Unterhalt ab 18 bei Auszug

16. Januar 2024 Thema abonnieren
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Unterhalt ab 18 bei Auszug

Hallo,

Folgende Situation: Kind ist freiwillig aus der Wohnung der Mutter ausgezogen. Es hätte Zuhause ein voll eingerichtetes Zimmer und es bestand zu jeder Zeit ein gutes Verhältnis .

Muss der Vater trotzdem die Hälfte Unterhalt zahlen obwohl das Kind aus freien Stücken ausgezogen ist ?

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7532 Beiträge, 1566x hilfreich)

Mit 18 ausziehen ist ja nicht ungewöhnlich, egal aus welchem Grund

https://www.anwalt.de/rechtstipps/welchen-unterhalt-muss-ich-fuer-mein-volljaehriges-kind-zahlen-aktuelle-zahlen-ab-01-2024-156772.html#:~:text=Der%20Unterhaltsbedarf%20eines%20vollj%C3%A4hrigen%20Kindes,01.01.2024%20930%20%E2%82%AC%20monatlich.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Naturalunterhalt wäre schon denkbar.
Du könntest dem Kind anbieten, bei dir zu wohnen.
Lehnt es das ab, obwohl es keine Gegenargumente gibt, könnte man den Unterhalt einstellen.
Was macht das Kind denn? Schule? Ausbildung?

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#3
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Kind geht noch zur Schule bis April ( Abi)

Es lehnt es ab bei der Mutter zu wohnen (wurde mehrfach angeboten, da die Mutter nicht mit dem Auszug einverstanden war) und wohnt bereits in einer eigenen Wohnung.

Kann das Kind trotzdem Unterhalt vom Vater verlangen?

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38855 Beiträge, 14069x hilfreich)

Ab Volljährigkeit sind ja beide Elternteile unterhaltspflichtig; da muss in der Regel neu gerechnet werden, einfach weil ja nunmehr beide Elternteile im Unterhaltsboot sitzen und das Kindergeld voll angerechnet wird. Erst wenn der Betrag feststeht den jeder zu leisten hat, kann man schauen, wie man bei einem Kind, welches zu Hause lebt, der Unterhaltsanspruch mit dem "Hotel Mama" zu verrechnen ist; da besteht ein Wahlrecht des Hoteliers, ob er eben das externe "Hotel" bezahlt oder aber aber Naturalien anbietet.

So, wenn das Kind auszieht, dann kommen wir zum nächsten Schritt der Prüfung. Wenn es ausbildungsbedingt ist (Studium an anderem Ort, Ausbildung woanders), dann ist zu schauen, ob sich dadurch der Unterhaltsanspruch des Kindes erhöht und ob die Eltern diese Erhöhung tragen müssen. Das hängt natürlich einmal von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern ab, aber auch davon, ob dieser Auszug bzw. Umzug erforderlich war oder aber nur der grenzenlosen Selbstverwirklichung diente.

Hier scheinen wir letzteres zu haben. Für mich folgt daraus, dass Du weiterhin den Betrag zahlen musst, den Du vor dem Auszug gezahlt hast.

wirdwerden

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#5
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin die Mutter ☺

Ich stelle mir nur die Frage wie es für mein Kind weitergeht, da ich mit dem Auszug überhaupt nicht einverstanden war. Viel zu früh und kein Geld. Nun soll der Unterhalt notfalls auch eingeklagt werden wenn der Vater evtl. nicht bereit wäre weiter zu zahlen, da auch er mit dem Auszug nicht einverstanden war. Er wohnt in einem anderen Bundesland.

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#6
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Wie gesagt, du hast das Bestimmungsrecht.
Das Gericht wird den Antrag auf Unterhaltszahlung ablehnen.
Der Vater muss auch nicht zahlen.
Es sei denn, es ist ihr wirklich unzumutbar, in deiner Wohnung zu leben.

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38855 Beiträge, 14069x hilfreich)

Wo steht, dass der Vater aus dem Unterhalt für Ausbildung raus ist? Mach mich schlau.

wirdwerden

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#8
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Ja, stimmt.
Er müsste das zahlen, was für ein Wohnen bei der Mutter rauskäme.
Die Mehrkosten für den Auszug aber nicht.

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#9
 Von 
smogman
Status:
Student
(2870 Beiträge, 938x hilfreich)

Zitat (von lyra82):
Er müsste das zahlen, was für ein Wohnen bei der Mutter rauskäme.
Worauf sollte sich diese Annahme begründen?

Das Bestimmungsrecht steht grundsätzlich den Eltern gemeinsam zu. Bei Trennungsfamilien und volljährigen Kindern wird man es regelmäßig demjenigen zuschreiben, der auf Unterhalt in Anspruch genommen wird, soweit die Belange der anderen berücksichtigt sind oder die Bestimmungen übereinstimmen.

Es kommt also ganz erheblich darauf an, was die Eltern wollen. Wenn beide Eltern mit einer Naturalunterhaltsbestimmung im Haushalt der Mutter einverstanden sind, dann gibt es keinen Barunterhalt mehr. Ergo muss kein Elternteil etwas zahlen.

Anders sieht es dagegen aus, wenn die Mutter zwar Naturalunterhalt bestimmen will, gleichzeitig aber eine Barunterhaltszahlung des Vaters wünscht, wie sie das aus der Minderjährigkeit vielleicht gewöhnt war. Eine derartige Bestimmung wäre aus meiner Sicht unwirksam, weshalb das Kind sodann ohne Probleme beide Eltern auf Barunterhalt in Anspruch nehmen könnte.

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#10
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Laut dem Unterhaltsrechner brauchen beide Elternteile keinen Unterhalt zahlen

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#11
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Zitat (von smogman):
Anders sieht es dagegen aus, wenn die Mutter zwar Naturalunterhalt bestimmen will, gleichzeitig aber eine Barunterhaltszahlung des Vaters wünscht, wie sie das aus der Minderjährigkeit vielleicht gewöhnt war. Eine derartige Bestimmung wäre aus meiner Sicht unwirksam, weshalb das Kind sodann ohne Probleme beide Eltern auf Barunterhalt in Anspruch nehmen könnte.

Das meinte ich ja.
Die Mutter wird dann ihren Anteil in Naturalien begleichen und der Vater zahlt seinen Anteil in Geld.


Zitat (von Serinajoy27):
Laut dem Unterhaltsrechner brauchen beide Elternteile keinen Unterhalt zahlen

Begründung?

-- Editiert von User am 16. Januar 2024 12:50

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#12
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Keine Ahnung, kam bei der Berechnung raus

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#13
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32893 Beiträge, 5760x hilfreich)

Zitat (von Serinajoy27):
Ich bin die Mutter
Das Kind meint vermutlich, nun alles auch selbst entscheiden zu können. Das sollte man dem Kind *gönnen*.
Dass das oft Bauchlandungen und/oder Stolperschritte werden, ist ja seit Jahrzehnten bekannt.

Mit 18 kann das Kind sich selbst um Unterhalt kümmern, hier also von beiden Eltern Unterhalt fordern.
Als Mutter musst du dich nicht um die Unterhaltspflicht des Vaters kümmern.
Ob der in einem anderen Bundesland lebt, ist irrelevant.

Ja, Kinder dürfen den elterlichen Unterhalt auch einklagen, wenn man sich nicht anders einigen kann.
Mit 18 darf ein Schüler, auch als Abiturient, auch schon selbst zum eigenen Unterhalt beitragen. Viele tun das, obwohl sie zu Hause im Nest hocken.

Welcher Unterhaltsrechner ergab für beide 0? Und warum?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Bei jedem Unterhaltsrechner den man findet kommt immer das gleiche raus. Der Verdienst spielt natürlich eine Rolle. Würde Sie noch Zuhause wohnen, müsste der Vater Summe x zahlen, klicke ich aber auf „ lebt nicht Zuhause" kommt dann bei der Berechnung „ O€ Unterhalt" beim Vater raus

Bei mir funktioniert das Zitieren nicht, deswegen antworte ich ganz normal

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Serinajoy27
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Bei jedem Unterhaltsrechner den man findet kommt immer das gleiche raus. Der Verdienst spielt natürlich eine Rolle. Würde Sie noch Zuhause wohnen, müsste der Vater Summe x zahlen, klicke ich aber auf „ lebt nicht Zuhause" kommt dann bei der Berechnung „ O€ Unterhalt" beim Vater raus

Bei mir funktioniert das Zitieren nicht, deswegen antworte ich ganz normal

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
lyra82
Status:
Schüler
(219 Beiträge, 40x hilfreich)

Um das beurteilen zu können, müsstest du mal eure beiden Nettoeinkommen posten.

Signatur:

--- (nur meine Laienmeinung) ---

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#17
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16788 Beiträge, 9389x hilfreich)

Zitat (von Serinajoy27):
... ich aber auf „ lebt nicht Zuhause" kommt dann bei der Berechnung „ O€ Unterhalt" beim Vater raus

Gibt es evtl. noch andere (minderjährige) Kinder des Vaters und/oder der Mutter?
Wenn es minderjährige und volljährige Kinder gibt, dann müssen volljährige Kinder, die nicht mehr bei einem Elternteil wohnen, hinter den minderjährigen Kindern beim Unterhalt zurückstecken.
Es kann also sein, dass durch den Auszug das volljährige Kind in der Rangfolge nach hinten rutscht und deshalb nichts mehr "abbekommt".
Alternativ:
Der Selbstbehalt gegenüber volljährigen Kindern, die nicht mehr bei einem Elternteil wohnen, ist höher.
D.h. das bereinigte Einkommen der Eltern liegt oberhalb von '"Selbstbehalt für privilegierte* Kinder" aber unterhalb von "Selbsbehalt für volljährige Kinder mit eigenem Haushalt"

*privilegierte Kinder = minderjährige Kinder sowie volljährige Kinder, die noch in der allgemeinen Schulausbildung sind (z.B. Gymnasium) und(!) noch bei einem Elternteil wohnen wohnen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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