Sohn mit 18 rausschmeißen

17. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
inkognitotyp
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)
Sohn mit 18 rausschmeißen

Hallo Experten,

heikles Thema und oft vertreten in diesem Forum. Habe viel (altes) gelesen und meist verläuft die Diskussion in Richtung Unterhalt. Deswegen meine "neue" Frage.

Zur Situation:
Familie A besteht aus Mutter, Vater, und den beiden leiblichen Kindern K1 20 und K2 17 (in 3 Monaten 18). Mutter und Vater sind verheiratet. K1 ist Arbeitslos und wohnt in eigener Wohnung. K1 ist mMn. für die Situation irrelevant. K2 wohnt bei den Eltern im Haus. Es gibt eine Familienhilfe (Fokus auf K2) plus enge Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.

K2 befindet sich z.Z. in einer Ausbildung, die er im August 2023 anfing. Die wird er zu 99% vermutlich in wenigen Wochen verlieren. Grund dafür ist, laut Ausbilderin, dass er seit Februar 24 ungefähr 2 Wochen (gestückelt) arbeiten war und der Prüfungsausschuss nur ca. 100 Krankheitstage für 3 Lehrjahre zulässt. Er steht aktuell bei 60 + unentschuldigte Fehltage. Mutter, Vater und K2 waren zwei mal bei Krisengesprächen im Ausbildungsbetrieb.

K2 zeigt keine Besserung sondern lässt sich immer absurdere Ausreden einfallen, wegen denen er nicht Arbeiten gehen kann. Aktuell 17.04. ist er seit fast 6 Wochen krank geschrieben. Diese Woche wegen Trauerbewältigung, da sein bester Kumpel, den er seit 10 Jahren kennt, mit dem Moped gegen die Wand gefahren sein soll. Alle sind sich sicher, dass es diesen Kumpel gar nicht gibt, auf Grund von fehlender Polizei- und Zeitungsberichte. Außerdem hätte man in 10 Jahren zumindest mal IRGENDEIN Lebenszeichen von diesem ominösen Kumpel sehen müssen.

Ich persönlich habe den Verdacht, dass diese Ausreden bzw. Geschichten mit Absicht unglaubwürdig sind, damit er Vater und Mutter zeigen kann, wie wenig er sich sagen lässt und "was sie ihn mal können". Das ist aber Spekulation.

Ausbilderin hat WhatsApp Sprachnachrichten von K2's Kollegen in denen K2 sagt, dass er keinen Bock auf die Ausbildung hat und er sowieso fast 18 ist und ihm niemand mehr was sagen kann. K2 wird in Kürze bei einem neuen Krisengespräch mit Eltern damit konfrontiert.

K2 hat ein paar schlechte Umgänge und sehr viele Feinde, auf Grund von WhatsApp, Instagram und sonstigen Portalen, wo man sich in Sicherheit fühlen kann. Darunter sind Posts, in denen K2 sich schwarz vermummt mit einem Baseballschläger und Namen nennt. Er bekommt regelmäßig Sprachnachrichten mit Drohungen, dass sie mit Freunden Zuhause vorbei kommen.

Im Dezember 2023 ist gegen 15:00 eine unbekannte Person in das Haus eingedrungen. Vater, Homeoffice, war alleine und befand sich im Büro in einem Teams-Meeting. Anzeige gegen Unbekannt ist gemacht. Ohne viel Details: Ich, Eltern, Jugendamt und Polizei gehen davon, dass es der Sohn selbst war. Es gab einen Tag zuvor einen Konflikt, in dem der Vater seine Angst gegenüber K2, dass Fremde kommen könnten, auf Grund der vielen Konflikte, die K2 mit anderen Personen hat. JA und Polizei vermutet, dass er seine Macht demonstrieren wollte und Angst schüren.

Vater bekommt auf seine Unternehmens-E-Mailadresse (vermutlich gegoogelt) Sprachnachrichten über einen russischen E-Mailprovider mit dem Absender "*********@freundin.ru". Die Sterne enthalten den Nachnamen und habe ich hier zensiert. Die Stimme der Person ist verzerrt und schildert in typisch jugendlicher Grammatik und entsprechendem Deutsch seine Absicht, Vater und Mutter Gewalt anzutun, natürlich mit Kumpels, wenn Vater K2 nicht in ruhe lässt. Sprachnachricht wurde der Polizei übergeben. Wer die Sprachnachricht geschickt hat, weiß niemand. Polizei hat wenig Hoffnung. Übrigens: Nachbar im Dorf arbeitet bei der Kripo und kennt die familiären Verhältnisse und die Mitglieder jahrelang persönlich. Dorf hat keine 50 Einwohner.

Wie ihr euch sicherlich denken könnt, haben Vater und Mutter große Angst. Auch vor ihrem eigenen Sohn. Mutter leidet (seit Kindheit) an Depressionen und ist in Behandlung. Vater ist in Behandlung wegen Burnout-Gefahr. K2 neigt zu Aggressionen, ist aber bisher nie Handgreiflich gegenüber Vater oder Mutter geworden. Aber er hat schon Gegenstände zerstört und den Hund getreten.

Jugendamt kann leider nicht weiter helfen und die Familienhilfe ist ratlos. Viele inkl. Ich und die Großeltern haben bereits mit K2 mehrfach gesprochen. Er ist stets einsichtig und beteuert Besserung. Seine Handlungen spiegeln das aber nicht wieder. Psychologische Hilfe lehnt K2 ab bzw. geht nicht hin.

Danke für eure Ausdauer bis hier. Obiges ist nur die Spitze des Eisberges. Verzeihung aber ich weiß nicht wieviel davon wichtig für meine Frage ist.

Meine Frage:
Vater und Mutter wollen K2 EIGENTLICH nicht rauswerfen, da eigener Sohn usw. Aber wir (Verwandte, Freunde usw.) sehen mittlerweile die Gesundheit von Vater und Mutter stark gefährdet. K2 muss, zumindest temporär, raus. So böse das klingt.

Unterhalt ist kein Thema. Aber der Rauswurf. Aktuell ist geplant, dass wir K2 schriftlich eine Frist bis zum August 2024 geben, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Wir wissen aber nicht, wie wir das dann auch durchsetzen können. Wir können ihn nicht aus der Wohnung schleifen und dann Wache stehen, dass er nichts demoliert. Oder seine Freunde los schickt.

Welche rechtlichen Schritte können/müssen wir zusätzlich einleiten, damit das funktioniert? Und auf was müssen wir uns Seitens K2 rechtlich einstellen? Unterhaltthema ist, denke ich, weitestgehend klar.

Notfall oder generelle Fragen?

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29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32874 Beiträge, 5755x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Aktuell ist geplant, dass wir K2 schriftlich eine Frist bis zum August 2024 geben, sich eine eigene Wohnung zu suchen.
Ganz toller Plan, der zu 99% nicht funktionieren wird. Der funktioniert ja meist nicht mal bei blütenreinen Westen und goldenem Leumund für andere Wohnungssucher.
Zitat (von inkognitotyp):
Wir wissen aber nicht, wie wir das dann auch durchsetzen können.
Dann ist der Plan eben Mist.
Zitat (von inkognitotyp):
Welche rechtlichen Schritte können/müssen wir zusätzlich einleiten, damit das funktioniert?
Da fallen mir grad keine ein.

... ganz unrechtliche Idee: Zieht ihr doch aus.
Aber: Immer und egal, warum, werdet ihr vor K2 Angst haben.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Aktuell ist geplant, dass wir K2 schriftlich eine Frist bis zum August 2024 geben, sich eine eigene Wohnung zu suchen.

Ich visualisiere mal die rechtliche Relevanz eines solchen Schreibens




Zitat (von inkognitotyp):
Wir wissen aber nicht, wie wir das dann auch durchsetzen können

Gar nicht, da euch gar keine Rechtsmittel zur Verfügung stehen.



Zitat (von inkognitotyp):
Wir können ihn nicht aus der Wohnung schleifen und dann Wache stehen, dass er nichts demoliert. Oder seine Freunde los schickt.

Das erstere kann man durchaus, ist aber meist strafbar.
Die beiden letzten Optionen sind allerdings legal und dem "kann" steht nichts juristisches entgegen



Zitat (von inkognitotyp):
Welche rechtlichen Schritte können/müssen wir zusätzlich einleiten, damit das funktioniert?

Gar keine, siehe oben.



Zitat (von inkognitotyp):
Und auf was müssen wir uns Seitens K2 rechtlich einstellen?

Das er euch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung / Unterlassungsklage zukommen lässt, nebst diversen Strafanzeigen.



Zitat (von inkognitotyp):
Vater und Mutter wollen K2 EIGENTLICH nicht rauswerfen, da eigener Sohn usw.

Ende der Fahnenstange.



Zitat (von inkognitotyp):
Aber wir (Verwandte, Freunde usw.) sehen mittlerweile die Gesundheit von Vater und Mutter stark gefährdet.

Vater und Mutter sind mündige Bürger, voll geschäftsfähig.
Sie dürfen nicht nur Regierungen wählen bzw. nicht wählen, sondern auch ihre Gesundheit bis zum Tode ruinieren - das ist alles ihre freie Entscheidung.

So lange es also bei Vater und Mutter an der Einsicht fehlt, ist der Drops gelutscht.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
inkognitotyp
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Und was ist dann jetzt die Lösung bzw. welche Möglichkeiten gibt es? Kann doch in Deutschland nicht sein, dass ein bald 18 Jähriger seine Familie terrorisieren darf und damit auch noch durchkommt, nur weil er den Status Sohn hat. Zumal ja in genügend anderen Forenbeiträgen HIER es scheinbar schon geht mit Rauswurf.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Und was ist dann jetzt die Lösung bzw. welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt keine Lösung und keine Möglichkeit, dass ihr mündige und voll geschäftsfähig Bürger bevormunden dürft. Das lässt der Rechtsstaat zum Glück nicht zu.



Zitat (von inkognitotyp):
Kann doch in Deutschland nicht sein, dass ein bald 18 Jähriger seine Familie terrorisieren darf und damit auch noch durchkommt, nur weil er den Status Sohn hat.

Doch, natürlich kann das sein. Warum auch nicht, man hat mit die höchstmögliche, offizielle Erlaubnis dazu das zu tun.
Welche Recht hätte denn der Staat da einzugreifen? Richtig, gar keines sagt das Grundgesetz. Und wenn der Staat kein Recht hat einzugreifen, dann habt ihr erst recht keine Rechte.



Zitat (von inkognitotyp):
Zumal ja in genügend anderen Forenbeiträgen HIER es scheinbar schon geht mit Rauswurf.

Ja, nur sind die Grundlagen da schlicht andere.
Es funktioniert halt nicht, Äpfel und Birnen zu vergleichen nur weil beides Obst ist.


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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38840 Beiträge, 14067x hilfreich)

Ganz zweifels ohne haben wir es mit einem schwierigen Kind zu tun. Allerdings sollte man sich um eine objektive Betrachtungsweise bemühen und alles, was sich auf Vermutungen stützt, schon mal aus der Bewertung des Falles raus nehmen. Das muss nicht der Sohn gewesen sein.

So, dann sollte einem klar sein, dass hier nur die Eltern aktiv werden können, nicht irgendwelche Verwandte. Wenn sich die Eltern terrorisieren lassen, dann ist das deren Problem. Sie können ihren Sohn - notfalls mit gerichtlicher Hilfe - der Wohnung verweisen. Nur sie müssen es wollen und dann auch konsequent durchziehen. Und daran scheint es ja hier zu fehlen.

wirdwerden

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#6
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8416 Beiträge, 3780x hilfreich)

Das Verhalten eures Sohnes wird sich aus Umständen herausgebildet haben, die aus der Familie entstanden sind. Es lief und läuft was sehr schief, vllt. in der Kommunikation (Probleme werden nicht angesprochen!? Keinerlei Übung darin sich zu artikulieren/mitzuteilen?

Dem Sohn fehlen die Worte und er drückt sich auf diese aggressive Weise aus, ohne selbst zu wissen was er damit erreichen will. Der Druck muss eben weg. Ihr könnt euch psych. Rat holen, wie ihr damit umgehen könnt oder ihr müsst alle drei zum Thema machen, wozu die Wort fehlen:
Ganz klar, objektiv und wertfrei zunächst den Status quo darstellen. Jedes Elternteil für sich, nicht 2 vs. 1. Sprecht eure Angst vor ihm an, aber auch das gefühlsmäßige Dilemma, weil er eben euer Kind ist.

Der Sohn fühlt sich in der derzeitigen Konstellation sicher ü b e r h a u p t nicht wohl. Schlagt ihm also eine Lösung vor, dass er Ausziehen kann, ihr seine Wohnung und die Lebenshaltungskosten natürlich finanziert und ihn auch auf andere Weise (z. B. Wäsche machen oder was auch immer) unterstützen werdet. Wenn er das dann als Chance sieht, an dem derzeitigen, unerträglichen Zustand was zu ändern, könnte euer Verhältnis besser werden.


Oder eben anders, bis hin zur Räumungsklage. Aber wie eine andere Antwort schon richtig formuliert war: Er kann danach immer noch drohen und gefährlich werden.

https://www.anwalt.de/rechtstipps/hotel-mama-ade-wie-eltern-erwachsene-kinder-aus-dem-haus-bekommen-218434.html

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#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von HeHe):
eures Sohnes

Ist er aber nicht.



Zitat (von HeHe):
Schlagt ihm also eine Lösung vor, dass er Ausziehen kann, ihr seine Wohnung und die Lebenshaltungskosten natürlich finanziert und ihn auch auf andere Weise (z. B. Wäsche machen oder was auch immer) unterstützen werdet.

Gute Idee, nur dürften die hier Fragenden dazu nicht bereit sein, sonst hätten sie das offenkundige ja schon längst gemacht.
Und die Eltern haben schlicht kein Interesse den Sohn zu expedieren.


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#8
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32874 Beiträge, 5755x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Kann doch in Deutschland nicht sein, dass ein bald 18 Jähriger seine Familie terrorisieren darf und damit auch noch durchkommt, nur weil er den Status Sohn hat.
Wie kommst du darauf, dass es in D nicht sein kann? Es IST doch so. Du hast es doch geschildert.
Sogar Jugendamt und Familienhilfe bringen ihm nicht bei, was die Eltern seit fast 18 Jahren versäumt bzw. nicht versucht haben.
Seine schlechten Freunde werden ihm ganz gewiss ganz tolle Ratschläge geben.
Sorry, aber vllt. wird er über kurz oder lang selbst straffällig, man darf hoffen, dass es dann für echten Knast statt Streicheleinheiten von allen Seiten reicht.
Zitat (von inkognitotyp):
es scheinbar schon geht mit Rauswurf.
Ja, geht auch. Aber die anderen schreiben nicht, was dann folgt.

Warum sucht er sich nicht einen anderen Ausbildungsplatz? Das machen Tausende jedes Jahr. Es gibt jede Menge freie Plätze, auch weiter entfernt vom Elternhaus. Man pampert evtl. sogar solche Typen wie ihn, damit doch noch was aus ihm wird.

Wieso spielt K1 keine Rolle? Ist doch vermutlich das selbe in grün...Der ist ja auch ein Problemkind, wie man nachlesen kann.
Aber immer noch arbeitslos? Das kann doch eigentlich in D nicht sein, wo es an Personal aller Art fehlt ?

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Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wieso spielt K1 keine Rolle? Ist doch vermutlich das selbe in grün...

Mal wieder das Problem mit lesen und verstehen?
Es wohnt nicht mehr zu Hause und terrorisiert offenbar nicht die Eltern.


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#10
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Und was ist dann jetzt die Lösung bzw. welche Möglichkeiten gibt es?

Ihr könntet beim Jugendamt vorstellig werden.
Vielleicht laden sie euren Sohn dann auch mal zu einem Gespräch ein.
Oder sie haben andere Ideen ...

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--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#11
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1362 Beiträge, 514x hilfreich)

Wenn das JA eh involviert ist, dann einfach die Sache mit dem JA besprechen. DIe können auch Ü19 und U21 weiter unterstützen.

Wenn das Zusammenleben mit dem volljährigem Kind unzumutbar ist, dann wird das JA dabei helfen, dass der Sprößling eine entsprechende Unterkunft bekommen kann. Aber diesen Schritt muss man gehen und eben auch durchziehen und eben ganz klar äußern, dass man nicht bereit ist, das Kind länger bei sich leben zu lassen

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von lyra82):
Ihr könntet beim Jugendamt vorstellig werden.

Zitat (von ratlose mama):
dann einfach die Sache mit dem JA besprechen.

Das wird aus rechtlichen Gründen nicht mit unbefugten Dritten über den Sohn und Eltern sprechen.



Zitat (von lyra82):
euren Sohn

Den gibt es immer noch nicht ...


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#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38840 Beiträge, 14067x hilfreich)

Genau genommen haben wir doch nur ein unangepasstes Verhalten, eine Ausbildung, die offensichtlich nicht passt. Und er war ganz offiziell arbeitsunfähig geschrieben, alles andere ist pure Spekulation. Und etwas flapsige Kommentare im www. Klar, eine unschöne Situation, aber das ist doch dem Alter entsprechend.

Hier scheint ja eine ganze "Verwandten-Mafia" um die drei Betroffenen rum zu tanzen. Keine Ahnung, ob das hilfreich ist, wohl eher nicht. Ich würde der Familie (Vater, Mutter, Kind) und insbesondere dem Kind wünschen, dass das Problem ohne Druck von außen abgearbeitet wird, ohne dass sich hier ständig wer auch immer einmischt. Den Eltern würde ich raten, behutsam und locker mal den Wechsel der Ausbildungsstelle ansprechen. Perspektiven aufzeigen. Evtl. mal ein Beratung bei der zuständigen Kammer in Anspruch nehmen.

Das wäre m.E. ein vernünftiger Ansatzpunkt.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32874 Beiträge, 5755x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Es wohnt nicht mehr zu Hause und terrorisiert offenbar nicht die Eltern.
Wie wärs mit(Nach)Lesen?
https://www.123recht.de/forum/familienrecht/Unterhalt-fuer-arbeitsloses-18j-Kind-in-eigener-Wohnung-__f598009.html
Auch mit diesem Kind hatte man ähnliche unlösbare Erziehungsprobleme, bevor es ins Betreute Wohnen und dann in eine Wohnung zog.

Zitat (von Harry van Sell):
Den gibt es immer noch nicht ...
Wieso gibt es den nicht?
Ist K2 doch nicht der leibliche/eigene Sohn des TE und seiner Frau, also von Vater und Mutter?
Wo kann man das lesen, um das zu verstehen?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1362 Beiträge, 514x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das wird aus rechtlichen Gründen nicht mit unbefugten Dritten über den Sohn und Eltern sprechen.


Hä?

Warum soll das JA nicht mit den Eltern und dem betroffenen Kind K2 sprechen dürfen und eine Lösung erarbeiten?

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38840 Beiträge, 14067x hilfreich)

ratlose mama, hier fragt jemand aus dem ferneren Umfeld an, dem wird keine Auskunft seitens des JA erteilt, und die Eltern sind doch da schon in Beratung.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Wie wärs mit(Nach)Lesen?

Hilft nichts, wenn es mal wieder mit dem verstehen so gar nicht klappt ...

Da ging es um den Sohn von inkognitotyp, also anderer Sachverhalt.



Zitat (von Anami):
Ist K2 doch nicht der leibliche/eigene Sohn des TE und seiner Frau

Richtig.



Zitat (von Anami):
Wo kann man das lesen, um das zu verstehen?

Direkt im Eingangsposting
Zitat (von inkognitotyp):
Aber wir (Verwandte, Freunde usw.) ...



Signatur:

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#18
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32874 Beiträge, 5755x hilfreich)

Darunter VERSTEHE ich: Wir alle, die da sind: Vater, Mutter, Großeltern, Freunde, Verwandte usw.
Vielleicht liegst du auch falsch mit der Spitzfindigkeit?
Evtl. schreibt ein TE-Typ lieber so, als sich als Vater eines solchen Sohnes zu outen?

Zitat (von inkognitotyp):
Aktuell ist geplant, dass wir K2 schriftlich eine Frist bis zum August 2024 geben, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Wir wissen aber nicht, wie wir das dann auch durchsetzen können. Wir können ihn nicht aus der Wohnung schleifen und dann Wache stehen, dass er nichts demoliert.
Dann muss man hier an dieser Stelle nachfragen: WER ist WIR :???:

Vielleicht erklärt der TE der Forumsgemeinde das?

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Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Darunter VERSTEHE ich: Wir alle, die da sind: Vater, Mutter, Großeltern, Freunde, Verwandte usw.

Das ist nicht nachvollziehbar.
Wie wäre es, einfach mal die Grundregeln der Deutschen Sprache anzuwenden?



Zitat (von Anami):
Evtl. schreibt ein TE-Typ lieber so, als sich als Vater eines solchen Sohnes zu outen?

Das wäre dann gelinde gesagt suboptimal, dann damit bekäme ja völlig falsche Antworten.


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#20
 Von 
ratlose mama
Status:
Lehrling
(1362 Beiträge, 514x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
ratlose mama, hier fragt jemand aus dem ferneren Umfeld an, dem wird keine Auskunft seitens des JA erteilt, und die Eltern sind doch da schon in Beratung


ah, diesen Abschnitt hab ich in der ellenlangen Erklärung tatsächlich überlesen

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#21
 Von 
inkognitotyp
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Sehr viele Antworten. Ich fasse noch mal zusammen:
1. Meine Familie und Familie A sind nicht verwandt sondern befreundet. Wir kennen, ich und Vater, uns seit dem Kindergarten. Wir sind keine Mafia und tanzen auch nicht um ihn herum.
2. Mein Sohn ist ausgezogen und wollte mich wegen Unterhalt verklagen. Deswegen der Post vor einiger Zeit hier.
3. K1 wohnt nicht mehr Zuhause und terrorisiert auch nicht.
4. Familie A HAT Unterstützung vom JA inkl. Familienhilfe + psychologische Betreuung für die Kinder seit K1 geboren wurde, da es diagnostizierte autistische Veranlagungen bei K1 sowie eine Verhaltensstörungen bei K2 gibt (Fehlende Impulskontrolle so wie ein Aufmerksamkeitsdefizit). Alles gibt es bei Familie A schon von Anfang an und hat nichts mit Erziehung zu tun. Und ist gar nicht mal so selten wie alle denken. Es hat sich nur eingebürgert, den Eltern die Schuld zu geben. Bei A hat es was mit Vererbung zu tun und gewiss auch mit Erziehungsfehlern. (Wer der Meinung ist, bei der Erziehung alles richtig zu machen, werfe den ersten Stein!) Die Schwester von der Mutter, die Mutter der Mutter sowie die Tante haben ähnliche gesundheitliche Probleme und auch die männlichen Kinder sind alle auffällig. Mehr sag ich dazu nicht.
5. Auf Grund meiner "Erfahrung" mit dem JA + Arge bzgl. Unterhalt und der aktuellen gesundheitlichen Situation von Vater und Mutter, hat mich A um Hilfe bei Amtsgängen gebeten. Dazu haben sie Recht und es wurde bisher auch überall akzeptiert.
6. Sage ich es noch mal: WIR (Eltern, Ich, JA, Familienhilfe) haben mit K2 sehr viel geredet und reden auch weiterhin. Aber es reden auch Freunde + TikTok + Instagram + Youtube mit K2.

Ich wollte hier keine Diskussion über Erziehung lostreten sondern lediglich Möglichkeiten erfragen. Nicht die die ich habe, sondern die die der Vater hat. Ob er will oder nicht spielt doch dabei keine Rolle. Erst bei der Ausführung. Und mir ist durchaus bewusst, dass A handeln muss und nicht ich. Ich möchte nur unterstützen. Wenn alles gut läuft, dann ist das hier alles nur Vorsorge und Theorie und wird nie gebraucht. Und das hoffen wir tatsächlich alle, auch wenn das in meinem, zu dieser Zeit etwas erregtem, anfänglichen Post nicht so rüberkommt.

Zum Thema:
Mit 18 erlischt die Unterhaltspflicht von A gegenüber K2, es sei denn er hat eine Ausbildung oder bemüht sich sichtlich. Beides wird höchstwahrscheinlich nicht sein. Gehen wir davon aus er wird 18, ist Arbeitslos und seit x Monaten keine Bemühungen gezeigt. Dann erlischt die Unterhaltspflicht.

1. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit der A K2 bei sich wohnen lassen muss?
2. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit denen K2 klagen könnte?
3. Arge stellt sich meist quer was Auszug aus Elternhaus angeht. Es gibt aber eine "Härtefall"-Regel. Allerdings finde ich nicht viel mehr als Vermutungen darüber was ein Härtefall ist. Bei mir und meinem Sohn ist so ein Fall eingetreten, war aber eine völlig andere Situation. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit denen man die Arge dazu bewegen kann? Meine Vermutung ist, dass ein Rauswurf ein solcher Härtefall ist.

Zum Abschluss, ehe ich hier gesteinigt werde:
Wir sind nicht die Feinde von K2. Das Zusammenleben ist aktuell nur nicht möglich. Das ist meine Ansicht und das JA stimmt dem sogar zu! Sagen aber auch gleichermaßen, dass sie nichts mehr machen können, da K2 fast 18 ist. Ich weiß auch, dass sie noch bis 21 zuständig sind, aber nur in "Härtefällen". Und wenn es um die ominösen Härtefälle geht, eiern alle nur rum, da es scheinbar kein Maß dafür gibt.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38840 Beiträge, 14067x hilfreich)

Deine Stellungnahme hat mich in meiner Einschätzung der Lage bestätigt. Mindestens Du, die Oma, JA, Familienhilfe, die Eltern reden auf den Jungen ein. Da wundert es mich gerade bei einem Autisten gar nicht, dass der abblockt und sich seine eigene Welt schafft. Man kann Kinder in dem Alter nicht abblocken, sie daran hindern, sich eigene Freunde auszusuchen, eigene Kontakte zu haben, und das ist auch gut so. Frage nebenbei: hat man denn bei der Berufswahl eben diese Störung berücksichtigt? Und nochmals: die einzigen Auffälligkeiten finden sich doch in der Ausgestaltung des Ausbildungsverhältnisses. Und da ist ein Wechsel doch durchaus nicht unüblich. Das ist keine Katastrophe.

Im übrigen sind die Fragen doch erschöpfend beantwortet worden. Ja, die Eltern können das Kind auffordern, auszuziehen. Wenn es das nicht tut, dann können die Eltern klagen. Nach 1-3 Jahren gibt es dann eine rechtskräftige Entscheidung; dann kann man einen Gerichtsvollzieher beauftragen, notfalls auch mit Gewalt, das Zimmer zu räumen.

Weder Du noch die Eltern haben in dieser Situation einen Anspruch gegen das Job-Center. Der Sohn eventuell, Einzelfallprüfung. Aber das JC betreibt kein Maklerbüro so nebenbei. Und, ich staune schon. Weiter oben wurde doch explizit gesagt, dass Geld kein Thema sei. Jetzt doch? So schnell haben sich die Verhältnisse geändert?

Noch ein Hinweis: die Eltern mögen Dich bevollmächtigt haben, für sie tätig zu werden. Allerdings muss niemand diese Vollmacht akzeptieren, insbesondere der Sohn nicht.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
inkognitotyp
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Du hast nicht richtig gelesen. K1 ist autistisch veranlagt und um den geht es hier nicht. Es geht um K2.

Aber auf deine Frage:

Zitat (von wirdwerden):
Frage nebenbei: hat man denn bei der Berufswahl eben diese Störung berücksichtigt?

Ja hat man. Das die Förderschule, die K2 seit der 7. Klasse besuchte, hat über die Arge eine Reha gestützte Ausbildung organisiert. Die sind bestens vertraut mit Allem rund um K2. Und keiner hat was gegen einen Wechsel. Oder habe ich das irgendwo geschrieben?

Das Problem ist, dass ein Wechsel nicht so einfach möglich ist. Auf Grund der Lernschwäche von K2 ist eine normale Ausbildung nicht schaffbar. Das heißt er braucht eine besondere, wie die die er hat. Die sind, wie sich jeder sicherlich vorstellen kann, rar. Natürlich wäre weiter weg etwas möglich. Aber da muss er ohne Freunde und Verwandte und Bekannte klar kommen. Also meine Intention: Räumliche (temporäre) Trennung der Parteien (Eltern, K2) um die Sache zu entspannen. Eltern und K2 können zur Ruhe kommen und sich erneut aufeinander einlassen. Das rettet vielleicht sogar die Ausbildung. Was ist falsch daran?

Zitat (von wirdwerden):
Mindestens Du, die Oma, JA, Familienhilfe, die Eltern reden auf den Jungen ein.

definiere "auf jemanden einreden". Also wie oft innerhalb eines Zeitraumes x muss ich mit jemanden wie lange sprechen, damit ich auf ihn einrede? Und wo ist die Grenze zwischen, wie oben in Posts behauptet: Mangel an Kommunikation und "auf jemanden einreden"? Um diese Fragen zu beantworten, falls du überhaupt bis hierhin liest, musst du wissen: NIEMAND von UNS drängt ihn. Wir nennen Möglichkeiten, Konsequenzen, bieten Hilfe. Leider ohne Erfolg, leider ohne Entgegenkommen, leider ohne Erklärung von K2.

Zitat (von wirdwerden):
Weiter oben wurde doch explizit gesagt, dass Geld kein Thema sei.

Ist es auch nicht. Die erlöschende Unterhaltspflicht mit 18 ist lediglich eine mögliche Richtung um ein Rauswurf zu erzwingen, der mit 17 wesentlich schwieriger sein dürfte. Wenn danach Unterhalt gezahlt werden soll, dann kümmert sich sowieso die Arge darum und da wird sich auch niemand dagegen stellen.

Aber danke für deine bzw. eure Hilfe. Ich gehe davon aus, dass wenn es tatsächlich rechtliche Mittel in der Sache gäbe, egal für Eltern oder Kinder, dass die genannt worden wären. Zusätzlich zu denen, die genannt wurden meine ich.

-- Editiert von User am 19. April 2024 10:22

-- Editiert von User am 19. April 2024 10:23

-- Editiert von User am 19. April 2024 10:29

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
smogman
Status:
Student
(2867 Beiträge, 935x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Gehen wir davon aus er wird 18, ist Arbeitslos und seit x Monaten keine Bemühungen gezeigt. Dann erlischt die Unterhaltspflicht.
So einfach ist es leider nicht. Soweit sich ein Kind aus berechtigten Gründen nicht selbst versorgen kann, besteht die Unterhaltspflicht fort. Dazu gehört klassischerweise eine Krankheit. Ein Kindesunterhaltsanspruch kann in manchen Fällen lebenslang bestehen. Was jedoch zweifelsfrei mit der Volljährigkeit wegfällt, ist die Pflege und Erziehung des Kindes. Unterhalt kann ab 18 nur noch durch Geld oder Naturalien sichergestellt werden.

Zitat (von inkognitotyp):
1. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit der A K2 bei sich wohnen lassen muss?
Jein. Hinsichtlich des Unterhaltes steht den Eltern nach § 1612 Abs.2 BGB ein Wahlrecht zu. Es müssen aber die Belange des Kindes beachtet werden.

Zitat (von inkognitotyp):
Gibt es rechtliche Grundlagen, mit denen K2 klagen könnte?
Worauf? Darauf, im Haushalt seiner Eltern leben zu dürfen? Außer o. g. Vorschrift, sehe ich keine realistisch erfolgreiche Möglichkeit.

Zitat (von inkognitotyp):
3. Arge stellt sich meist quer was Auszug aus Elternhaus angeht.
Es gibt keine Arge mehr. Sicherlich meinst du das Jobcenter. Ein Otto-Normalverbraucher, der aus dem Elternhaus auszieht, benötigt keine Behörde. Wenn dem hier so ist oder sein soll, muss man natürlich die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Zitat (von inkognitotyp):
Gibt es rechtliche Grundlagen, mit denen man die Arge dazu bewegen kann?
Das Jugendamt sollte hierzu eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben, denn das ist absolut nichts Unübliches. Ansonsten sollte das Jugendamt natürlich auch ein Auge darauf haben, dass der Lebensunterhalt des Kindes gesichert ist und kann dafür entsprechende Stellungnahmen verfassen.

Zitat (von inkognitotyp):
Meine Vermutung ist, dass ein Rauswurf ein solcher Härtefall ist.
Absolut. Wer obdachlos ist und zum Jobcenter geht, kann nicht auf den Haushalt der Eltern verwiesen werden.

Zitat (von inkognitotyp):
Sagen aber auch gleichermaßen, dass sie nichts mehr machen können, da K2 fast 18 ist.
Sicherlich war das so gemeint, dass der bald Volljährige hier schon signalisiert hat, dass er keine Hilfe in Anspruch nehmen will. Denn grundsätzlich hat ein Jugendamt natürlich auch Hilfe für volljährige Kinder anzubieten, auch weit über den 21. Geburtstag hinaus, wenn dies erforderlich ist.

3x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1166 Beiträge, 127x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Vater und Mutter wollen K2 EIGENTLICH nicht rauswerfen, da eigener Sohn usw. Aber wir (Verwandte, Freunde usw.) sehen mittlerweile die Gesundheit von Vater und Mutter stark gefährdet. K2 muss, zumindest temporär, raus. So böse das klingt.


Zitat (von inkognitotyp):
Welche rechtlichen Schritte können/müssen wir zusätzlich einleiten, damit das funktioniert?


Ihr könnt gar nichts machen., wenn die Eltern des Jungen nicht wollen.

Bei allem Verständnis dafür, dass ihr euch Sorgen um eure Freunde macht, eure Einmischung geht zu weit.


-- Editiert von User am 19. April 2024 11:59

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#26
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1166 Beiträge, 127x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Ich wollte hier keine Diskussion über Erziehung lostreten sondern lediglich Möglichkeiten erfragen. Nicht die die ich habe, sondern die die der Vater hat. Ob er will oder nicht spielt doch dabei keine Rolle.


Machst du Witze?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#27
 Von 
inkognitotyp
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke smogman. Dein Beitrag hier ist der Erste, der weder Vorwürfe noch irgendwelche Behauptungen beinhaltet und für mich hilfreich ist. Außerdem habe ich den Eindruck, dass DU tatsächlich auch gelesen hast, was ich geschrieben habe. Ich danke dir dafür.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32874 Beiträge, 5755x hilfreich)

@inkognitotyp:

Du bist eine sog. *Dritte Person*, eine außenstehende Person ohne Befugnisse.
Dein Sohn ist K1. Du bist Vater von K1. Du hast 2 Söhne im ähnlichen Alter.
K1 spielt hier keine Rolle mehr.
Es geht um K2. Eigentlich nur um die Eltern von K2.

Zitat (von inkognitotyp):
Mehr sag ich dazu nicht.
Ist auch nicht nötig. Grundsätzliches hätte in den 1. Beitrag gehört. Das hätte vermutlich diesen Romanzopf vermieden.
Zitat (von inkognitotyp):
sondern die die der Vater hat.
Wurde beantwortet. Tausche doch die Person.
Zitat (von inkognitotyp):
Zum Thema:
NÖ. Das Thema war *rausschmeißen mit 18*.

zu 1: Ja, gibt es. Die Unterhaltspflicht endet oft nicht ab 18. K2 kann und wird zu Hause wohnen und unterhalten werden.
zu 2: Ja, gibt es. Auf Unterhalt, auf Wohnen oder auf was klagen?
zu 3 : Ja, gibt es. Aber nicht für die beschriebene Situation. Der *SGB II-Härtefall* gilt nicht für ängstliche Eltern, sondern für U25, die es bei ihren Eltern aus Gründen nicht mehr aushalten und raus wollen/sollen. Falls DAS zutrifft, befürwortet das JA und oder ein Gericht den Auszug und niemand eiert rum.

Meine Intention:
- DU könntest für K2 eine Unterkunft suchen und bürgen.
- DU könntest K2 auch bei dir wohnen lassen, bis die Gesamtsituation geklärt ist.
- DU kannst K2 einen anderen Ausbildungsplatz suchen...einen, der K2 auch gefällt, wenigstens für ein paar Wochen/Monate.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121686 Beiträge, 40049x hilfreich)

Zitat (von inkognitotyp):
Mit 18 erlischt die Unterhaltspflicht von A gegenüber K2, es sei denn er hat eine Ausbildung oder bemüht sich sichtlich. Beides wird höchstwahrscheinlich nicht sein. Gehen wir davon aus er wird 18, ist Arbeitslos und seit x Monaten keine Bemühungen gezeigt. Dann erlischt die Unterhaltspflicht.

Nö, 18 Jahre ist da kein fixes Datum. Da können noch andere Gründe eine Rolle spielen, z.B. geistiger / körperlicher Zustand.



Zitat (von inkognitotyp):
1. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit der A K2 bei sich wohnen lassen muss?

Ja, die Tatsache, dass er schon 18 Jahre lang dort wohnt schließt einen sofortigen Rauswurf aus.
In der Regel wäre eine Ziehfrist von mindestens 14 Tagen zu gewähren, eventuell sogar Monate.

Ansonsten ist es eine Frage der Zumutbarkeit
Wenn K2 keine Nutzungsentschädigung zahlt, kann es schon mal schneller gehen.
Wenn K2 Sachen klaut, geht es noch schneller, dann könnte fristlos sogar tatsächlich fristlos bedeuten.
Wenn K2 gewalttätig würde, wäre fristlos sogar tatsächlich fristlos, dann könnte es sogar ein Aufenthalts- und Näherungsverbot z.B. nach Gewaltschutzgesetz geben.

Wenn K2 nur ein Arcchloch ist, das ist in der Regel zumutbar.



Zitat (von inkognitotyp):
2. Gibt es rechtliche Grundlagen, mit denen K2 klagen könnte?

Klar, siehe zuvor



Zitat (von inkognitotyp):
3. Arge stellt sich meist quer was Auszug aus Elternhaus angeht.

Was ist diese Arge für ein Verein?

Es könnte ihm Bürgergeld zustehen. Mitunter kommen die Ämter dann und teilen mit, er möge wieder bei den Eltern einziehen bzw. die Eltern müssten ihn zurücknehmen.
Davon sollte am sich nicht beeindrucken lassen, denn Leistungsverweigerung wäre nur z.B. bei einen freiwilligen Auszug des K2 legal. Wird er rausgeworfen, gilt das nicht.
Zurücknehmen müssen ihn die Eltern in aller Regel in keinem der Fälle.



Zitat (von inkognitotyp):
Und wenn es um die ominösen Härtefälle geht, eiern alle nur rum, da es scheinbar kein Maß dafür gibt.

Richtig, da gibt es weder Tabelle noch Checkliste, das sind immer Einzelfallentscheidungen.



Insgesamt würde ich sagen das eine gute Vorbereitung alles ist. Also einen versierten Fachwelt suchen und vor allem ein Protokoll seiner sämtlichen Taten zu führen .


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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