Trennungsunterhalt / Haus / Zugewinngemeinschaft

13. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
fb428377-10
Status:
Frischling
(35 Beiträge, 8x hilfreich)
Trennungsunterhalt / Haus / Zugewinngemeinschaft

Hallo!

Habe Mal folgende Frage:
Ein Ehepaar bringt unterschiedlich viel Geld mit in die Ehe. Dann wird beschlossen, ein Haus zu bauen. Das Haus wird schuldenfrei gebaut mit Vermögen des Mannes zu 2/3 und Vermögen der Frau zu 1/3. Nun kommt es zur Trennung. Da das Haus beiden laut Grundbuch zu je 1/2 gehört, stellt sich die Frage, ob der eine Partner den anderen Partner je zur Hälfte "rausbezahlen" müsste oder ob man den aktuellen Verkehrswert und dann zu 2/3 bzw. 1/3 anteilig heranziehen würde?

Zudem die Frage, ob denn anstatt des Rauszahlens auch möglich wäre, dass der eine Partner verzichtet auf die Summe, der andere Partner im Haus wohnen bleiben kann und dafür wiederum kein Trennungsunterhalt geleistet werden müsste? Also, ist es möglich, dass man so ein ich nenne es "Geschenktes Vermögen" dafür anrechnet?

Früher oder später soll das Haus an das gemeinsame Kind überschrieben werden, weswegen der eine Partner auf einen Hausverkauf oder das Rauszahlen verzichten würde.

Vielen Dank vorab und viele Grüße!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(212 Beiträge, 39x hilfreich)

Solange man sich einigt, ist alles möglich.

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#2
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7961 Beiträge, 4487x hilfreich)

Zitat (von fb428377-10):
Da das Haus beiden laut Grundbuch zu je 1/2 gehört, stellt sich die Frage, ob der eine Partner den anderen Partner je zur Hälfte "rausbezahlen" müsste oder ob man den aktuellen Verkehrswert und dann zu 2/3 bzw. 1/3 anteilig heranziehen würde?

Weshalb lässt man die Eigentumsverhältniss je zur Hälfte eintragen? So hat jeder Anspruch auf die Hälfte des Verkehrswerts der Immobilie.
Zitat:
Zudem die Frage, ob denn anstatt des Rauszahlens auch möglich wäre, dass der eine Partner verzichtet auf die Summe, der andere Partner im Haus wohnen bleiben kann und dafür wiederum kein Trennungsunterhalt geleistet werden müsste? Also, ist es möglich, dass man so ein ich nenne es "Geschenktes Vermögen" dafür anrechnet?

Früher oder später soll das Haus an das gemeinsame Kind überschrieben werden, weswegen der eine Partner auf einen Hausverkauf oder das Rauszahlen verzichten würde.

Solange sich die Ehegatten einig sind, ist alles möglich. Die Einigung sollte man möglichst notariell in einer Scheidungsfolgenvereinbarung festhalten. Leider hält die Einigkeit oft nicht ewig. :wink:

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38118 Beiträge, 13923x hilfreich)

Die Antwort von cruncc ist etwas missverständlich. Es ist zwar zutreffend, dass laut Grundbuch eine hälftige Eigentümerschaft an dem Haus besteht. Aber, wir haben ja auch den Zugewinnausgleich im Scheidungsverfahren. Davon ausgehend, dass das Hauskapital jeweils zumindest überwiegend vor der Ehe vorhanden war, kann man dieses Kapital dem jeweiligen Anfangsvermögen zuordnen. Und eine entsprechende Erhöhung des Endvermögens erfolgt ja dann auch anteilig. Das sollte mal durchgerechnet werden, um festzustellen, ob sich ein Zugewinnausgleich lohnt.

Der Rest ist letztlich Sache der Vereinbarung. Bitte nicht vergessen, dass viele Vereinbarungen zwar Wirkung zwischen den Parteien entfalten können, aber in dem Fall, dass hier einer der Betroffenen mal ein Sozialfall werden sollte, entfalten sie keine Wirkung mehr.

Hier sollte man ein Gesamtpaket mit einem Fachmann schnüren, welches die Interessen aller Beteiligten berücksichtigt und eben auch zumindest fiktiv den Zugewinnausgleich berücksichtigt.

wirdwerden

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