich nach § 28 AufenthG. Und Erwerbstätigkeit ist gestattet. Bei einer Trennung endet sein Aufenthaltsrecht. Nicht erst bei Scheidung.

Zitat (von Luecke87):
Ich möchte nicht im Zweifelsfall ein Leben lang Geld für ne Ehe von 3 Jahren abtreten.
Wieso ein Leben lang? Wie alt bist du denn? Seit wann arbeitest du sv-pflichtig?

Tja, deswegen nannte ich Unterhalt, den du ihm evtl. vllt. uU zahlen würdest. Das hat gar nichts mit Rentenpunkten und auch nichts mit Lebenslang zu tun.

Zitat (von Luecke87):
Ist eine sehr herausfordernde Zeit, insbesondere nochmal durch Corona.
Soll Corona auch daran noch schuld sein? :augenroll:
-------------------------------
Es geht auch einfacher. Noch knapp 1Jahr als Ehepaar zusammenleben. Dann trennen und knapp 1 Jahr später die Scheidung einreichen. Rentenpunkte, V-Ausgleich und Erbvermögen sind immer noch ungefährlich für dein Geld, aber dein Mann hätte nach 3 Jahren Ehe ein eigenes Aufenthaltsrecht. Er -könnte- freiwillig zurück, er -müsste- aber nicht, falls er doch nicht will. Er müsste sich hier nicht irgendwelche absurden Notanker suchen, um in D bleiben zu können.
Nur mal so als Idee...denk mal nach...

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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#8
 Von 
Luecke87
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)


Zitat (von Luecke87):
Ich möchte nicht im Zweifelsfall ein Leben lang Geld für ne Ehe von 3 Jahren abtreten.
Wieso ein Leben lang? Wie alt bist du denn? Seit wann arbeitest du sv-pflichtig?

Seit sieben Jahren!


Es geht auch einfacher. Noch knapp 1Jahr als Ehepaar zusammenleben. Dann trennen und knapp 1 Jahr später die Scheidung einreichen. Rentenpunkte, V-Ausgleich und Erbvermögen sind immer noch ungefährlich für dein Geld, aber dein Mann hätte nach 3 Jahren Ehe ein eigenes Aufenthaltsrecht. Er -könnte- freiwillig zurück, er -müsste- aber nicht, falls er doch nicht will. Er müsste sich hier nicht irgendwelche absurden Notanker suchen, um in D bleiben zu können.
Nur mal so als Idee...denk mal nach...

Gute Idee. Vielen Dank für die ausführliche Antwort

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#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32082 Beiträge, 12641x hilfreich)

Luecke, ich hatte Deine Idee auch im Kopf, als ich antwortete. Nur, wir kennen den genauen Ausländerstatus nicht. Es kann sein, dass die Fragestellerin eine Verpflichtungserklärung abgegeben hat. Dann müsste sie (ich meine) 5 Jahre für den Ehemann in Deutschland aufkommen. Wenn die Konstellation so ist, dann ist natürlich sinnvoller, so schnell wie möglich geschieden zu werden.

wirdwerden

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#10
 Von 
Anami
Status:
Weiser
(17178 Beiträge, 2769x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Nur, wir kennen den genauen Ausländerstatus nicht.
Man kann ableiten, wie sein Status ist.
Er ist nach der Eheschließung in 01/2019 mit Visum zum Ehegattennachzug in 12/2019 eingereist.
Er dürfte eine AE nach § 28(1, Nr.1) AufenthG haben.

Eine Verpflichtungserklärung für den Ehemann ? Wo sollte eine solche Regelung zu finden sein?
----------------------------

Zitat (von Luecke87):
Seit sieben Jahren!
Das ist ja nichts, ;) Vergiss das Thema Rentenpunkte.

Signatur:auch ich verweise auf § 675(2) BGB.
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