Scheidung in anderem EU-Land (Rechtslage)?

12. April 2020 Thema abonnieren
 Von 
MS79
Status:
Beginner
(62 Beiträge, 9x hilfreich)
Scheidung in anderem EU-Land (Rechtslage)?

Hallo,

mal kurz die Situation erklärt:

1.

A (Frau) und B (Mann) kommen aus einem anderen EU-Land, haben dort geheiratet, 3 Kinder zusammen und lassen sich in Diesem EU-Land auch wieder scheiden, nachdem bereits in einem anderen EU-Land gelebt und gearbeitet wurde.

In ihrem Heimatland wurde ein Kindesunterhalt von 450,-€ als Bargeld für die Frau festgelegt.

Beide leben in Deutschland, A bekommt höchstens mal alle 3, oder 4 Monate 150,-€ für die Kinder, wenn überhaupt.

Welches Recht und welche Möglichkeit hat A an den Unterhalt zu gelangen? Düsseldorfer Tabelle ausschlaggebend, oder 450,-€ wie im Heimatland festgelegt? An welche Behörde wendet man sich, oder Anwalt??

2.

Beide haben einen Autokredit aufgenommen, ca. 18 tsd. Euro und diesen über ca. 2 Jahre abbezahlt (läuft 5 Jahre) bis Scheidung. B nimmt dieses Fahrzeug einfach mit und zahlt den Kredit weiter ab, allerdings nicht regelmäßig, manchmal muss A Forderung wegen Mahnung weil nicht gezahlt wurde bedienen. Was kann A in diesem Fall machen?

3.

Konsumkredit besteht noch und B bedient Diesen ebenfalls nur spärlich, A muss zeitweise einspringen, besteht eine Möglichkeit der Bank anzubieten die Hälfte davon als eigenen, neuen Kredit zu tilgen und den ursprünglichen Kredit nur auf B laufen zu lassen, damit A nicht wegen B angemahnt wird? Gibt es diese Möglichkeit evtl.?

Beide Kredite sind in Deutschland aufgenommen!

Danke,
MS79

-- Editiert von MS79 am 12.04.2020 12:00

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7960 Beiträge, 4487x hilfreich)

Zitat:
.. besteht eine Möglichkeit der Bank anzubieten die Hälfte davon als eigenen, neuen Kredit zu tilgen und den ursprünglichen Kredit nur auf B laufen zu lassen, damit A nicht wegen B angemahnt wird? Gibt es diese Möglichkeit evtl.?

Weshalb sollte sich die Bank darauf einlassen? Wenn A und B den Kredit unterschrieben haben, haften beide für die gesamte Summe.

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38094 Beiträge, 13920x hilfreich)

Wer hat denn den Kindesunterhalt im Ausland festgelegt? Wenn es ein Titel ist, so kann der auch in Deutschland vollstreckt werden.

Hinsichtlich der Kredite sind mir die Angaben zu allgemein. Wer hat die Kredite aufgenommen? Wenn beide, der Konsumkredit z.B. gemeinsam verbraucht wurde, warum sollte dieser Kredit dann nicht auch von beiden getilgt werden?

wirdwerden

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#3
 Von 
MS79
Status:
Beginner
(62 Beiträge, 9x hilfreich)

Konsumkredit ist nat. schon irgendwie richtig. Auto allerdings nicht, meine ich.

Sind von beiden unterschrieben die Verträge.

-- Editiert von MS79 am 12.04.2020 22:04

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38094 Beiträge, 13920x hilfreich)

Wenn A nur zeitweise einspringt, beim Konsumkredit, würde ich wahrscheinlich die Kröte mit dem Einspringen beim PKW schlucken, ist wahrscheinlich preiswerter, als wenn sie regelmäßig 50% zahlen würde.

wirdwerden

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#5
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9326 Beiträge, 2996x hilfreich)

Zitat (von MS79):
Konsumkredit ist nat. schon irgendwie richtig. Auto allerdings nicht, meine ich.


Wieso meinst du "allerdings nicht"?

Das eine ist Vertragsrecht - es besteht ein Vertrag mit der Kreditgebenden Bank, das andere ist Familienrecht, die Regelung der Verbindlichkeiten untereinander.
Die Bank hat doch nichts damit zu tun das ihr euch getrennt habt und nur einer das Auto nutzt.
Dass müsst ihr untereinander klären - bzw. hättet ihr, wenn deutsches Recht zur Anwendung gekommen wäre, durch die Hausratteilung klären können.

Den unterhaltsanspruch kannst Du auch hier vollstrecken, wenn mit dem Ausstellerland eine Übereinkunft besteht.
Besteht sie nicht, muss man den Titel erst hier umschreiben lassen, damit er vollstreckbar wird.
Genaueres weiss ich dazu aber nicht, da der letzte Fall schon zu lange her ist.

Berry

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