Sorgerecht / Besuchsrecht

13. Oktober 2015 Thema abonnieren
 Von 
s.u.561978
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Sorgerecht / Besuchsrecht

Hallo zusammen,

kurz zu meinem Problem.

Meine Ex Frau und ich sind seit 5 1/2 Jahren getrennt, seit 3 Jahren geschieden. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht für unsere 6 1/2 jährige Tochter.

Die letzten 5 1/2 Jahre liefen im Grunde genommen perfekt! Wir haben uns weiterhin gut verstanden und ich habe meine Tochter fast täglich gesehen. Nun ist es zu einem Streit gekommen, aus meiner Sicht kein gravierender Streit, und meine Ex möchte das ich unsere Tochter weniger sehe. Das gefällt weder mir noch meiner TOCHTER.

Wie sieht hier die rechtliche Lage aus. Kann ich auf Grund der gut funktionierenden letzten Jahre darauf bestehen, meine Tochter weiterhin so häufig zu sehen? Oder kann es auch blöd für mich enden und ich sehe meine Tochter alle 14 Tage am Wochenende??

Hoffe Ihr könnt mir helfen bzw. Tipps geben.

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3590 Beiträge, 1263x hilfreich)

Guten Abend!

Natürlich kann es für Dich dumm laufen, fals Du eine Umgangsregelung gerichtich festschreiben möchtest. Wenn das betreuende Elternteil den Umgang vereiteln möchte, schaft es das fast immer.

Wende Dich zunächst mal an das zuständige JA und schildere die Sache. Eventuell kann das JA da vermitteln.

Im Ernstfall musst Du das Familiengericht bemühen, und eine Umgangsregelung herbeiführen. Standard ist dann tatsächlich alle 2 Wochen ein WE und die Hälfte der Ferien. Eventuell kannst Du noch anführen, wie es bisher lief, und dass es in Sinne des Kindeswohls doch weiter so laufen sollte. Dann kommt aber wieder das Wohlwollen der KM in´s Spiel.

Sorry, wenn ich Dir nichts Besseres schreiben kann, aber so ist es leider.

LG nero

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Marcus2009
Status:
Lehrling
(1723 Beiträge, 1092x hilfreich)

Zitat (von s.u.561978):
Nun ist es zu einem Streit gekommen, aus meiner Sicht kein gravierender Streit, und meine Ex möchte das ich unsere Tochter weniger sehe.


Das ist eben etwas, das recht häufig vorkommt. Die betreuende Kindesmutter nutzt das Kind als Faustpfand. Und der zahlende Kindesvater sitzt da regelmäßig am kürzeren Hebel. Obwohl sich die Rechtslage in den vergangenen 20 Jahren in dieser Hinsicht deutlich verbessert hat, kann der Umgang nach wie vor straflos vereitelt werden, wenn die Kindesmutter es nur hartnäckig genug darauf anlegt! Und nach einem Schlagabtausch vor Gericht ist die Atmosphäre meist vergiftet, selbst wenn du die Kiste haushoch gewonnen haben solltest. Ich kann mich den Bedenken meines Vorredners nur anschließen.

Das Jugendamt ist dabei oft KEINE rechte Hilfe! Es gibt zwar durchaus viele engagierte Mitarbeiter, die versuchen zu vermitteln. Es gibt aber auch die übergewichtige Sachbearbeiterin, die selber mit ihrem Mann Probleme hat und die einseitig die Partei der Kindesmutter ergreift. Gehe nie zu deinem Fürst, wenn du nicht gerufen wirst ... das gilt für Kindesväter auch in Bezug auf das Jugendamt. Ehe man das Jugendamt einschaltet, sollte man sich das als Kindesvater gut überlegen und unbedingt vorher diskret versuchen herauszufinden, an WEN man da geraten könnte. Denn die Leute hast du hinterher möglicherweise an der Backe!

Meine Empfehlung: Nimm dich zurück! Und leg diesen dummen Streit bei ... koste es was es wolle und auch wenn es dich noch so wurmen sollte. 5 1/2 Jahre hast du das doch Klasse hinbekommen mit deiner Tochter ... bis das Kind 14 Jahre alt ist, vergehen gerade mal 7 1/2 Jahre ... und dann hat das Kind beim Umgang ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Gegen den Willen des Kindes kann der Umgang dann nicht mehr so leicht vereitelt werden. Die Kunst ist es, die Zeit bis dahin ohne Konfrontation zu überstehen und den Kontakt zum Kind nicht abreißen zu lassen!


-- Editiert von Marcus2009 am 14.10.2015 12:11

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