Umgangsbeschluss missachten aus "wichtigem Grund"

20. Februar 2024 Thema abonnieren
 Von 
stefan_j_nrw
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsbeschluss missachten aus "wichtigem Grund"

Guten Tag zusammen,
nehmen wir an, KM und KV sind rechtskräftig geschieden mit geteilten Sorgerecht über 2 Kinder. Es wurde ein Verfahren zur Bestimung des Umgangsdurchgeführt, da es wiederholt zu Unstimmigkeiten seitens des nicht betreuenden KV kam (Aussetzer der WOchenenden, Unzuverlässigkeiten) und die Kinder unter der n icht-regelmäßigkeit des Umgangs litten und sich mehr und regelmäßiger Umgang wünschten. Das Verfahren erging in einem gerichtlich gebilligten Vergleich, man habe 2-wöchentlich ab x.x. den Umgang Freitag bis Sonntag auszuüben, samt Regelung, wer wen wann wo abholt. Nach nur 4 WOchen setzt nun der KV wieder den Umgang aus, möchte aber den Grund dazu nicht verraten. Angeblich eine Operation, jedoch kann und will er keine Terminbestätigung des Krankenhauses oder ähnlichen Nachwies erbringen. Aus der OP wurde dann nach einigem Nachhaken eine "private behandlung", für die er sich "Urlaub genommen" habe. AKut wäre es schon, deshalb müsse er es "privat" behandeln lassen. Das checkt natürlich vorne und hinten nicht aus. Wäre es nicht so, dass KM und Lebensgefährte teure Konzerttickets für ebenjenes Wochenende besitzen und nun nicht nutzen könnten, wäre das im Grunde auch nicht das Problem, sieht man von den abermals verwirrten Kindern ab. So fallen aber über 200 Euro für Tickets an, die nicht mehr genutzt werden können, da kein Babysiter gefunden werden kann. Die Ankündigung ergibt recht kurzfristig, 3 Wochen vor dem betreffenden Umgangswochenende.

Nun weiß ich, dass der nicht betreuende Elterntail ja durchaus Schadenersatz verlangen kann, wenn aus nicht wichtigem Grund der Umgang verweigert wird und dabei z.B. durch gebuchten Kurzurlaub o.Ä. Kosten anfielen. Wie verhält es sich denn andersherum? Und ist eine Schadensersatzpflichtr ggf. gar nicht von der Umgangsverpflichtung abhängig, da es sich um ein Rechtsverhältnis zwischen KV und KM handeln könnte?

Beste Grüße
S

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Student
(2816 Beiträge, 927x hilfreich)

Die Voraussetzungen für Schadensersatz ergeben sich aus § 823 BGB. Ob die hier vorliegen, ist zumindest sehr fraglich. Außerdem stehen Aufwand und Nutzen einer ggf. notwendigen gerichtlichen Geltendmachung mit Anwalt in keinerlei angemessenem Verhältnis. Die Karten zu verkaufen wäre vermutlich deutlich stressfreier.

Über den Familiengerichtsbeschluss könnten Ordnungsgelder möglich sein.

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