Über Jugendamt und Foto den Kindsvater ausfindig machen? Jugendamt verweigert mithilfe

20. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
alleinerziehend123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Über Jugendamt und Foto den Kindsvater ausfindig machen? Jugendamt verweigert mithilfe

Hallo,

vorab...ich möchte nicht belehrt werden ob ich was wie wann richtig gemacht habe sondern suche einfach Rat.

Folgende Situation:
ungeplant Schwanger
ONS

Folgende Daten habe ich vom Vater:
ein bild wo man ihn etwas drauf erkennt
vorname
wohnort

ansonsten nix


Jetzt war ich beim Jugendamt und habe nachgefragt ob ich anhand des Bildes in der Kartei für Lichtbilder für Ausweise mir alle Bilder anschauen lassen kann mit vorname und wohnort des möglichen Vaters und dann an alle eine Vaterschaftsanfrage rausgeschickt werden kann die möglich in Frage kommen.

Die frau vom Jugendamt meinte das dies nicht geht. Das Bild ist praktisch wertlos. Mit Polizei würde auch nix gehen.

Ich muss dem Jugendamt Vorname Nachname, Wohnort und Geburtsdatum nennen ansonsten können sie nichts machen?

Welche Möglichkeiten habe ich nach dem Vater zu suchen? Wofür ist denn die Beistandschaft beim Jugendamt da...im Internet steht, dass die sich um die Feststellung des Vaters kümmern?

Es muss doch möglich sein anhand des Bildes nach dem Kindsvater zu fahnden. Das Jugendamt brauch mein Bild doch nur mit allen anderen Bildern biometrisch abgleichen mit allen Lichtbildern und dort wo es Ähnlichkeiten gibt wird ein Vaterschaftstest angefragt oder ich mach ne Gegenüberstellung sehe ja dann wer der richtige Mann ist. Das wäre doch ganz einfach.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Vater unbekannt und inwieweit forscht das Jugendamt nach?

Kann ich selber zur Polizei und dort das Foto abgeben und sagen "hier bitte einmal mit allen Lichtbildern abgleichen ob da jemand dabei ist der ähnlich aussieht?" oder direkt zum Anwalt?

Notfall oder generelle Fragen?

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35 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118829 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
m Internet steht, dass die sich um die Feststellung des Vaters kümmern?

Ja, um die Feststellung kümmern die sich schon, aber nicht um die Suche.



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
Kann ich selber zur Polizei

Keine Ahnung. Mit den üblichen Talenten und Fähigkeiten sollte es aber durchaus möglich sein, eine Polizeiwache zu finden und aufzusuchen.



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
und dort das Foto abgeben und sagen "hier bitte einmal mit allen Lichtbildern abgleichen ob da jemand dabei ist der ähnlich aussieht?

Man wird das Foto erst gar nicht annehmen
Insofern kann man sich die allseitige Zeitverschwendung sparen.



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
oder direkt zum Anwalt?

Dar kann an der Rechtslage auch nichts ändern,



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
Es muss doch möglich sein anhand des Bildes nach dem Kindsvater zu fahnden.

Nein.
Da wird man schon selber suchen müssen.



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
Das Jugendamt brauch mein Bild doch nur mit allen anderen Bildern biometrisch abgleichen mit allen Lichtbildern

Das ist weder technisch noch rechtlich möglich.



Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
dort wo es Ähnlichkeiten gibt wird ein Vaterschaftstest angefragt oder ich mach ne Gegenüberstellung

Eine derartige Belästigung der Allgemeinheit - nur weil die Mutter im Hormonrausch wichtige Sachen vergessen hat - wäre unzumutbar und damit rechtlich nicht haltbar.
Von den Kosten mal ganz angesehen.


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3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
alleinerziehend123mitglied
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

wieso wäre das rechtlich nicht möglich? hab doch das foto von ihm auf dem handy....wieso können die beim jugendamt damit nicht nen abgleich machen? man vergleich einfach alle passbilder die sich ähnlich sehen...

der staat spart sich doch auch den unterhaltsvorschuss wenn ich weiß wer der papa is und es gibt doch nix besseres wie ein foto ich verstehe es einfach nicht

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118829 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
wieso können die beim jugendamt damit nicht nen abgleich machen?

Weil die Gesetze das schlicht und einfach verbieten.


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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31688 Beiträge, 5593x hilfreich)

Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
dann an alle eine Vaterschaftsanfrage
Wie bitte? AN WEN soll sowas geschickt werden?
Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
wieso können die beim jugendamt damit nicht nen abgleich machen? man vergleich einfach alle passbilder die sich ähnlich sehen...
Wie? Ist das neu? *Jugendamt forscht* o.s.ä.?
Das Jugendamt hat nicht die Aufgabe, nach irgendwelchen halbbekannten und halbsichtbaren Vätern zu suchen.
Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
ein bild wo man ihn etwas drauf erkennt vorname wohnort
Das ist echt nicht viel, eher gar nichts. Vielleicht trefft ihr euch mal wieder, wo *alles begann*?
Ansonsten bleibst du alleinerziehend mit Kind. Das Kind mit unbekanntem Vater.
Wenn du UHV beantragst, wird das JA dich auffordern, den Vater zu benennen.
Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
wenn ich weiß wer der papa is
Dann präsentiere ihn, weise nach, dass er es ist ...und hoffentlich kann er dann auch zahlen, damit der Staat sparen kann.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 36x hilfreich)

Genau dieses Thema hatten wir doch erst. Exakt das Gleiche.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118829 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von Toxic_GER):
Genau dieses Thema hatten wir doch erst. Exakt das Gleiche.

Eventuell waren damals die Wunschantworten nicht mit dabei?


Signatur:

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5523 Beiträge, 2495x hilfreich)

Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
der staat spart sich doch auch den unterhaltsvorschuss


Den spart er sich auch so, du bekommst einfach keinen:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhaltsvorschuss-mutter-muss-sich-bemuehen-vaterschaft-zu-klaeren_149352.html

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

Es ist die Aufgabe des Jugendamtes, das Kind bei der Durchsetzung seiner Ansprüche zu unterstützen. Es ist nicht die Aufgabe des Jugendamtes, in detektivischer Kleinarbeit Sachverhalte und damit Anspruchsgegner zu ermitteln. Dasselbe gilt für die Polizei. Wir haben hier keine Straftat vorliegen, also ist sie nicht zuständig. Hier ist eigene Ermittlungstätigkeit gefragt.

wirdwerden

2x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 36x hilfreich)

Ihr gebt immer nur sie antworten die TE nicht hören will.

@TE: Du hast die Möglichkeit einen Privatdetektiv kostenpflichtig zu beauftragen, den vermeintlichen Vater anhand des Fotos ausfindig zu machen.

Ggf. weißt du auch noch Datum, Uhrzeit und Ort, wo Du ihn getroffen hast und wo das Foto entstanden ist, natürlich mit seinem Einvernehmen (Exif-Daten mit GPS-Daten).

Wenn dieser Kerl dann gefunden werden sollte, muss er sich noch an Dich und den ONS erinnern, fällt gelegentlich den Männern schwer, wenn sie häufiger auf Frauenfang sind und ggf. Alkohol im Spiel ist.

So wie Dir ja auch schwer fiel, damals wenigstens nach seiner Nummer zu fragen.

Ihr ward wahrscheinlich nicht ganz klar im Kopf, denn ein Kind entsteht in der Regel nicht wenn man ordentlich verhütet. Also ein Kondom wäre das Mindeste gewesen.

Und wenn doch irgendwie zweifelsfrei klar ist, wer der tolle Mann ist, aus welchem Land er auch immer kommt oder aus welcher Stadt oder oder, dann muss er der Vaterschaft zustimmen.

Oder es muss eine Vaterschaftsfestellung erklagt werden.

Viel Erfolg.

Nächstes Mal würde ich besser aufpassen.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Weder Jugendamt noch Polizei haben eine solche Kartei mit (aktuellen) Lichtbildern. Schon aus diesem Grund wird das nicht funktionieren. Insgesamt haben die Behörden hier nicht mehr Möglichkeiten als die Mutter selbst. Warum kümmert die Mutter sich also nicht selbst?

Es gibt genau eine Behörde, die helfen könnte: Das ist die zuständige Meldebehörde. Bei der Meldebehörde des Wohnortes kann man den mal anfragen, ob die auch allein auf der Grundlage des Vornamens die Meldeadresse aller in diesem Ort wohnenden Männer herausgeben. Einfach mal abwarten, was die dann antworten.

Die Suche im Melderegister kann man ja auch dadurch eingrenzen, dass die Mutter doch zumindest ganz ungefähr das Geburtsjahr des Mannes schätzen können sollte. DIe Frage ist aber, was man dann tut, wenn am Ende eine Liste mit in das Raster passenden Männern vorliegt. Diese Männer kann man dann zwar alle anschreiben. Aber zur Beantwortung verpflichtet sind diese Männer meines Erachtens nicht. Auch wäre es ein Novum, wenn diese Männer alle irgendwo zur "Gegenüberstellung" auftauchen sollten. Da bleibt nur die Hoffnung, dass der richtige Mann (wenn er denn überhaupt dabei ist) sich freiwillig meldet. Bei diesen Umständen der Zeugung ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

Ich würde mich mal eher fragen, ob es nicht eigentlich doch noch weitere Anhaltspunkte für die Identität des Vaters gibt. Ort des Treffens? Kennt man ihn dort vielleicht? Mit wem war er da? Wer sind die anderen Personen auf dem Foto? Welchen Beruf übt er aus? Was ist sein Sternzeichen? Hat er ein besonderes Hobby? Ist etwas zu seiner Abstammung bekannt, egal ob Geburtsort oder Ethnie? Und es hat wirklich niemand seine Telefonnummer?

Es ist kaum vorstellbar, dass es zwar zu einem sexuellen Kontakt gekommen ist, aber wirklich nur Wohnort und Vorname bekannt sind. Mindestens der Ort des Treffens (und der Zeugung) sollten sich doch rekonstruieren lassen.

Was der (nicht existierenden) Foto-Kartei noch am nehesten kommt, sind soziale Medien. Neben Facebook und Instagram (dort jeweils sogar mit "Location-Suche" für Fotos!) kann man es sogar bei Tinder usw. versuchen. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Klar sollte sein, dass es mit der Zeit immer schwieriger wird.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118829 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Einfach mal abwarten, was die dann antworten.

Man wird es aufgrund der Rechtswidrigkeit schlicht und einfach ablehnen.



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1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
smogman
Status:
Student
(2764 Beiträge, 908x hilfreich)

Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
Die frau vom Jugendamt meinte das dies nicht geht. Das Bild ist praktisch wertlos. Mit Polizei würde auch nix gehen.
Zitat (von alleinerziehend123mitglied):
Ich muss dem Jugendamt Vorname Nachname, Wohnort und Geburtsdatum nennen ansonsten können sie nichts machen?
Das Jugendamt muss bei der Ermittlung helfen. Allerdings ist die Motivation der Mitarbeiter dazu unterschiedlich hoch und auch die Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse unterschiedlich ausgeprägt. Umso mehr Daten du selbst lieferst, desto besser ist es natürlich grundsätzlich.

- Ein Zugriff auf eine Lichtbilderkartei - sofern sowas überhaupt existiert - ist nicht möglich. Das Jugendamt kann eingeschränkt Melderegisterabfragen starten, auch mit nur teilweise vorhandenen Daten.
- Ein Bild eignet sich zumindest zur Rückwärtssuche im Internet und zum Auslesen der Dateiinformationen. Meistens ist es aber nicht weiter hilfreich.

Du solltest den Antrag auf die Beistandschaft einfach stellen. Das Jugendamt kann diesen nicht ablehnen.

Du solltest aber auch definitiv ein paar weitere eigene Ermittlungen anstellen.

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#13
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

Welche Dateiinformationen sollen denn bitte ausgelesen werden mit Hilfe eines Bildes, wo man "etwas" von dem möglichen Vater drauf erkennt? Ob Vorname und Stadt stimmen, weiß man ja auch nicht. Der glückliche Vater wird ja nicht vom Himmel gefallen sein. Sie hat ihn ja irgendwo aufgegabelt. Wie wärs, wenn sie da nochmals hintrabt und eigene Ermittlungen anstellt? Wäre zumindest auch im Hinblick auf möglichen Unterhalt aus der Vorschusskasse dringend zu empfehlen.

wirdwerden

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#14
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6226 Beiträge, 1491x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Es ist kaum vorstellbar, dass es zwar zu einem sexuellen Kontakt gekommen ist, aber wirklich nur Wohnort und Vorname bekannt sind.

Das ist absolut vorstellbar. Nicht nur im Karneval.
Es ist sogar absolut vorstellbar, daß nur der Vorname bekannt ist.

Zitat:
Mindestens der Ort des Treffens (und der Zeugung) sollten sich doch rekonstruieren lassen.

Nicht wirklich, wenn jemand sexuell hinreichend aktiv ist. In einer Woche drei oder vier "One-Night-Stands" mit Kneipen/Disco/Reise/Party-Bekanntschaften, von denen man nur den Vornamen kennt (irgendwie redet man sich ja dann doch an - wobei "Ich bin der Jo" oder "Ich bin die Tina" auch nicht wirklich weiter führt...) - das ist doch nicht unvorstellbar. In einem bestimmten Alter und mit einem gewissen Hedonismus ist das durchaus realistisch.

So präzise lassen sich Schwangerschaften nicht zurückrechnen, da können ohne weiteres mehrere Sexualkontakte infrage kommen. Und den Ort des Kontaktes zu kennen gibt für sich ja noch keine Informationen über den seinerzeitigen Wohnort des Sexualpartners.

-- Editiert von User am 22. August 2022 09:27

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#15
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6226 Beiträge, 1491x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Welche Dateiinformationen sollen denn bitte ausgelesen werden mit Hilfe eines Bildes, wo man "etwas" von dem möglichen Vater drauf erkennt?

Eigentlich nur das genaue Aufnahmedatum samt Uhrzeit - vorausgesetzt, die Einstellungen der Kamera waren korrekt.
Wenn nicht die werdende Mutter selbst das Foto gemacht hat, sondern jemand anderer, dann könnte mit extrem viel Glück derjenige, der das Foto gemacht hat, eine Kamera benutzt haben, bei der man den Urhebernamen gleich von der Kamera in den EXIF-Header der Bilddateien reinschreiben lassen kann - und der Urheber hat das dann auch tatsächlich gemacht.

Dann hätte man mit extrem viel Glück den Namen des Fotografen. Wenn das nicht der Sexualpartner ist, sondern ein anderer, bräuchte man noch mehr extremes Glück, daß der den Abgebildeten kennt.

Das ist in der Tat alles äußerst unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen unmöglich - es ist aber schon deshalb äußerst unwahrscheinlich, weil so eine ungeplante Schwangerschaft durch Sex mit einer de facto unbekannten Person in aller Regel unter Umständen zustande kommt, wo alle und alles munter durcheinander ...

(Ich habe in meinem Leben auch schon auf Parties u.ä. Fotos gemacht, bei denen ich nicht sagen könnte "Wer ist das denn jetzt?" Ich könnte nur sagen "Das war ein Typ, der hat das Mädel angebaggert, das mit dem Hugo gekommen ist, glaube ich jedenfalls, und ich glaube, die sind irgendwann zusammen abgezogen..." Das führt alles nicht wirklich weiter.)

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#16
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 36x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Welche Dateiinformationen sollen denn bitte ausgelesen werden mit Hilfe eines Bildes, wo man "etwas" von dem möglichen Vater drauf erkennt?


Je nach Einstellung die GPS Koordinaten, wo das Bild aufgenommen wurde. Das in Verbindung mit Datum und Uhrzeit grenzt ein wenig ein, wo und wann das Kind gezeugt wurde und damit auch, wer der mögliche Vater ist.

Aber das ist wirklich schon sehr tiefgehende Analyse.

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

Na ja, wo sie das Bild aufgenommen hat, das wird sie ja wohl wissen?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
smogman
Status:
Student
(2764 Beiträge, 908x hilfreich)

Mit der Rückwärtssuche eines Bildes und einem Treffer und einem Treffer in einem sozialen Netzwerk käme man weiter. Auch nur mit Vornamen und Stadt kommt man (das Jugendamt) schon recht weit, sofern nicht der Thomas in Berlin gesucht wird. Über die Handynummer kann man beim Netzbetreiber anfragen oder die Auskunft sogar klageweise durchsetzen. So ganz abwegig ist das alles nicht. Beide sollten hier ein wenig mehr Motivation zeigen. Sowohl die Mutter aus Eigeninteresse als auch das Jugendamt aufgrund gesetzlicher Verpflichtung. Einfach zu behaupten, dass die Daten nicht ausreichen und keinerlei Ermittlungen anzustellen, ist definitiv nicht richtig.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Toxic_GER
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 36x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Na ja, wo sie das Bild aufgenommen hat, das wird sie ja wohl wissen?


Sicher?

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31688 Beiträge, 5593x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Mit der Rückwärtssuche eines Bildes und einem Treffer und einem Treffer in einem sozialen Netzwerk käme man weiter.
Oben liest man ---ungeplant schwanger---.

Frage an die TE:

Ist das Kind schon geboren?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Garfield73
Status:
Student
(2100 Beiträge, 726x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Ist das Kind schon geboren?

Was würde das an der Ausgangsfrage ändern?

Ansonsten: Es gibt, wie schon weiter oben erwähnt wurde, keine "Lichtbilddatei", in der alle Männer, geordnet nach Vorname und Wohnort, aufgeführt sind. Zumindest keine, deren Existenz offen zugegeben wird :grins:
Und selbst wenn es die gäbe, dann hätte das Jugendamt sicher keinen Zugriff darauf.

Die Vorstellung der TE, wie das ablaufen sollte ist auch schon fast drollig. Weniger drollig wäre wohl die Reaktion einiger Ehefrauen, wenn ihr Göttergatte wegen einer eventuellen Vaterschaft angeschrieben wird, weil er auf einem Foto eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kindsvater aufweist :devil:

Signatur:

Nachdenken ist wie googeln .... nur krasser!

3x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31688 Beiträge, 5593x hilfreich)

Zitat (von Garfield73):
Ansonsten: Es gibt, wie schon weiter oben erwähnt wurde,
Was ändert deine Wiederholung an der Ausgangsfrage?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118829 Beiträge, 39635x hilfreich)

Zitat (von Toxic_GER):
Das in Verbindung mit Datum und Uhrzeit grenzt ein wenig ein, wo und wann das Kind gezeugt wurde

Nein, es sei denn das wär der einzige sexuelle Kontakt in der zeugungsrelevanten Zeit gewesen,



Zitat (von Toxic_GER):
und damit auch, wer der mögliche Vater ist.

Wie kommt man denn auf diese absurde Theorie?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

Wenn ich mit meinem Handy ein Foto von wem auch immer mache, dann kann ich normalerweise daraus nicht herleiten oder eingrenzen, wer der Fotografierte ist. Und wer sagt, dass Vorname und Ort zutreffen? Wenn ein Mann aus was für Gründen auch immer ungeschützten Geschlechtsverkehr haben möchte, dann wäre er doch schön blöd, wenn er seinen richtigen Namen nennen würde, oder? Und wie viele Menschen haben einen anderen "Rufnamen" als der, der im Perso steht, einfach, weil sie den blöd finden?

Um da weiter zu kommen, muss die glückliche (werdende) Mutter schon ein paar Fakten selbst herbeischaffen. Sonst wird es auch schwierig mit dem Unterhaltsvorschuss.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6226 Beiträge, 1491x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Wenn ein Mann aus was für Gründen auch immer ungeschützten Geschlechtsverkehr haben möchte, dann wäre er doch schön blöd, wenn er seinen richtigen Namen nennen würde, oder? Und wie viele Menschen haben einen anderen "Rufnamen" als der, der im Perso steht, einfach, weil sie den blöd finden?

Um da weiter zu kommen, muss die glückliche (werdende) Mutter schon ein paar Fakten selbst herbeischaffen. Sonst wird es auch schwierig mit dem Unterhaltsvorschuss.

Es hatte übrigens nicht nur der werdende Vater aus was für Gründen auch immer ungeschützten Geschlechtsverkehr - die werdende Mutter hatte das genauso.

Aus was für Gründen auch immer...

(Was die Mutter und den Vater betrifft, neige ich ja dazu zu sagen "Selbst schuld"... Aber das Kind hat, wenn es denn geboren ist, auch Rechte. Unter anderem das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung und außerdem Ansprüche auf Unterhalt und ggf. Erbe.)

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1909 Beiträge, 1138x hilfreich)

Zitat:
Was die Mutter und den Vater betrifft, neige ich ja dazu zu sagen "Selbst schuld"... Aber das Kind hat, wenn es denn geboren ist, auch Rechte.
Weise Worte.

Mit dieser völlig zutreffenden Erkenntnis kann man wohl einen beachtlichen Teil aller familienrechtlichen Streitigkeiten einordnen. Nirgendwo sonst gilt so schön deutlich und treffend: Wie man sich bettet, so liegt man.

Hinzu kommen nur verschwindend wenige Fälle, in denen ganz plötzlich und unvorhersehbar einer der Eltern familienrechtlich und zwischenmenschlich Amok läuft.

Dann sind da noch die Fälle, die der Gesetzgeber erst provoziert, indem durch völlig misslungenes Familienrecht überhaupt erst Konfliktstoff geschaffen wird und Anreize für möglichst viel Zankerei gesetzt werden, diese in gewisser Weise sogar belohnt wird.

Traurig. Für die Kinder. Und folgenreich. Für die gesamte Gesellschaft

Was den Thread hier betrifft: Einige User scheinen den Sachverhalt eigenmächtig zu verbiegen. Die Mutter gibt an, dass dieser ganz bestimmte Mann der Vater ist. Das kann man dann auch einfach mal so hinnehmen, ohne das Gedankenspiel um zusätzliche Vaterschaftskandidaten zu ergänzen.

Insgesamt gilt für Fälle wie dem Beschriebenen wohl: Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Eine Mutter, die wirklich unbedingt den Vater finden will und damit frühzeitig beginnt, die wird realistischerweise mehr Ansatzpunkte und Möglichkeiten haben, als es die Mutter hier zu haben meint.

Mir scheint es eher so zu sein, als wolle die Mutter einfsch die gesamte Arbeit den Behörden aufhalsen. Oder als würde sie insgeheim hoffen, dass der Vater ganz einfach nie gefunden wird, während das Jugendamt dennoch munter Unterhaltsvorschuss zahlt und aufhört zu "nerven".

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47350 Beiträge, 16770x hilfreich)

Vielleicht kommt man mit dem Suchdienst TinEye weiter.

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6226 Beiträge, 1491x hilfreich)

Nur ganz am Rande angemerkt: was würde es bringen, wenn man diesen Mann findet, von dem die Mutter des Kindes behauptet, es sei der Vater?

Anspruch darauf, daß der einem Vaterschaftstest zustimmt, hat sie nämlich nicht, und auch ein Gericht kann den nicht so einfach anordnen:

Anspruch auf Einwilligung und Duldung

In vielen Konstellationen sind aber gerade nicht alle Beteiligten mit einem Vaterschaftstest einverstanden. Daher hat der Gesetzgeber einen Anspruch auf Einwilligung in eine genetische Untersuchung zu Klärung der leiblichen Abstammung im Familienrecht normiert. Gemäß § 1598 BGB können sowohl der Vater als auch die Mutter oder das Kind einen solchen Vaterschaftstest verlangen und die Einwilligung der anderen Beteiligten einfordern.

Nicht zum Kreis der Personen, die einen DNA-Test dulden müssen gehört jedoch der mutmaßlich leibliche Vater. Dies entschied das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2016. Kinder, die keinen rechtlichen Vater haben, können die gerichtliche Feststellung der Vaterschaft gemäß § 1600d BGB verlangen.

Diese Differenzierung ist geboten, da der Anspruch auf genetische Abstammungsuntersuchung an keine weiteren Voraussetzungen, insbesondere nicht an Verdachtsmomente, geknüpft ist. Ein solcher Anspruch gegen alle potentiellen leiblichen Väter würde daher wohl zu weit gehen.

§1600d BGB
(2) Im Verfahren auf gerichtliche Feststellung der Vaterschaft wird als Vater vermutet, wer der Mutter während der Empfängniszeit beigewohnt hat. Die Vermutung gilt nicht, wenn schwerwiegende Zweifel an der Vaterschaft bestehen.

Daß der Betreffende der Mutter während der Empfängniszeit "beigewohnt" hat, muss ausreichend glaubhaft gemacht werden - die bloße Behauptung reicht nicht aus.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
smogman
Status:
Student
(2764 Beiträge, 908x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
und auch ein Gericht kann den nicht so einfach anordnen
Natürlich kann das Gericht das im Rahmen der Beweisaufnahme anordnen. Es ist mithin das geeignetste und üblichste Beweismittel in der gerichtlichen Vaterschaftsfeststellung.

Zitat (von eh1960):
Gemäß § 1598 BGB können sowohl der Vater als auch die Mutter oder das Kind einen solchen Vaterschaftstest verlangen und die Einwilligung der anderen Beteiligten einfordern.
Gemeint ist vermutlich § 1598a BGB. Ein solches Verfahren wäre hier nicht zu betreiben. Sondern das Verfahren nach § 1600d BGB, wie anschließend ausgeführt.

Zitat (von eh1960):
Daß der Betreffende der Mutter während der Empfängniszeit "beigewohnt" hat, muss ausreichend glaubhaft gemacht werden - die bloße Behauptung reicht nicht aus.
Und was soll an der Behauptung einer Mutter nicht glaubhaft sein? Insbesondere wenn diese vom Antragsgegner nicht bestritten wird? Die Behauptung der Mutter reicht in 99,9% der Fälle ohne Probleme aus. Es ist hinreichend unwahrscheinlich, dass eine Mutter einen Antrag gegen völlig fremden Mann stellt.

0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38217 Beiträge, 13955x hilfreich)

smogman, da stimme ich Dir zu. Wenn denn die Mutter glaubhaft rüber bringen kann, dass sie mit dem Mann xy Sexualverkehr im Empfängniszeitraum hatte, dann kommt es zum Vaterschaftstest. Aber, dazu reicht ein "in etwa" Foto nicht aus. Das ist doch das Problem. Der Kerl muss erst einmal gefunden werden. Und dazu muss die Mutter den erheblichen Beitrag leisten. Und irgendein behaupteter Vorname, sorry, das ist gar nichts.

wirdwerden

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