Trennung, Geld, Wohnung

17. Januar 2004 Thema abonnieren
 Von 
Manumaus
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 0x hilfreich)
Trennung, Geld, Wohnung

Hallo, ich möchte mich von meinem Mann trennen. Wir haben eine 2 jährige Tochter. mein mann ist selbständig und ich im Erziehungsurlaub. das heisst ich verdiene nichts und möchte auch bei meiner Tochter bleiben bis sie mit 4 in den Kindergarten kommt. Nun meine Fragen:
1. Mein mann sagt er will die Tochter behalten. ich bin aber ihre Hauptbezugsperson- er arbeitet 18h. Er sagt er hört auf zu arbeiten, wenn ich gehe, damit die Tochter bei ihm bleibt. ist es möglich das die Tochter zu ihm kommt?
2. ich verdine ja nichts und hab wenig Erspartes. Wer zahlt mir eine kleine Wohnung ( will kein Geld vom Mann)
3. ich möchte dass die Tochter so wenig wie möglich belastet wird. mein Mann will sie aber bei sich haben, was kann man da machen, wenn beide das Kind bei sich haben wollen?




4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Fragezeichen
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Manumaus,

also ersten glaube ich nicht das eure Tochter zu Ihm kommt, da er der Verdienende ist und in der Regel die Kinder zur Mutter kommen.
Dazu werden hoffentlich einige andere im Forum fundiertere Aussagen machen.

- zweitens ist dein Mann bei einer Trennung verpflichtet Ehegattenunterhalt und Kindesunterhalt zu zahlen.

- drittens den Spruch "ich will kein Geld vom Mann" solltest Du nie wieder gebrauchen. Da du für die Familie zwar keine "Kohle" ranschaffst aber deine erzieherische und häusliche Tätigkeit genauso geltend ist.

Für eine Trennung solltest Du einen Fachanwalt(in) für Familienrecht aufsuchen. Nur zur Beratung. Er oder Sie wird dir in einer halben Stunde das wichtigste über Rechte und Pflichten mitteilen.

Nun zu deinem 3. Punkt,. Deine Tochter wird so oder so belastet, wie weit sie belastet wird hängt nur von euch beiden ab wie ihr euch in Zukunft verhaltet.

Noch besser Ihr geht mal wieder aufeinander zu und versucht die Probleme die ihr jetzt habt zu lösen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass die Probleme die Kommen, sind nicht gerade leichter und geringer als die jetztigen.

Den dann wird Kommunikation noch schwieriger und das Kind noch mehr belastet.

Natürlich weiß ich nicht was bei euch vorgefallen ist, aber man sollte eine Beziehung (Ehe) nicht leichtfertig wegwerfen. Bei mir wurden einige Probleme dadurch gelöst, aber die neuen Probleme sind doppelt soviele und ich glaube schwieriger zu lösen.


Viel Grüße


Jörn


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"Liebe Grüße"

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#2
 Von 
Merline
Status:
Student
(2412 Beiträge, 278x hilfreich)

In der Regel ist es wirklich so, das die Kinder zu der Mutter kommen, es sei denn, sie hat sich arg was zu schulden kommen lassen(Alkohol-oder Drogenmißbrauch, Verwahrlosung der Kinder o.ä.), dazu zählt aber keinesfalls, wenn Du mal auf Feiern oder so Alkohol trinkst. Das müßten schon echt harte Vorwürfe gegen Dich sein.
Zudem hat das Kind Dich als Bezugsperson bisher gehabt, da der Vater ja arbeitet.
Einfach mal so seine Arbeit aufgeben, darf er nicht, und würde ihm, denke ich mal auch nicht das Kind zu sich bringen....

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#3
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 214x hilfreich)

Hallo Manumaus!
Ich schließe mich den Ausführungen von Fragezeichen an, gebe aber zu bedenken, dass sich ein Mensch entgegen aller gesetzlichen Grundlagen dennoch verweigern kann (nicht darf, aber doch kann).
Es hat schon Fälle gegeben in denen sich diese Menschen aufgegeben haben und auf der Straße gelandet sind.

Was in eurer Beziehung nicht stimmt und wie du darauf reagierst wird zu einem nicht unerheblichen Teil auch von dir zu Verantworten sein.
Konsequenzen hat eben alles, was man im Leben entscheidet und ausführt.

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#4
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4613 Beiträge, 249x hilfreich)

Leider muss ich mich meinen "Vorschreibern" auch anschliessen.... ich sehe zwar keinen wirklichen Grund, warum das Kind zu 95% der Mutter zugesprochen wird.... aber es ist so. Dein Mann wird kaum Chancen haben, sofern nichts schwerwiegendes vorliegt . ( Geht nicht gegen dich persönlich )!
Wenn du deine Tochter wirklich nicht belasten willst, versuche, jeglichen Streit zu vermeiden, möglichst schnell finanziell auf eigenen Füßen zu stehen ( um auf Ehegatten/Trennungsunterhalt deines Mannes zu verzichten ) und den Umgang zwischen Vater und Tochter konstruktiv und aktiv zu fördern! Nur dann wirst du eine Belastung verhindern können.
Zum rechtlichen: Dein Mann ist dir erstmal unterhaltsverpflichtet,( deinem Kind sowieso, darauf darfst du auch nicht verzichten ) sofern er leistungsfähig ist. Und solange bekommst du auch nichts ( oder nur einen geringeren Betrag ) vom Sozialamt. Das musst du dir genau aurechnen lassen.

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