Tausende Väter würden gern tauschen

21. Januar 2004 Thema abonnieren
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)
Tausende Väter würden gern tauschen

Hallo an alle Forums-Teilnehmer,

in den zum Teil recht langen, spannenden und emotionalen Diskussionen haben wir erfahren, welche Probleme die
geschiedenen Frauen zu bewältigen haben, wenn sie nun allein
ihre Kinder großziehen müssen. Da sei es nur gerechtfertigt, wenn
sie wenigstens Unterhalt für sich von ihrem Ex bekommen.

Ich möchte wenigstens das noch gern erwähnen (was meiner Meinung nach völlig untergegangen ist): Tausende Väter würden gern tauschen und ihre Kinder zu sich nehmen ! Für Väter
ist es dabei (meiner Meinung nach) sogar noch selbstverständlicher,
dabei für den eigenen Unterhalt SELBST aufzukommen.

Bitte bedenkt alle auch dieses, wenn Ihr über die Schwierigkeiten
der alleinerziehenden Mütter sprecht. Diese Mütter haben sich das nämlich (meistens) so ausgesucht.

Viele Grüße,
nachgefragt

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43 Antworten
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#1
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

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#2
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

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#3
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

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#4
 Von 
rogitec
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 21x hilfreich)

Hallo,
ich hätte ein verdampt schlechtes
gewissen, wenn ich wüsste, dass meine EX für mich arbeiten müsste, während ich gemühtlich zu hause sitzen würde.
Als meine tochter im september 2002 zu mir gezogen ist, habe ich nicht einen gedanken daran verschwendet, meinen job und meine nebentätigkeit aufzugeben (oder einzuschränken). Der gesetzgeber hätte mir
sicherlich recht gegeben, da ich ja nicht überobligatorisch arbeiten muss.
Ich glaube,dass wir väter eine ganz andere lebenseinstellung haben, als viele,viele mütter.(es gibt ausnahmen - davor zieh ich nochmals meinen hut)
Gruss
rogitec

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#5
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

ich bin gespannt, wann die erste FRAU zu diesem Thema etwas hinzufügt....

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#6
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 248x hilfreich)

Ich geb euch zu 100% Recht..... die Mütter haben sich dies ausgesucht, soger teilweise noch vor Gericht "erkämpft" ! Und da die Rechtsprechung so ist, wie sie ist.... und vor allem den Müttern von den Anwälten dies immer wieder aufs Neue erzählt bekommen, wird es sich auch nicht ändern, solange sich die Rechtsprechung nicht ändert. Nur sagen sich natürlich Richter, Psychologen, JA-Mitarbeiter usw...: Die Mutter hat während der Ehe für die Kinder gesorgt ( in den meisten Fällen ), nun muss es auch fortan so weitergehen. Vater geht arbeiten, Mutter betreut. "Zum Wohle des Kindes" ! So gesehen ist es wahrscheinlich auch nicht ganz unrichtig. Dass aber in vielen Fällen der Vater geeigneter wäre, das sieht die deutsche Rechtsprechung nur gaaaaanz bedingt vor.
Aber geht es eigentlich darum ? Geht es nicht vielmehr darum, ob nach der Trennung alles faair verläuft ? Ich denke, der Großteil der Väter will nicht wirklich das ABR, sondern er möchte, dass er auch nach der Trennung für seine Kinder dasein darf und mitbestimen kann. Fast jeder wäre doch bereit, einen Teil Unterhalt für eine gewisse Zeit zu zahlen, bis sich die Situation eingespielt hat ( evtl. sogar mehr, als vom Gesetz gefordert ), wenn alles läuft, wie es laufen sollte und die Frau aktiv und konstruktiv den Umgang fördert, und sich selbst bemüht, arbeiten zu gehen, in einem Rahmen, wie es dem Einzelfalle entspricht. Das kann volltags sein, halbtags oder vielleicht auch gar nicht, weil es wg. Schwierigkeiten in der Erziehung einfach nicht machbar ist. Ich bin fest der Meinung, dass - wenn ein Austausch zwischen beiden Elternteilen von Anfang an stattfinden würde - jeder Vater dafür Verständnis hätte und man gemeinsam nach und nach eine Lösung finden würde. So aber muss die Frau keinen Austausch halten, sie kann - mehr oder weniger - schalten und walten, wie sie möchte und der Vater kann nur annehmen, wie es daheim bei seinen Kindern aussieht. Dadurch entsteht diese Mißgunst und der Hass auf die Ex und es werden u.U. zusätzlich noch Sachen dazugedichtet, die gar nicht der Wahrheit entsprechen. Ich frage mich nur imer noch, wie man als Gesetzesgeber dem Ganzen entgegenkommen könnte..... Von den meisten laut schreienden ( Namen will ich nicht nennen ) bekomme ich darauf keine Antwort. Man ist mit den Gestzen - zu Recht - unzufrieden, aber keiner hat eine Lösung, wie es besser zu machen ist. Nur allein am Unterhalt liegt es mit Sicherheit nicht!
Man könnte jetzt natürlich sagen: Frauchen bekommt nur Unterhalt 3 Jahre lang ( sofern sie Bedürftig ist ), wie bei nichtverheirateten Müttern auch. ( Würde ich als Gesetzesbasis nicht schlecht finden ) Auf der anderen Seite : Auch die Frau - wenn sie länger verheiratet waren - ist häufig durch Mitwirkung ihres Mannes an einen Standard gewöhnt worden, ( teilweise werden selbst heute noch " Arbeitsverbote " für die Frau vom Mann ausgesprochen ) und da hat sie - denke ich - für eine gewisse Zeit Anspruch auf eine Teil Unterhalt. Es muss viel mehr vom Einzelfall ausgegangen werden.... nur dann ist man wieder von Richtern abhängig, die nach Tageslaune entscheiden. Und danach kollidiert auch wieder das Sozialhilfegesetz mit dem Unterhaltsrecht, wenn sie nicht arbeiten geht, obwohl sie lt. Unterhaltsrecht müsste).
In einem sind wir uns - glaube ich - alle einig : So, wie die Gesetze heute sind, sind sie zu 90% ungerecht dem Vater gegenüber. Nur keiner hat eine Idee, wie man sie verbessern könnte. Wie wäre es denn, wenn mir jeder von euch spaßeshalber einen "Gesetzesentwurf " zu mailen würde, ich diese auf einer Homepage veröffentlichen würde ???? Wer weiss, wer weiss... wir könnten diese Ideen ja mal an Herrn Weizäcker schicken, der da in vielen Dingen n bisserl weiter ist, als andere Politiker. :-))
Nicht, dass ich mir was davon erhoffe... nur jeder jammert ( ich einschliesslich ) über gewisse Dinge, die ungerecht behandelt werden, aber keiner hat Ideen, wie es besser gemacht werden könnte... ( geschweige denn : tut was ! ) Viel wichtiger, als Gesetze finde ich jedoch die Aufklärung der Jugendämter und " Amtspsychologen ", was Umgangsvereitelung angeht.... denn daraus ergeben sich ( neben überhöht gefordertem Unterhalt ) die meisten Streitereien.
Fast alle hier sind unzufrieden mit den heutigen Gesetzen, der eine mehr, der andere weniger...... und fast alle haben auch ihre Gründe dafür ! Schön, dass es überhaupt solche Foren, wie dieses gibt.... vor 10 Jahren wäre nicht einmal ein anonymer Austausch möglich gewesen, ohne gleich eine Selbsthilfegruppe in einem Dorf 80 km entfernt aufzusuchen. Auch wenn es hier natürlich Nachteile gibt ( es kommt vieles anders rüber, als man es gewollt hat und man kann sich den " Schlagabtausch "nicht life geben.) Man kann aber zumindest den Frust ablassen und andere Meinungen dazu hören.... und dadurch evtl. den Blickwinkel n bisserl verändern. Iss doch schon mal ein Anfang!

-----------------
""Die Zahl meiner Postings zeugt von Fleiss - und nicht von Expertentum ;-)) "
aldi_nord@gmx.de
"

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#7
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Hallo Anna,

welch ausführlicher Beitrag :-)

Und sehr sehr schade, dass Du schreibst:
eigentlich wollt Ihr Männer gar nicht die Kinder zu Euch.

Das stimmt einfach nicht ! Das ist die Sicht der
Frauen.

Gesetzesvorschläge ?

nur mal so grob:

- jeder, der gesundheitlich in der Lage ist,
für sich selbst zu sorgen, ist dazu verpflichtet.
- Ausnahmen bei Kindern, aber die
Altersgruppen müssten neu gegliedert werden
(ab welchem Kindesalter Muttern wieder arbeiten muss)
- Kosten für Fahrten des Kindesumgangs
sind von dem zu tragen, der die Höhe der Kosten verursacht hat!
- Nachehelicher Unterhalt MAXIMAL so lange,
wie Ehe gedauert hat

- Wegfall des Grundsatzes: nach der Ehe darf es keinem schlechter gehen als in der Ehe.
Das funktioniert sowieso nicht!


So , nun lass ich mal die anderen ran...

nachgefragt

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#8
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hi!
Nach meiner bescheidenen Meinung sind nicht neue - und wohlmöglich mehr - Gesetze von Nöten, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen, sondern neue Menschen.
Anna hat es ja korrekt beschrieben, denn im Einzelfall ist jeder Streitfall ein bischen anders.
Woher jetzt aber neue, sozialere Menschen
nehmen?
Geht nicht!
Über Gesetze eine Gesellschaft zu 100% reglementieren geht auch nicht.

Eine Gesetzesänderung zur Regelung von Unterhalten und Umgangsregelungen ist zwar eine nette Idee, aber auch die wird zu nichts führen, weil es wir Menschen sind diese weiterhin auszuschlachten wissen und nach unserem Belieben beugen werden.

Bitte bedenkt immer, dass es zwei Menschen sind die sich getrennt haben, diese sich nicht immer einigen WOLLEN! und nach Wegen suchen um dem Ex-Partner auch mal richtig einen zu brennen.
Kein Gesetz dieser Welt wird das verhindern können und kein Gesetz dieser Welt wird für alle geRECHT.

Auch Richter, die, wie im Islam, den Einzelfall entscheiden, sich lediglich am Koran orientiern, schaffen es nicht immer das richtige Urteil zu finden.
Warum?
Weil sie Menschen sind, Lügen nicht immer als solche erkennen, Fakten unzureichend sein können und sie mitunter befangen sind.

Fazit:
Es gibt eine Vielzahl von Gesetzen und Rechtswesen, aber keine allgemeine Gerechtigkeit. Die "Gerechtigkeit" ist relativ und ideell.

Trotz meiner Meinungen möchte ich niemanden entmutigen für sein "Recht" einzutreten. ;)

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#9
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

na ja ARTiger, da kann ich nicht ganz zustimmen.
Wenn Gesetze und Rechtsprechung nicht gerecht sind oder nicht mehr gerecht sind,
muss man sie umbauen.
Das geschieht täglich. Dafür haben wir unsere Abgeordneten gewählt, dazu haben wir eine Regierung. Die werden bezahlt dafür.
Zu sagen: allen könne wir sowieso nicht gerecht werden, dann lassen wir es gleich - das wäre die ungerechteste Lösung.

Meine Meinung:
Es muss beim Thema Unterhalt zwischen Ex-Ehegatten einen Grundsatz geben: EIGENVERANTWORTUNG !
Dieser fehlt meiner Meinung nach derzeit total,
und mit der derzeitigen Rechtsprechung
("niemandem darf es hinterher schlechter gehen als vorher") wir die Ehe durch die Scheidung eher fest-zementiert, als dass sie getrennt wird.

nachgefragt

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#10
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 248x hilfreich)

@ARTiger,
genau das ist es! Niemals wird man es allen recht machen können..... schon heute fällt ein Richter - auch im deutschen Familienrecht häufig" nach eigenem Ermessen", nur da ist natürlich wieder eine Seite nicht zufrieden!
Das schlimme an diesen - von dir beschriebenen - Lügen ist m.E., dass die Leute oft gar nicht mehr bewusst lügen, sondern sich derart in eine Sache hineingesteigert haben, ( häufig auch durch " Gutzureden von Anwälten, Freunden usw...) dass sie dies auch wirklich so empfinden. Wie soll da ein Richter die Wahrheit herausbekommen?

@nachgefragt,
ich habe mit keinem Wort gesagt, dass kein Vater seine Kinder zu sich nehmen will. Nur erfahrungsgemäß ist es so, dass auf Nachfrage die MEISTEN Väter in der Tat die Kinder zwar nehmen würden ( sagen sie zumindest bei der Trennung, ob das wirklich so ist, wage ich zu bezweifeln ), aber mit einem gut geregeltem Umgangsrecht genauso glücklich ( oder sogar glücklicher ) wären. Ich rede hier nur von der Mehrzahl, nicht von den Männern, die wirklich das ABR für ihre Kinder möchten. MEIST sond diese Aussagen nur ein Versuch, der Ex eins auszuwischen. Das muss bei dir nicht so sein und das will ich dir bei Gott nicht unterstellen... aber schau dich mal um: In verschiedenen Foren, Studien usw...
Ich finde auch gar nicht, dass das so schlimm ist..... in der Ehe wars ja auch nicht anders! Nur der Umgang sollte durch die Mutter gefördert werden!! Und da liegt doch für die meisten Väter der " Knackpunkt" Dann würde sich auch kaum ein Vater beschweren !!!

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#11
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Anna,

es geht nicht nur um das Umgangsrecht.
Es geht auch um den Unterhalt für die Ex-Frau,
es darum, dass die Ex das gemeinsame ABR und Sorgerecht mit Füßen treten kann u.s.w.
Und auf diese Sachen angesprochen, heißt es:
"sie hat's ja auch so schwer."
Und eben genau darauf antworten die Väter:
"dann lass es mich machen !
Und ich will keinen Nachehelichen Unterhalt
von Dir !"

Ich glaube: das würden viel mehr Väter tun, als Du denkst. Sie lieben ihre Kinder nämlich genauso!

Gruß,
nachgefragt

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#12
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5527 Beiträge, 457x hilfreich)

Hallo nachgefragt,
lese hier ab und an mal mit ohne das ich mich äußere.
Im Gesetz ist ja verankert, das ein Kind zur Mutter gehört.
Das alleine schlägt sich, wie einen nassen Mantel um die Ohren eines Vaters, der ganz gerne und gut für seine Kinder sorgen könnte.
Aber solange man das Wohl eines Kindes davon abhängig macht, das ein Kind zur Mutter gehört, sehe ich da schwarz was Änderungen betrifft.
Und?
Es ist ja so ganz gut, denn wer kommt wohl für die Mütter auf, die z. B. nicht für sich selber sorgen könnten?
Bisher gibt es ja Jugendamt plus Sozialamt, was ja vom Vater wieder eingepfändet wird zur Not.
Ne, ne Kinder zum Vater, man was würde das bewegen in unserer Gesellschaft.
Kenne 2 Vater, einer hat eine 5 j. Tochter, der andere 2 Kinder 8 und 13 J. Beide Väter arbeiten, der erste in einer Baufirma, der andere im Wachdienst.
Beide haben das super im Griff.
Beide bekommen von den Müttern kein Unterhalt und beide haben den Klageweg nicht geführt.
Beide leben in einer Beziehung, beide haben super nette und anständige Kinder.
Mein Mann hat 4 Jahre gekämpft, er war beim Jugendamt, Anwalt, Gespräche bei der Beratungsstelle, bis hin zum Antrag auf das Sorgerecht.
Grausam.
Was die Frau alles unternommen hat.
Seit Jahren gibt es kein Kontakt zum Kind, sie will das nicht, und wie wir ja wissen, alles zum Wohle des Kindes.
Alles Gute und weiterhin viel Power zum Austausch über den Sinn des Lebens oder wie nennt sich das.........? Keine Ahnung.
Was würdest du genau tun, was sollte anders sein? Hast du eine Idee, ein Programm, schon mal aufgelistet?




-----------------
"Gruss Anny"

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#13
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

@nachgefragt!
Na, dann sind wir uns doch einig!
Ich habe ja nicht Gesetze im allgemeinen verurteilt, sondern darauf hingewiesen, dass es keine allgemeine (allen genügende) Gerechtigkeit gibt - und geben kann.
Was du dir vorstellst: "EIGENVERANTWORTUNG" ist ein Ideal und nicht gesetzlich soweit zu erzwingen, dass jeder Mensch diese auch lebt.
Ich sehe das Problem halt im Menschen an sich.

Bei 80Mio, hier in Deutschland lebenden Menschen, wird es keine Gesetze geben, die für alle nachvollziehbar und somit akzeptabel wären.

Ein Urteil wird zumeist nur einer Partei gerecht und die andere Partei grämt sich und schimpft oft nur aus mangelnder Einsicht.
Wer verliert schon gern?

Oftmals ist es nur eine Frage verletzten Stolzes oder die Meinung alles alleine bewältigen zu können.

Mal anders herum:
Wie fühlt sich eine Mutter, gibt sie ihr Kind kampflos an den Vater ab?
Sie hat das Gefühl, sie wäre in den Augen ihres gesamten, sozialen Umfeldes, eine Verliererin und man würde schlecht über sie denken und reden.
Allein dieses Gefühl kann ein enormer Antrieb auch für (im Zweifel) Lügen und Ablehnung gegenüber dem Kindsvater sein.
Ob sie es wirklich alleine schafft oder nicht ist in diesem moment nicht einmal zweitrangig.

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#14
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 248x hilfreich)

Das glaub ich auch !!!
Aber warum antworten die Väter erst auf Nachfrage mit :" dann lass es mich doch machen " ?Und glaubst du wirkich, dass die Mehrzahl der Väter keinen Unterhalt will? Ich glaube, dieses Denken kommt eher daher, dass es den meisten Vätern LEIDER vergönnt ist, ihre Kids zu sich zu nehmen und sie daher auch behaupten, sie würden alles besser machen. ( Aus der Ferne ist immer alles so einfach ) Ich glaube nicht, dass es da große Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Vielleicht sind Männer ein bischen stolzer, als Frauen...... das aber jetzt zur Regel zu machen....?????
Vielleicht sollten dann auch diese Väter versuchen, ihre Rechte durchzusetzen ! Dass versuchen doch die wenigsten. Find ich auch OK, nur nicht immer meckern auf die Frauen, die angeblich nichts auf die Reihe bekommen ! Wenn keiner anfängt, etwas zu ändern, wird auch nichts geändert! Und wenn ich der Meinung bin, meinem Kind gehts bei der Mutter nicht gut oder sie vereitelt den Umgang, dann muss ich was tun !!! Ob ich damit durchkomme, ist ja ne ganz andere Frage.
Nicht in der Form, dass sie Sorgerechtsprozesse vom Zaun brechen, sondern zusammengeschlossen versuchen, das Recht zu ändern, dass es der Frau vorbehält, die Kinder einfach mitzunehmen, sie ihren Vätern vor zu enthalten u.ä..

PS: Ein gut laufendes Umgangsrecht + Kommunikation zwischen beiden Elternteilen = "Sorgerecht = egal" Das ABR kann niemand mit Füssen treten. Dann wäre es "Kindesentführung" o.ä. ..... das GS schon..... das ist eine Farce, wo die Gesetzesgeber m.E. versucht haben, die Zahlpapis für ne Weile " ruhig zu stellen.
Gewisse Gesetzesänderungen würden mit Sicherheit n bisserl was bewegen...... aber ob dies die Probleme grundsätzlich lösen würde, möchte ich bezweifeln !!

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#15
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 248x hilfreich)

Auch die liebe Teufelin wird sich mal über Nacht - wenn sie nicht grad dabei ist, sich Anerkennung zu verschaffen - einen "Plan", ausdenken, wie man die Gesetze gerechter machen könnte.

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#16
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

@ ARTiger

Eine Mutter, die kampflos ihre Kinder abgibt, fühlt sich nicht nur als Verliererin, und glaubt, man würde schlecht über sie denken.....ES IST LEIDER IN DER REALITÄT SO.
Sie wird als Rabenmutter behandelt(ohne, das man ihre wirklichen Gründe hierfür kennt?!). Sobald ich erzähle, das meine Kinder bei ihrem Vater leben, werde ich mit Fragen überhäuft(ob ich nicht fähig sei, Drogen nehmen würde etc.pp).....das schlechte Gewissen meinerseits kommt wieder mal durch....und im Prinzip liegt es nur an der Toleranz unserer Mitmenschen.....
Versuche ich dann, mich nicht ganz als Rabenmutter dastehen zu lassen(im Prinzip dumm, denn ich muß mich eigentlich bei niemandem entschuldigen), erkläre, das das ABR bei mir liegt, laut Gerichtsurteil die Kinder bei mir leben, mein Ex Mann mich seinerzeit gelinkt, ich, damit die Kinder nicht noch in weitere Kriege verwickelt wurden, still hielt, die Kinder somit nun bei ihm leben.....bin ich klar doch eine Rabenmutter, weil ich sie ja kampflos hab ihm überlassen.....(zudem gehört er nun zu denjenigen welcher die Unterhaltspflichtigen bis aufs letzte aussaugt).....
Was unsere Gesetze anbetrifft, denke ich auch, das es in erster Linier ein Umdenken der Menschen erfordert.....ein bisschen weniger "ich", ein bisschen mehr "wir"....aber andererseits frage ich mich, wie es in Zukunft wohl aussieht.....da unsere Kinder doch schon nach dem Prinzip"Ich hole mir, was ich kriegen kann......, soll er doch zahlen....etc."erzogen werden......armes Deutschland.....unsere Generation(bin 32) wurde seinerzeit noch anders erzogen(es gab auch weniger Trennungen,okay)....aber mal Hand aufs Herz....wer hätte mit 18 schon laut geschrien, "Hilfe, mir passt es bei meinen Eltern nicht mehr, will ausziehen, wieviel müssen sie für mich zahlen, wo kann ich es einklagen".......also mir wäre es niemals in den Sinn gekommen.....ich denke mit Graus darüber nach, wie egoistisch und auf Recht pochend unsere nächste Generation wohl sein wird......von uns erzogen, von uns vorgelebt....wir gehen ja mit besten Beispielen voran.....

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
hns
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 9x hilfreich)

Tja Merline,
Du hast leider Recht mit dem was Du schreibst. Meiner Ex wirft man auch vor, dass sie sich nicht darum bemüht hat, dass unser Sohn bei ihr lebt (was aber aus Krankheitsgründen problematisch wäre). Leider vergessen die Leute, die soetwas sagen, dass man ein Kind nicht teilen kann, besonders wenn eine grosse Distanz zwischen den Wohnorten liegt. Auf den Gedanken, dass Väter sich auch genau wie Mütter um ihre Kinder kümmern wollen kommen die meisten überhaupt nicht.

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#18
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Väter können sich aber genausogut kümmern.....ich gestehe es ihnen zu(auch wenn ich nicht ganz freiwillig meine Kinder ihm überlassen habe)....aber unsere Gesellschaft hat noch große Probleme mit so einer Situation.
Ich habe lange gebraucht, darüber hinwegzukommen, schließlich war ich 7 Jahre für meine Kinder tagtäglich da.....sie waren in meinem Bauch.....aber irgendwie geht auch das.....Väter müssen mit diesem Verlust auch klar kommen.
Aber mir wird auch gar nicht wenig vorgeworfen, wie ich nur mein eigenes Leben aufbauen konnte(und es war verdammt nicht leicht).....einer Mutter müssen die Kinder doch fehlen.....!!!!Natürlich fehlen sie mir.....aber ich frage dann auch immer, muß ich nun den Rest meines Lebens in der Ecke sitzen, und habe kein Anspruch mehr auf Leben, Spass und Freude?
Ich weiß, den Kindern geht es gut.......die Kinder wissen, sie können jederzeit zu mir....und wenn sie zu mir wollen, und das aus freien Stücken(ach....wie gerne täte ich sie auch beeinflussen, aber es würde doch nur ihnen schaden), werde ich kämpfen....wie eine Löwin.....Aber unsere Mitmenschen müssen insgesamt lernen, toleranter zu werden....dann haben auch sogenannte Randgruppen wieder mehr vom Leben.

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#19
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#20
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

@ Kanalmeister

Mit Deinem Satz, das es vielen besser geht als in der Ehe(finanziell), muß ich Dich unterstützen.....
(leider, leider gibt es aber auch viele Fälle in Deutschland, wo Kinder an Hunger leiden müssen......das sollten wir mal nicht vergessen).
Ich schrieb seinerzeit schon mal ein Posting, das eigentlich alle Frauen dumm sind, noch verheiratet zu sein(war ironisch gemeint).
Also eigentlich gehört der Satz so rum:
Keinem sollte es wesentlich besser gehen als zu Ehezeiten!!!!

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#21
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#22
 Von 
guest123-211
Status:
Praktikant
(624 Beiträge, 87x hilfreich)

Wie du so schön schreibst: Sie bekommt vom Sozialamt Geld. Warum wohl? Weil von 390 Euro schlecht zu leben ist. Ausserdem muss sie wohl nicht nur für sich selbst sorgen. Kinder kosten schließlich auch Geld. Mit Ernährung allein ist es nicht getan! Dazugerechnet wird noch Kleidung, Heizung, Fahrtkosten usw. usf.
Lass uns doch mal durchrechnen: Frau mit Kind 1390 Euro, sind also pro Nase 695 Euro. Der Mann hat 840 Euro allein.
Hallo!!!
Und, liebe Freunde, wenn ihr so gerne tauscht, dann tut's soch einfach!!

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Also als intakte Familie hatten wir gerade mal 200€ mehr zum leben, als dieses eben genannte Beispiel.....für 4 Personen....und mit Miete etc.....nur hat sich keiner von uns darüber beschwert......Es ging....
Nun hat mein Ex Mann 1500€ + 300€KG+482€KU+140 Betreuungskosten(vom Arbeitsamt) macht summa summarum:2420€...........
Mir bleibt der Selbstbehalt von 840€...........eine knapp 50 Stunden Woche, 180€ Fahrkosten.........und kaum noch was zum leben.........
Sowas denke ich, ist ungerecht.........
Und solche Fälle gibt es mitunter viele......aber beklagen tun sich dennoch die alleinerziehenden......anstatt erstmal zu überschlagen, das sie als Familie auch nicht wesentlich mehr hatten.
Also Amtsmeier.......ich würde gerne tauschen;-).......und weißt was?
Ich könnte es ja anders haben......aber ich will meinen Kindern keinen Krieg zumuten.......Ich bin froh, das es ihnen gut geht und punkt um.
Was mit mir ist, steht dabei hinten an.....
Schade, das die wenigsten so denken..........wie ich schon sagte:
Ein bisschen mehr wir und weniger ich.........Toleranz üben und leben........dann wären einige Diskussionen hier völlig überflüssig, und die meisten Gesetze auch

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

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#27
 Von 
andre00
Status:
Beginner
(95 Beiträge, 1x hilfreich)

nur mal um noch ein beispiel zu geben:
Meine Ex hat 2 mal 154.- kindergeld + 390.- KU + 200.- EU + 1000.- Gehalt (arbeitet halbtags). Das sind zusammen über 1700.-

Mir bleibt der SB. Dazu kommt dass sie gleich nach der Trennung mit ihrem neuen zusammengezogen ist und lediglich 200.- mietkosten hat.
D. h. Sie hat jetzt eigentlich mehr geld zu dritt (2 Kinder) als wir zu 4. hatten.
Da meine ich fördert doch der staat das verhalten der frau.
Bei otto-normal-familie ist doch meistens so, dass die frau sich die 3 jahre erziehungsurlaub nimmt und danach (wenn die kinder in den kindergarten gehen) wieder halbtags arbeiten geht. Doch bei einer Scheidung oder Trennung ist Sie auf einmal nicht mehr dazu in der Lage wegen der Betreuung des/r Kinder.
Ich meine dass der Gesetzgeber bewusst solche Gesetze gemacht hat. Dadurch liegen die Mütter nämlich dem Ex-mann auf dem Geldbeutel und nicht dem Staat.
Weiterhin meine ich, wenn die Schuldfrage wieder irgendeine Rolle spielen würde, hätten wir nur halb so viele Trennungen oder Scheidungen. Denn heute braucht sich die Frau ja keine finanziellen Sorgen zu machen.

Oft heisst es "zum wohl des Kindes"!!
Meine Ex hat sich von mir getrennt als die Kinder gerade mal 2 Jahre alt wahren (zwillinge) und ist sofort zu ihrem neuen gezogen. Der hat keinerlei bezug zu ihnen und sieht sie jeden Tag. Hier fragt der Gesetzgeber auch nicht nach dem Wohl der Kinder als Sie dem Vater entrissen worden.

Bis es "gerechtere" Gesetzte und Rechtssprechungen gibt, vergeht noch eine Weile. Aber ich bin echt froh dass es solche Foren wie dieses gibt. Weiter so.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
guest123-173
Status:
Schlichter
(7150 Beiträge, 1095x hilfreich)

--- Posting wurde vom Admin editiert

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 276x hilfreich)

Tja Kanalmeister......so gerecht, wie vieles in Deutschland, was?;-)

Ich denke, man darf bei dem ganzen wirklich nicht vergessen, das ganz ganz viele Deutsche am Rande der Armut leben(allerdings auch intakte Familien).......nur haben die keine Möglichkeiten, auf ihre Rechte zu pochen....

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 127x hilfreich)

Hallo an alle,

ich zitiere noch einmal Anna:

" Das ABR kann niemand mit Füssen treten. Dann wäre es "Kindesentführung" o.ä. ..... das GS schon..... das ist eine Farce, "


Das stimmt nicht Anna. Ex-Frau mit Kindern kann überall hinziehen, ohne den Vater zu fragen. Niemand bezeichnet das als Kindesentführung. Meines Erachtens ist das
gemeinsame ABR ebenso eine Farce.
Wenn die Ex-Frau mit den Kindern wegzieht, kann der Vater gar nix machen. Klagt er dagegen, bekommt SIE das alleinige ABR.

Interessant ist auch, dass das alleinige ABR einklagbar ist.
Obwohl das GEMEINSAME ABR gesetzlich verankert ist, ist dieses aber NICHT einklagbar.

Gruß,
nachgefragt

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