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Scheidung war vor 12 Jahren, kann frau noch nachehelichen Unterhalt fordern

 Von 
NeuFragende
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Scheidung war vor 12 Jahren, kann frau noch nachehelichen Unterhalt fordern

Wir sind nun 12 Jahre geschieden. Meine Frau wohnt mit unserer Tochter (19) im gemeinsamem Haus. Bisher haben ich ihr Unterhalt gezahlt. Sie 300, Kind 800. Nun macht meine Tochter eine Ausbildung und verdient eigenes Geld. Meine EX-Frau hat eine Teilzeitstelle bekommen. Wenn sie von dieser Teilzeitstelle nicht leben kann, muss ich ihr dann weiterhn Unterhalt bezahlen? Es besteht kein Titel. Ich habe ihr das Geld so überwiesen. Für meine Tochter überweise ich nun auch nichts mehr, da sie nun eigenes Geld verdient..
Letztendlich steht meine EX-Frau trotz Annahme einer ARbeit finanziell nun schlechter da, als ohne Arbeit, weil ich die Zahlungen eingestellt habe. Sie ist fast 56. Ich verdiene sehr sehr gut, möchte trotzdem nichts bezahlen.
Kann meine Ex-Frau nun nach so langer Zeit nach der Scheidung noch einen Titel erwirken? Oder kann ich sicher sein, dass da nichts mehr kommt, weil die Frist von 3 Jahren nach der Scheidung zu Ende ist.

-- Editiert von NeuFragende am 21.09.2019 21:20

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Unterhalt Scheidung Tochter Titel


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5264 Beiträge, 2252x hilfreich)

Hallo,

deiner Tochter bist du dem "Grunde nach" noch unterhaltspflichtig.

Deine EX wird m.E. nach keine Chance mehr auf Unterhalt haben.

Wichtig könnte sein, dass du die beiden Unterhalte als getrennte Bezeichnungen überwiesen hast.

edy

Signatur:Ein freundliches "Hallo" setzt sich auch in Foren immer mehr durch.
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#2
 Von 
NeuFragende
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, ich habe es insgesamt überwiesen. Habe soeben nochmal nachgesehen. Sie hat 600 Euro bekommen und Tochter 550 Euro.
Hätte ansich für die Tochter mehr überweisen müssen. Aber sie hat ja nichts gesagt.
Sie hat übrigens vor dem Kind ein Ingenieursstudium absolviert. Während der Schwangerschaft war sie dann selbstständig und danach auch noch ein wenig. Seitdem hat sie keinen Job mehr gefunden. War auch sehr schwer, da wir keine Betreuung für Kind gefunden haben.
Meine Tochter bekommt ca. 750 Euro Ausbidungsged.


-- Editiert von NeuFragende am 23.09.2019 20:02

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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28542 Beiträge, 11824x hilfreich)

Natürlich kann man gekoppelt überweisen. Nur, es muss eine eine klare Vereinbarung geben, und das scheint ja wohl der Fall zu sein. Sonst hättest Du ja nicht nachschauen können, wie die Vereinbarung war. Damit ist insoweit alles klar. Mit der Tochter scheint ja alles klar zu sein, oder widerspricht sie der Einstellung der Unterhaltszahlungen? Dann müsste man mal rechnen.

Zur Mutter: das Kind ist volljährig, der Aspekt "ich muss mich um das Kind kümmern," der fällt weg. Was ich tun würde: nicht sofort ohne Ankündigung die Zahlung einstellen. Ich mit Einwurfeinschreiben mitteilen, dass Du nunmehr nach der Volljährigkeit des Kindes, dessen Verdienst davon ausgehst, dass sie nunmehr auch allein für sich sorgen kann und Du deshalb in drei Monaten die Zahlungen einstellst. Und dann mal abwarten, was passiert.

wirdwerden

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#4
 Von 
DetersRobin
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von NeuFragende):
Nein, ich habe es insgesamt überwiesen. Habe soeben nochmal nachgesehen. Sie hat 600 Euro bekommen und Tochter 550 Euro.
Hätte ansich für die Tochter mehr überweisen müssen. Aber sie hat ja nichts gesagt.
Sie hat übrigens vor dem Kind ein Ingenieursstudium absolviert. Während der Schwangerschaft war sie dann selbstständig und danach auch noch ein wenig. Seitdem hat sie keinen Job mehr gefunden. War auch sehr schwer, da wir keine Betreuung für Kind gefunden haben.
Meine Tochter bekommt ca. 750 Euro Ausbidungsged.


-- Editiert von NeuFragende am 23.09.2019 20:02



Hi @NeuFragende,
der Meinung von @wirdwerden kann ich mich nur anschließen, wenn dein Kind volljährig ist und du regelmäßig gezahlt und vereinbarte Regelungen eingehalten hast. Rein rechtlich fährst du denke ich ganz gut mit dem Hinweis in drei Monaten enden die Zahlungen.
LG Robin

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