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Umgangsrecht - kann ich mit dem Kind nach München ziehen?

 Von 
Shouny
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsrecht - kann ich mit dem Kind nach München ziehen?

Hallo liebe Leute,
ich plane mit meinem Sohn (7,5 J. ) zu meinem neuen Partner nach München zuziehen. Der Kindesvater hat sich während der Ehejahre kaum um seinen Sohn gekümmert. Momentan hat er ihn alle 14 Tage sowie 1x wöchentl. zur Übernachtung. Leider beschäftigt er sich auch heute in seiner gemeinsamen Zeit mit dem Sohn kaum. Er unternimmt rein gar nicht´s mit dem Kind und setzt ihn oft vor´s TV und das auch bis 23.00h manchmal. Der Junge will schon manchmal gar nicht dort hin weil Papa seinen PC lieber hat als ihn (O-ton Kind)!
Mein Mann möchte mit allen Mitteln verhindern, das wir nach München ziehen, da er durch die 800km Entfernung sein Umgangsrecht gefährdet sieht und an der Entwicklung des Kindes nicht teilhaben kann....obwohl ich ihm ein großzügiges Umgangsrecht angeboten habe (Ferien kompl. sowie 3 Wochenenden im Monat. Hierzu haben wir vor , den Jungen begleitet mit LH fliegen zulassen, wobei ich dafür die Kosten trage, da es ja da schon Urteile zugeben soll bezügl. der Reisekostenübenahme der EExfrauen für den Kindesvater! Anmerken möchte ich auch, das der KV oft sehr harsch mit dem Kind umgeht und oft Konflikte da sind, so das mein Sohn mich mehrfach an diesen Wochenenden anruft um abgeholt zuwerden. Mein Sohn hat schon mehrfach geäußert, das er bei mir leben möchte! So auch mit 5 Jahren als ich mich getrennt habe.
Wer kann mir nun sagen, ob ich mit dem Kind nach München ziehen kann ohne das unser Sohn vor Gericht etc. dazu befragt werden kann oder kann mir das verboten werden?
Für eine schnelle Antwort bin ich sehr dankbar
Gruss Shouny

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Ferien Gericht Kind Kindesvater


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9884 Beiträge, 1380x hilfreich)

Guten Tag,

sollte sich auf privater Ebene keine Einigung erzielen lassen, so ist eine gerichtliche Lösung, sollte Ihr Ex-Mann darauf bestehen, nicht zu vermeiden. Denn letztlich wird sein Umgangsrecht wirklich dadurch eingeschränkt, dass Sie mit Ihrem Sohn ins 800km entferne München ziehen. Auf der anderen Seite bieten Sie dem Vater ja auch genügend neue Möglichkeiten, auch unter anderem durch Kostenübernahme der Flugkosten, sein Umgangsrecht in Anspruch zu nehmen.

Ich tendiere dazu, dass der Weigerung des Vaters den Umzug zu verhindern, nicht stattgegeben werden wird. Dieses liegt jedoch im Ermessen des jeweiligen Familiengerichtes.

Mit freundlichen Grüßen,

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#2
 Von 
Shouny
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen dank für die Schnelle Antwort!

Ich bin sicherlich die Letzte die gegen das Wohl des Kindes eine gerichtl. Klärung wünscht! Mein Ex wird sich jedenfalls nicht mir mit einigen wollen, da er einfach Angst hat, das unser Sohn irgendwann die Fliegerei satt hat und somit das Umgangsrecht, welches nun 14 täg. stattfindet, nicht mehr wahrnehmen kann. Ich tue mich sehr schwer mit dieser Entscheidung den Umzug gegen seinen Willen durchzuziehen, da ich öchte das der Kleine seinen Vater regelmäßig sieht und nat. kann es passieren, das der Junge irgendwann aus div. Gründen den Vater nicht mehr besuchen möchte. Garantieren kann ich dem Vater das auch nicht, zumal der sich seit Jahren eher dürftig mit dem Kind beschäftigt und die Besuche des Kindes absitzt und das Kind sich oft selber überläßt. Mal abgesehen davon, stellt er verbal immer wieder die Liebe seines Kindes zu ihm in Frage und der Kleine ist oft mit seinen heftigen Wutausbrüchen einfach überfordert und will deshalb oft nicht zum Vater und ich biege das oft wieder hin. Erst gestern sagte mir der Vater, das wenn der Kleine nach MUC zieht, er ihn dann am besten gleich vergessen würde, damit es ihm nicht so weh tun würde.
Ich habe natürlich Angst davor, das das Kind vor Gericht befragt wird und sich dort verbal einen 3. gegenüber gegen seinen Vater entscheiden muss, da ich glaube, das dies einen erhebl. seelische Belastung für das Kind ist! Und das nur, weil mein Ex ein Entscheidung zum Wohle des Kindes will.
Vor Gericht und auf hoher See ist man eben in Gottes Hand....wenn ich die Beiträge hier alle lesen wird mir Angst und Bange!
Aber einen dicken Dank für Ihre Antwort.
P.S. HAbe noch einen Beitrag hier eingestellt, wo sich gerade 4 Anwälte drüber streiten!!! Ehevertrag/Unterahlt....da ist noch nichts entschieden...tun sich alle schwer damit!

Gruss und Dank
Shouny

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#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9884 Beiträge, 1380x hilfreich)

Guten Tag,

gern geschehen. Ich freue mich, wenn ich Ihnen weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,

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#4
 Von 
Shouny
Status:
Frischling
(33 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Bobo,
vielen Dank nochmals! Ihre Antworten, als auch der vielen anderen Juristen etc., helfen hier vielen Menschen weiter und ich finde es toll, das es so nette Leute wie Sie gibt, die uns Ihr Fachwissen unentgeltlich zur Verfügung stellen.

Werde den Umzug auf den nächsten Sommer verlegen, somit hat KV noch ein wenig Zeit sich mit dem Gedanken anzufreunden und zu zeigen , wie ernst ihm seine Vaterrolle wirklich ist....! Wie heißt es doch immer so schön: im Zweifelsfalle nie....! Time will tell und dann ist es mir auch leichter um´s Herz die Entscheidung zutreffen und brauche mir später keine Vorwürfe machen oder machen zulassen.

Ein schönes langes Wochenende und nochmals Dank.
Gruss Shouny

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#5
 Von 
Ceyenne
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo
stehe momentan vor dem selben Problem, meine Frage über den Umzug zum neuen Partner hat das JA folgend beantwortet:
Ab einer Entfernung von 50km muß der KV seine Einverständnis geben.
Wenn Er dies nicht macht, dann muß vor Gericht geklagt werden und das Gericht entscheidet dann zum Wohl der Kinder.
In meienm Fall kann ich das sicher vergessen, da mein Ex bis heute noch nicht fähig ist sich normal zu verhalten den Kindern gegenäber und mir.Er lebt in einer neuen Beziehung, und ich habe nach 2Jahren alleinsein auch einen neuen Partner gefunden.Nach der Scheidung würde ich gerne 200km wegziehen, aber der KV wird nie seine Erlaubnis geben und so muß wieder vor Gericht gekämpft werden.Ich frage mich warum man auch nach der Trennung/Scheidung immer noch den Machenschaften des Ex Partners ausgesetzt sein muß.Wäre alles so super gewesen hätte man sich nicht getrennt.
Wünsche Euch allen noch ein schönes Wochenende

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