Umgangsrecht. Probleme mit der Mutter.

14. November 2025 Thema abonnieren
 Von 
ChrisWii
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsrecht. Probleme mit der Mutter.

Hallo liebe Community. Ich habe folgendes Problem. Die Mutter meines Sohnes und ich sind seit April geschieden. Der Weg bis dahin war sehr unschön. Im Rahmen der Trennung wollte sie mir direkt das Kind entziehen, da sie der Meinung ist, dass sie das Opfer ist, was sie auch weiterhin lebt. Nachdem ich vor dem Familiengericht das Umgangsrecht einklagen musste, wurde das Wechselmodell festgelegt, was auch gut lief, bis eine starke Beeinflussung auf das Kind stattfand. Meinen Sohn ging es mental immer schlechter. Ich entschied mich dann dem Residenzmodell zu zustimmen und seine Mutter hatte ihr Ziel erreicht und bekam endlich den gewünschten Unterhalt gezahlt. Die Probleme gehen jetzt immer weiter, obwohl ausgemacht ist, dass mein Sohn jedes zweite Wochenende zu mir kommt und er das auch gerne möchte, fallen die Termine regelmäßig und kurzfristig aus, da er angeblich keine Lust habe zu mir zu kommen. Mir ggü. äußerst er genau gegenseitiges, er will gerne länger bleiben, hätte auch gerne ein eigenes Kinderzimmer bei mir, da er sich auch sehr gut mit der Tochter meiner Partnerin versteht.

Ich habe jetzt nochmal, mit der Schule zusammen einen Termin mit dem Jugendamt beantragt, erhoffe mir da maximal eine temporäre Besserung.

Das war die Kurzfassung. Habt ihr sowas auch schon durchgemacht und habt evtl. Tipps für mich, grade auch im Bezug auf den Termin mit dem Jugendamt?

Ich habe mir jeglichen Schriftverkehr und eine Übersicht des ausgefallenen Umgangs erstellt.

VG




2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(41961 Beiträge, 14652x hilfreich)

Es wird Dich nicht trösten, doch Störungen im Kindesumgang sind das tägliche Brot von Familiengerichten, Jugendämtern, anderen Hilfs/Beratungsorganisationen. So, weiterhin ist das Wechselmodell ein Modell, welches auf Dauer nur bei den wenigsten Familien funktioniert. Und - es ist auch das teuerste. Abgesehen davon verkraften viele Kinder den ständigen Wechsel einfach nicht, dieses aus dem Koffer leben, die Freunde klingeln an der falschen Tür u.s.w. Also kein Drama, wenn man es versucht hat, es aber nicht klappt. Das Dir zum Trost.

Du musst außerdem wissen, dass Kinder ein unheimliches Gespür dafür haben, was die Erwartungshaltung des Elternteils ist, bei dem es sich gerade aufhält. Es wird auch das signalisieren, also bei Dir andere Signale aussenden als bei der Mutter. Denn - Kinder wollen artig sein. Bitte da das Kind in keinen Loyalitätskonflikt bringen.

Für Dich ist wichtig, jetzt mit dem JA und der Mutter eine tragfähige Lösung zu erarbeiten, diese dann so in das Leben des Kindes zu implementieren, dass es die als Selbstverständlichkeit ansieht; so wie zur Schule gehen oder Zähne putzen, auch wenn es mal an einem Tag aus was für Gründen auch immer nicht so passt. Das sollte man als Ziel auch beim Jugendamt klar definiert rüber bringen. Und bitte nicht vergessen: Umgangsregelungen sind immer Regelungen auf Zeit. die Bedürfnisse aller Betroffenen ändern sich immer mal. Bitte auch regeln, wie Ausfälle, sei es wegen Krankheit oder was weiß ich, oder aber auch aus anderen Grünen zu handhaben sind, wie mit Feiertagen umzugehen ist.

Viel Erfolg!

wirdwerden

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