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Unterhaltsanspruch Vater (nie gesehen) gegen Sohn

16.1.2014 Thema abonnieren Zum Thema: Vater Kontakt Sohn
 Von 
vaterlos83
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Unterhaltsanspruch Vater (nie gesehen) gegen Sohn

Ich bin 30 Jahre alt und mache mir Gedanken, ob mein Zeuger oder der Staat in Vertretung (hat kein Kind haben wollen)im Falle von Pflegebedürftigkeit, Unterhaltsansprüche gegen mich geltend machen kann. Er ist in 30 Jahren seinen Vaterpflichten nicht nachgekommen, seinen Unterhaltspflichten bis zum Ende der Ausbildung schon.
Könnte er zukünftige Ansprüche haben? Sollte dem so sein, wie kann ich dem vorbeugen?

Vielen Dank bereits im Voraus für die konstruktiven Antworten!



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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Vater Kontakt Sohn


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Capitano
Status:
Lehrling
(1185 Beiträge, 461x hilfreich)

Hallo,

du brauchst Pflichten wie Geburtstagsbesuche, regelmäßige Anrufe und Pflegen der Beziehung als Sohn nicht nachkommen. Eventuellen finanziellen Pflichten
im gesetzlichen Rahmen musst du schon nachkommen; hat
Dein Vater dir gegenüber ja aucht getan.



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#2
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(24610 Beiträge, 13621x hilfreich)

Korrekt - es gibt da aber auch ganz nette Freibeträge, viel höher als beim Kindesunterhalt.

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" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#3
 Von 
Mio2344
Status:
Schüler
(269 Beiträge, 100x hilfreich)

Seinen Vaterpflichten nie nachgekommen? Ich bin selber Vater von Kinder, die ich nicht sehen darf. Ich habe 7 Jahre prozessiert, doch irgendwann ist einfach genug. Viele Väter sind Unterhaltszahler, das Sorgerecht wurde ihnen oft gerichtlich genommen, denn wie so oft, will die Mutter nicht mit dem Vater kommunizieren, unter diesem Vorwand ist es ein leichtes, ihn auch noch vom Sorgerecht auszuschliessen. Und jetzt willst du dich drücken vor Zahlungen, wenn dein Vater mal auf Hilfe angewiesen wäre? Zum Glück ist dies gesetzlich geregelt. Das heisst, braucht dein Vater eine Rundumpflege, wird nachgeschaut ob er leibliche Kinder hat, alles andere ist dann nur noch reine Formalität. Es ist einfach richtig, der Vater zahlt Unterhalt für dich und die Kinder müssen mal ran, wenn die Eltern zu Pflegefällen werden.Davor drücken kannst du dich nur, wenn du selbst so wenig verdienst und weniger als den Selbstbehalt hast.

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#4
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2046x hilfreich)

quote:
Könnte er zukünftige Ansprüche haben? Sollte dem so sein, wie kann ich dem vorbeugen?


Die Frage sollte eigentlich gestern am 15.01. vom BGH beantwortet werden:

PM BGH

Gehört hat man bisher nichts, dazu müsste es aber in Bälde eine weitere PM geben.

Der Antragsgegner verblieb im Haushalt seiner Mutter und hatte anfangs noch einen losen Kontakt zu seinem Vater. Nach Erreichen des Abiturs im Jahr 1972 brach der Kontakt zu seinem 1923 geborenen Vater ab. Dieser bestritt seinen Lebensunterhalt als Rentner aus den Erträgen einer Lebensversicherung sowie einer geringen Altersrente. 1998 errichtete er ein notarielles Testament, in dem er seine Bekannte zur Erbin einsetzte. Zudem bestimmte er, dass der Antragsgegner nur den "strengsten Pflichtteil" erhalten solle. Erläuternd führte der Vater in dem Testament aus, dass zu seinem Sohn seit rund 27 Jahren kein Kontakt mehr bestehe.

Ich glaube nicht, daß das ausreicht den § 1611 I BGB auszuhebeln. Aber mal sehen, was der BGH dazu sagt. Im Fall ging es um Heim-Kosten von 9.000 EUR.


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#5
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9555 Beiträge, 7117x hilfreich)


Das Urteil soll aber erst am 12. Februar verkündet werden.
Dann sind wir alle schlauer.


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"
Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB."

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#6
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3397 Beiträge, 2046x hilfreich)

quote:
Das Urteil soll aber erst am 12. Februar verkündet werden.
Dann sind wir alle schlauer.


Es läuft gerade über die Ticker:

PM BGH

Der unter anderem für das Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass ein vom Unterhaltsberechtigten ausgehender einseitiger Kontaktabbruch gegenüber seinem volljährigen Sohn für eine Verwirkung seines Anspruchs auf Elternunterhalt allein regelmäßig nicht ausreicht.

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