Tochter 16 J. Schwanger zieht mit freund 33 J. zusammen. besteht Unterhaltspflicht?

19. März 2015 Thema abonnieren
 Von 
tessa s
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 3x hilfreich)
Tochter 16 J. Schwanger zieht mit freund 33 J. zusammen. besteht Unterhaltspflicht?

unsere Tochter ist 16 Jahre (Schwanger) und will nun mit Ihrem Freund 33 Jahre zusammenziehen.
dieser ist Berufstätig ! verdient Netto ca. 1700 €
jetzt kam die Frage auf ob wir als Eltern Unterhaltspflichtig sind.
dazu gibt es Gedankenansätze!
ja da das Kind noch nicht Volljährig ist
Nein da dies einer Eheähnlichen Situation entspricht....
es gibt noch mehr Ansätze für ja und Nein.....
2 telefonate mit dem zuständigen Jugendamt
ergaben beide Fälle ! der eine Mitarbeiter sagte ! Ja Beide Eltern sind voll Unterhaltspflichtig! bis zum ende einer Berufsausbildung..... (nun dies kann dauern jetzt kommt erst mal ein Baby und kein Schulabschluß)
die Mitarbeiterin meinte Nein da dies eben solch einen Fall ergäbe Eheähnlich! der Kindsvater ist voll und Alleine für Mutter und Kind Unterhaltspflichtig.

Bitte nicht Falsch verstehen! Natürlich werden Wir unsere Tochter Unterstützen und es gab auch keine großen Konflikte deswegen.... nur ein kurzer Schock und dann das besprechen der Situatiion. aber dies war unserer Tochter schon zuwider das jetzt Funkstille herrscht undeben andauernd nur noch die Unterhaltsfrage uns um die Ohren fliegt.
Tochter und Freund reden uns nur noch darauf an wegen Unterhaltsleistungen. Da würden wir gerne Fundiert Antworten.

Danke schon mal Tessa S.

Notfall oder generelle Fragen?

Notfall oder generelle Fragen?

Ein erfahrener Anwalt im Familienrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Familienrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



68 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

Mannomann, da habt Ihr ja ganz schön Probleme.

Ob Ihr es wollt, dass die Tochter mit dem Mann zusammen zieht, das ist eine Sache. Bei einem doppelt so alten Lover habe ich da erhebliche Probleme, Ihr wahrscheinlich auch. Aber das scheint sich nun mal anzubahnen.

Der Kindsvater ist nicht nur für das Kind, sondern auch für die Schwangere verantwortlich. Erst nachrangig kommen die Eltern dran. Also, der glückliche Vater muss für beide sorgen, für den Säugling und die junge Mutter.

Haltet ihr die Tür offen! Ihr und dem Enkelkind. Denn sowas gehlt sehr selten lange gut.

wirdwerden

4x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Ihr minderjähriges Schulmädchen ohne Abschluss lässt sich von einem mehr als doppelt so alten Mann am Rande der Strafbarkeit schwängern, verlässt das Elternhaus und hat ganz erkennbar wenig bzw. gar keine Zukunftsperspektiven. Ihr erster Gedanke gilt dann dem Geld, dass Sie womöglich in Höhe von wenigen 100€ zahlen müssten und dann ja sowieso zu Hause einsparen? Glückwunsch zu dieser erfolgreichen Elternschaft. :augenroll:

Sie sollten den Umzug zum Freund auf jeden Fall verhindern, augenblicklich das Jugendamt zu Mutter/Kind-Heimen befragen und sich bestenfalls auch bei einem Fachanwalt für Familienrecht beraten lassen.

Und ja, im groeßn und ganzen dürfen Sie sich auf eine Zahlungverpflichtung bis zum ersten erfolgreichen Berufsabschluss des Kindes einstellen. Sieht so aus, als könnte das länger dauern. Wenn Sie das Kind jetzt zum Freund ziehen lassen, dauert es wohl noch länger. Solange die beiden nicht verheirtet sind (eheähnlich oder sowas gibt es nicht) dürfen Sie auf jeden Fall schön fleißig überweisen, solange das Kind noch minderjährig ist. Und auch danach wohl noch, solange das Kind nur irgendwo an irgendeiner Schule angemeldet ist.

Und es kommt noch besser:
Als Großeltern sind Sie auch für das Enkelkind zuständig, wenn der stolze Papa mit dem Netto von 1700€ nicht alle drei über die Runden bringen kann oder auch einfach noch ein Geschwisterkindchen nachlegt. Ganz lustig wird es, wenn er den Job schmeißt, um das Kind selber zu betreuen. Das wäre völlig legitim und würde Ihr Konto für die nächsten 5 Jahre auf das aboslute Minimum schrumpfen lassen.



-- Editiert von Hafenlärm am 19.03.2015 13:25

3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
amtsmeier
Status:
Schüler
(261 Beiträge, 167x hilfreich)

Unterhaltspflichtig für Mutter und Kind ist zuallererst einmal der Kindesvater, umso mehr, wenn die "kleine Familie" zusammenlebt.
Ich würde das an Ihrer Stelle ganz entspannt auf mich zukommen lassen.
Übrigens sind die Eltern des Kindesvaters genau so in der Pflicht, wenn dieser seiner Unterhaltsleistungen nicht nachkommt. In dem Moment, in dem Sie dazu aufgefordert warden, müssen auch die "Schwiegereltern" ihrer Tochter die Karten auf den Tisch legen.

4x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 992x hilfreich)

@ Hafenlärm

Wie wäre es mit weniger Polemik als konstruktive Hilfe? Aber offensichtlich ist der Nick ja wohl Programm; offensichtlich sind Sie der typische "alter Knacker", der über andere gern lästert. Und nebenbei: wie alt der Kindsvater ist, ist total am Thema vorbei.

@ wirdwerden

Das gleiche gilt für dich; wieso erst das Thema des Alters? Was wäre gewesen, wenn der Mann 20 wäre? Kann echt nur den kopfschütteln...

Zum Thema
Amtsmeier hat es auf den Punkt gebracht; wobei das Thema Schwiegereltern und Zahlung auch so eine Sache sind.

4x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
amtsmeier
Status:
Schüler
(261 Beiträge, 167x hilfreich)

[quote=asd1971
@ wirdwerden
Das gleiche gilt für dich; wieso erst das Thema des Alters? Was wäre gewesen, wenn der Mann 20 wäre? Kann echt nur den kopfschütteln...
Hast du wirdwerdens ganzen Beitrag gelesen? Vermutlich nicht. Sie hat die rechtliche Lage nicht minder erklärt.
Es sind ganz einfach Erfahrungswerte: wenn ein annähernd doppelt so alter Mann nichts Besseres zu tun hat, als erst mal von den Eltern Unterhalt zu fordern, sieht es mit der Verantwortlichkeit nicht zwingend vorbildlich aus.
Und da ist es einfach immens wichtig, dem eigenen Kind die "offene Tür" zu signalisieren für sie und das Enkelkind.

4x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Capitano
Status:
Lehrling
(1185 Beiträge, 497x hilfreich)

Zitat (von Hafenlärm):
Ihr erster Gedanke gilt dann dem Geld, dass Sie womöglich in Höhe von wenigen 100€ zahlen müssten und dann ja sowieso zu Hause einsparen?


Hallo Hafenlärm,

hast du den Eingangstext überhaupt gelesen?


Gruß,
capitano

3x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
wie alt der Kindsvater ist, ist total am Thema vorbei.

Falsch. Bei dieser Alterskonstellation entsteht ganz automatisch der Anfangsverdacht eines Offizialdeliktes. Das ist ja wohl immer relevant. Und ungeachtet unmittelbarer rechtlicher Auswirkungen entspricht es wohl einfach den offenbar an einigen Usern vorbeigegangenen allgemeinen Lebenserfahrungen, dass Teenie-Mütter und deren Kinder eine vergleichsweise weniger rosige Zukunft vor sich haben und ein so krasser Altersunterschied nun wenig stabilisierend auf die sozialen Verhältnisse wirkt, was wiederum den Berufsabschluss in ewige Ferne rücken lässt.

Zitat:
Wie wäre es mit weniger Polemik als konstruktive Hilfe?

Was ist denn an dem dringenden Rat, das Mädel in einem Mutter/Kind-Heim unterzubringen und sich bei einem Fachmann beraten zu lassen nicht konstruktiv genug. Die Großeltern sollen also leiber auf einen Rat aus einem Internetforum vertrauen und dann die Füße hochlegen? Sobald die Unterhaltsklage kommt, wird das ordentlich teuer. Der Rat von amtsmeier ist nämlich jedenfalls in dieser pasuchalen Version nicht unbedingt zutreffend.

Zitat:
Amtsmeier hat es auf den Punkt gebracht

Das macht doch neugierig. Wo findet sich denn eine gesetzliche Grundlage, die der Mutter aufgrund "eheähnlicher Zustände" einen Unterhaltsanspruch gegen der Vater zukommen lässt? Dieses Wort taucht im Gesetzt nirgendwo auf und eine solche familiäre Situation ist dort auch nicht wirklich berücksichtigt. Vielmehr nennt das Gesetz ausdrücklich die Möglichkeit, dass der Vater die nächsten 3+ Jahren den Job leigen lässt und sich um das in seinem Haushalt lebende Kind kümmert. Die Mutter meldet sich in der Zwischenzeit an irgendeiner beliebigen Schule an und hat bis zur Volljährigkeit sowieso weitgehende Narrenfreiheit.Und wer darf dann sowohl Töchterchen als auch Enkelkind finanzieren, wenn der stolze Papa Geld vom Staat bezieht?

3x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
tessa s
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 3x hilfreich)

Nun erst mal Danke für die Antworten!

Gut es ist natürlich für Außenstehende vielleicht befremdlich
16 Jahre alte Tochter 33 Jahre alter Mann usw.....
Wir hatten als die Beziehung bekannt wurde uns auch Rat beim Jugendamt gesucht...
das Fatale an der Geschichte unsere Tochter war bislang ein Engel... keine Exzesse, kein Alkohol, nichts dergleichen
Sie war eine Mustertochter um es mal so zu nennen. dann kam dieser Nette (Augenscheinlich 20-24 Jährige) Freund.
auch Dieser steht ansich mitten im Leben (soweit Wir das beurteilen können)
aber dies sind alles nur Pers. Eindrücke!

Ich erhoffte mir hier ein Fachpublikum !
oder jemanden der solch einen Fall kennt oder sogar betreut....

Nochmals Danke aber schlauer bin ich jetzt auch nicht! Wir lassen das von Rechtwegen prüfen!

3x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
Ich erhoffte mir hier ein Fachpublikum !

Das finden Sie hier aber eigentlich nicht, sondern nur lauter persönliche Meinungen. Hier kann man Sie nur auf offensichtliche und gemeinhin bekannte rechtliche Regelungen hinweisen, wie etwa die Unterhaltspflicht bis zum ersten Berufsabschluss und die grundsätzliche Bedeutungslosigkeit "eheähnlicher" Lebensgemeinschaften. Das soll im Ergebnis bedeuten, dass die Tochter klagen kann, wenn Sie denn möchte. Da ich erstmal nichts sehe, was dem Unterhaltsanspruch zwingend im Wege steht, könnte sie damit auch Erfolg haben. Auf den Rat des Jugendamtes oder eines Forumusers hier würde ich mich bestimmt nicht ausruhen wollen. Juristische Beratung beim Anwalt ist da eigentlich dringend angesagt. Wenn die Tochter nämlich unbedingt will, wird sie wohl auch bekommen.

Sie schreiben, dass Sie die Tochter selbstverständlich unterstützen wollen. Gut, dann tun Sie das doch. Dann müssen Sie sich auch keine weiteren Gedanken um die rechtliche Lage machen. Es sollte nur klar sein, dass das dann auch 500€ für die Tochter plus 200€ für das Baby werden können. Dafür sparen Sie dann im eigenen Haushalt ein, wenn die Tochter nicht mehr da ist.

4x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 992x hilfreich)

@ amtsmeier

Ich halte es durchaus für ein Armutszeugnis, wenn gewisse Leute (darunter auch manchmal wirdwerden) sich hinreißen lassen über ein Thema emotional, statt rational zu antworten.

Im Gegensatz zu dir (vorbildlich) ist es den anderen nicht möglich gewesen; damit verwässert man alles - oder sorgt dafür, dass Hilfesuchende einfach abhauen;

Was das Alter betrifft: dies hat hier keine Bedeutung; dies könnte genauso gut vom 20 jährigen kommen;

@ Hafenlärm
Ich wäre vorsichtig mit falsche Anschuldigungen; wo ist denn deine Meinung nach der Anfangsverdacht gerechtfertigt? Kennst du etwas das BGB nicht? Oder erklär uns mal, was gesetzlich gegen dieser Art von Beziehung entgegenspricht?
Deine moralische Meinung ist dabei übrigens total irrelevant.

Wenn du nicht damit klar kommst, dass es Menschen gibt, die deinen moralischen Vorstellungen nicht entsprechen, solltest du eher Hilfe suchen.

Und lies mal § 1615 l BGB . Echt, soviel geschwaffel, und trotzdem so wenig haltbares... :respekt:

3x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
amako
Status:
Student
(2566 Beiträge, 1412x hilfreich)

Hallo,
als Unterhaltsanspruch der jungen Mutter kommt hier Betreuungsunterhalt in Frage, allerdings erst 6 Wochen vor und dann nach der Geburt.
Unterhaltsanspruch gegen die Eltern wäre mit dem Angebot von Kosten und Logis bei den Eltern abzugelten.
Mal abgesehen von den strafrechtlichen Aspekten (scheint mir nicht gegeben) ist es schon höchst verantwortungslos von einem erwachsenen Mann ein 16-jähriges Kind zu schwängern (ihm sollten zumindest die Folgen ungeschützten GV bewusst sein) und dann noch evtl. Unterhalt einkassieren zu wollen. Ich rate den zukünftigen Großeltern dringend an das JA aufzusuchen und zwar nicht wegen der offenen Unterhaltsfrage sondern wegen des zukünftigen Verhaltens ihrerseits. Ich für meinen Teil würde meine Zustimmung zu dem Zusammenzug verweigern.
Gruß
Andreas

4x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Capitano
Status:
Lehrling
(1185 Beiträge, 497x hilfreich)

@ asd1971,

nun ja, der von dir zitierte § 1615 l BGB untermauert aber das, was Hafenlärm schrieb.
Dazu muss man allerdings alle 4 Absätze lesen.
Interessant ist nämlich, was im Absatz 4 steht, und dann kommt Absatz 3 ggf. auch wieder zum Tragen....

Gruß,
capitano


3x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
Ich halte es durchaus für ein Armutszeugnis, wenn gewisse Leute

... den Mund aufmachen, obwohl Sie erkennbar keinen Plan haben und aus nicht ersichtlichen Gründen unbedingt die Beziehung einer minderjährigen Schülerin mit einem mehr als doppelt so alten Mann gutheißen wollen und dann auch noch der Meinung sind, anderen Usern hier Ihre Einstellung zu solchen Beziehungen aufschwatzen zu müssen. Jeder halbswegs gescheite Mensch und wohl die breite Masse der deutschen Gesellschaft empfindet solche Konstellationen im Allgemeinen als "unschick", und das wohl nicht ohne Grund. Für den von außen auf die minderjährige Tochter einwirkenden Herren lässt sich zweifellos, spätestens mit der Schwangerschaft, über eine Kindeswohlgefährudn nachdenken. Hierfür spricht nun umsomehr, dass dadurch jetzt der Bruch mit Schule und Elternhaus vorerst besiegelt wurde. Das darf man dann durchaus auch mal akzeptieren.

Zitat:
wo ist denn deine Meinung nach der Anfangsverdacht gerechtfertigt? Kennst du etwas das BGB nicht?

Ich muss das BGB überhaupt nicht kennen. Es reicht mein Wissen darüber, dass strafrechtliche Tatbestände deren mögliche Erfüllung einen Anfangsverdacht begründen, doch wohl in aller Regel im StGB weitgehend abschließend definiert sind, was jedenfalls für das Sexualstrafrecht gilt. Weitere Spekulationen darüber sind nicht zielführend, da man hierfür die Einzelheiten und vor allem den Beginn der Beziehung kennen müsste. Außer Acht lassen sollte man dieses Aspekt wohl kaum. Vor zwei (oder drei) Jahren wäre der gute Mann mit dieser Geschichte noch todsicher im Knast gelandet. Da ist es dann auch geal, was für eine coole und vermeintlich liberale Auffassung einige User hier von solchen Beziehungen haben.
Im BGB hingegen ist interessanterweise geregelt, dass die Tochter bis zur noch nicht gegebenen Volljährigkeit unter der alleinigen Erziehungsgewalt der Eltern steht, denen auch wirksame Verbotsmittel an die Hand gegeben werden, um solche "Störer" wie den dreißigjährigen Lover vom Kind fernzuhalten. Außerdem geht dieses hier offenbar sehr geschätzte BGB wie selbstverstädnlich davon aus, dass Kinder bis 18 bei den Eltern wohnen.
Mal was zum Rechnen: Wenn es doch so üblich ist, dass man mit 16 das Kind eines 33-jährigen bekommt, könnte Mann altertechnisch auch breits der Vater des Mädchens sein und nun Großvater werden. Welche Chancen man damit wohl in der Mitte der Gesellschaft hat? Hieraus ergibt sich kein Automatismus für eine Kindeswohlgefährung, zweifellos nicht. Aber das eine kommt dann gerne mit dem anderen zusammen. Oder anders gefragt: Wer hier kennt ein Kind, das unter solchem Umständen glücklich groß geworden ist?

Zitat:
Und lies mal § 1615 l BGB . Echt, soviel geschwaffel

Genau das ist das Problem. Viel Geschwafel und der §1615l soll ungelesen für alle Probleme herhalten. Das Problem ist, dass dieser nicht ohne weiteres auf den oben geschilderten Sachverhalt zugunsten der Großeltern anzuwenden ist, wenn das junge Elternpaar denn unbedingt Unterhalt abgreifen will. Um das zu verstehen, müsste man den § jetzt aber auch mal ganz lesen und dann noch verstehen. Einzelheiten dazu erspare ich mir jetzt lieber.
Ich sehe, dass mir lieber nahe gelegt wird, mir Hilfe zu suchen. Da endet das Gespräch dann.
Hat mich gefreut.
Rat an zukünftige Leser: Den Unsinn da ignorieren uns Rechtsanwalt/JA aufsuchen.

Zitat:
wäre mit dem Angebot von Kosten und Logis bei den Eltern abzugelten.

Meines Erachtens nicht, wenn die Eltern dem Auszug doch zustimmen (was wohl schon der erste Fehler ist). Bei einem eigenen Kind drängt sich auch der Gedanke auf, dass ein Verbleib in der Wohnugn sowieso nicht möglich ist, das wäre am Einzelfall zu prüfen. Die ELtern haben es ja offenbar auch nicht geschafft, das Mädchen auf die wirklich richtige Bahn zu bringen. Unter diesen Umständen ist der Auszug wohl angebracht, aber nicht zum Freund. Ich möchte hier nochmal die Option mit dem Mutter/Kind-Heim vorschlagen. Die Erlaubnis für den Umzug zum Freund ist mit der Abschiebung des Kindes in eine wenig geheißvolle Zukunft gleichzusetzen. Kommt das minderjährige Mädchen da dennoch unter, ist zweifellos das JA darüber regelmäßig zu unterrichten. Sowieso wird für das Baby ja eine Pflegschaft notwendig, die so gut wie automatisch beim JA liegt.

3x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
amtsmeier
Status:
Schüler
(261 Beiträge, 167x hilfreich)

Zitat (von tessa s):

Ich erhoffte mir hier ein Fachpublikum !
oder jemanden der solch einen Fall kennt oder sogar betreut....
Nochmals Danke aber schlauer bin ich jetzt auch nicht! Wir lassen das von Rechtwegen prüfen!
Dies hier ist explizit ein Laienforum, das ist hier überall nachzulesen.

Wenn hier jemand einen solchen Fall fachlich kennt und betreut, wird dieser jemand den Teufel tun und dies veröffentlichen. "Verschwiegenheitspflicht" ist Ihnen bekannt? Ich würde empfehlen, doch den einen oder anderen Taler zu riskieren und einen Advokaten einzubinden.

3x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

Ganz so pessimistisch schätze ich die juristische Lage nicht ein. Nach dem BGB haben die Eltern immer noch das Wahlrecht, ob sie dem Kind ein Heim anbieten (also freie Kost, Logie) oder aber ob sie die auswärtige Unterkunft finanzieren, sogar bei Volljährigen, dann doch erst recht mein Minderjährigen. Solange, wie die Tochter aus freien Stücken auszieht, meine ich, dass die BGB-Regelung greift.

Selbstverständlich hat die werdende Mutter einen Anspruch auf "Ihr" Kindergeld. Dazu kommt dann noch Elterngeld. Es ergibt sich dann nachfolgende Berechnung:

1700 € Verdienst Vater, plus zwei mal 184 € Kindergeld, plus 300 € Elterngeld. Die junge Familie hat dann 2.370 € zur Verfügung.

Abgesehen davon kann die junge Mutter bis zur Geburt ohnehin zur Schule gehen, und auch danach relativ schnell wieder anfangen bzw. weitermachen. Gibt genug junge Mütter, in vergleichbarer Situation, die das sogar ohne ein Wiederholungsjahr schaffen.

Wichtig ist also rein taktisch als erster Schritt: bietet der werdenden Mutter die Naturalien an, schriftlich. Also, komm nach Haus zurück, wohne hier, wir helfen Dir. Und dann sieht man weiter.

Und stellt unmissverständlich schriftlich klar, dass der Auszug gegen Euren Willen geschieht. Gebt kein Einverständnis!

wirdwerden

-- Editiert von wirdwerden am 20.03.2015 09:04

3x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
amako
Status:
Student
(2566 Beiträge, 1412x hilfreich)

Hallo,
ich denke auch, dass die Unterhaltsfrage eher eure kleinste Sorge sein dürfte. Unterhalt bietet ihr wie gesagt in Form von Kost und Logis an.
Viel mehr sorgen solltet ihr euch über die Zukunft eurer Tochter . Ihr bleibt weiterhin sorgeberechtigt für euer minderjähriges Kind. Das ist auch eine Verpflichtung!
Auch über das Sorgerecht eures zuständigen Enkelkindes solltet ihr euch Gedanken machen. Wenn nur ein Elternteil minderjährig ist und der andere schon 18 Jahre alt ist, so fällt das elterliche Sorgerecht auf den volljährigen Elternteil. Das Familiengericht kann einen Ergänzungspfleger bestellen, wenn es Zweifel an der Eignung des volljährigen Elternteils hat und das Wohl des Kindes nicht gesichert scheint. Ihr braucht dringend die Unterstützung des Jugendamtes bzw. von Institutionen zur Familienberatung (ProFamilia etc.). Wenn ihr Zweifel an der Eignung des KV haben solltet, rate ich dringend zu einem entsprechenden Schritt.
Gruß
Andreas

3x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 992x hilfreich)

@ Hafenlärm

Das alles was du bringt ist Stammtischgeschwafel; es ist total irrelevant was DU meinst, sondern was gesetzlich erlaubt ist; und dass eine 16 jährige mit einem älteren zusammensein darf, ist seit Jahren der Fall. Versuche mal etwas Sport zum ausgleich, statt dich um ein Thema zu kümmern, dass dich nichts angeht;

Und wenn die Eltern - nach deren Meinung - es in Ordnung finden, dass die Tochter (sie ist 16) beim Lover zu lassen, dann ist das auch deren Entscheidung und nicht deine; unabhängig davon, dass die Tochter sich mündig sprechen lassen kann, was in der heutigen Zeit auch 1000fach passiert.

Und nochmals, das war nicht das Thema (was auch gesetzlich erlaubt ist);

Die Frage war, ob Unterhaltsansprüche begründet sind; ob dabei der Mann 33, 50 oder 18 ist, ist dabei unerheblich;

Das ist der Grund weswegen viele Foren dann meiden; weil Klug*******r wie du der Meinung sind ihre eigene Meinung kundtun zu müssen, obwohl dies nicht mal zum Thema gehört; und das ist das Armutszeugnis;

Und nebenbei: ich habe zum Thema geschrieben; bei dir bleibt es lediglich bei Polemik;

3x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

@ amako: es ist nicht zutreffend, dass die elterliche Sorge automatisch an den volljährigen Vater fällt. Bei minderjährigen Müttern ist immer durch Gerichtsentscheid ein Vormund zu bestellen. Diese Vormundschaft ist befristet für die Zeit bis die junge Mutter volljährig wird.

wirdwerden

3x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Capitano
Status:
Lehrling
(1185 Beiträge, 497x hilfreich)

@ asd1971

na ja, so ganz auf der Sach-Ebene bist du ja gerade nicht mehr unterwegs, oder? ;-)

Nach diversen Beiträgen von Hafenlärm, nehme ich an, dass sie / er Jugendamtsmitarbeiter/in oder
ähnliches ist. Hafenlärms Sicht ist meines Erachtens geprägt in Richtung Jugendschutz.
Das ist ja auch gut!
Manchmal liegt Hafenlärm auch nicht ganz korrekt mit der Rechtsprechung,
gern überinterpretiert Hafenlärm zu Gunsten der Kinder / Jugendlichen. Daher auch meine
oben genannte Vermutung.
Es hilft, wenn man die Sichtweise eines anderen besser einordnen kann.
Schade finde ich es, wenn einer für sich in Anspruch nimmt, selbst alles am besten zu wissen.


Gruß, capitano

3x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 992x hilfreich)

@ capitano

Du hast insoweit recht, weil es mir ziemlich auf den Keks geht, wenn jemand seine Meinung vertritt, und dabei gleichzeitig die rechtliche Sachlage soweit uminterpretiert, damit er/sie recht hat; unabhängig davon, dass Hafenlärm sogar ein Delikt erkennen mag; es ist nunmal erlaubt, dass 16 jährige sich mit Älteren treffen und schnackseln;

Jugendschutz hat hier genau genommen keinen Platz; wurde die Tochter mißbraucht? Nein; war es einvernehmlich? ja.

Insofern ist damit das Thema abgeschlossen.

Und nebenbei: Verhütungsmittel sind nie 100 % sicher. Es kann hierbei ein Unfall gewesen sein; es kann sogar sein, dass die Tochter ein Kind wollte; das hat aber wiederum mit dem Alter des Erzeugers wiederum in keinster Weise etwas zu tun;

3x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
amako
Status:
Student
(2566 Beiträge, 1412x hilfreich)

Hallo,
der Vater erhält das Sorgerecht entweder durch Sorgerechtserklärung vor dem JA (hier müssen die Eltern der minderjährigen zustimmen) oder per Antrag beim Familiengericht (§1626a (2) BGB .
Gruß
Andreas

3x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Aining
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 20x hilfreich)

Kann zwar keine rechtliche Information dazu beitragen, aber habe einen ähnlichen Fall persönlich bei meiner besten Freundin miterlebt. Sie hat sich damals mit 17 von ihrem "Freund", 28 Jahre, mit dem sie geschätzte 2 Monate zusammen war, schwängern lassen....
Ihre Schule konnt sie damals grad so mit nem Hauptschulabschluss zuende machen, mit 18 bekam sie das Kind. Hat natürlich finanzielle Hilfe vom Staat bekommen....usw und natürlich alles allein bezahlt, während ihr lieber Herr Ehemann, zwar arbeiten ging, aber das Geld nebenbei rechts und links ausgegeben hat, und auch öfter in den Automaten geworfen hat.
Das Ende vom Lied: 3 Monate nach der Geburt hat er sich ausm Staub gemacht, vorher ihr Konto leer geräumt.....haben nachher erfahren, dass er in Wirklichkeit privatinsolvent war, 2 uneheliche Kinder bereits hatte, für die er keinen Unterhalt gezahlt hat, ebenso wenig für die Kleine von meiner Freundin und joa.....hat ihr noch paar unbezahlte Rechnungen hinterlassen, welche sie abstottern musste usw usw... riesen Dilemma war das...

Was ich damit sagen will, wenn ich solche Geschichten lese oder von anderen höre.....wird mir einfach nur schlecht...
ich hoffe eurer Tochter bleibt solch eine Erfahrung erspart..

3x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
Nach dem BGB haben die Eltern immer noch das Wahlrecht

Dieses Wahlrecht haben die Eltern jetzt aber nunmal dahingehend ausgeübt, dass sie dem Kind den Auszug gestatten. Meiner Meinung nach zweifellos ein Fehler, jedenfalls wenn es dann zum Freund geht. Ändert aber nichts daran, dass das Wahlrecht damit futsch ist. Meiner Meinung nach kann man das nicht täglich nach Belieben neu ausrichten. Wobei ich das jetzt aber sowieso so verstanden habe, dass die Tochter im Moment noch bei den Eltern lebt.
Auch ohne vorherige Erlaubnis hat dieses Wahlrecht seine Grenzen. Und bei einer jungen Mutter, die dann ihre eigene kleine Familie hat, sehe ich keine Möglichkeit, die Tochter mit Kind lange im Elternhaus zu behalten, wenn sie raus will.
Und ob die Großeltern wirklich so viel mehr sparen würden und bessere Nerven hätten, wenn das Teeniemutter mit Baby bei Ihnen lebt?

Das mit der Möglichkeit eines Schulbesuchs und dem Einkommen des Vaters klingt toll und wäre wohl auch umsetzbar. Mich beschleicht aber das Gefühl, dass das hier am Wollen der Akteure scheitern wird. Und den guten Willen kann man denen nichtmals rechtlich aufzwingen. Wenn die beiden wollen, machen Sie den Großeltern das Leben zur finanziellen Hölle.

Zitat:
unabhängig davon, dass die Tochter sich mündig sprechen lassen kann, was in der heutigen Zeit auch 1000fach passiert.
:party:

3x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17802 Beiträge, 8067x hilfreich)

@capitano,
ich halte es für ausgeschlossen, dass ein Mitarbeiter eines Jugendamts der Fragestellung nach vorschlagen würde, die werdende Mutter in ein Mutter-Kind-Heim zu vermitteln. Nur weil eine Minderjährige ein Kind von einem älteren Mann kriegt ist das Kindeswohl noch nicht gefährdet. Voraussetzung wäre auch, dass man der werdenden Mutter die Mutterschaft nicht zutraut, davon habe ich hier auch noch nichts gelesen. Nebenbei sind Mu-Ki-Heime so teuer, dass sie das letzte Mittel der Wahl sind, eben wenn nichts anderes mehr greift. Davon sind wir hier ja weit entfernt.


@tessa s,
ich möchte Ihnen gerne die Angst nehmen, dass von Ihnen Geld gefordert werden könnte. Hier ist der werdende Vater unterhaltspflichtig.
Klappt gar nichts und Ihre Tochter muß AlgII beantragen, dann gilt:
SGBII
§ 33 Übergang von Ansprüchen
..
(2) Ein Unterhaltsanspruch nach bürgerlichem Recht geht nicht über, wenn die unterhaltsberechtigte Person
...
3. in einem Kindschaftsverhältnis zur oder zum Verpflichteten steht und

a) schwanger ist oder
b) ihr leibliches Kind bis zur Vollendung seines sechsten Lebensjahres betreut.

Auf Deutsch steht da, beantragt Ihre Tochter AlgII, weil ihr niemand Unterhalt zahlt, dann wird das Jobcenter das Geld nicht von Ihnen zurückfordern.
Das funktioniert tatsächlich so, ich arbeite mit dieser Zielgruppe.

4x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

Von einer Erlaubnis der Eltern hinsichtlich des Zusammenzugs der Tochter mit dem Lover lese ich nichts. Es scheint sich ja eher um ein "Sich drein schicken" zu handeln. Womit die Eltern familienrechtlich (wie weiter oben von mir dargelegt) handeln können. Auch das Job-Center wird sich nicht an die Eltern wenden. Abgesehen davon, bildet die werdende Mutter eine Bedarfsgemeinschaft mit dem Lover, und er verdient doch genug, ist also kein Fall für ALG II.
Eine vorzeitige Mündigsprechung gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr. Deshalb ist mir schleierhaft, wie das so einfach und ständig derzeit passieren soll.

Mit anderen Worten, bei richtigem Verhalten können sich die Eltern entspannt zurück lehnen.

wirdwerden

3x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
amako
Status:
Student
(2566 Beiträge, 1412x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Von einer Erlaubnis der Eltern hinsichtlich des Zusammenzugs der Tochter mit dem Lover lese ich nichts.

Sehe ich genau so, würde ich dem TE auch dringend von abraten, sowohl aus Unterhaltsrechtlicher Sicht als auch aus Kindeswohlsicht. Da ich den werdenden Vater nicht kenne, will ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, was sein Verantwortungsbewusstsein angeht, habe aber grundsätzlich meine Zweifel, es muss ja nicht so kommen wie im Posting von go404848-60 aber Vorsicht ist wohl angebracht.
Zitat:
Mit anderen Worten, bei richtigem Verhalten können sich die Eltern entspannt zurück lehnen.

deswegen stimme ich dem nur bedingt zu, die Eltern sollten unbedingt das Wohl ihres Kindes und damit ihres Enkelkindes im Blick behalten. Sucht eine Beratungsstelle auf!
Gruß
Andreas

3x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

@ Amako: das "entspannt zurücklehnen" bezog sich doch ausschliesslich auf die finanzielle Seite des Falls. Ich hatte bereits weiter oben geschrieben, die Eltern sollten ihrer Tochter die Tür offen halten.

Was mich an dem Lover nachdenklich stimmt, ist, dass ich es bei seinem Alter als extrem verantwortungslos empfinde, ein junges Mädchen, welches sich noch in der Schulausbildung befindet, zu schwängern. Und nunmehr offensichtlich die Energien darauf verwendet, Geld aus der Situation zu schlagen. Verantwortung für eigenes Tun zu übernehmen, die Idee scheint da nicht zu existieren. Und das sollte bei einem 33-jährigen eigentlich da sein. Ebenso, wie darauf drängen, die Schule auf jeden Fall zu beenden.

Und bei dieser Haltung ist es eben ganz besonders wichtig, dass die Eltern die Tür offen halten.

wirdwerden

4x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 992x hilfreich)

@ Hafenlärm
deine Meinung ist - wie bereits erwähnt - irrelevant;

@ wirdwerden
Auf welcher Grundlage basiert deine Meinung, dass der Mann sie bewußt geschwängert hat? Was, wenn einfach die Verhütungsmittel nicht gewirkt haben? Achja, er ist alt und deswegen schuld...

Alice Schwarzer wäre bei der Diskussion very amused...

Die rechtliche Situation in Bezug auf den Unterhalt wurde bereits durchgekaut; es wäre daher wohl ergebnisorientiert wohl sinnvoll auch beim Thema zu bleiben...

3x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
deine Meinung ist - wie bereits erwähnt - irrelevant;
Ein Meinungsforum, in dem Meinungen irrelevant sind? Zumal sich meine Meinung mit den möglichen rechtlichen Folgen dieser Geschichte auseinandersetzt, während manch anderer User hier nur regelmäßig dazwischenspringt, andere User anpöbelt und betont, dass selbstverständlich alles prima ist, wenn da ein Mädchen von einem doppelt so alten Herrn geschwängert wird, während das deutsche Recht solche Fälle mit einer Vielzahl von rechtlichen Regelungen überzieht, weshalb Abgesehen davon gibt es auch einfach einen Unterschied zwischen Recht und Gesetz. Dieses Forum hier heißt immerhin nicht 123gesetz.net. Tatsächlich würde kein Richter in Deutschland die Kenntnis von dieser Geschichte einfach nur müde weglächeln, weil das Gesetze diese Beziehung nicht definitiv und ausdrücklich verbietet. Darauf möchte ich aber jetzt nicht weiter eingehen. Das versteht man dann ohenhin nur, wenn man doch über ein Minimum an juristischem Sachverstand verfügt, das ganz augenscheinlich manchem User hier fehlt. Wer hier von der 1000fach praktizierten Mündigkeitssprechung erzählt, amüseirt mich dich sehr.
:bang: Für mich ist das ein Troll, der gekickt werden sollte.

Zitat:
Die rechtliche Situation in Bezug auf den Unterhalt wurde bereits durchgekaut
Nöö. Über die Rechtsfolgen der Unterhaltspflicht lässt sich sowieso nur wage spekulieren, wenn die rechtsfolgenauslösenden Tatbestände doch noch gar nicht bekannt sind. Die Unterhaltsfrage wird sich unter anderem danach entscheiden, wo die Mutter leben wird, ob die Mutter zur Schule gehen wird, wo das Baby leben wird, wer das Baby beteuen wird, wieviel Einkommen der Vater haben wird, usw... Im Moment ist noch keine dieser Frage abschließend geklärt. Im Gegensatz zu den Vorstellungen von rechtlich offenbar völlig uninformierten User ist es keineswegs so, dass die Mutter sich mündig sprechen lassen kann, dass die Mutter einfach ausziehen kann, dass das Baby bei der Mutter wohnen muss, dass Mutter und Vater zusammenleben werden, dass die Mutter sich um die Kinderbetreuung kümmern wird, dass der Vater an das jetzige Einkommen gebunden ist, usw.
Dann macht es auch keinen Sinn, weiter über den Unterhalt nachzdenken.

Zitat:
Auf welcher Grundlage basiert deine Meinung, dass der Mann sie bewußt geschwängert hat?
Sie hat keineswegs davon gesprochen, dass er sie bewusst geschwängert hat. Aber schon der bewusste Geschlechtsverkehr mit einem halb so alten Mädchen darf gut und gerne als verantwortungslos bezeichnet werden. Aber ja ich weiß, solche Meinungen interessieren nicht. :augenroll:
Im Zusammenhang mit Sex (HIV) wurde übrigens das Phänomen des Eventualvorsatzes anerkannt. Der Mann hat gewusst, dass die Schwangerschaft eine mögliche Folge ist, also hat er sie sich auch als vorsätzlich zuschreiben zu lassen.

Zitat:
Was, wenn einfach die Verhütungsmittel nicht gewirkt haben?
Die entsprechenden Wahrscheinlichkeitswerte dafür sind bekannt? Ist denn auch bekannt, wie genau auf Verhütung in solchen eher atypsichen Beziehung geachtet wird? Schon gemäß der üblichen Wahrscheinlichkeitsrechnung lässt sich hier völlig problemlos unterstellen, dass der Herr nicht anständig verhütet hat. Glücklicherwiese ist das Problem der Wahrscheinlichkeitsrechnung so auch rechtlich anerkannt. Die Folgen des (mehrheitlich als verantwortungslos empfundenen Sex) hat er sich also voll und ganz zuschreiben zu lassen.

Zitat:
Achja, er ist alt und deswegen schuld...
Glücklicherweise werden die rechtlichen Haftungsbedingungen tatsächlich so oder so ähnlich formuliert. Hier wird wirklich davon ausgegangen, dass in solchen Fällen der ältere Teil der Beziehung die treibende Kraft ist und mehr Verantwortung trägt. Eine vollkommen lebensnahe und nicht zu beanstandene Vermutung. Im Gegensatz zum Vater kann die Mutter noch nichtmals ohne weitere Brötchen kaufen gehen. Der stolze Vater aber sollte in seinen 33 Jahre gelernt haben, wie das mit den Kondomen funktioniert.
Die Bheauptung hingegen, die Mutter könnte das Baby auch gewollt haben und es sei daher vollkommen in Ordnung und keineswegs verantwortungslos gewesen, diese zu schwängern, schlägt dem Fass den Boden aus.

Zitat:
es wäre daher wohl ergebnisorientiert wohl sinnvoll auch beim Thema zu bleiben...
Wenn die Frage zu der Bezieuhung der Verantwortung aber nun einfach mal für beendet erklärt wurde und die Unterhaltsfrage abschließend beantwortet wurde, ist welches Thema denn noch offen?

3x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38151 Beiträge, 13930x hilfreich)

@ asd: es geht doch nicht um die Schwangerschaft allein. Es geht um die Kombi, die der Mann hier bietet. Die ist doch recht verantwortungslos.

@ hafenlärm: die Wohnsituation ist doch geklärt. Sie ist beim Lover eingezogen. Hat die Schule geschmissen oder schmeisst sie demnächst und wird sich um das Kind kümmern. Da greift kein Jugendamt ein. Warum auch? Und dass das Mädchen sich die eigene Zukunft verbaselt, dass ist dessen Problem, nicht das des Jugendamtes. Und eine 16-jährige Schwangere mit Gewalt beim Lover rausholen, wie soll das passieren? Bis da ein Gerichtsurteil da ist, da ist das Kind längst auf der Welt und kein Gericht wird eine junge Familie auseinander reißen.

Die finanzielle Situation ist doch auch klar. Der glückliche werdende Vater muss für Kind und Mutter aufkommen. Was ja auch ohne Probleme geht, weil nach der Geburt ein Netto-Einkommen von ca. 2300,- € zur Verfügung steht.

wirdwerden

3x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 264.837 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.140 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
123