Guten Abend zusammen,
Noris (24 Jahre alt)
Es besteht nun seit geraumer Zeit eine sehr angespannte Situation zwischen der KDM und mir dem Vater des 16 Monate alten Sohnes.
Ich möchte aus Gründen die ich gleich aufführen werde, den Jungen in naher Zukunft zu mir holen und ihn in meinem Umfeld großziehen.
Bereits seit einigen Monaten habe ich über Gerichtswegen das gemeinsame Sorgerecht "erzwungen", welches mir ohne weiteres gewährt wurde.
KDM (24 Jahre alt) Wohnt in einer staatlich finanzierten Wohnung mit stetig wechselnden Beziehungspartnern.Führt zZ. keinen Beruf aus, seit kurzer Zeit geht Sie jedes Wochenende Kellnern, wie ich stark vermute "schwarz".
Meine wenigkeit, also der KDV wohnt alleine in einer kleinen Wohnung. Bin voll Berufstätig als Auszubildender (Ausbildungsende 1.8.2015)
Zur Situation.
Es sollte erwähnt sein, dass die KDM unter einer Psychischen Erkrankung namens Borderline leidet. Es äussert sich körperlich in gelegentlichem "Ritzen" entlang beider Arme und einen generell für Ihren körper ungesunden Lebenstil.
Bei Diskussionen um Vernunft und Geld ist meist leider nur mit einem Wutanfall und vulgären Beleidungen zu rechnen(Ich bin kein Psychologe aber dennoch schiebe ich Ihr Verhalten grossenteils auf diesen gesundheitlichen Umstand)
Diese Situation macht den Einfluss durch Vorschläge, Gespräche und Materielle Unterstüzung auf Ihre Situation und die des Kindes beinahe umöglich. Sie ist Belehrungresistent.
Seit Geburt des Kindes hat die Mutter eine kleine Wohnung in der Stadt bekommen. Sie bekommt sämtliche unterstützung vom Staat und Unterhalt. es mögen ihr nach Abzügen ca. 700€ zur freien Verfügung stehen (Essen, Kleidung, sonstiges).
Mit dem Geld wurde es seit dem immer knapp bei ihr, da sie mit Geld nicht umgehen kann. Es musste erst ein Handy Vertrag mit monatlichen Kosten von 45€ abgeschlossen werden, wobei die Schulden aus dem vorherigen Vertrag nicht einmal beglichen waren.
Und auch sonstige unnötige Ausgaben werden oft getätigt.
Bei Engpässen sind meine Eltern und ich immer mit Versorgung für das Kind eingesprungen.(Windeln, Milchpulver, Gläschen ect. Sehr viel Kindeskleidung)
Zur Anfangszeit hat sie den Kleinen nicht abgegeben, weil sie der Überzeugung war, dass ich mich nicht um einen so kleinen Menschen kümmern könnte. Nach einem halben Jahr habe ich ihn fast jedes Wochenende bei mir gehabt und unter der
Woche war er oft bei meinen Eltern.
Nach erfolgreichem erwirken des geteilten Sorgerechts besteht nun die zwischen uns abgesprochene Regelung, dass der kleine jedes 2. Wochenende in meine Obhut übergeben wird. In der Woche wird er meist mittwochs noch von meinen Eltern geholt
und bleibt meist ein bis zwei Tage.
Seit dem mein Sohn nun seit Geburt bei Ihr lebt leidet er alle 2 Monate an einer schweren Ekältung. Er musste bereits geröncht werden und zu häufig zum Arzt. Ihre Wohnung war stetig kalt welches ich als eine der Gründe sehe.
Nach einer Weile ist es mir gelungen ihr klar zu machen, dass das Heizen der Wohnung keine zusätzlichen Kosten verursacht. (sie hat absolut keine Ahnung von Sozialen Unterstützungen ect und lässt sich auch nicht helfen, "ich will das selber schaffen")
Nun ist die Wohnung zwar warm, aber dennoch ist er wiederholt schwer Erkältet und muss mit Antibiotika und sämtlichen anderen Medikamenten behandelt werden. Er leidet nicht unter einer Immunschwäche oder dergleichen.
Wärend dieser Krankheitsphasen schont sie weder sich noch den kleinen. Sie steckt sich an und geht dennoch nachts am Wochenende arbeiten und lässt das Kind am wochenende bei irgendwelchen Leuten unterkommen anstatt sich und ihn gesund zu pflegen. (Ihr persönliches Umfeld würde man im Volksmund
als Asozial bezeichnen, Ex wird von Ihr im Knast besucht, junge Wird mitgenommen ect.)
Ich möchte es tunlichst vermeiden, dass er bei anderen (mir unbekannten Leuten, "kollege" "Freundin") unterkommt und habe dann auch viele zusätzliche Wochenenden übernommen. Wenn er dann wiedermal erkrankt ist bleibt er meist auch 5-7
Tage bei meinen Eltern, welche zu Hause arbeiten und sich gerne in dieser Zeit um ihn kümmern und ihn aufpeppeln, ich bin meist ebenfalls vor Ort in meiner Freizeit. Als ich erfuhr, dass sie den kleinen am Wochenende bei jemanden deponieren wollte (obwohl sie und er wieder krank waren)
habe ich die Adresse Name und Telefonnummer desjenigen erfragt welcher denn nun auf meinen Sohn aufpasste, da ich an diesem Wochenende leider keine Zeit hatte. Sie hat verweigert mir diese Informationen zu liefern.
Alle diese Dinge und noch mehr machen es zur einer Tortur und ich mache mir grosse Sorgen um meinen Sohn.. Mir sind bei ihrer Kurzsichtigkeit und unbelehrbarkeit leider die Hände gebunden. Ausser eben auf rechtswegen.
Was meint ihr , gibt es Chancen auf Erfolg?
Erst gerade eben habe ich den Kleinen bei ihr abgeliefert, habe Medizin gekauft, Hustensaft, neue Pantoffeln (alten waren zu klein) , Fiebermittel ect. Ich habe ihn über das Wochenende gehabt und sie hat es nicht geschafft genug zu besorgen damit der kleine das Wochenende versorgt ist. Sie muss die Sachen NICHT MAL auser der eigenen Tasche zahlen.
Ausserdem habe ich aus eigenem Ermessen ein Homöopatisches Mittel besorgt, gegen den Husten. Als ich den Kleinen wieder zu ihr gebracht habe, nachdem sie den ganzen Tag geschlafen hatte und die Nacht durchgezecht hatte und auch unsere Uhrzeit verpennt hat, habe ich ihr den Verlauf der Genesung über das Wochenende
erläutert, ihr meine Medikation erklärt, meine Besorgungen präsentiert und das neue Homöopatische mittel gezeigt, welches er 3 mal am Tag zu sich nehmen soll. Sie wurde wieder zur furie und sagte ich dürfe nicht ohne Absprache mit ihr solche dinge tun, (Gemeinsames Sorgerecht) und hat mich buchstäblich direkt rausgeworfen.
Was kann ich tun ? Ich brauche Hilfe...
Ich danke euch.
-----------------
""
Sorgerecht/Aufenthaltbestimmungsrecht, Chancen?
18. Januar 2015
Thema abonnieren
Frage vom 18. Januar 2015 | 21:07
Von
Status: Frischling (1 Beiträge, 0x hilfreich)
Sorgerecht/Aufenthaltbestimmungsrecht, Chancen?
#1
Antwort vom 18. Januar 2015 | 21:33
Von
Status: Lehrling (1505 Beiträge, 1744x hilfreich)
quote:
KDM (24 Jahre alt) Wohnt in einer staatlich finanzierten Wohnung mit stetig wechselnden Beziehungspartnern.Führt zZ. keinen Beruf aus, seit kurzer Zeit geht Sie jedes Wochenende Kellnern, wie ich stark vermute "schwarz".
Das spricht aber (fast) alles nicht gegen die Mutter, wenn überhaupt eher gegen Sie. Die Mutter muss nämlich gar keiner Beschäftigung nachgehen, solange das Kind nicht miindestens 36 Moante alt ist, was ja nichtmals zur Hälfte der Fall ist. Solange das Kind nicht 3 Jahre alt ist (unter Umständen auch noch länger), sind eigentlich SIE in der Pflicht, der Mutter die Wohnung zu finanzieren. Das ist ganz unmissverständlich gesetzlich geregelt. Auch leistet die Mutter durch Betreuung und Erziehung einen großen Anteil am Unterhalt, während Sie selber nichts zahlen.
Meiner Meinung nach sind also erstmal Sie in der Kritik, da Sie Ihrer Plficht nicht nachkommen. Das ist natürlich absolut entschuldbar, wenn man selber noch in Ausbildung ist. Allerdings sollte man dann doch wenigstens in Bezug auf diese Angelegenheit die Füße still halten. Selbst ein mögliches Schwarzeinkommen kämme wohl zumindest in Teilen dem Kind zu gute, das sich ansonsten im Hartz4-Haushalt auch nicht gerade prächtig fördern ließe.
Auch der Vorschlag der Mutter, das erste halbe Jahr lang das Kind nicht "außer Haus" zu geben klingt nicht nach purer Bösartigkeit. Das ist bei kleinen Kindern durchaus üblich, durchaus auch gerichtlich begilligt. Und wie ich lese, wurden die Umgänge sehr bald dann doch schon ermöglicht und sogar Übernachtungen und Großelternbesuche haben stattgefunden. Klingt für mich auch erstmal nach Kooperationsbereitschaft durch die Mutter. Klicken Sie mal hier durch das Forum, da ergeht es anderen weitaus schlechter.
Ich verstehe Ihre Sorge, schön ist das natürlich alles nicht und auch mir wäre dabei sehr unwohl. Aber um der Mutter "das Kind wegzunehmen" braucht es wohl etwas mehr. Insbesondere muss dafür das Kind ganz konret gefährdet sein, ein egelegentlicher Husten reicht eher nicht. Auch die Vermutung, dass es dem Kind langfristig bei Ihnen besser ergehen und mehr gefördert werden würde, hilft meiner Meinung nach noch nicht. Die Mutter hat das Kind bisher betreut, die Vermtung besagt immer, dass das Aufrechterhalten dieser Situation grundsätzlich dem Kindeswohl dient. Die Mutter müsste also nicht nur der schlechtere Elternteil sein, sondern ganz einfach auch ein schlechter Elternteil sein. Auch wenn da bestimmt nicht alles ideal läuft, klingt das für mich aber nicht als für das Kind untragbar.
Was haben Sie denn bisher so an Möglichkeiten ausgeschöpft? Auch mal Beratung beim Jugendamt oder anderswo eingeholt und wenigstens versucht, die Mutter da einzubinden? Das sollte Vorrang vor einem gerichtlichen Vorgehen haben.
Letztendlich bleibe dann aber wirklich nur noch die Klage vor dem FG, am besten natürlich mit Fachanwalt. Die Frage nach den Chancen lässt sich leider eigentlich nur ganz wage damit beantworten, dass Chancen natürlich da sind. Leider ist der Begriff "Kindeswohl" immer in einem Graubereich angesiedelt und wird erst durch den Richter zu schwarz oder weiß verschoben. Da Sie von diesem Richter gegen den mütterlichen Willen das Sorgerecht erhalten haben, scheint der Ihren Ansichten gegenüber ja nicht ganz abgeneigt zu sein. An jedem größeren Amtsgericht können Sie aber auch an einen anderen geraten und sowieso heißt das noch nicht viel.
Auf jeden Fall aber würde ich mit einem Gerichtsantrag noch warten. Ein halbes Jahr sind Sie noch in Ausbildung, dann hoffentlich fest angestellt, haben ein höheres Einkommen und wissen auch um Ihren Arbeitsort für die nächsten Jahre. Damit haben Sie dann deutlich "mehr zu bieten" und können sich dann nochmal neue Gedanken darüber machen, welche Lösung für die Zukunft die beste ist. Beratung würde ich mir aber möglichst bald holen.
#2
Antwort vom 19. Januar 2015 | 10:14
Von
Status: Legende (18974 Beiträge, 10233x hilfreich)
quote:<hr size=1 noshade>habe ich ihr den Verlauf der Genesung über das Wochenende
erläutert, ihr meine Medikation erklärt, meine Besorgungen präsentiert und das neue Homöopatische mittel gezeigt, welches er 3 mal am Tag zu sich nehmen soll. Sie wurde wieder zur furie und sagte ich dürfe nicht ohne Absprache mit ihr solche dinge tun, (Gemeinsames Sorgerecht) und hat mich buchstäblich direkt rausgeworfen. <hr size=1 noshade>
Hatten wir nicht kürzlich hier im Forum einen Fall, wo sich zwei Elternteile über die medizinische Behandlung des Kindes gestritten haben (ein Elternteil pro Schulmedizin, anderer Elternteil pro Alternativmedizin)?
Und war es nicht so, dass daraufhin der "pro Alternativmedizin"-Elternteil einen Teil-Entzug des Sorgerechts kassiert hat?
Will sagen: Ein Streit um medizinische Behandlung auf der rechtlichen Ebene auszufechten, kann schnell nach hinten losgehen.
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Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB ."
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#3
Antwort vom 19. Januar 2015 | 16:41
Von
Status: Richter (8427 Beiträge, 3800x hilfreich)
Mal aus der Sicht der Mutter: Sie will es alleine schaffen und macht dabei Fehler, das weiß sie wohl, denn sie wir ja ständig vom Vater darauf hingewiesen (so kommt der Unterton des TE bei mir an).
Zum Wohl des Kindes und um letztendlich eine umgänglichere Mutter gegenüber zu haben, solltest du ihr etwas freundlicher entgegenkommen - nicht so besserwisserisch, dann wäre sie auf längere Sicht bestimmt bereit und auch froh, das Kind und wichtige Entscheidungen mit dir teilen zu können.
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