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Sabotage der Vater-Kind Bindung unterbinden

10.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Sabotage der Vater-Kind Bindung unterbinden

Hallo Allerseits,

ich bin stolzer Vater einer dreijährigen Tochter. Die Umgänge verlaufen wundervoll und es gäbe überhaupt kein Problem wenn die Kindsmutter nicht mittels meiner Meinung nach sehr üblen Methoden permanent versuchen würde eine Entfremdung zwischen mir und unserem Kind regelrecht zu erzwingen.

Das geht schon seit vielen Monaten so und es gibt selten einen Umgang bei dem mir die kleine nicht erzählt dass Mamma ihr gesagt hat ich wäre ja nur der Babysitter, ein Fremder, nicht ihr Pappa und sie nicht "Pappa" zu mir sagen darf etc. etc.

Nun nennt mich die kleine ja trotzdem "Pappa" und sagt mir oft wie lieb sie mich hat, wie sehr sie mich vermisst, dass sie viel länger bei mir bleiben will usw. aber die fortwährenden Bemühungen seitens der Kindsmutter die kleine zu manipulieren, die ja ohnehin nicht funktionieren, können nicht gesund für unser Kind sein.

Nun hatte ich gehofft das imho schädigende Verhalten seitens der Kindsmutter würde sich mit der Zeit geben aber es scheint sich eher zu verschlimmern je mehr sich zeigt dass es einfach nicht funktioniert. Den Behörden gebe ich regelmäßig Updates bezüglich dieser speziellen Problematik.

Nun wäre meine Frage ob es, vor dem Hintergrund dass das was mir die kleine über das was ihre Mutter zu ihr sagt erzählt hat auch sporadisch immer wieder auf Videos die ich von der kleinen für ihre Verwandten meinerseits mache zu hören/sehen ist, eine Möglichkeit gäbe die Kindsmutter rechtlich zur Unterlassung bindungschädigender Aussagen gegenüber unserem Kind zu bewegen.

Da ich zuvor die Kindsmutter schriftlich bitten würde derartiges zu Unterlassen wäre es auch wichtig zu wissen inwiefern es Sinn machen würde rechtliche Schritte zu tätigen. Denn da die kleine mir bisher bei so gut wie jedem Umgang erzählt dass die Kindsmutter "böse" zu ihr ist würde ich nur sehr ungern wollen dass sie erfährt dass unsere Tochter mir alles erzählt hat und die kleine dann darunter leiden muss (zumal sie der kleinen auch öfter Gesagt hat sie soll mir nichts "verraten" ).

-- Editiert von PappaFiero am 10.06.2021 09:23

-- Editiert von PappaFiero am 10.06.2021 09:24

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Zuckerberg
Status:
Praktikant
(777 Beiträge, 763x hilfreich)

Zitat:
Denn da die kleine mir bisher bei so gut wie jedem Umgang erzählt dass die Kindsmutter "böse" zu ihr ist würde ich nur sehr ungern wollen dass sie erfährt dass unsere Tochter mir alles erzählt hat und die kleine dann darunter leiden muss (zumal sie der kleinen auch öfter Gesagt hat sie soll mir nichts "verraten" ).
Kenntnis von diesen Manipulationsversuchen haben Sie also nur über das Kind? Dann sollten Sie vielleicht zum einen etwas skeptisch sein: Nicht alles, was Kinder erzählen, muss auch so der Wahrheit entsprechen.

Davon abgesehen: Sie wollen einen Unterlassungsanspruch gerichtlich geltend machen. Dafür (und auch für den späteren Nachweis etwaiger Verstöße gegen die gerichtliche Unterlassensentscheidung) brauchen Sie Beweise. Und der Beweis soll dann die Aussage einer Dreijährigen sein? Gegen die Mutter, bei der sie lebt?

Die Situation ist überaus schade und ganz sicher nicht optimal für das Kind, da haben SIe natürlich Recht. Die Frage ist aber, ob es wirklich Sinn ergibt, dieses Problem mit rechtlichen Mitteln anzugehen. Ich würde etwas anderes versuchen.

Wer sind "die Behörden", die Sie da involviert haben?

Wenn Sie das ganze doch juristisch angehen wollen, dann sollten Sie sich unbedingt bei einem Fachanwalt für Familienrecht beraten lassen, bevor Sie hier selber irgendetwas unternehmen.

-- Editiert von Zuckerberg am 10.06.2021 09:47

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#2
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5585 Beiträge, 2337x hilfreich)

Hallo,

Ihr wart verheiratet?

Die Vaterschaft wurde festgestellt?

edy

-- Editiert von edy am 10.06.2021 10:24

Signatur:

Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch.

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#3
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@Zuckerberg

Bedanke mich für die schnelle Antwort.

Was die kleine erzählt (ist natürlich um einiges mehr als ich hier gepostet habe) ist viel zu spezifisch als das sich ein Kind das ausdenken könnte (sie kennt z. B. meinen Spitznamen. Das kann ihr nur die Mutter beigebracht haben).

Aber natürlich kann ich aber durchaus nachvollziehen dass es, wie Du schon sagtest, erheblich mehr Beweise bedarf.

Wenn man getrennt lebt ist es ja durchaus möglich dass man zu dem jeweils anderen Bekanntenkreis keinen Kontakt hat und daher auch keine Bezeugungen von dort beziehen kann.

Wenn man da also als Elternteil keine Chance hat diesem Druck welcher auf das Kind ausgeübt wird entgegenzuwirken ist das schon sehr schade. Zumal es ja gesetzlich untersagt ist die Bindung zu einem Elternteil als jeweilig anderer Elternteil anzugreifen, soweit ich im Netz recherchiert habe.

Auf jeden Fall bedanke ich mich schon mal für Deine sehr aufschlussreiche und prompte Antwort. Echt stark!

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#4
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@Zuckerberg

P. S. : Die Behörden wären das Ja und die Elternberatungsstelle.

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#5
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@edy

Wir waren nicht verheiratet.

Die Vaterschaft wurde gerichtlich festgestellt. Es gibt da also keinen Zweifel.

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 12795x hilfreich)

Ich teile Zuckerbergs Bedenken. Was haben wir? Ein kleines Kind, welches glücklicherweise beide Elternteile hat. Und offensichtlich einen guten Draht zum Umgangselternteil hat. Ein so kleines Kind kann das, was die Mutter ihm da erklärt, wenn es denn die Mutter ist, doch gar nicht erfassen. Problematischer sähe ich es, wenn das Kind älter wäre, es eine Kontaktunterbrechung gegeben hätte.

Jedenfalls würde ein Gerichtsverfahren die Fronten verhärten, und wegen fehlender Zeugenfähigkeit des Kindes wohl auch zum Scheitern verurteilt. Wie sich dann der Umgang locker und entspannt entwickeln sollte, keine Ahnung. Sieh doch einfach darüber hinweg. Irgendwann, wenn das Kind etwas älter ist, wird es sich für das, was die Mutter da sagt, gar nicht mehr interessieren, einfach auf Durchzug schalten, denn es kennt Dich aus einer harmonischen gefestigten Beziehung. Letzteres würde ich nicht mit einem relativ aussichtslosen Prozess riskieren.

wirdwerden

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#7
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@wirdwerden

Es gibt da auch eine Vorgeschichte.

Das JA teilte dem Gericht damals bei dem Prozess zur Umgangsregelung mit dass die Kindsmutter Umgangsboykott (sie missachtete Umgangstermine die sie mit dem JA ausgemacht hatte) aufgrund einer offensichtlich bestehenden Bindungsintoleranz betreibt.

Es ist auch für die Kindsmutter absehbar das bald ein Gerichtsverfahren zur Umgangserweiterung ins Haus steht bei dem unsere Tochter, so wie beim ersten Verfahren auch, angehört wird.

Da bei einer Umgangserweiterung die Vater-Kind-Bindung relevant ist und die Kindsmutter bedingt durch ihre Bindungsintoleranz gegen eine Erweiterung ist (ich habe der Kindsmutter bereits ein paar mal eine Erweiterung außergerichtlich vorgeschlagen jedoch ohne eine Antwort zu bekommen), ist es ja naheliegend dass man versuchen würde auf eine Vater-Kind-Entfremdung hinzuarbeiten.

Wenn z.B. die kleine beim Richter über mich als den Babysitter sprechen würde, wäre dies ja sicherlich im Sinne der Kindsmutter die die Erweiterung ja eben nicht will.

Im Gesamten ist es also naheliegend dass die Kindsmutter die Umgangserweiterung ebenfalls boykottieren will und anscheinend eben indem sie der kleinen besagte Dinge immer wiederholt sagt.

Es gibt daher schon mehr als lediglich die Aussagen der kleinen.

Ich selbst bin auch eher so eingestellt, dass man das Verhalten der Kindsmutter nicht weiter beachtet bzw. abwartet bis es sich irgendwann gibt, nur meint z. B. die EVB-Stelle dass es zu einer sogenannten Ambivalenz bei der kleinen kommen kann wenn ihr ständig widersprüchliche Aussagen im Bezug darauf gemacht werden ob ich ihr Pappa bin (zu mir sagt sie Pappa aber Zu Hause sagt man ihr dann immer wieder dass ich eben nicht der Pappa bin). Daher auch meine Sorge um die psychische Entwicklung unserer Tochter, auch nachdem was ich zu den Auswirkungen einer Ambivalenz gegoogelt habe ( https://www.google.com/url?q=https://www.landkreis-fuerth.de/fileadmin/redakteure/AB242/Spielmobil_2013/Fachsymposium/Dr._Thomas_Mueller_-_Kinder_und_Jugendliche_mit_Bindungsstoerungen.pdf&sa=U&ved=2ahUKEwiR2tiu2Y3xAhXSyqQKHYBNA-EQFjALegQIARAB&usg=AOvVaw1Us-XHQO-vylUKVcok_q8C ).

Aber deine Argumentation finde ich auch sehr schlüssig. Jeder Prozess verhärtet die Fronten nur. Leider ist seitens der Kindsmutter immer noch keine Lockerung in Sicht sondern eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Das tut mir für unser Kind, zumal es ja unschuldig an der ganzen Situation ist, sehr leid.

Bedanke mich herzlichst für dein Feedback!

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(32698 Beiträge, 12795x hilfreich)

Wie oft siehst Du denn die Kleine? Ich denke, man sollte der Vokabel "Pappa" nicht zu viel Bedeutung beimessen. Das tut das Gericht auch nicht. Ich hatte z.B. einen Pappi und einen Vati. Hatte ich keinerlei Probleme mit. Auch sonst niemand in der Familie. In der Schule war ich dann der Star. Wurde beneidet deshalb. Kinder haben ein gutes Gespür für Inhalte, nach meiner Erfahrung. Deshalb würde ich das nicht überbewerten.

Und, Familienrichter sind doch nicht blöd. Die befassen sich ständig mit dieser Problematik und wissen auch Vokabeln in der Regel richtig zu bewerten, nämlich auf das, was sie sind.

wirdwerden

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#9
 Von 
PappaFiero
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@wirdwerden

Alle 2 Wochen 2 Tage.

Natürlich ist die Bindung das Wesentliche und nicht die Vokabel, da bin ich ganz deiner Meinung, und unsere Tochter hat ganz offensichtlich eine sehr starke zu mir.

Sie hat auch von Anfang an immer Pappa zu mir gesagt und ich sehe keinen vernünftigen Grund weshalb man ihr das verbieten sollte wenn sie es doch so möchte, zumal sie bei den anderen Kindern ja mit der Zeit sicher auch beobachten wird dass "Pappa" immer die gleiche Bezugsperson und nicht eine wechselnde ist. Also weshalb es nicht so lassen wie es von Anfang an war und auch normal ist?

Die Überbewertung geht ja dann eher von der Person aus die das unbedingt ändern und verhindern will dass die kleine Pappa zu ihrem leiblichen Vater sagt. Anscheinend sieht die Kindsmutter diese Vokabel als doch eher wesentlichen Bestandteil der Vater-Kind-Bindung an.

Ich denke auch dass der Richter unbefangen ist und sich nicht hinters Licht führen lässt, was ja auch generell Teil seiner/ihrer ehrenwerten Aufgabe ist. Das Motiv der Kindsmutter ist ja sehr wahrscheinlich dass sie diesbezüglich eine entgegengesetzte Meinung hat und sicherlich auch denkt dass bei erfolgter Entfremdung es dem Richter nicht interessieren würde wie es überhaupt dazu kam.

Der Punkt den ich sehr schade finde ist ja gerade der dass es mit der Entfremdung überhaupt erst versucht wird obwohl es ganz eindeutig ja nicht funktioniert was bedeutet dass die kleine völlig unnötig unter Druck gesetzt wird. So Sachen wie zum Beispiel Geschenke die die kleine mit zur Kindsmutter nimmt wegzuschmeissen nur weil sie von mir sind, sind doch total schräg. Die Bindungsintoleranz lässt sie anscheinend völlig die Wünsche und Bedürfnisse der kleinen diesbezüglich missachten, was unsere Tochter oftmals sehr traurig macht.

Es freut mich auch für Dich und jeden anderen der in seiner Kindheit nicht derartige Probleme hatte. Bindungsintoleranz kann echt schlimm sein.

Naja, aber vielleicht ist es am besten, wie Du ja auch schon sagtest, sich von der Einstellung zu der Sache her weiterhin an deinem Nickname zu orientieren: Wird 'schon' Werden :D

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