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Trennungsunterhalt - Haus, Schulden, Wohnvorteil, Lebensversicherung

 Von 
Naagnaag
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Trennungsunterhalt - Haus, Schulden, Wohnvorteil, Lebensversicherung

Hallo

Habe schon in einigen Foren gestöbert auch schon mal angefragt. Aber bis jetzt noch keine befriedigenden Antworten bekommen. Vielleicht kann man mir hier weiterhelfen?

Ein paar Fragen zum Trennungsunterhalt.

geheiratet 12/2000,getrennt lebend seit 01/2002, geschieden 09/2003,1 Kind von 3 Jahren

Monatliches Nettoeinkommen im Trennungsjahr 1900,- Euro.

Wohne im eigenen Haus (Gehört nur mir) wo eine monatliche Kreditrate von 1200,- Euro zu zahlen ist.

Kindesunterhalt wird nach DDTabelle bezahlt. (Anmerkung: wird auch sehr gern bezahlt)

Richter hat zu 550,- Euro Trennungsunterhalt an Ex verdonnert.

Jetzt zu meinen Fragen:

Muss nicht von Nettoeinkomme
5% Berufsbedingte Aufwendungen,
1/7 Erwerbstätigenbonus
diverse Versicherungen (wie z.b. Lebensversicherung - wenn in der Ehe schon gezahlt),
Kosten für das Haus, die nicht beeinflusst werden können,
Schulden ( Kreditaufnahme zum Hausbau vor der Ehe) die in der Ehe schon gezahlt wurden,
abgezogen werden?

Darf der Richter die Schulden nur zu einem Bruchteil berücksichtigen und dann noch Wohnvorteil draufrechnen?

In diesem Falle wurde vom Nettoeinkommen nur der Kindesunterhalt und ein geringer Teil des Kredites abgezogen. Gleichzeitig aber ein Wohnvorteil von 600,- Euro drauf gerechnet.

Ist die Rechnung des Richters richtig? Falls nicht, kann man jetzt noch etwas dagegen unternehmen?

Natürlich waren keine 550,-Euro vorhanden so das eine saftige Nachzahlung gemacht werden musste.
Es wurde mit Lohpfändung gedroht und auch durchgesetzt.
Bevor diese jedoch durchgeführt werden konnte, wurde durch einen anderen Kredit die nachzuzahlende Summe beglichen. Dennoch wurde ein Teil vom Lohn gepfändet. Zu Unrecht. Nebst Nebenkosten die der Arbeitgeber gleich mit abgezogen hat (Bearbeitungsgebühren).
Wie und wann bekomme ich mein Geld wieder? Muss der gegnerische Anwalt nicht sofort nach Ausgleich der Schulden den Titel aufheben lassen? Wie lange kann er sich dafür Zeit nehmen? Bekomme ich auch benannte Bearbeitungsgebühren des Arbeitgebers wieder, da es ja nicht mein verschulden war?

Wann muss eine Scheidungsurkunde bei den Ex- Eheleuten sein?
(Scheidung im September 2003 – angeblich Inkrafttreten der Scheidung im Dezember - bis jetzt noch keine Urkunde erhältlich)

Es sind einige Fragen, aber ich hoffe man kann ein wenig weiterhelfen. Wenn es geht bitte mit Gesetzen oder/und Urteilen.

Grüße naagnaag

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
anrechnen Euro Haus


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
meggi76
Status:
Schüler
(151 Beiträge, 16x hilfreich)

hi,

kenn mich zwar selbst nicht so gut aus, aber die abzüge vom nettoeinkommen müssen auf jeden fall berücksichtigt werden. zu hilfe gibt es ein sehr guten leitfaden zu unterhaltsrecht
-
http://www.groening-krause.de/Veroeffentlichungen/eheunter.pdf. vielleicht bekommst du da ein paar antworten( sind 168 Seiten)

ich bin sicher dass sich auch hier genug leute damit auskennen.


gruß meggi

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#2
 Von 
hns
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 9x hilfreich)

Hallo Naagnaag
hört sich genau an wie meine Situation.
Hat die Ex den Kredit mit unterschrieben?
Bei mir kommt ihr Anwalt ungefähr genauso daher.
Weil meine Ex nicht mit im Grundbuch steht, sondern nur im Kredit, soll die Kreditzahlung nicht mitberücksichtigt werden. Gleichzeitig wird aber ein Wohnvorteil unterstellt. Kann man sich so vorstellen, als ob man ohne Mietzahlung wohnen darf.
Nur zur Gegenrechnung: Würde ein Verkauf die Hausschulden abdecken? Wenn nicht, erinnere deine Ex daran, dass sie für die Schulden mithaftet, also statt Geld zu bekommen sogar noch zahlen müsste.

Bin gespannt, was bei dir rauskommt

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#3
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1851 Beiträge, 121x hilfreich)

Mir scheint, Du solltest einen Anwalt zu Rate ziehen.

Wenn das Haus dir allein gehört, können meines Erachtens die Kreditraten dafür nicht
unterhaltsmindernd berücksichtigt werden.
(ist Dein eigener Luxus, in dem Haus wohnen zu bleiben)

Allerdings dürfte auch nicht ein Wohnvorteil
unterhaltserhöhend berechnet werden.
Du hast ja gar keinen Wohnvorteil.

Gestatte mir eine Frage:
monatliches Netto 1900 im Trennungsjahr
(jetzt noch weniger, weil andere Steuerklasse ?).
1200 gehen allein fürs Haus drauf.
KU muss auch auf jeden Fall bezahlt werden,
Unterhalt an Deine Ex auch.
Wie lange willst Du das durchhalten ?

So hart es klingt: aber das Haus kannst Du (so wie Du die Zahlen dargelegt hast)
nicht halten.

Nochmal: Die Schulden für das Haus müssen überhaupt nicht beim Unterhalt berücksichtigt werden, wenn das Haus Dir allein gehört.
Also wird von Deinem Netto ausgegangen.
Sicherlich hast Du recht, dass 5% berufsbedingte Ausgaben und 1/7 Erwerbstätigenbonus abezogen werden müssen, aber deine 12oo Euro fürs Haus
fließen überhaupt nicht in die Berechnung ein.

Grüße und viel Glück,
nachgefragt




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#4
 Von 
Naagnaag
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo da bin ich wieder.
Sie steht weder im Grundbuch noch hat sie einen Kreditvertrag mit unterschrieben. Ich hatte den Kredit vor unserer Hochzeit aufgenommen um das Haus zu bauen.
Ich meine mal gelesen zu haben, das Kreditrückzahlungen, die schon in der Ehe abgezahlt wurden, somit ja eheprägend waren, bei der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden müssen. Ich hoffe ich irre mich da nicht. Ansonsten sehe ich schwarz. Wenn ich das Haus doch verkaufen muss, habe ich immernoch Schulden, da der Verkaufserlös nicht annähernd an die Gesamtschulden ran kommt.(Haus ist noch lange nicht fertig) Somit habe ich ja immernoch nicht mehr Geld und eine Wohnung muss ich mir ja dann auch wieder mieten.

Fragen über Fragen

Gruß

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#5
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1851 Beiträge, 121x hilfreich)

ui ui ui !
Das klingt nach harten Zeiten.
Muss ich ehrlich sagen, dass ich die Situation nicht beurteilen kann.

Problematik (so wie ich sie sehe und mir erklärt wurde): Die Schulden bzw die Tilgung der Schulden kommt ja nur noch Dir allein zugute, nämlich in Form von Vermögensbildung für dich allein. Daher ist fraglich, ob diese Schulden mit angerechnet werden.

Gruß,
nachgefragt

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#6
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 244x hilfreich)

Hallo,
Iss schon n Ding: Im Selbstbehalt sind 360 EU Warmmiete enthalten. Wenn man Mietspiegelbedingt teurer wohnt, wird es meist trotzdem nicht anerkannt oder man muss jahrelang darum kämpfen. Beim wohnwerten Vorteil allerdings wird der ortsüblich Mietenspiegel vorgekramt und einem werden glatt 600 EU angerechnet.

Da du ja aber Zins und Tilgung abträgst, ist es mit unverständlich, warum hier ein Wohnvorteil angerechnet wurde.
Allerdings - und ich nehme an, dass das bei dir der Fall war - kann es sein, dass dir erst ein Wohnvorteil angerechnet wurde, und dir dann ein Teil der Schulden unterhaltsmindernd angerechnet wurden, welche sonst nicht abzugsfähig gewesen wären. Dieser Teil der Schulden ist dann praktisch als Mietzahlung zu sehen. Die anrechenbaren Schulden gleichen also den Wohnvorteil wieder aus. Verstanden ?? Deutschland ist bürokratisch !!
Und selbst Schulden, die schon während der Ehe abbezahlt wurden, sind nicht zwangsläufig eheprägend. Kommt immer auf den Einzelfall an. In der Regel sind lediglich solche Schulden abzugsfähig, welche beide gemeinsam gemacht haben und du hast sie übernommen. Oder es wurde ausdrücklich nachweisbar vereinbart, dass sie zwar unter deinem Namen aufgenommen wurden, aber beispielsweise für gemeinsamen Hausrat o.ä ausgegeben wurden.
Das Haus aber behälst du allein und bildest somit auch Vermögen. Deine Frau würde sonst praktisch DEIN Haus " mitbezahlen ", wenn du den Unterhalt dadurch kürzen könntest.
Hat deine Ex gearbeitet ? Wie habt ihr das denn bei deinem Einkommen und den Belastungen während der Ehe geschafft?
Gruß
Anna

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#7
 Von 
strike
Status:
Beginner
(113 Beiträge, 4x hilfreich)

hallo,
gelten die 5% berufsbedingte Ausgaben und 1/7Erwerbstätigenonus auch für Beamte,die bei der Unerhaltszahlung abgezogen werden können?

lg
Strike

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#8
 Von 
teufelin
Status:
Master
(4629 Beiträge, 244x hilfreich)

@strike,
sicher gilt dies auch bei Beamten. Die 5% sind Aufwendungen, wie Fahrgeld usw.... die hat doch ein Beamter auch oder ?
Und auch die 3/7 Regelung gilt bei Beamten genauso. Allerdings haben Beamte ja häufig noch andere finanzielle Vorteile, die mit eingerechnet werden könnten. Die o.g. Regelungen gelten aber trotz alledem.
Anna

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