Sorgerecht und Aufenthalt

9. Juni 2020 Thema abonnieren
 Von 
Chojnasandra
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Sorgerecht und Aufenthalt

Hallo ich heiße Sandra bin 26 Jahre alt. Ich habe eine Tochter sie wird dieses Jahr 7. Meine Tochter wohnt seit der Trennung 2014 in meinem Haushalt. Ich habe das AS und Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt. Ich möchte mit meiner Tochter am 16.7 nach Meerane ziehen und ein neues Leben anfangen. Sie hätte dort eine schule die mir schon einen Platz für sie zugesichert hat. Doch da wir noch gemeinsames Sorgerecht haben hat der Vater mir heute gesagt das ich umziehen kann jedoch meine Tochter nicht sie solle bei Oma und Opa väterlicher Seite aufwachsen. Dazu kommt noch seine Eltern haben mir gedroht...sie haben angeblich Buch geführt über meine Partnerschaften und Umzüge. Können sie mir da irgendwie schaden? Dazu kommt noch das sie mir Sachen vorhalten die so gar nicht stimmen. Da die Oma auf Arbeit eine Arbeitskollegin hat, hat sie gesagt sie hat immer Kleidung und Schuhe usw für das Kind was die Oma immer von ihr bekommt also hieß es ich muss keine Kleidung kaufen und jetzt stellen sie das so da als ob ich das geld nicht dafür hätte. Die Frau vom Jugendamt weiß der der Kindesvater sich 7 Jahre lang null um die kleine gekümmert hat ergreift aber immer wieder Partei für ihn und ist der Meinung das Sorgerecht sollen beide behalten. Ist das nicht komisch ? Ich wollte um Rat bitte oder Meinung ob ich eine Chance habe das Verfahren zu gewinnen ? Da ich meine Tochter definitiv nicht bei denen lassen werde.

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Zitat:
Ich habe das AS und Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragt.
Warum? Welche Begründung haben Sie angegeben?

Zitat:
ein neues Leben anfangen
Was bedeutet das? Wieso ausgerechnet diese Stadt? Haben Sie da ein soziales Umfeld oder eine Arbeitsstelle?

Wie weit leben Sie bisher von dieser Stadt entfernt? Wo wohnen die Großeltern väterlicherseits und wo wohnt der Vater?

Zitat:
ob ich eine Chance habe das Verfahren zu gewinnen ?
Für das alleinige Sorgerecht? Schwer zu sagen, da mir nicht klar ist, wieso Sie das alleinige Sorgerecht überhaupt beantragt haben. Grundsätzlich entspricht es immer mehr dem "Leitbild", dass beide Eltern sorgeberechtigt sein sollen. Und wenn sich das Jugendamt diesen konkreten Fall angesehen hat und auch der Ansicht ist, dass es hier dabei bleiben soll, dann scheint das gegen Ihren Antrag zu sprechen.

Ich frage mich aber, ob Sie überhaupt wirklich das alleinige Sorgerecht haben wollen. Die einzige Streitfrage scheint mir momentan zu sein, ob der Lebensmittelpunkt bei Ihnen in der neuen Stadt oder bei den Großetern väterlicherseits liegen soll. Reicht es nicht aus, wenn das Gericht nur darüber entscheidet?

Da dürften Ihre Chancen besser stehen. Es ist auch etwas ungewöhnlich, dass der Vater meint, das Kind solle nicht mehr bei Ihnen leben, aber auch nicht bei ihm selber, sondern bei seinen Eltern. Dem Regelfall scheint es doch zu entsprechen, dass das Kind bei Vater oder Mutter lebt.

Außerdem dürfte es schneller gehen, wenn das Gericht nur hierüber entscheiden muss. Ich habe meine Zweifel, ob es wirklich bis nächsten Monat eine Entscheidung geben wird. Haben Sie ein EIlverfahren beantragt?

Für den "Schmutz", den die Großeltern werfen wollen, interessieren sich Gerichte normalerweise nicht so sehr. Nur wenn Sie selber keine guten Gründe für das alleinige Sorgerecht nennen können sollten, dann kommt es darauf gar nicht an.

Interessant ist das mit der Dokumentation der Umzüge. Wie oft sind Sie denn seit 2014 umgezogen? Hatte das bestimmte Gründe? Sollten Sie alle 6 Monate umziehen, könnte das wirklich dafür sprechen, dass das Kind leiber bei den Großeltern sesshaft wird anstatt mit Ihnen umherzureisen. Aber das ist dann auch nur einer von vielen Aspekten.

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#2
 Von 
Chojnasandra
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe das alleinige Sorgerecht beantragt da der Kindesvater jedesmal keine Unterschriften erteilen wollte. Ob es um Kita ging, Anträge vom Jugendamt oder um eine op. Jedesmal musste ich ihn über seine Eltern betteln. Weil der gnädige Herr nicht in der Lage ist wie ein erwachsener Mann mit mir zu reden. Und er hat es vorgeschlagen das unsere Tochter bei seinen Eltern aufwächst da er keinerlei Interesse zeigt und nur mir schaden möchte. Ich bin die Mutter und er der Vater das Kind lebt seitdem es auf der Welt ist bei mir. Ich hatte so nie Probleme mit meiner Tochter ich trinke nicht, ich geh nicht weg, ich bin immer für sie da. Sie ist meine Priorität. Doch weil ich umziehen möchte da ich in Meerane bessere Arbeitsbedingungen habe stellt er sich quer und sagt nein du kannst umziehen aber das Kind wird bei den Großeltern aufwachsen. Da es angeblich weil ich bis jetzt nicht arbeiten gehen konnte, da es zeitlich durch die Kita nicht ging mit dem Kind überfordert wäre. Was nicht stimmt. Deshalb ziehe ich ja um, deshalb habe ich mich erkundigt und auch mit Arbeitgebern telefoniert. Jetzt steht mir nur der Kindesvater im Weg. Ich habe nach einer Lösung gesucht. Habe ihm gesagt ich würde jedes 2 WE nach Görlitz kommen da könnten sie die kleine sehen. Aber das reicht ihnen nicht. Obwohl es jetzt genauso ist. Und unter neues Leben anfangen...ich habe einen Freund seit 5 Jahren es geht drunter und drüber in der Beziehung. Er ist nicht ganz einfach und wir wohnen mit meinen Schwiegereltern zusammen in einem großen Haus. Meine Tochter hat hier zwar ein Garten und Platz zum Spielen. Aber oft wird auf ihr sehr hoher Druck ausgeübt. Auf deutsch gesagt regeln aus der DDR und ich möchte das nicht mehr. Mir ging es bevor ich hier vor einem Jahr eingezogen bin finanziell besser. Und psychisch auch. Deshalb der Grund zum Umzug da ich hier keine Perspektiven habe

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#3
 Von 
Chojnasandra
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin von 2014 bis jetzt wie unten beschrieben umgezogen. Und ich möchte in Meerane sesshaft werden. Ich möchte dann nicht mehr dort weg. Und meine Tochter will jetzt schon manchm nicht zu Oma und Opa und besonders zum Kindesvater nicht weil die beiden null Bindung haben. Meine Tochter Brauch ein Bild von mir wenn sie ins Bett schlafen gehen muss.. Also Frage ich mich dann warum man dem Kind die Mutter wegnehmen möchte...? Wenn es hier keine Gefährdung für meine Tochter gibt. Ich möchte lediglich umziehen weil ich mener Tochter mehr bieten möchte. Aber man sagt mir ja nur ich denke nur an mich was gar nicht stimmt. Ich denke an das Wohl des kindes.

-- Editiert von Moderator am 15.06.2020 17:26

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#4
 Von 
smogman
Status:
Student
(2758 Beiträge, 905x hilfreich)

Wie Zuckerberg schon schrieb, ein Antrag auf Ersetzung seiner Einwilligung zum Umzug wäre wesentlich einfacher und hätte wesentlich höhere Erfolgsaussichten. Insbesondere dann, wenn du aus beruflichen Gründen umziehst und der Vater keine sinnvolle Option anbietet.

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13943x hilfreich)

Erfolgsaussichten - nach etlichen Jahren Ausstieg aus dem Beruf, und das in Corona-Zeiten, wie das funktionieren soll, da fehlt mir die Vorstellungskraft. Und, wenn dann ein Angebot kommt aus einer anderen Stadt, dann wird doch wieder umgezogen, oder wie? Oder was ist der Grund, warum es diese Stadt sein muss?

Das alles klingt nicht nach guter Lebensplanung und Stabilität für das Kind. Ich würde dringend empfehlen, sich erst einen Job zu suchen, wo auch immer, und dann die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts beantragen, das würde durchgehen, aber so?

wirdwerden

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#6
 Von 
smogman
Status:
Student
(2758 Beiträge, 905x hilfreich)

Nach etlichen Jahren ohne Beruf wäre insbesondere die Aussicht auf einen Job ein Argument für den Umzug der Mutter und nicht dagegen. Diese Aussicht scheint ja gegeben, ansonsten würde doch nicht ein 16.000 Seelenort im tiefsten Sachsen konkret benannt werden. Und auch in Corona-Zeiten findet man hunderttausende Stellenausschreibungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitsagentur hat in ihrer Jobbörse sogar eine extra Kategorie "Stellenangebote zur Unterstützung in der Corona-Krise".

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13943x hilfreich)

"Eine Aussicht," das ist doch mehr als vage. Theoretisch hat man doch in jedem Ort in unserem schönen Land "eine Aussicht." Sie muss einfach ein vernünftiges Konzept vorlegen. Und wenn in diesem Ort unbesetzte Jobs nur so nach der Fragestellerin schreien, dann ist es doch ein Leichtes, eben einen Arbeitsvertrag vorzulegen und dann kann es auch mit dem alleinigen ABR klappen.

wirdwerden

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#8
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(657 Beiträge, 115x hilfreich)

Das sieht schon so ein wenig wie eine Flucht aus.

200 KM ist schon eine große Entfernung. Was ist, wenn es mit dem Job doch nicht klappt? Wie wird man den Umgang mit dem Vater dann finanzieren? Ich fürchte: kein Job - kein Umgang.

Alles in allem sehr wackelig.

So wie ich es verstanden haben, gibt es auch keinen Arbeitsvertrag in der neuen Stadt. Nur eine Option und "es sieht ganz gut aus".

Und nebenbei: warum sollte man sich in einer neuen unbekannten Stadt wohlfühlen? Man kennt doch fast nix... aus Erfahrung: selbst die schönsten Städte können als neue Heimat anstrengend werden. Ob man sich wohlfühlt wird man erst nach ein paar Jahren sagen können.

Ich sehe hier überhaupt nichts, was für einen Umzug für das Kind spricht. Und auch keine Gründe die für den Umzug der Mutter sprechen... irgendwie ist das alles sehr dünn. Gibts vielleicht noch andere Argumente, die nicht genannt werden wollen?

Ich glaube das wird ein unangenehmer Termin vor Gericht.

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#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7422 Beiträge, 3087x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Das sieht schon so ein wenig wie eine Flucht aus.

Vor allem vor den Eltern des "nicht ganz einfachen Freundes" mit dem es "in der Beziehung drunter und drüber geht"... Das der Apfel meist nicht weit vom Stamm fault, bestätigt die Themenerstellerin mit den Worten "
Zitat (von Chojnasandra):
oft wird auf ihr sehr hoher Druck ausgeübt. Auf deutsch gesagt regeln aus der DDR


Ich vermute stark, daß die TE sich nicht von diesem Freund samt dessen Eltern trennen und distanzieren kann ohne diesen Umzug.

Daß das wiederum eine Art "eingelaufene Routine" darstellt (Umzug als Trennung(sgrund?), scheint sich dahingehend beweisen zu lassen, als das der Vater des Kindes samt Eltern auch rund 200 Km entfernt lebt. Ist man da auch umgezogen, um die Trennung zu vollziehen?

Sie scheinen ja im Grunde von einem Mann zum nächsten gezogen zu sein - ist das hier wiederum der Fall? Ggf auch wieder mit irgendwelchen Eltern, die mitmischen wollen?

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38183 Beiträge, 13943x hilfreich)

Ich verstehe die Fragestellerin durchaus. Weit weg, aus was für Gründen auch immer. Nur, damit das klappt, da sollte ein tragfähiges Konzept hinter stehen, dann sehe ich auch keine Probleme mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dass sie beim derzeitigen Lover ausziehen will, klar. Kein Problem. Nur, sie sollte einen sauberen nachvollziehbaren Plan vorlegen. Und daran fehlt es. Oder sich eine Stadt in der Nähe aussuchen, mit ähnlich guten Einstellungsaussichten.

wirdwerden

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#11
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16337 Beiträge, 9243x hilfreich)

Es würde die Erfolgsaussichten zumindest drastisch steigern, wenn am zukünftigen Wohnort nicht nur die Aussicht auf einen Job, sondern ein unterschriebener Arbeitsvertrag warten würde.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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