Tabletten abhängiger Vater will Familie zerstören

3. November 2009 Thema abonnieren
 Von 
bassboxxx
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Tabletten abhängiger Vater will Familie zerstören

Hallo,
ja ich weiss keinen ausweg mehr und suche im rat...es geht um folgendes...mein Vater ist seit Jahren schwer Medikamenten abhängig(benzos,antidepressiva usw) das schlimmste vom schlimmsten.Wir wollten ihm schon so oft helfen...jedoch haut er aus allen Kliniken ab oder wurde rausgeschmissen weil er sich nich an die Regeln hielt oder besorgte sich heimlich wieder Medikamente.Die sachen haben ihn so kaputt gemacht er will mit seiner Familie garnichts mehr zu tun haben...hinzu muss ich sagen das ich einen Schwerbehinderten bruder habe der vor 10jahren bei einem Autounfall schwer verletzt wurde...mein Vater kümmert sich um NICHTS meine mutter muss sich 24 std um mein Bruder kümmern oder ich und mein anderer Bruder helfen...mein Vater sieht nur seine Tabletten oder ist unterwegs Kaffee trinken usw mit uns will er seit jahren nix zu tun haben....er ist bald 60...und auch in Rente...er hat nun seine Lebensversicherung auszahlen lassen und will die andere noch auflösen(für beide hat meine Mutter einbezahlt) er wünscht uns das es uns schlecht geht usw....gestern flippte er wieder völlig aus...schmiss mitm Radio und seinen Tabletten durch die gegend...er meinte er geht zum Anwalt und fordert seinen Anteil von unserem Haus ein was ein Drittel ihm gehört....er meinte er sorgt dafür das wir nichts mehr haben....das Haus ist schwerbehindertengerecht Umgebaut für meinen Bruder....und wenn er seinen Teil auszahlen lassen will gehören ihm auch noch die Schulden zum 3tel...wie gesagt die Angst von meinen brüdern und meiner Mutter ist das er damit durchkommt das wir ihm den Anteil auszahlen müssen......der mann ist garnicht mehr zurechnungsfähig...alle wissen das...wir,nachbarn,ärzte die kliniken...

sind wir machtlos oder haben wir mit seiner extremen Sucht und unseren nachweisen darüber eine chance das er damit nicht durchkommt?

Wie ist da die Rechtslage?

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9 Antworten
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#1
 Von 
Spreeperle
Status:
Praktikant
(573 Beiträge, 167x hilfreich)

Ohne selbst eine solche Situation je erlebt zu haben, würde ich persönlich den Antrag auf Entmündigung Ihres Vaters stellen. Es kann nicht angehen, daß er Ihr Leben, das Ihres Bruders und Ihrer Mutter derart zerstört. Er ist nach den beschriebenen Zeilen aus meiner persönlichen Sicht nicht mehr zurechnungsfähig. Meine Empfehlung wäre, daß Sie sich sofort mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen sollten. - Für den Fall, daß sich nicht tätig werden, können Sie eine "Untätigkeitsbeschwerde" einreichen.

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#2
 Von 
bassboxxx
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok danke ich werde das mal so mit meiner Mutter besprechen...
Ich könnte Bücher darüber verfassen und wünsche es echt niemanden so eine Situation durch machen zu müssen.Wir wollte ihn ja schon zig fach in eine geschlossene psychatrie bringen lassen jedoch sagen die uns nur...solang er nicht selbstmordgefährdet ist(das er wirklich probiert sich umzubringen)wobei es für mich immer unverständlich bleibt das die den hohen konsum allein nicht als selbstmord versuch sehen....wie gesagt einweisen geht nur laut den ärzten wenn selbstmord gefahr besteht akkut oder das er uns bedroht.Das tut er ja nicht...handgreiflich wird er nicht....jedoch machen die Verbalen ausbrüche einen psychisch sowas von fertig das ist unglaublich..

wie gesagt danke nochmal und dann wird das mit der Entmündigung mal angesprochen morgen.

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#3
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo bassboxx,

ich bezweifle, dass das mit einer Entmündigung sich wird verwirklichen lassen.

Denkbar wäre eventuell eine Betreuungsvollmacht für seine finanziellen Angelegenheiten.

Da er wohl kaum aus freien Stücken einer solchen Betreuung zustimmen würde, müsste eine Betreuung gegen seinen Willen vom Vormundschaftsgericht eingesetzt werden.

In eurem Fall erscheint mir die Inanspruchnahme eines Fachanwaltes als sinnbringend, um das Anliegen möglichst erfolgversprechend in die Wege zu leiten.

Sollte der Versuch scheitern, so kann der Vater seine finanziellen Ansprüche bezüglich des Hauses durchaus auch gegen euren Willen durchzusetzen versuchen, im ungünstigsten Fall, indem er eine Teilungsversteigerung anstrebt.

Wobei in diesem Fall auch die Chance für euch bestünde, bei einem solchen Termin selbst mitzubieten und damit das Haus in Alleinbesitz zu bringen.

Ohne eigene Einsicht des Betroffenen werden all eure Bemühungen, ihn zu einer Therapie zu bewegen, sinnlose Kraftverschwendung bleiben, das liegt in der Natur einer Suchterkrankung.

Bleibt zu hoffen, dass für die Lebenssituation der Angehörigen der 'worst case' abwendbar bleibt.

Hier (klick) noch ein Link zum Einlesen zum Thema.



Grüße





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"Persönliche Meinung ... ohne Gewähr "

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#4
 Von 
Dr. Jekyll
Status:
Schüler
(431 Beiträge, 154x hilfreich)

quote:
ich bezweifle, dass das mit einer Entmündigung sich wird verwirklichen lassen


Das bezweifle ich allerdings auch, zumal die Entmündigung bereits 1992 abgeschafft und durch die Betreuung ersetzt wurde.

Dass das Betreuungsgericht wegen einer bloßen Suchterkrankung gegen den Willen des Betroffenen eine Betreuung einrichtet, halte ich für ausgesprochen unwahrscheinlich.

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#5
 Von 
bassboxxx
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok,
ja meine Mutter meinte heute morgen auch das die Entmündigung nicht unbedingt erfolg haben wird...es geht mir nicht um seine Suchterkrankung allein..es gibt genüg süchtige die aber trotzdem nicht ihre Familie fertig machen.....und das tut er bei uns....ich habe hier eine Schwerbehinderten bruder...und zudem wohnt die freundin meines bruders bei uns die schwanger ist....wenn er sein zeug schluckt und uns in ruhe lässt wäre das erträglich.....aber will uns systematisch fertig machen....und das tut er auch:-(

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#6
 Von 
Dr. Jekyll
Status:
Schüler
(431 Beiträge, 154x hilfreich)

Solange die Sucht nicht mit einer psychischen Krankheit oder Behinderung einhergeht (Voraussetzungen für die Bestellung eines Betreuers siehe § 1896 BGB ), wird das Gericht meines Erachtens keinen Betreuer bestellen.

Übrigens hätte die Bestellung eines Betreuers zunächst ohnehin keine Auswirkungen auf die Geschäftsfähigkeit des Vaters.

-- Editiert am 04.11.2009 11:12

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#7
 Von 
bassboxxx
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

er ist ja psychisch krank..er ist ja auch alle 2 Monate auf einer Psychatrie und wir haben ja massenweise Akten aus denen das hervorgeht...jedoch halt keine geschlossene...und zur sache mit dem Haus....wir haben an unserem Haus angebaut dort wohnt mein Behinderter bruder den meine Mutter voll pflegt...von daher kann das haus nicht einfach verkauft werden da die Häuser zusammen gehören....wie gesagt 1/3 gehört meinem ältesten Bruder 1/3 meiner Mutter und der andere Teil meinem vater.....wo ich hinzu sagen muss das er nichtmal etwas dazu Beiträgt voll und ganz zahlt meine Mutter und mein Bruder dafür....mein Vater tut garnichts...er hat nie im Leben hier ne Rechnung für irgendwas bezahlt geschweige denn für den Haushalt......er investiert alles 100% in seine sucht....+kaffee und zigaretten.........mit was anderem hat er garnicht zu tun....er lebt in seiner Welt.......das einzigste was halt is er steht in den Papieren vom Haus sein anteil......aber dafür getan hat er NIE etwas....und kann auch nicht nachweisen das er jemals was gezahlt hat.....sogar seine Lebensversicherungen die er ja unbedingt ausgezahlt haben will...hat meine Mutter jahrelang gezahlt........er wäre eigentlich ganz hart gesagt ein nichts ohne uns.....wie gesagt wir wollten ihm immer helfen......er hat immer gesagt es wäre nicht so und tritt uns nun dafür noch richtig in den Arsch

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#8
 Von 
bassboxxx
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

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