Umgangsregelung - Kind will nicht zum Vater

20. September 2003 Thema abonnieren
 Von 
Lis
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Umgangsregelung - Kind will nicht zum Vater

Hallo,
mein Freund und ich hatten uns getrennt, als unser Sohn ein paar Wochen alt war.
Den Umgang haben wir bisher gütlich - ohne RA - geregelt. Da wir uns dann doch einigermaßen gut verstanden hatten und noch über einige Dinge sprechen mußten und wollten, lief es bisher so ab, daß ich mit dem kleinen zu meinem Ex gegangen bin und wir uns gemeinsam dort aufgehalten haben. Jetzt ist der kleine 10 Monate alt und wir meinten beide es wäre an der Zeit, daß mein Ex ihn während der Besuchszeit alleine nimmt. Zum einen weil wir uns nicht mehr so gut vertehen und die Begegnungen immer angespannter und gezwungener wurden. Zum andern wirkte es so als ob die beiden ganz gut klar kämen.
Nun hat er ihn schon ein paar mal - zunächst für ein paar Stunden - alleine genommen, was anfangs gut ging. Doch seit kurzem bleibt unser Sohn nicht bei seinem Vater. Er fängt sofort an zu weinen wenn ich gehen möchte und läßt sich nur beruhigen, wenn ich bei ihm bleibe.

Was für Möglichkeiten haben wir nun um den Umgang zu gestalten?
Wir beide möchten nicht weiterhin so viel Zeit miteinander verbringen, doch wenn es anders nicht geht wäre es meinem Ex doch lieber, sich wieder mehr mit mir zu treffen als den Umgang mit dem Sohn einzuschränken.
Inwieweit kann er erwarten oder auch verlangen, daß ich bei den Besuchen des Kindes anwesend bin, wenn es nicht anders geht?

Diese Frage interessiert mich für jetzt, da das Kind noch sehr klein ist und auch für später, wenn es sich selbst äußern kann ob er denn alleine zu seinem Vater möchte. Also was dieser verlangen kann, wenn der Sohn vielleicht einmal nicht zu ihm möchte?

Vielen Dank
Lis




26 Antworten
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#1
 Von 
kleebi
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi Lis!

Ich weiß jetzt nicht wie oft sich Vater und Sohn sehen.. aber ich denke mal, dein Kleiner fremdelt. Auch wenn's der eigene Papa ist, du bist für ihn die Hauptperson und sein Papa eher ein Fremder.
Ich würde vielleicht versuchen wieder gemeinsame Treffen zu organisieren und dann nach und nach deine Anwesenheit verkürzen. Dann sieht der Kleine dich und fühlt sich sicher und gewöhnt sich vielleicht an seinen Papa. Also, einfach mit dableiben, dann mal für 2 Minuten weggehen, dann für 5... und so weiter. Oder aber der Papa (und auch die Mama) müssen da durch. Einfach gehen und dein Ex muß versuchen mit ihm klar zu kommen. Kannst ja nach ner 1/2 Stunde wieder vorbeischauen..
Ich denke mal erzwingen kann man da nichts und wenn er nur schreit, fühlt er sich nicht wohl und braucht seine Haupt-Bezugsperson in der Nähe, als Sicherheit.
Grundsätzlich gilt (soweit ich weiß) die Besuche sind zum Wohle des Kindes gedacht und wenn das Kind sich strikt weigert kann man sonst auch einen gerichtlichen Beschluss anfordern, damit der Vater nicht auf sein Recht besteht. Aber ich hoffe mal, dass ihr euch irgendwie einigt, ohne RA und Gericht.

Gruß
Nina & Daniel (auch 10 Monate)

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#2
 Von 
frankygps
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Lis,

ich hatte gerade mal durch Zufall beim stöbern der Texte deine Anfrage gesehen. Ich finde es gut was Nina & Daniel geschrieben haben. Muß mich deren Meinung anschliessen. Ich denke man muß nicht immer gleich springen wenn ein Baby schreit. Es gewöhnt sich leicht daran das immer jemand zur Stelle ist nur weil es kurz mal schreit. Aber du solltest auch wissen wie dein Exfreund mit dem Kind umgeht und ob er es auch beruhigen kann oder auch wirklich möchte. Du hattest auch geschrieben das er mit dem Kind gut klar käme. Das kann durchaus sein aber vielleicht hatte er sich am Anfang auch nur mehr Mühe gegeben weil er vielleicht noch etwas Hoffnung hatte das es vielleicht wieder was werden könnte mit euch. Möchte ihm das nicht unterstellen aber da ich ihn und dich nicht kenne könnte es durchaus sein. Musst aber ganz alleine du entscheiden.
Ich hatte das alles nur geschrieben zum Wohle eures Kindes. Denn die ersten beiden Lebensjahre sind die wichtigsten im Leben eines jeden Menschen. Falls du mal irgendwann mit einem Psyschologen sprechen solltest, wird dieser dir das bestätigen. Viele Krankheiten sind auf die Entwicklung und Erziehung zurück zu führen. (Auch heftige Streitereien bekommt ein Kleinstkind mit.) Besonders in den ganz jungen Jahren. Aber solange ihr beide dem Kind eine liebevolle Erziehung und Betreuung gebt, dürfte der Entwicklung eures Kindes nichts im Wege stehen. Also gebt euch beide einen Ruck und unterdrückt die angespannten Zusammenkünfte für das Wohl eures Kindes. Es dankt euch auch später dadurch das es euch beide liebt und dies auch nicht vor Vater oder Mutter verstecken muß.
Grüsse uznd eine glückliche Zukunft euch allen.
Frankygps

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#3
 Von 
guest123-324
Status:
Schüler
(294 Beiträge, 9x hilfreich)

Hallo Lis!

Also ich finde es überhaupt nicht ungewöhnlich, dass der Kleine schreit. Kinder haben in diesem Alter einfach ein engeres Verhältniss zur Mutter, womit ich damit auf keinen Fall sagen will, dass der Vater unwichtig ist. Er ist wichtig, aber auf eine andere Art und Weise. Als meine Tochter gerade geboren war hat sie bei mir auch eher geschrien als bei der Mama. Das ist normal und wissenschaftlich bewiesen. Eine Rolle spielt mit Sicherheit auch, dass der Kleine fremdelt da ihr nicht mehr zusammen lebt. Aber ich denke, dass ist nicht so gewichtig wie der erste Punkt. Aber da soll der Vater mal abwarten (bis ca. 1,5 Jahre Lebensalter), dann kann er immer mehr ins Spiel kommen.

Ob er verlangen kann, dass du beim Umgang dabei bist, weiss ich nicht.

Ich würde aber auf keinen Fall etwas erzwingen bei einem Kind in so einem Alter. Damit meine ich, dass Kind einfach alleine beim Vater lassen, wenn es sich dort unwohl fühlt und schreit.

Michael

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#4
 Von 
angi1965
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

mir gehts auch so, nur wird mein Sohn bald 6.

Der Vater ist aus Bosnien, recht uneinsichtig und rechthaberisch und nimmt keine Rücksicht aufs Kind.

Er will nur seine Rechte durchsetzen und lässt unser Kind an den Umgangstagen teilweise alleine bei seiner Schwester (die hat auch 2 kinder: 8 und 17), wo sich unser Kind jedoch nicht sehr wohl fühlt.

Und nun steht auch noch ein gemeinsamer Urlaub des KV (ab dem 08.08 für 1 Woche) mit unserem Kind in Bosnien an, den er sich letztes Jahr gerichtlich erstritten hat.

ABer unter diesen Umständen???

Jetzt haben wir am Mittwoch erst mal einen Termin bei einem Kindertherapeuten und dann seh ich mal weiter.

Meine Meinung: Umgang ok, solange es nicht zu Lasten des Kindes geht.

Eure Meinung?

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"Was du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch nicht anderen zu....!"

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#5
 Von 
Michaela Albrecht
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 5x hilfreich)

Ein Rat als Mutter von Zwillingen (fast 4):
Nur weil der Sohn weint, wenn Sie gehen, heißt das nicht automatisch, dass er sich bei dem Vater nicht wohlfühlt, zumal er ihn ja kennt.
Ich halte es für absolut falsch, dem Kind sofort nachzugeben, denn wenn der Umgang jetzt ausgesetzt oder begrenzt würde, wäre es nach einer Weile wieder schwieriger, ihn wieder zu "installieren".
Die Zeit arbeitet in solchen Fällen immer gegen die Beteiligten.

Der Vater soll doch mit dem Sohn etwas Tolles machen (z.B. einen Spaziergang), und Sie sagen ihrem Sohn, dass Sie nachher wiederkommen. Ihr Sohn ist bald abgelenkt, außerdem lernt er, dass Sie wiederkommen, wenn Sie es sagen.
Vielleicht weint er auch mal, aber es ist ja schließlich sein Papa, mit dem er etwas unternimmt. Normalität ist mit Normalität herzustellen, nicht mit Besorgtheit.

Kinder wollen vieles nicht, was aber gut für sie ist: sich z.B. die Windeln wechseln lassen, Gemüse essen, im Winter eine Mütze aufsetzen und Handschuhe anziehen etc, sie wollen die Wurst ohne Brot und lieber nur Schokolade statt Kartoffeln.
In diesen Fällen sagt keiner, man dürfe nichts erzwingen.
Ich bin daher der Meinung, Sie sollten unbedingt die Haltung einnehmen, dass Ihr Sohn bei seinem Vater bleibt, auch wenn er mal weint.
By the way:
Ich habe kleine Jungen erlebt, die weinten monatelang immer, wenn sie im Kindergarten abgegeben wurden. Immer nach einer Weile (30 min) fühlten sie sich im Kindergarten wohl und spielten fröhlich. Wenn man ihnen nachgegeben hätte, hätte man sie wieder mit nach Hause genommen.
Das Kindeswohl ist oft nicht deckungsgleich mit dem Kindeswillen.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht
Rechtsanwältin


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#6
 Von 
angi1965
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Nur weil der Sohn weint, wenn Sie gehen, heißt das nicht automatisch, dass er sich bei dem Vater nicht wohlfühlt, zumal er ihn ja kennt.*
Habe ich nicht geschrieben, er wird bei der Schwester abgegeben und fühlt sich da nicht wohl?????? Bitte richtig lesen!

Und den Vater kenn ich wohl besser.

*Ich bin daher der Meinung, Sie sollten unbedingt die Haltung einnehmen, dass Ihr Sohn bei seinem Vater bleibt, auch wenn er mal weint.*
Mal weinen ist gut gesagt. Das Verhalten erlebe ich seit einem gewissen Zeitraum (nicht nur im Kindergarten) und ich denke, dass das nichts mit normalem Verhalten zu tun hat.
*Das Kindeswohl ist oft nicht deckungsgleich mit dem Kindeswillen.*
Das kann ja sein, dennoch kann ja auch was anderes dahinter stecken, und das versuche ich, herauszufinden.

MfG
Angi


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"Was du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch nicht anderen zu....!"

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#7
 Von 
Julla
Status:
Lehrling
(1746 Beiträge, 274x hilfreich)

Hallo Angi,

die Frau Albrecht hat auf die Frage von Lis geantwortet, nicht auf deine.
LG

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"Julchen"

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#8
 Von 
angi1965
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

ups ;-)

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#9
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
Lilly06
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin in einer ähnlichen Situation, aber genau andersrum. Ich möchte meine Tochter, die ein Jahr alt ist, nicht allein beim Vater abgeben, da dieser nur unter diesen Umständen den Umgang will. Zu uns kommen möchte er nicht, betreuten Umgang hat er nicht ernstgenommen und tauchte mehrmals gar nicht erst auf. Das Kind kennt ihn bis jetzt nicht und ich werde es nicht bei einer fast fremden Person lassen, wenn es das nicht möchte und weint.
Was die Rechtsanwältin geschrieben hat kann ich nicht verstehen, denn hier handelt es sich nicht um ein Kindergartenkind, sondern um einen zehn Monate alten Jungen. Er wird nicht verstehen, was los ist, wenn die Mama einfach weggeht. Auch nicht wenn sie ihm das erklären will, damit ist er überfordert. Beim betreuten Umgang habe ich zunächst versucht, den Raum zu verlassen, aber meine Tochter hat nur geweint. Und die nächsten Treffen auch, sobald sie ihren Vater in dieser Umgebung sah. Denn dann hat sie die Situation als bedrohlich empfunden. Später blieb ich dann dabei und es klappte immer besser. Was ich damit sagen will, ist, dass der Vater durch solch eine Situation vielleicht eher negativ für das Kind erlebt wird, da es Angst vor dieser Situation hat. Eine langsame Annäherung halte ich da für sinnvoller, denn wenn das Kind bereit ist, ohne die Mutter Kontakt zum Vater zu haben, dann wird es dies bestimmt signalisieren.
Es wäre doch ganz interessant, wenn sich Lis hier wieder melden würde und schreibt, wie es weiterging, denn es ist ja schon eine ganze Weile her, dass sie diesen Thread hier eröffnet hat!

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#11
 Von 
angi1965
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

also als allererstes lief der umgang bis vor wenigen wochen ....

...und das mit dem *Urlaub gerichtlich erstritten* hätte auch nicht sein müssen, wenn der KV vorher mit mir gesprochen hätte....

..und ich will nicht den Umgang verhindern, sondern dass es besser läuft...

...den Umgang habe ich auch nicht unterbunden, sondern habe es weiterhin versucht....

das wars..ende

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"Was du nicht willst, das man Dir tu, das füge auch nicht anderen zu....!"

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#12
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1831 Beiträge, 128x hilfreich)

schon bei "das wars..ende" merkt man,
wer eigentlich ein schlechtes Gewissen hat.

"...und das mit dem *Urlaub gerichtlich erstritten* hätte auch nicht sein müssen, wenn der KV vorher mit mir gesprochen hätte...."

Das ist doch Unsinn! Selbst wenn der KV
zuvor nicht den Versuch eines Gesprächs gemacht haben SOLLTE:
bevor man vor Gericht steht, läuft einiger Schriftwechsel ! Da hat man / frau als Beklagter noch genug Zeit, selbst Gesprächsbereitschaft zu zeigen, bevor man verklagt wird.

Gruß,
nachgefragt

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#13
 Von 
angi1965
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

mei o mei....was habt ihr alle ne Ahnung von dieser Sache

nur klug daherreden und eigentlich keine Ahnung haben

und *das wars...ende* war hier auf das Forum bezogen. Also hörts mir bittschön auf, hier andauernd falsche Schlüsse zu ziehen.
ES REICHT JETZT

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#14
 Von 
Michaela Albrecht
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 5x hilfreich)

@angi1965
Meine Antwort hatte sich tatsächlich auf Lis bezogen.

Im Übrigen bin ich in diesen Foren immer wieder überrascht, welcher Ton hier angeschlagen wird. Ich kann das nicht nachvollziehen, denn auch wenn ich natürlich davon ausgehe, dass die häufige Unfreundlichkeit daher kommt, dass jemand seinen Finger auf eine Wunde legt und man deswegen "schreit", so darf man nicht außer Acht lassen, dass man nie wirklich weiß, wie es der Andere gemeint hat.
In diesen Foren herrscht - trotz oben erwähnter Nettiquette "Bitte behandelt andere Forumsmitglieder so, wie man Kofi Annan, den Papst, den Dalai Lama oder den Bundespräsidenten behandeln würde: mit Respekt, Anstand und Höflichkeit." ein Tonfall, der mich oft davon abhält, überhaupt meine Ansicht zu äußern.

Lis hat geschrieben, ihr 10 Monate alter Sohn kennt seinen Vater von klein auf. Somit ist er für ihn nicht fremd. Natürlich muss man den Umgang behutsam ausdehnen, aber man muss ihn nicht einschränken oder unterbinden, nur weil das Kind erst mal weint. Kontakt zum Vater ist gut für das Kind, genauso wie es gut ist, z.B. im Winter einen Schal anzuziehen. Seltsamerweise neigen viele Mütter dazu, ihrem Kind nachzugeben, wenn es den Vater nicht sehen will, sie sind aber sehr konsequent, wenn es einen Schal anziehen soll.
Jede Frau hat (außer in Fällen von Vergewaltigung) zumindest für eine Viertelstunde den Mann gemocht, mit dem sie das Kind hat.
Wenn sie ihn danach nicht mehr mag und nicht versteht, wie sie je ein Kind mit ihm bekommen konnte, ist das ok, aber das Kind sollte ihn dennoch mögen dürfen und sehen dürfen.
Im Zeitalter der umfassenden Verhütung kann frau kann sich den Vater ihres Kindes heute -Gott sei Dank- aussuchen.

Natürlich weiß ich, dass es Fälle gibt, wo sich der Vater plötzlich und unerwartet als Monster entpuppt. Aber dennoch ist es der Vater, und es ist für einen erwachsenen Menschen (das Kind bleibt ja nicht immer klein) extrem schwer, diese Lücke auszufüllen, die ein Vater hinterlassen hat, den man nicht gesehen hat. Ein Kind denkt ja immer, es ist schuld, es hätte etwas falsch gemacht.

Ich habe schon sehr viele Menschen getroffen, die eine verkorkste Vaterbeziehung hatten, und ich möchte einfach versuchen, zu deeskalieren.
Und ich wünsche mir, dass alle hier ein wenig verständnisvoller miteinander umgehen. Keiner kennt den anderen wirklich, es sind nur Pseudonyme (außer ich), wir kennen keine Gesichter dahinter, und deswegen können wir doch alle sachlich bleiben.

Mit freundlichen Grüßen
Michaela Albrecht



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#15
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#16
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 235x hilfreich)

Tox, glaubst doch nicht im Ernst, dass du einen alten und kranken Mann, der kaum noch reden kann nicht mit Respekt, Anstand und Höflichkeit behandeln würdest!

Und Frau Albrecht hat völlig Recht. Hier wird ziemlich viel vorverurteilt...

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"><(((º> "

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#17
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#18
 Von 
Hank
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 235x hilfreich)

Na, wenn du von Jesus so viel hälts, dann probier es doch mal mit ein wenig....

Vergebung.

oder gar

...Liebe

Aber anscheinend bist du lieber auf aggro.

Wie auch immer. Ich bin hier raus.



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"><(((º> "

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#19
 Von 
guest123-199
Status:
Lehrling
(1153 Beiträge, 37x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#20
 Von 
sandra 06
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

ich bin neu hier und habe gerade ein paar Beiträge gelesen zu dem Thema "Kind will nicht zum Vater". Ich muss sagen ich bin recht überrascht von den rauen Sitten die hier herschen. Jedoch habe ich auch sehr schöne Beiträge gelesen die mich jetzt doch dazu gebracht haben hier mich anzumelden und einen Beitrag zu schreiben..

Ich bin alleinerziehende Mutter eines 4,5 jährigen Sohnes. Der Vater und ich haben uns getrennt als das Kind 2 Jahre alt war. Seit dem gab es schon immer wieder mal schwierigkeiten da der Vater nicht wusste wie er mit seinem Sohn und der Situation das ich wieder frei bin umgehen soll. Der Kontakt zwischen Vater und mir ist jedoch inzwischen Dank Erziehunsberatungsstelle wo wir beide zu Gesprächen waren normalisiert und wir kommen ganz gut miteinander klar, Der Kontakt ist genau festegelegt der Vater darf sein Kind jedes 2te Wochenende am Freitag um 15.00 Uhr holen und bringt ihn am Sonntag um 16.00 Uhr wieder nachhause. In der Zeit wo mein Kind beim Vater ist habe ich keinerlei Kontakt zu ihm da das nur Unfrieden schafft.

Der Vater ist jetzt seit ca. 1,5 Jahren verheiratet und hat einen neue Frau mit einer inzwischen 2jährigen Tochter. Mein Kind hat diese andere Frau von Anfang an skzeptiert und auch das Kind ich würde sogar fast sagen das der kontakt zu der neuen Frau für ihn schöner war wie mit seinem Vate.

Jetzt ist es so das der Vater einen neue Arbeit hat und am Freitag bis 16.30 arbeitet. dadurch kann er das Kind nicht abholen. Das macht jetzt seine Frau mit Kind. Ich war so froh das mein Kind inzwischen eine Verbindung zu seinem Vater aufbauen konnte und er sich auch inzwischen gefreut hat zu seinem Papa zu kommen . Doch jetzt ist das reiner Terror wenn es Freitags 15,00 uhr wird. Mein Kind versteckt sich in seiner kuschelhöle und will auf gar keinen Fall unter keinen Umständen mitgehen. weder zum Papa noch zu ihr noch zu der kleinen. Er will bei der Mama bleiben. Heute war jetzt gerade wieder so eine Situation und ich weiß absolut nicht wie ich reagieren soll. Wenn mein kind dann beim papa ist dann ist alles in Butter und keine geheule mehr oder sonst was. selbst wenn ich dann doch mal anruf (Weil ich mir einfach Sorgen mach nachdem ich ihn heulender Weise mitgegeben hab) klingt er total fröhlich und sagt: "Mama mir geht gut.! "

Ich möchte so gern verstehen um was es meinem Kind geht?

Möchte er mich nicht alleine lassen?

Hat er Angst ihm entgeht was total spannendes?

Ist es ernst zu nehmen?



Für Antworten wär ich sehr dankbar.

Sandra

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#21
 Von 
Dori*
Status:
Lehrling
(1706 Beiträge, 87x hilfreich)

Hallo Sandra !

quote:
ich bin neu hier und habe gerade ein paar Beiträge gelesen zu dem Thema "Kind will nicht zum Vater". Ich muss sagen ich bin recht überrascht von den rauen Sitten die hier herschen.

Naja ,das Thema in dem du dich hier grad reingeschrieben hgast ,ist auch schon von 2004 ,da herrschten noch rauhe Sitten ........mittlerweile ist es hier recht ruhig geworden ;)

Hättest übrigens auch dein eigenes Thema eröffnen können ,dann liest man nicht erst 2 Seiten um festzustellen ,das die Beiträge garnicht zu dir gehören :)


Zu deinem Sohn ,denke ich ist das ein Machtkampf ,Grenzen testen .........meine Tochter wird im November 5 Jahre ,davon kann ich ein Liedchen singen ......

Ernst nehmen würde ich es schon ,aber nicht dahin gehend ,das er denkt je mehr Theater er macht ,desto größer ist die Wahrscheinlichkeit seinen Willen durchzusetzen .........

Rede mit der Frau des Vaters drüber und auch mit dem Vater ,ob vieleicht doch was vorgefallen sein könnte .........kann ja sein ,das er dort versucht hat irgendwas durchzusetzen ,er es aber nicht durfte und nun auf Sturr schaltet ,oder es gab wegen irgendwas streit ......oder ,oder :???:

Ansonsten rede ihm gut zu .........höre ihm zu .......aber sag ihm klipp und klar was Sache ist .........er geht zum Papa ,dort fühlt er sich wohl ,da kann er spielen ,er kann dich jeder Zeit anrufen ,er kommt am Sonntag ja zurück und ihr freut euch auf einander ...........

Wünsche dir viel Glück ,das das bald wieder stressfreier über die Bühne geht !

LG

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"Fühlst du dich von jemandem beleidigt,
so stellst du dich geistig unter ihn."

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
sandra 06
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)


Hallo Dori,

erst einmal vielen Dank für deine Antwort !

Ich werde mal suchen wo ich hier ein neues Thema anfangen kann... :-) Das Thema ist nämlich schon ziemlich brissant denke ich und es gibt ja offensichtlich noch mehr Frauen/Männer denen es so geht..

Deinen Rat mit der neuen Frau zu reden und den Abholforgang nur auf das nötigste zu Beschräken habe ich schon ausprobiert aber er weigert sich wirklich sehr. Ich habe jetzt zwei Jahre dafür gekämpft das ein "normaler - tragbarer" Kontakt zum Vater besteht. Mein Kind ist normalerweise NIE so er geht gerne mit seiner Oma z.B. mit oder auch mt Freunden von mir. Im Kinergarten gab es auch noch nie irgendeine Szene. Ganz im Gegenteil.Ich wenn ihn "seiner Meinung" nach zu früh hohlen will sagt er er will noch bleiben und ich soll später nochmal kommen. Genauso läuft es auch ab wenn er bei seiner Oma ist.

Das Verhältnis von meinem Sohn und mir ist schon sehr eng das hat auch schon de Frühförderung und andere Leute zu mir gesagt. Und es das mein Kind die Streitigkeiten mitbekommen hat ist leider auch richtig aber wie gesagt der Kontakt ist ja schon seit längerem besser geworden(das heißt wir streiten nicht mehr) und er hat sich ja auch immer egfreut wenn sein Vater ihn abgeholt hat.


Ich versteh nicht wo er seine Grenze wissen will. Bzw. worum es ihm geht. !

Wenn er dann gezwungener maßen mitgeht und ich ihn "übergebe" redet er dann zwar schon mit ihr aber sobald er mich wieder ansieht muss er wieder weinen...


Soll ich hart bleiben oder meinem Kind nachgeben?

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#23
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 214x hilfreich)

Hallo Sandra 06,

das Verhalten das du hier beschreibst findet auch sich häufig bei umgangsverweigernden Müttern und Vätern.
Es entspringt dem kindlichen Loyalitätskonflikt.
Was du als enge Bindung beschreibst, die auch von außen erkannt wird, kann hierfür ein Grund sein.
Eltern sind unterschiedlich und auch die Kinder reagieren unterschiedlich auf die Unterschiede der Eltern.
Euer Kind hat zumindest spitz gekriegt, dass es einen elterlichen Konflikt gibt und bezieht so temporär Position.
Dass sich das Verhalten des Kindes ändert, wenn es sich in der Obhut der väterlichen Umgebung befindet zeigt aber, dass hier noch nichts verloren ist.

Wenn dir das Wohl eures Kindes am Herzen liegt, dann ermuntere den Kurzen weiterhin zum Umgang mit der anderen - vielleicht auch mal von dir als doof bezeichneten - Seite, denn ihr Eltern, mit eurem Verhalten, stellt den entscheidenden Faktor.

Versuche ein wenig mehr Normalität, im Umgang mit dem Vater zu erreichen.
Überzeuge ihn sachlich oder lasse dich überzeugen, dass nur ihr gemeinsam das Kindeswohl am besten erreichen könnt.

Worüber streitet ihr Alten euch denn?

Lieben Gruß




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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

-- Editiert am 11.10.2009 15:26

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 214x hilfreich)

Das Anliegen von @sandra 06 wurde nach HIER! verschoben.

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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
sandra 06
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo ARTiger,

die Streitigkeiten finden so wie früher nicht mehr statt. Der Vater ist mit der Situation das es mit uns nicht funktionert hat nicht klar gekommen. Aber auch wie wir noch zusammen waren war kein wirkliches Verhältnis zwischen Vater und Sohn da. Das Kind hat aber nie, keinen Kontakt zu Vater gehabt. Es war mir immer wichtig das der kleine weiß wer sein Vater ist und das er es irgendwann einfach selbst entscheiden kann. Aus freiem Willen und nicht weil ich dem Vater eins auswischen will oder ähnliches.

Es herrscht einfach eine Spannung zwischen dem Vater( mit Frau) und mir. Es wurden viele Sachen getan die sehr unter die Gürtellinie gegangen sind und dem Vater fällt es einfach schwer mich normal als Mutter seines Kindes zu akzeptieren. Er möchte sich nicht mit mir auseinandersetzten weil unsere Ansichten über eine "glückliche Kindheit" sehr auseinander liegen. Deswegen haben wir uns ja auch getrennt.

Wir sind jetzt seit ca. 1Jahr bei Erziehungsberatung und das hilft mir/uns SEHR!

Der Vater war der Ansicht (da wir geteiltes Sorgerecht haben ohne das wir verheiratet waren) das das Kind sein Eingentum ist. Es lief lange Zeit so wab das wenn er den kleinen hatte, ihn bei seiner Mutter (der Oma) abgestellt hat und wieder ins Bett oder was anderes gemacht hat.


Jetz wo er verheiratet ist, hat er Gefallen an seinem Sohn entdeckt und wundert sich das der kleine auf ihn so reagiert. Nur ich werde da ganz sicher nichts mehr tun. Weil am Ende bin ich dann wieder die blöde. Und auf solche Streitigkeiten die bis zur Polizei gegangen sind weil ich Angst bekommen hab das mein Kind er meinen Sohn behält, hab ich keine Lust mehr.





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0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
sandra 06
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

der Fall wird unter dem Thema 5 jähriger will nicht zum Vater weiterbehandelt.

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Und jetzt?

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