Umgangsrecht.. mal anders !

4. April 2010 Thema abonnieren
 Von 
Phobia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsrecht.. mal anders !

Nachdem ich das Forum jetzt ganz schön lange durchstöbert habe, muss ich nun hier auch eine Frage stellen.

Es geht um folgendes:

Ich habe eine kleine Tochter von 10 Monaten, lebe mit dem Kindsvater glücklich zusammen. Sein Vater, nachfolgend Opa genannt ;) hat wiederum eine Partnerin (nicht Verwandt mit meiner Tochter und meinem Freund, nur eine stinknormale Lebensabschnittsgefährtin).
Diese pöbelt mich andauernd an, beleidigt mich, hält sich nicht an unsere Erziehungslinie, lässt sich nichts sagen. Kurzum: Eine Mischung aus Stief- und Schwiegermonster.

Mein Freund und ich haben seinem Vater gestern erklärt, dass wir aus diesem Grund nicht möchten, dass seine Partnerin kontakt mit unserem Kind hat.
Das mag sich absurd anhören, es gab allerdings einige Vorfälle, die das durchaus rechtfertigen. Ein Kind wir immerhin auch älter und versteht immer mehr Ausdrücke und Begriffe. Die, die von der Frau verwendet werden, gehören nicht zu der Art Worten, die ein Kind schon kennen sollte.

Jedenfalls lässt sich der Opa - ziemlich blind vor Liebe zu seiner Partnerin - nicht vorschreiben, dass seine Partnerin keinen Umgang mit unserer Tochter haben soll. Wir wollen ihm als Opa natürlich nicht die Enkelin verwehren, er ist herzlich willkommen, seine Prinzessin nicht.

Können wir als Elternteile eine Art Umgangsverbot aussprechen? Dass sie nicht im Hause erwünscht ist und sofort wieder vor die Tür gesetzt wird, versteht sich von selbst, aber was ist, wenn die Kleine älter wird und Ausflüge mit Opa machen will? Gibt es - falls nötig - auch gerichtliche Mittel, um den Umgang zu verbieten?

Natürlich steht dabei auch das Kindeswohl im Vordergrund, ich als Mutter möchte nicht hintenherum schlecht gemacht werden vor meinem Kind, schon garnicht per Beleidigungen und Lügen, das würde unser Zusammenleben als Familie nach und nach zerstören.

Bitte keine Ratschläge, wir sollen das in einem Gespräch klären, das haben wir gestern versucht. Der Opa ist auf dem Ohr, was die Fehler seiner Partnerin betrifft total taub und ist wutentbrannt, mit ein paar unschönen Worten an mich aus der Wohnung gestürmt. Klärung per Gespräch ist also traurigerweise gescheitert.

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hallo Phobia,

wollen wir wetten, dass deine Darstellung der Sachverhalte Stiefschwiegermonster und Opa auf die Palme treibt, weil die eine ganz andere Wahrnehmung hierzu haben?
Nun gibt es nicht nur eine elterliche Erziehungslinie, wie du diese so schön genannt hast, sondern auch eine großelterliche.
Nenne mir mal Großeltern die immer brav nach der Pfeife der Eltern tanzen, ohne mich anzuschwindeln.
Ist für Kinder im Regelfall auch nicht von Nachteil.

Da du der Meinung bist, dass Gespräche nichts bringen, weil du die Gespräche für gescheitert erklärt hast oder diese zumindest nicht hast deeskalierend lenken können, bleibt mein gut gemeinter Rat: Moderiertes Gespräch! Familienberatungszentren gibt es in nahezu jeder Gemeinde, die was auf sich hält.
Solltest du auch dies vorab für gescheitert erklären, dann bleibt der Rat, gehe zum Anwalt, hau feste druff und zeige denen mal wer in eurem Hause das Sagen hat. Da freuen sich bestimmt einige Leute ganz dolle drüber.

Auch für dich nochmal das Zitat eines 14-jährigen Jungen, im Gespräch mit Richter a.D. Jürgen Rudolph:
"Oh, wie unbeschreiblich hohl, ist der Begriff vom Kindeswohl."

In diesem Sinne frohe Ostern und

lieben Gruß

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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#2
 Von 
Phobia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat der Fragestellerin:
Bitte keine Ratschläge, wir sollen das in einem Gespräch klären, das haben wir gestern versucht. Der Opa ist auf dem Ohr, was die Fehler seiner Partnerin betrifft total taub und ist wutentbrannt, mit ein paar unschönen Worten an mich aus der Wohnung gestürmt. Klärung per Gespräch ist also traurigerweise gescheitert.


Es geht nicht um Großelterliche Erziehungslinien, denn auch die eigentliche Oma, sowie mein eigener Freund teilen die selbe Meinung. Ich denke, die Kindsmutter zu beleidigen, weil sie 'nicht gut genug ' ist, ist keine Erziehungslinie, sondern eine traurige Sache. Sich dann noch, obwohl man keine eigenen Kinder hat anzumaßen alles besser zu wissen und herumzupöbeln, tolle Sache. Tut dem Kind sicher gut, in dem zarten Alter schon Begriffe wie Assoziales Dreckstück aufzuschnappen.


Ich erkläre Gespräche nicht für von Vorneherein gescheitert, der Versuch des normales Gesprächs ist gescheitert. Nicht weil ich es nicht schaffe, dies ohne Eskallation zu führen, sondern weil es tatsächlich Leute geben soll, mit denen man nicht reden kann. Und wenn ich mir dann anhören kann, ich bin das größte Unglück, was Sohnemann je passiert ist, brauchen wir garnichtmehr weiterreden.

Dein Ratschlag - nicht hilfreich.




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#3
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hallo Phobia,

es geht i.d.R. in moderierten Gesprächen nicht darum die Eltern in ihrer Kernkompetenz zu beschneiden, insoweit kann ich deine grundsätzliche Abneigung zum moderierten Gespräch nicht nachvollziehen, die du in einem letzten Absatz zunächst nicht ablehnst, am Ende aber konstatierst, dass dies nicht weiterführen würde, weil - und das wirkt befremdlich - das unmoderierte Gespräch nicht das von dir gewünschte Ergebnis brachte.

Auch deine Bewertung zu meinen Beitrag spricht nicht gerade für eine eigene moderate Gesinnung.
Dennoch danke ich dir, für deine Bewertung, zeigt dieses Gebaren auch anderen UserInnen was von dir zu erwarten ist, wenn es nicht nach deinem Kopf geht.

Mach´s gut und

lieben Gruß

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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#4
 Von 
Phobia
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Sorry, aber deine Beiträge zeigen, dass du den Kernpunkt nicht verstehst.
Es geht nicht darum, dass MIR etwas nicht passt, es geht darum, dass ich Bleidigt, angepöbelt etc. werde und sowohl mein Freund als auch ich für unsere Tochter den Umgang mit der Partnerin seines Vaters, die niemals auch nur Ansatzweise in der Familie integriert war, unterbinden wollen.
Beide Elternteile sind sich also aus guten Gründen einig, und soweit ich weiß, ist es auch allein Sache der Eltern zu entscheiden, wer mit dem Kleinkind Umgang hat und wer nicht. Vermutlich hat auch das seine Gründe.
Weitere Gespräche wünscht auch der Opa nicht, da ich ja versuche, ihn mit seiner LG auseinanderzubringen und ich mich sowieso mit der Exfrau verbündet habe.
Soviel dazu.

Ich weiß nicht, von welchem Planeten du stammst, aber dort hin, wo es nur friedliche, vernünftige Menschen gibt, die den ganzen Tag grinsen und Herzchen rülpsen, möchte ich auch hin. Ignorier bitte meine Beiträge, und lasse anderen noch die Chance, hilfreichere Antworten zu verfassen.

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#5
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Hallo Phobia,

es bleibt anderen UserInnen unbenommen sich an diesem Thread zu beteiligen.
Wenn diese es wollen, werden die es tun, da braucht es weder meine Zustimmung noch Ablehnung. Das ist auch ein Grund warum Menschen wie du und ich hier schreiben.

Du hast Recht, wenn du meinst, dass ich deine Verständnis nicht wecken kann, weil du es nicht willst, aber das ist der eigentliche Kern der Sache.
Übrigens auch etwas, was ich am deutschen FamFG sehr bemängel.
Mediationen, oder moderierte Streitbeilegungen werden hierzulande nur auf freiwilliger Basis betrieben, und an was für Menschen das scheitert und welche Folgen dies hat, weiß ich schon aus meiner Praxis recht gut. Ich lasse mich aber gerne von dir inspirieren.

Du schriebst:

quote:
Weitere Gespräche wünscht auch der Opa nicht, da ich ja versuche, ihn mit seiner LG auseinanderzubringen und ich mich sowieso mit der Exfrau verbündet habe.

Und ich schrieb bereits zuvor:
quote:
wollen wir wetten, dass deine Darstellung der Sachverhalte Stiefschwiegermonster und Opa auf die Palme treibt, weil die eine ganz andere Wahrnehmung hierzu haben?

Das sind Probleme um die es hier geht und die mit keiner Juristenkeule der Welt nachhaltig beizulegen sind.
Das kannst du leugnen, dann aber nicht mehr darauf berufend, dies nicht gewusst zu haben oder - und aus dem Grund mein Rat - annehmen und darauf aufbauen.

Ich setze noch einen drauf, indem ich dir dazu rate, auf einen Mediator aus der Zunft der Rechtsanwälte zu verzichten, sondern vorzugsweise auf psychologische Beratung zu setzen - auch und gerade wenn dies besonders schwer erscheinen möge.

Lieben Gruß




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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

-- Editiert am 04.04.2010 21:30

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39014 Beiträge, 14088x hilfreich)

Das Kind ist 10 Monate alt. Hat also noch keine aufgebaute gefestige Beziehung zu Opa und Derzeitiger. Da ist das doch alles relativ problemlos. Ihr gebt das Kind nicht hin, was Ihr bei so einem kleinen Kind auch nicht müsst, lasst sie nicht bei Euch rein. Denn niemand, wirklich niemand muss sich beleidigen und erniedrigen lassen, also sich letztlich prostituieren. Wenn das Kind größer ist, vielleicht die Neue des Opas auch nicht mehr existiert, dann kann man nachdenken über Kontakt, und den vielleicht dann auch strukturieren.

Und gerichtliche Auseinandersetzungen würde ich mit großer Gelassenheit abwarten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei dieser Sachlage irgend jemand die Eltern des Säuglings verurteilt, diesen Säugling in eine fremde Umgebung zu geben. Das wäre dem Kindswohl nicht zuträglich.

wirdwerden

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#7
 Von 
azrael
Status:
Master
(4939 Beiträge, 783x hilfreich)

Ich bin UserIN und will zu diesem Thema nix sagen. ARTiger hat schon alles gesagt.

Btw... Elterliche Erziehungslinie - ist das neudeutsch oder aus einem Buch für junge Eltern? :???:


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"gruß azrael"


-- Editiert am 05.04.2010 12:26

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
azrael
Status:
Master
(4939 Beiträge, 783x hilfreich)

quote:
Das Kind ist 10 Monate alt. Hat also noch keine aufgebaute gefestige Beziehung zu Opa und Derzeitiger. Da ist das doch alles relativ problemlos. Ihr gebt das Kind nicht hin, was Ihr bei so einem kleinen Kind auch nicht müsst, lasst sie nicht bei Euch rein. Denn niemand, wirklich niemand muss sich beleidigen und erniedrigen lassen, also sich letztlich prostituieren. Wenn das Kind größer ist, vielleicht die Neue des Opas auch nicht mehr existiert, dann kann man nachdenken über Kontakt, und den vielleicht dann auch strukturieren.


Bingo, das Posting des Tages.





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"gruß azrael"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

@wirdwerden,

quote:
Denn niemand, wirklich niemand muss sich beleidigen und erniedrigen lassen, also sich letztlich prostituieren.

Soll die von dir eingebrachte Übersteuerung Wortgewandtheit suggerieren oder handelt es sich hierbei lediglich um eine maßlose Übertreibung, die der TE eine alleinige Opferrolle zuschreiben soll?

Es soll Menschen geben, die anderen Menschen erfolgreich vermitteln, wie man Dritte auf Eskalationsleitern vor sich her treibt, bis man letztlich den erwünschten Opferstatus erhält.

Nice try! :grins:


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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39014 Beiträge, 14088x hilfreich)

Ich schreibe niemandem eine Opferrolle zu. Nur, trotzdem muss sich niemand beschimpfen lassen. Letztlich kann jeder selbst bestimmen, inwieweit für ihn Beschimpfungen erträglich sind. Und wenn das alles für die TE nicht mehr ertäglich ist, dann muss sie die Konsequenzen ziehen. Für sich und ihren Mann sowie das Kind.

Und ich wüsste auch nicht, warum sie mit der Derzeitigen des Opas sollte verkehren müssen. Das Kind hat noch keine soziale Bindung aufgebaut, also kann man in aller Ruhe abwarten, bis sich alles etwas beruhigt hat, bis alles in geordneten Bahnen ist. Und dann kann man weiter schauen.

wirdwerden

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0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

@wirdwerden,

quote:
Nur, trotzdem muss sich niemand beschimpfen lassen.

D´accord!
Was noch nicht rechtfertigt jemanden dorhin zu treiben, oder?

Wie ich eingangs schrieb - und ohne Kenntnis der Darstellung der Gegenseite - gebe ich keine Ratschläge zu Umgangsverweigerungen ab, wenn ich nur die eine Seite so habe lesen müssen wie in diesem Fall.

Es wäre nett, würdest du mir die von dir eingebrachte "soziale Bindung" mal näher erläutern.
Ich bin da ein wenig außen vor geworden.
Viele andere ohnehin, wenn diese Kinder ohne Trauschein zeugen.
Ist ein Trauschein ein soziales Bindeglied?
Wer hat eine wie ausgeprägte soziale Bindung zu einem neugeborenen Kind?

Lieben Gruß


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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

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#12
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39014 Beiträge, 14088x hilfreich)

Einerlei, was vorher war, man beschimpft niemanden, und erst recht nicht in seiner eigenen Wohnung. Und das, was die Threaderöffnerin hier angdeutet hat, war schon harter Tobak!

Aber, abgesehen davon: ein Umgangsrecht der Großeltern setzt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, zum einen eine enge soziale Bindung zum Enkelkind voraus und ein gutes Verhältnis der Großeltern zu den Eltern. Ersteres kann sich noch nicht aufgebaut haben, ausserdem ist das Verhältnis zu Opa und Anhang im Augenblick ja wohl kaum gut. Nicht mal eine der geforderten zwei Voraussetzungen für Großelternumgang liegt vor!

Damit können die Eltern entscheiden, ob hier der Opa mit oder ohne Anhang Kontakt zu seinem Enkelkind haben darf oder nicht.

wirdwerden

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