Unterhalt wie Berechnen sich die Forderungen?

10. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
TRK
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Unterhalt wie Berechnen sich die Forderungen?

Guten Tag die älteste Tochter meiner Frau ist ausgezogen und hat über einen Anwalt Unterhalt eingeklagt. Soweit Ok wir verstehen nur nicht ganz die Berechnungsgrundlagen
Erstmal die Berechnungsgrundlagen vom Anwalt übermittelt.:
Einkommen Vom KV 2561€
Einkommen von KM 2218€
Abzüge KV 690€
Abzüge KM 150€
Selbstbehalt Abzug 1370€
Kindergeld 2023 250€
Bereinigtes Einkommen KV 1871€
Bereinigtes Einkommen KM 2126€

Pauschaler Unterhalt Volljähriges Kind 930€
Abzug Leistungen vom Jobcenter: 713€
Insgesamt 217
KV 40% KM 60%

Einkommen von der KM? Wie ermittelt sich das ? Meine Frau ist im Mutterschutz bzw. Arbeitslos ohne Bezüge.
Hat in den Letzten 13 Monaten (im Sommer) über 450€ Jobs ca. 1200€ verdient.
Des Weiteren habe ich für Lebensmittel und Co um die 6000€ über die Zeit auf ihr Konto überwiesen (Verwendungszweck HDL)
Das Kindergeld von unseren 4 Gemeinsamen Kindern geht auf ihr Konto. Anfangs auch das Kindergeld für die *große* aber das geht seit November direkt auf ihr Konto hatte sie aber schon vorher von uns überwiesen bekommen. Kindergeld über die Zeit Insgesamt 14600€
Bereitschaftspflege. Wir nehmen Kinder in Not auf und bekommen dafür Geld für Unterhalt Pflege und Zeitaufwand (zu je 1/3) solange ein Kind bei uns ist. Über die Zeit 7000€

Summe ca. 29000€ geteilt durch 13 Monate wären ungefähr 2218€ des Einkommens KM

Aber darf man den so einfach Privat Überwiesenes Geld (also das von mir) als ihr Einkommen anrechnen?

Kindergeld was für unsere anderen Kinder ist (und das von ihr was sie bereits bekommen hat) sollte ja auch nicht als Einkommen zählen da es ja für die Kinder ist!

Bereitschaftspflege Geld (kein normales Pflegegeld) ist ja für das Pflegekind und sollte auch nicht antastbar sein.
Die Zahlungen dienten auch unmittelbar der Förderung der Erziehung. Das ist bei der Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII), d.h. bei der regelmäßig in Familienhaushalten der Pflegeperson über Tag und Nacht vorgenommenen Betreuung von Kindern und Jugendlichen grundsätzlich der Fall. Es handelt sich um Beihilfen i.S. von § 3 Nr. 11 EStG. Denn mit den bewilligten Pflegegeldern ist kein vollständiger Ersatz des sachlichen und zeitlichen Aufwands beabsichtigt. Die Zahlungen sind mit Zahlungen vergleichbar, die leibliche Eltern für die Erziehung ihrer Kinder ebenfalls steuerfrei erhalten.
Das habe ich im Internet dazu gefunden.

Abzüge KM 150€
Keine Ahnung wie bzw. was da vom Anwalt angenommen wurde.

Selbstbehalt Abzug 1370€
Was sagt mir das Bzw. wovon wird das Abgezogen?

Bereinigtes Einkommen KM 2126€
Müsste das nicht Einkommen KM minus Abzüge KM sein?

Wenn das mit dem Berechnen so richtig ist müsste es dann nicht zumindest irgendwo Bemerkbar sein das KM mit 4 Kindern im Haushalt Lebt und KV nur mit einem? (Beide Verheiratet)

Vielleicht kann ja jemand Licht ins Dunkle bringen.
Vielen Dank

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Hunter123
Status:
Schüler
(222 Beiträge, 68x hilfreich)

Es fehlen wichtige Informationen:

Ist der Fall schon bei Gericht anhängig oder ist das nur eine außergerichtliche Aufforderung zur Zahlung von Unterhalt?

Wie alt ist das Kind?

Was macht das Kind? Volljährige Kinder haben nur dann einen Unterhaltsanspruch, wenn sie sich in Schul- oder Berufsausbildung/Studium befinden.

Lebt das Kind in einer eigenen Wohnung? Der vom Anwalt berücksichtigte Bedarf von 930 Euro ist für Kinder mit eigenem Hausstand gedacht. Sie sind dann allerdings nicht mehr privilegiert, so dass der Selbstbehalt 1.650 und nicht 1.370 Euro beträgt
.
Das Kind erhält Leistungen vom Job-Center und ein Anwalt macht Unterhalt geltend? Sehr ungewöhnlich.

Woher hat der Anwalt eigentlich die Einkommensdaten der Kindesmutter? Hat sie etwa alles angegeben, was sich auf ihrem Konto abspielt?

Und ja, anhand der dargestellten Zahlen lassen sich die einzelnen Berechnungspositionen des Anwalts überhaupt nicht prüfen. Bitte genauer.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
TRK
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Hunter,

Danke schon mal .

Bis jetzt ist es Außergerichtlich.

Sie ist 19 Jahre alt.

Sie macht ein Soziales Jahr im Kindergarten zur "Berufsfindung" wobei sie auch schon vorher gesagt hat das sie nie in dem Bereich Arbeiten würde... ist halt zur Überbrückung um Geld zu Kassieren. Des Weiteren ist sie oft Krankgeschrieben wegen Borderline und gespaltenen Persönlichkeit und und und, Sie hat wohl einen Ausbildungsplatz zum 1.9. aber die letzte Aussage von ihr wahr das sie erstmal ein wenig Zeit für sich braucht und über die Krankschreibungen sich solange wie möglich den Unterhalt zu sichern will.

Sie wohnt aktuell in ca 400km entfernt weil sie bei uns raus wollte. Hatte bei uns aber Ausreichend Platz (Halbe Einliegerwohnung im ersten Stock wo nur ein selten genutztes Spielzimmer für die kleinen noch wahr) aber Standard Regeln wie räume deine Sachen nach dem Essen weg und co lies es immer wieder zum Streit kommen so das sie weg wollte.

Ja ich vermute das das A.amt sie aufgefordert hat Unterhalt einzuklagen damit sie weniger Leistungen Bezahlen müssen. Aber da hat sie uns keine Infos zu gegeben.

Der Anwalt hatte die Kontoauszüge angefordert hat diese dann Geschwärzt bekommen wo nur die Eingänge zu Lesen sind.... Wir dachten das wir das eh offen legen müssen. Haben dann zu den einzelnen Punkten Stellung bezogen ähnlich wie oben. Dachten nicht das meine Überweisung, Kindergeld und Bereitschaftspflege Geld als ihr Einkommen zählt.

Genauere Daten haben wir auch nicht. Also den Anwalt Anschreiben und uns das genauer Aufschlüsseln lassen ?

MfG TRK

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
TRK
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok was mir aufgefallen ist...

Selbstbehalt 1370/1650 ist quasi der Betrag den meine Frau für sich Behalten muss nach Abzug des Unterhalts?
Unterhalt muss sie dann aber ja aber auch für alle 5 Kinder zahlen.
Die große nicht privilegiert ü 18 also 930€
Die Kleinen sind u5 459€
u5 459€
6-11 528€
6-11 528€
Die kleinen privilegiert haben ja schon eine Summe von 1515€

Um so mehr ich damit Auseinandersetze um so mehr komme ich mich von dem Anwalt verarscht. Oder ich verstehe das alles Falsch.

Für Aufklärungen bin ich Dankbar.

MfG TRK

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31611 Beiträge, 5580x hilfreich)

Unabhängig von der gesamten UH-Berechnung:

Zitat (von TRK):
Aber darf man den so einfach Privat Überwiesenes Geld (also das von mir) als ihr Einkommen anrechnen?
Ja, das muss das JC sogar. Von dir oder anderen als privat gemeinter HDL (Hilfe zum Lebensunterhalt) ist selbstverständlich Einkommen bei der sozialrechtlichen Berücksichtigung. Sonstiges Einkommen, welches voll angerechnet wird.
Das Kindergeld als Überweisung auf das Konto der Tochter wird auch als sonstiges Einkommen voll angerechnet.
Das Erwerbseinkommen aus den Minijobs wird mit einem anderen Freibetrag berücksichtigt (100,-plus 20% vom Rest), falls das JC zu dieser Zeit schon geleistet hat.

Zitat (von TRK):
Abzug Leistungen vom Jobcenter: 713€
Seit wann und wofür zahlt das Jobcenter? Die Tochter wurde vermutlich vom JC aufgefordert, Elternunterhalt nachzuweisen bzw. zu verlangen und leistet vorläufig.
Zitat (von TRK):
Also den Anwalt Anschreiben und uns das genauer Aufschlüsseln lassen ?
Es ist der Anwalt der Tochter. Sie wird ihm erzählt haben, was ihr nützen könnte. Ob er euch näher erklärt, was sie wissen will?

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
smogman
Status:
Student
(2760 Beiträge, 906x hilfreich)

Zitat (von Hunter123):
Sehr ungewöhnlich.
Dem schließe ich mich an. Zu dem Fall kann man viel schreiben.

Zitat (von TRK):
Abzug Leistungen vom Jobcenter: 713€
Hier wird es gleich schon richtig interessant. Was der Anwalt hier versucht, ist schon interessant. Selbst wenn er die Forderung durchsetzen würde, so würde die Unterhaltszahlung über den Restbetrag dennoch vom Jobcenter auf deren Leistung angerechnet werden. Außerdem halte ich das gleichzeitige Fordern von Unterhalt + lebensunterhaltssichernder Sozialleistung für treuwidrig. Wenn hier jemand was einfordern darf oder sollte, dann wohl eher das Jobcenter.

Zitat (von TRK):
Einkommen von der KM? Wie ermittelt sich das ?
In der Regel aus dem Durchschnitt der letzten 12 Monate zur Ermittlung einer Zukunftsprognose. Das Pflegegeld für die Bereitschaftspflege ist in Höhe des erzieherischen Aufwandes Einkommen. Der sächliche Aufwand ist kein Einkommen.

Zitat (von TRK):
Aber darf man den so einfach Privat Überwiesenes Geld (also das von mir) als ihr Einkommen anrechnen?
Nein, das ist definitiv kein Einkommen der Mutter.

Zitat (von TRK):
Abzüge KM 150€
Keine Ahnung wie bzw. was da vom Anwalt angenommen wurde.
Das ist vielerorts der Maximalbetrag für pauschale berufsbedingte Aufwendungen.

Zitat (von TRK):
Sie macht ein Soziales Jahr im Kindergarten zur "Berufsfindung" wobei sie auch schon vorher gesagt hat das sie nie in dem Bereich Arbeiten würde... ist halt zur Überbrückung um Geld zu Kassieren.
Solange keine Ausbildung vorliegt, besteht kein Unterhaltsanspruch. Ein soziales Jahr ist ein Streitfall, wird aber von Gerichten in den letzten Jahren eher zugunsten des Kindes ausgelegt. Im sozialen Jahr erzielt man auch Einkommen, welches auf den Unterhalt angerechnet werden muss.

Zitat (von TRK):
Hatte bei uns aber Ausreichend Platz (Halbe Einliegerwohnung im ersten Stock wo nur ein selten genutztes Spielzimmer für die kleinen noch wahr)
Damit kann man die gesamte Unterhaltsforderung abwürgen, denn die Eltern haben ein Bestimmungsrecht und können Unterhalt auch in Naturalien erbringen.

Zitat (von TRK):
Die kleinen privilegiert haben ja schon eine Summe von 1515€
Die Summe ist allerdings auch von beiden Eltern zu begleichen. Also mal eher grob die Hälfte bei jedem Elternteil ansetzen. Ist zwar im Detail auch nicht richtig, aber richtiger als der volle Betrag. Könnte aber sein, dass auch rechnerisch hier rein gar nichts rauskäme.

Zitat (von Anami):
Von dir oder anderen als privat gemeinter HDL (Hilfe zum Lebensunterhalt) ist selbstverständlich Einkommen bei der sozialrechtlichen Berücksichtigung. Sonstiges Einkommen, welches voll angerechnet wird.
Das hast du sicher missverstanden. Es ging hier um Zahlungen der Eltern untereinander. Das Jobcenter des Kindes hat damit nichts zu tun.

Zitat (von Anami):
Das Erwerbseinkommen aus den Minijobs wird mit einem anderen Freibetrag berücksichtigt (100,-plus 20% vom Rest), falls das JC zu dieser Zeit schon geleistet hat.
Auch hier ging es um das Einkommen der Mutter, nicht des Kindes.

Zitat (von Anami):
Die Tochter wurde vermutlich vom JC aufgefordert, Elternunterhalt nachzuweisen bzw. zu verlangen und leistet vorläufig.
Wenn überhaupt, dann Kindesunterhalt. Sorry, aber die Wortklauberei muss sein.

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
TRK
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für eure Antworten.
Wir schauen mal was wir da noch hinbekommen.

Meine Frau hat gestern mit der Sekretärin der Kanzlei Telefoniert und um eine Aufschlüsselung der Einkommensermittlung gebeten. Sollte kein Problem sein bis sie dann die Fallnummer durchgegeben hat. Die gab es da gar nicht.
Also sehr viele Fragezeichen was da so los ist bei dem Anwalt aus meiner Sicht.

*Von dir oder anderen als privat gemeinter HDL (Hilfe zum Lebensunterhalt)* HDL soll für Habe dich Lieb stehen ;-)

Halte euch auf dem Laufenden wie es weiter läuft.

0x Hilfreiche Antwort

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