Umgangsrecht / Hol-und Bringpflicht

13. März 2024 Thema abonnieren
 Von 
RuSi
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsrecht / Hol-und Bringpflicht

Hallo,

Ich bin alleinerziehende Mama von zwei Jungs, 13 und 17 Jahre alt.
Von dem Papa( KV des jüngsten) bin ich seit 2018 getrennt. Es besteht gemeinsames Sorgerecht, wo ich aber das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht habe.
Kurz nach unserer Trennung, ist er 300 km weit weg gezogen zu seiner neuen Partnerin.
Ich bekomme aktuell bzw. seit der Trennung Unterhaltsvorschuss.
Er beteiligt sich an keinerlei Kosten, was den Kleinen angeht, egal ob es Schule oder andere Dinge sind.
Wenn es darum ging, dass er ihn haben möchte, haben wir uns immer irgendwie in der Mitte getroffen.
Bis er dann irgendwann kam, dass er den Kleinen gerne in den Flixbus setzen möchte, damit er nicht herkommen muss, bis dato auch alles cool. Ich habe ihn bis zum heutigen Tage immer 60 km zum ZOB ( Busbahnhof) gefahren und von den 20 Malen, wo ich es getan habe, hab ich vielleicht 3x Spritgeld bekommen.
Jetzt möchte er ihn dieses Wochenende haben, weil ich ihn letztes Wochenende nicht bringen konnte, weil ich leider um diese Zeit arbeiten musste.
Er hat einfach entschieden, dass ich ihn bringe und ihn Sonntag Abend vom ZOB abhole.
Jetzt habe ich, nachdem er mich gefragt hat, welche Uhrzeit, hab ich geantwortet, dass ich ihn gerne vormittags wieder hätte, da wir abends noch verabredet sind und es mir auch zu spät ist, da am nächsten Tag wieder Schule ist.
Er hat natürlich den Bus aufn Nachmittag gebucht.
Habe ihm nahe gelegt, dass ich gerne bereit bin, ihn zu fahren aber nur, wenn er Sonntag Vormittag wieder zurückkommt, ansonsten kann er das Wochenende halt nicht kommen oder er ihn holt und bringt ihn.
Dieser menschliche Narzisst versucht immer und immer fertig zu machen und droht mir mit diversen Sachen.
Wie stehen meine Karten, wenn ich ihm für dieses Wochenende absage ? kann er mir irgendwas ?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Student
(2820 Beiträge, 929x hilfreich)

Zitat (von RuSi):
Wie stehen meine Karten, wenn ich ihm für dieses Wochenende absage ? kann er mir irgendwas ?
Es ist nicht so ganz klar, was du eigentlich wissen willst.

Wenn ihr euch als Eltern nicht einig werdet, kann jede Seite eine gerichtliche Regelung des Umgangs forcieren.

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#2
 Von 
RuSi
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Laut seiner Aussage, geht er sonst andere Schritte und sorgt dafür, dass er ihn bekommt.
Ich habe ihm gesagt, dass wenn es nicht funktioniert, wir uns beim Jugendamt wieder treffen.
Ich möchte nur wissen, welche Rechte er hat und welche ich habe ?!

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#3
 Von 
RudiRadeberger
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 1x hilfreich)

Grundsätzlich ist es erstmal die Aufgabe des umgangsberechtigten Elternteils, das Kind zu holen und auch zu bringen. Das ist hier also alleinige Aufgabe des KV. Zumal er selbst die räumliche Distanz durch seinen Umzug geschaffen hat. Die dabei entstehenden Kosten sind sein Problem. Das kannst du ihm gerne mitteilen. Zumal du ja bisher ganz schön in freiwillige Vorleistung gegangen bist.

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38699 Beiträge, 14049x hilfreich)

Ich teile die Ansicht von @Rudi. Ich finde es immer schlimm, wenn Elternteile auf diese Art und Weise Druck ausüben. Da liegen die Nerven blank, ganz klar, hab ich auch erlebt.

Nun zur Sache: Ihr habt wohl schon eine Gerichtsentscheidung, was das ABR angeht. Offensichtlich noch keine, die den Umgang angeht. Die wäre jetzt dringendst anzustreben, suche Dir so schnell wie möglich externe Hilfe, d.h., hole dir das Jugendamt mit ins Boot. Nein, wenn er nicht in der Lage ist, das Bringen und Holen des Kindes an diesem Wochenende zu organisieren, Du Deine freiwillige Leistung, die Du nicht erbringen musst, nicht erbringen kannst, dann muss er sich was einfallen lassen. Nicht Du. Wobei es durchaus zumutbar sein kann, das Kind zum nächsten Bahnhof zu bringen. Aber hier haben wir doch eine erhebliche Entfernung, da sieht es anders aus.

Zur eigenen Absicherung würde ich ihm das nicht nur fernmündlich, sondern auch schriftlich, und zwar mit Brief mitteilen. Und schauen, dass man die Zukunft vernünftig organisiert bekommt.

wirdwerden

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#5
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 217x hilfreich)

Zitat (von RuSi):
kann er mir irgendwas ?

Die Frage ist viel zu ungenau, du müsstest schon spezifizieren, was du für Konsequenzen befürchtest. Dann könnte man einschätzen, ob das möglich wäre.

Denn Grundsätzlich kann er dir natürlich "irgendwas". Nur was sind die Konsequenzen aus "irgendwas"?

Er könnte anrufen und dich zur Schnecke machen. -> kann dir egal sein

Er könnte persönlich vorbeikommen und Streit anfangen. -> kann dir auch egal sein.

Er könnte eine gerichtliche Umgangsregelung festlegen lassen -> könnte, je nach Ausgestaltung, für ihn zum Bumerang werden, denn für gewöhnlich haben Umgangselternteile die Hol- und Bringpflicht. Dafür ist er ja zu faul. Für dich hingegen wahrscheinlich vorteilhaft

Er könnte das alleinige Sorgerecht beantragen (ich vermute mal, DAS ist es was du mit "irgendwas" meinst?) -> ich wage mal die Prognose, dass kein Gericht ein Kind aus seinem Umfeld entzieht, nur weil du berechtigterweise mal nicht für ihn das Taxi spielst. Solange bei Dir das Kindeswohl nicht gefährdet ist wird er wohl kaum damit durchkommen.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 217x hilfreich)

Zitat (von RuSi):
kann er mir irgendwas ?

Die Frage ist viel zu ungenau, du müsstest schon spezifizieren, was du für Konsequenzen befürchtest. Dann könnte man einschätzen, ob das möglich wäre.

Denn Grundsätzlich kann er dir natürlich "irgendwas". Nur was sind die Konsequenzen aus "irgendwas"?

Er könnte anrufen und dich zur Schnecke machen. -> kann dir egal sein

Er könnte persönlich vorbeikommen und Streit anfangen. -> kann dir auch egal sein.

Er könnte eine gerichtliche Umgangsregelung festlegen lassen -> könnte, je nach Ausgestaltung, für ihn zum Bumerang werden, denn für gewöhnlich haben Umgangselternteile die Hol- und Bringpflicht. Dafür ist er ja zu faul. Für dich hingegen wahrscheinlich vorteilhaft

Er könnte das alleinige Sorgerecht beantragen (ich vermute mal, DAS ist es was du mit "irgendwas" meinst?) -> ich wage mal die Prognose, dass kein Gericht ein Kind aus seinem Umfeld entzieht, nur weil du berechtigterweise mal nicht für ihn das Taxi spielst. Solange bei Dir das Kindeswohl nicht gefährdet ist wird er wohl kaum damit durchkommen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1300 Beiträge, 217x hilfreich)

Sorry für den Dreifachpost. Irgendwas hat gehakt bei der Übertragung

-- Editiert von User am 14. März 2024 09:48

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Besserweiß
Status:
Praktikant
(759 Beiträge, 250x hilfreich)

Zitat (von RuSi):
Laut seiner Aussage, geht er sonst andere Schritte und sorgt dafür, dass er ihn bekommt.
Ich habe ihm gesagt, dass wenn es nicht funktioniert, wir uns beim Jugendamt wieder treffen.
Ich möchte nur wissen, welche Rechte er hat und welche ich habe ?!


Einen 13jährigen gegen seinen Willen zum Vater, weil die Mutter, die sonst immer springt, das mal nicht macht?
Der soll vorsichtig sein, so ein Richter kann auch mal sauer werden.

Nein, der kann Dir nichts.
Gar nichts.
Oder möchte Dein Kind bei ihm leben?

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