Titel oder Urkunde vorhanden ?

22. Februar 2009 Thema abonnieren
 Von 
cisnense
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Titel oder Urkunde vorhanden ?

Hallo,
ich benötige dringend Hilfe.....
Ich lebe in Spanien und habe eine Tochter aus 1. Ehe, die ende diesen Monats 18 Jahre alt wird.
Ich hab nun schon mehrmals gelesen, das ab der Volljährigkeit den Unterhalt beide Elternteile tragen. Kind geht noch zur Schule und lebt bei der Mutter.
Mutter ist der Meinung das sich die Unterhaltszahlung für mich erhöht und sie nichts zu zahlen hat ! Schließlich lebt das Kind ja bei ihr !
Ich selbst bin zum 2. Mal verheiratet und habe aus dieser Ehe eine 6 jährige Tochter.
Habe bereits schon sämtliche Unterlagen durchgesehen, ob evtl. ein Titel besteht.
Hab bis heute immer regelmäßig und pünktlich gezahlt !

Das einzigste was gefunden habe, ist ein Protokoll von der Scheidung, wo folgender Absatz geschrieben steht:
"Die Parteien sind sich darüber einig, daß die Unterhaltszahlungen bei Veränderungen des Einkommens des Antragsgegners bzw. bei Veränderung der Düsseldorfer Tabelle abgeändert werden kann.!

Ist dies ein Titel ?

Falls nicht, kann mir jemand sagen, wie ich heraus bekommen kann, ob ein Titel oder eine Urkunde existiert ? Für mich ist es wichtig zu wissen, falls ein Titel oder Urkunde existiert, ob diese zeitlich begrenzt ist.
Bin ziemlich verzweifelt, da ich keine Unterlagen finde und ich nicht weiß wo ich Auskunft bekommen kann.

Jetzt schonmal vielen Dank.
Lg cisnense

-- Editiert von cisnense am 22.02.2009 14:05

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo cisnense,

ein Titel könnte ein Urteil sein, eine Jugendamtsurkunde oder eine notarielle Urkunde, in der der Unterhalt für das Kind festgelegt wurde.

Wurde im Scheidungsurteil der KU festgelegt?

Eine Jugendamtsurkunde oder notarielle Urkunde hättest du unterzeichnen müssen.

Wie wurde die Unterhaltshöhe bisher festgelegt?


Grüße

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#2
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2162 Beiträge, 279x hilfreich)

Mutter hat gar nix mehr zu meinen, die Tochter hat den Unterhaltsanspruch gegen beide Elternteile durchzusetzen, der Unterhalt ist an die Tochter zu zahlen. Schreib doch deine Tochter mal direkt an (bald!) und fordere Auskunft zur Unterhaltsberechnung.
Das Kindergeld (164 €) ist voll auf den Bedarf der Tochter anzurechnen, die Mutter muss ebenfalls zahlen, wie sie im Innenverhältnis das mit ihrer Tochter regelt, steht auf einem anderen Blatt.

Wurden im Urteil keine Beträge für den Unterhalt festgelegt? Nie eine Anpassung vorgenommen? Aus dem oben von dir zitierten Satz kann man auf keinen Titel schließen.


-----------------
"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

-- Editiert von KuschelbaerR am 22.02.2009 14:11

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#3
 Von 
cisnense
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

wie bereits schon geschrieben, habe ich nur ein Protokoll von der Scheidung gefunden, indem gleichzeitig auch der Unterhalt geregelt wurde.
Ich wurde damals zu einer Auskunftsklage nach Deutschland geladen bzw. ich war der Meinung es ginge um die Scheidung. Da die Richterin so nett war und meinen langen Anreiseweg berücksichtigte, hat sie gleich die Scheidung mit vorgenommen.

Ich zitiere noch einen anderen Absatz in dem Protokoll:
"Ich erkenne an, daß ich für die Tochter nach der Gruppe 2 der Düsseldorfer Tabelle Unterhalt schulde unter Berücksichtigung des hälftigen Kindergeldanteils."

Dies ist aber nun wirklich alles, was schriftlich geschrieben steht bzgl. des Unterhaltes. Ich habe bis jetzt immer pünktlich die nächst höhere Stufe bezahlt, (immer Stufe 2) wenn sie fällig war. Beträge wurden nicht schriftlich festgelegt. Nun weiß ich leider nicht wie ich mich verhalten soll, da meine Ex der Meinung ist, ich müsste mehr bezahlen und ich andererseits gelesen habe, das der Unterhalt nun geteilt bzw. Anteilig aufgeteilt wird.
Da ich in Spanien lebe und über keine Rechtsschutz in Deutschald verfüge, möchte ich nichts unüberlegtes tun, was nachher vielleicht zu wahnsinnigen Kosten führt.

Lg
cisnense

-- Editiert von cisnense am 22.02.2009 14:28

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2162 Beiträge, 279x hilfreich)

quote:
"Ich erkenne an, daß ich für die Tochter nach der Gruppe 2 der Düsseldorfer Tabelle Unterhalt schulde unter Berücksichtigung des hälftigen Kindergeldanteils."


Also doch ein Titel. Damit wäre der Unterhalt pfändbar.

Du müsstest die Herausgabe des Titels bzw. in diesem Fall den Verzicht auf die Ansprüche daraus verlangen und gleichzeitig eben mit der Tochter in Kontakt treten, um den Unterhalt neu zu berechnen.
Wenn sie Ende des Monats volljährig wird, dann ist bereits der Unterhalt für März auf das Konto der Tochter zu zahlen, nicht mehr an die Mutter!

Lies dir das mal durch: Unterhalt volljährige Kinder

-----------------
"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

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#5
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 389x hilfreich)

Hallo cisnense,

eine schriftliche Festlegung des Unterhalts im Scheidungsurteil ist m.E. ein Titel.

Allerdings scheint im Urteil keine Befristung auf die Vollendung des 18.Lebensjahres festgeschrieben zu sein.

Dann bliebe dir im Falle, dass die Tochter keiner Neuberechnung zustimmt, nur der Weg einer Abänderungsklage, um eine Neuberechnung zu erreichen.

Wie ist denn der Kontakt zur Tochter?

Wäre da kein Gespräch möglich?

Tatsächlich sind ab Volljährigkeit beide Elternteile barunterhaltspflichtig anteilig nach Leistungsfähigkeit.

Die KM könnte ihren Anteil zwar mittels Kost und Logis erbringen, rechnerich würde er sich dennoch auf die Höhe deines Anteiles auswirken.

Wurde dein zweites Kind bei der Unterhaltsberechnung schon mit einbezogen?


Grüße

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#6
 Von 
cisnense
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo KuschelbaerR und Haselstrauch,

vielen Dank für die schnellen Antworten.
Meint Ihr es hat Sinn sich mit dem Gericht in Verbindung zu setzten, ob das Urteil befristet ist ?

Der Kontakt zur Tochter ist nicht so sehr gut, da die Entfernung uns ziemlich entfremdet hat und auch die Mutter jedemenge dazu beigetragen hat.
Mutter und Tochter halten zusammen wie Pech und Schwefel !
Hab mir schon vorgenommen ab März den alten Betrag auf das Konto meiner Tochter zu überweisen.
Das Urteil ist aus dem Jahr 1998 und seitdem wurde keine neue Berechnung mehr durchgeführt. Mein zweites Kind (6 Jahre alt) wurde von daher noch nicht mit einbezogen.

Kann man eine Abänderungsklage ohne Anwalt durchführen ?
Falls ja, wo muss ich fortfahren?
Wie bereits schon erwähnt habe ich keine Rechtschutz !

Irgendwie ist das alles ziemlich kompliziert und dazu kommt noch das ich mich im Ausland befinde und nicht mal eben persönlich mit ihr sprechen kann.

Lg
cisnense

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