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Unterhaltsberechnung - was bleibt am Ende für mich übrig?

2. Dezember 2010 Thema abonnieren
 Von 
Heddi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)
Unterhaltsberechnung - was bleibt am Ende für mich übrig?

Hallo, ich habe da mal eine frage:

Wir sind Vater und Mutter einer fast 1jährigen Tochter.
Nun steht eine Trennung bevor (unverheiratet).
Die mutter ist derzeit in Mutterschutz und ich verdiene 1670 € Netto.
Unsere jetzige Wohnung kostet knapp 700€ diese würde ich gerne behalten.

WIEVIEL werde ich der tochter oder beiden?zahlen müssen? und oder was bleibt am ende für mich übrig?

Vielen Dank
Heddi

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 917x hilfreich)

Hallo Heddi,

quote:
WIEVIEL werde ich der tochter oder beiden?zahlen müssen? und oder was bleibt am ende für mich übrig?


An eure Tochter wären 241€ zu zahlen. Dein Selbstbehalt gegenüber der Kindsmutter liegt, noch, bei 1000€.
Davon wirst du dir die Wohnung nicht leisten können.

Wie hoch ist das Elterngeld deiner Freundin?

Grüßle

Uuuups, ihr seid ja gar nicht verheiratet, also keine Steuerklassen-Änderung.:)

-----------------
""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

-- Editiert am 02.12.2010 23:36

-- Editiert am 02.12.2010 23:38

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Heddi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo Loddar,
danke für die schnelle Antwort.

Mutter verdient knapp 500€
Nein nicht verheiratet, bedeutet dann was?

vielen dank
heddi

-----------------
" "

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Hallo heddi,

dein Selbstbehalt (SB) gegenüber der Mutter liegt ab dem 01.01.2011 bei 1050€.

Das bedeutet, dass du zuerst dein Bruttoeinkommen um alle abzugsfähigen Beträge bereinigst. (Suchbegriff: bereinigtes Nettoeinkommen). Lass dir das am besten von einem Fachanwalt erklären und ausrechnen.
Dann wird der Kindesunterhalt (KU) (plus ggf. Mehrbedarf für das Kind) ausgrechnet und im Anschluss - da nachrangig - der Betreuungsunterhalt (BU) für die Mutter.
Du wirst also die nächsten Jahre bestenfalls mit deinen 1050€ über die Runden kommen müssen (bleib Single, denn eine Next senkt deinen SB deutlich). Von dem dir verbleibenden SB sind dann noch Umgangskosten selbst zu tragen. Die Wohnung kannste dann getrost knicken.
Tituliere den KU bei einem Notar (nicht beim Jugendamt!) und suche im Netz nach Formulierungen oder frage erneut nach (auch per PN), wenn es soweit ist.

Lieben Gruß

-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Heddi
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 2x hilfreich)

Vielen Dank mal wieder für die Antwort.

Was hat Sie denn nachher für möglichkeiten?
Wovon lebst Sie denn? Bisher gehen wir nicht im Krieg auseinander- ist das nicht tragbar das ich für das Kind aufkomme und Sie beim PAPA STAAT andere / weitere Mittel anfordert?

-----------------
" "

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Heddi,

du denkst zu sehr an die Bedürfnisse der Mutter.
Deine vorrangige Verpflichtung ist die gegenüber dem gemeinsamen Kind.
Dieser Verplfichtung kommst du zumindest über den Barunterhalt in Teilen nach (ein eigener Betreuungsanteil wäre auch noch fein?).
Du erzielst ein Einkommen, dass nunmal nicht reicht, für Mutter und Kind und dich selbst.
Niemand verlangt von dir, dass du dich selbst in Armut begiebst und es liegt nicht in deiner Verantwortung, wenn die Gesetzgebung der Meinung ist, dass die ersten drei Lebensjahre des Kindes keine Mutter für ihr eigenes Auskommen zu sorgen braucht - über die Zeit des Mutterschutzes hinaus.
Wenn also die Gesetzgebung der Meinung ist, dass Mutti mit Kind zuhause bleiben darf und sie selbst dies auch so umsetzen will, während du zeitgleich gesteigert erwerbspflichtig bist (Kind bezogen), kannst du nur das an Einkünften erzielen, was deinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht.
Reicht es für die Mutter nicht, muss diese eben staatliche Unterstützung einfordern.
Aus einem solchen Grund einen "Krieg" anzuzetteln offenbart allenfalls die dahinter liegende Substanz der "Kriegsstifterin".

Lieben Gruß


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"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12317.05.2011 21:04:02
Status:
Schüler
(397 Beiträge, 119x hilfreich)

Da dein Einkommen vermutlich nicht ausreicht, um den Unterhalt für Mutter und Kind sicherzustellen, kann sie ergänzend ALG II (oder Wohngeld) beantragen.
Das Kindergeld steht ab der Trennung der Mutter zu.

Die Unterhaltspflicht gegenüber der Mutter besteht aber in der Regel nur bis zum 3. Geburtstag des Kindes. Eine Minderung des Selbstbehalts durch eine sogenannte Haushalt ersparnis, kommt nur beim Kindesunterhalt in Betracht und auch nur dann, wenn du nicht wenigstens den Mindestsatz zahlst.

Die Unterhaltsaufwendungen für die Partnerin/Mutter (nicht für das Kind) kannst du nach § 33a EStG steuerlich geltend machen, auch bereits jetzt wo ihr noch zusammenlebt.

Eine Wohnung für 700 € wirst du dir also frühestens wieder in 2 Jahren leisten können.

-----------------
""

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

@schneechen,

quote:<hr size=1 noshade>Die Unterhaltspflicht gegenüber der Mutter besteht aber in der Regel nur bis zum 3. Geburtstag des Kindes. <hr size=1 noshade>


Ich kopiere aus den Leitlinien des OLG Hamm, 2010, sowie Frankfurt/Main, 2010.
Hervorhebungen durch mich!
Wer auch immer hier eine Regel von drei Jahren ableitet, möge sich während der Lektüre - wenn nötig auch mehrfach - die Augen reiben.
Ob da nun § 1615l BGB oder § 1570 BGB geschrieben steht ist in diesem Zusammenhang ohne Belang.
Wir haben in D. die weltweit längste Bezahl- und Bezugsdauer von Betreuungsunterhalt.


quote:<hr size=1 noshade>17.1.1 Die Erwerbsobliegenheit des kinderbetreuenden Ehegatten korrespondiert mit dem
Betreuungsunterhalt nach § 1570 BGB .
Betreut ein Ehegatte ein gemeinschaftliches Kind, das noch nicht drei Jahre alt ist, so
besteht keine Verpflichtung, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der Umfang der danach
regelmäßig einsetzenden Erwerbsobliegenheit – eine sogleich vollschichtige Erwerbs-
obliegenheit wird vielfach nicht in Betracht kommen, da ein abrupter Wechsel vermieden und
ein stufenweiser Übergang erfolgen soll
– richtet sich nach Billigkeitsgesichtspunkten im
Einzelfall, besonders nach den bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung, den
Belangen des Kindes (etwa Fremdbetreuungsfähigkeit, physischer und psychischer
Gesundheitszustand) und der erfolgten bzw. geplanten Rollenverteilung der Eltern in der
Ehe sowie der Dauer ihrer Ehe. Zu berücksichtigen ist auch der Umfang der Belastung durch
die neben der Erwerbstätigkeit verbleibende Kindesbetreuung, für die das Alter und die
Anzahl der Kinder von wesentlicher Bedeutung sind.
Wenn danach eine verlässliche Fremdbetreuung des Kindes (Kindergarten, Kita, Schule)
einschließlich der Ferienzeiten und möglicher Krankheitszeiten objektiv möglich ist und
soweit Kindesbelange oder Vertrauenstatbestände nicht entgegenstehen, kommt mit einem
Alter des betreuten Kindes von mehr als drei Jahren eine teilschichtige Erwerbstätigkeit in
Betracht, deren konkreter Umfang davon abhängt, wie sich die möglichen Arbeitszeiten
einschließlich Fahrtzeiten mit den Fremdbetreuungszeiten vereinbaren lassen. Die
Erwerbstätigkeit ist auszuweiten, soweit sich der neben der Fremdbetreuung verbleibende
Betreuungsbedarf mindert bzw. das betreute Kind nicht mehr der lückenlosen
Beaufsichtigung bedarf. Die Mehrheit der Senate geht davon aus, dass bei Berücksichtigung
der vorstehenden Kriterien eine vollschichtige Erwerbsobliegenheit neben der Betreuung
eines Kindes unter 10 Jahren nur selten in Betracht kommt und auch danach die Umstände
des Einzelfalles entgegen stehen können.

Derjenige Elternteil, der das Bestehen einer Erwerbsobliegenheit in Abrede stellt, hat die
hierfür maßgebenden Umstände darzulegen und zu beweisen. Dies gilt auch, wenn ein –
grundsätzlich nicht zu befristender – Titel über Betreuungsunterhalt nach § 1570 BGB
abgeändert werden soll. <hr size=1 noshade>


quote:<hr size=1 noshade>17. Erwerbsobliegenheit
17.1 bei Kindesbetreuung
Die nach Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes grundsätzlich einsetzende Erwerbsobliegenheit
des betreuenden Elternteils ist hinsichtlich Art und Umfang an den Belangen des Kindes auszurichten.
Stehen solche Belange einer Fremdbetreuung generell entgegen oder besteht eine kindgerechte
Betreuungsmöglichkeit nicht, hat das Prinzip der Eigenverantwortung des betreuenden Elternteils für
seinen Unterhalt zurückzustehen.
Dieser Maßstab bestimmt auch die Verpflichtung zur Aufnahme einer Teilzeit- oder Vollzeittätigkeit.
Bis zur Beendigung der Grundschulzeit kann eine Vollzeiterwerbstätigkeit in der Regel nicht erwartet
werden.
Vgl. hierzu die Gesetzesbegründung, FamRZ 2007, 1947, 2. Spalte:
" . . . Die Neuregelung verlangt (also) keineswegs einen abrupten, übergangslosen Wechsel von der
elterlichen Betreuung zu Vollzeiterwerbstätigkeit. Im Interesse des Kindeswohls wird vielmehr auch
künftig ein gestufter, an den Kriterien von § 1570 Abs. 1 BGB-Entwurf orientierter Übergang möglich
sein."
Private Betreuung, z.B. durch Bekannte und Angehörige, muss grundsätzlich nicht in Anspruch
genommen werden.
Die Darlegungs- und Beweislast, keine zumutbare Betreuungsmöglichkeit gefunden zu haben, hat
grundsätzlich der Unterhaltsbegehrende, der sich darauf beruft. Es genügt jedoch zunächst der
Vortrag, z.B. in der Gemeinde nachgefragt und eine Absage erhalten zu haben. Erst auf substanziiertes
Bestreiten der in Anspruch genommenen Gegenpartei besteht ergänzende Vortragspflicht.
Maßgeblich für die Dauer der Verlängerung des Unterhaltsanspruchs nach § 1570 Abs. 2 BGB ist das
Vertrauen in die vereinbarte und praktizierte Rollenverteilung und die gemeinsame Ausgestaltung der
Kindesbetreuung. Dabei ist auch das Alter des betreuenden Ehegatten zu berücksichtigen. Maßgeblich
für die Beurteilung ist auch die Zahl der zu betreuenden Kinder.
Der Betreuungsunterhalt ist in der Regel nicht zu befristen. <hr size=1 noshade>


Lieben Gruß

-----------------
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#8
 Von 
guest-12306.12.2010 10:05:57
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#9
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Moinsen!

Beim JA wirst du kostenfrei über den Tisch gezogen und beim Notar kannst du allein gegen eine geringe Schreibgebühr (ca. 20€) so befristen und formulieren, dass dennoch Rechtssicherheit besteht. Und das, ohne sinnfreie Belehrungen über deine elterlichen Pflichten gegenüber dem Kind (sie meint: Mutter) und anderes Gewäsch!

Die Next kommt so indirekt mit für den Unterhalt an die Exe auf - seit 2010 sogar fiktiv.
Siehe hierzu OLG Thüringen ( 1 UF 19/10 ), Hervorhebungen durch mich:

quote:<hr size=1 noshade>
Die Herabsetzung des ihm zu belassenden notwendigen Selbstbehalts beruht dann auf der Ersparnis durch die gemeinsame Haushaltsführung, die regelmäßig zu einer Kostenersparnis und zu Synergieeffekten führt, die jeden Lebenspartner hälftig entlasten (BGH, FamRZ 2008, 594 m.w.N.).

Soweit der Beklagte einen solchen Synergieeffekt durch das Zusammenleben mit seiner neuen Lebensgefährtin unter Hinweis auf deren Leistungsunfähigkeit bestreitet, obliegt ihm dafür die volle Darlegungs- und Beweislast. Weil er diesen Vortrag nicht substantiiert dargelegt und unter Beweis gestellt hat, ist ein entsprechender Synergieeffekt zu berücksichtigen, den der Senat im vorliegenden Fall mit (12,5 % seines Selbstbehalts in Höhe von 900,- € =) 112,50 € bemisst (vgl. OLG Brandenburg, ZInsO 2009, 2019 ). Der Selbstbehalt des Beklagten reduziert sich auf (900,- € - 112,50 € =) 787,50 €; bei einem einzusetzenden Einkommen in Höhe von 1496,73 € verbleibt eine Leistungsfähigkeit des Beklagten in Höhe von (1496,73 € - 200,- € - 787,50 € =) 509,23 € pro Monat, aufgerundet 510,- €.

Zu der Behauptung des Beklagten, er habe sich im Januar 2010 von seiner Lebensgefährtin getrennt, wofür der Beklagte Beweis angeboten hat, haben die Kläger bisher nicht Stellung genommen. Für den Fall des Bestreitens bleibt die Klärung dem Hauptsacheverfahren vorbehalten.
<hr size=1 noshade>

Auch in anderer Hinsicht (Umgangskosten) eine Pflichtlektüre für jeden Mann, der sich überlegt oder "Gefahr läuft" Kinder zu zeugen.

Aber motiviere du mal schön mit deinen Worten die potentielle Next, für den Teil der Geminschaft einzutreten, der hier der Exe den Platz auf der warmen Couch bereitstellt.

Auch hier gilt: Wer treibt dennn hier wen und womit?
Nun, der Vater scheint es nach seinen Worten einmal mehr nicht zu sein und ich werde einen Teufel tun, die Mutter zusätzlich gegen ihn aufzuwiegeln.
Dafür haben wir schließlich Beistände, Rechtsvertretungen sowie "wahre Größen" vom Fach, in den Verwaltungen der ARGEn!

Lieben Gruß

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#10
 Von 
guest-12306.12.2010 10:05:57
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#11
 Von 
ARTiger
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Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Hast du gerade "freiwillig" geschrieben?

Ich lach´ mich schlapp!
"Es entspricht meinem freien Willen, ein von mit gezeugtes Kind in Form von Geldrente zu bedienen und verzichte im Gegenzug freiwillig auf die Betreuung der Göre. Zudem entspricht es meinem freien Willen, mich nicht mehr als alle zwei Wochen mit dem Balg herumzuschlagen. Ich ertrage mein Kind einfach nicht länger um mich herum!"

Wer hier einen Hauch von Ironie bemerkt, erkenne ich "freiwillig" als Genie an.

Das Jugendamt lehnt Befristungen unterhalb der Volljährigkeit ab, außer das eine, in dem "123nett(e)" Beamtinnen zur Beurkundung auf die Herren der Schöpfung warten. Zudem werden bei Unterhaltsberechnungen manchmal abzugsfähige Ausgaben "vergessen" und so die ohnehin horrenden Unterhaltsbeträge gepusht.
Am schönsten ist es, den Pflichtigen in solche Nöte zu treiben, dass dieser spätestens in der dritten Altersstufe (die ganz unvermittelt wie Weihnachten kommt) seinen SB unwissend jedoch unterstellt "freiwillig" unterschreitet.
Ist es dann soweit und er begehrt auf dem JA die Abänderung, erhält er regelmäßig die Auskunft: Es stehe ihm "frei" eine Abänderungsklage zu betreiben. Ob sich dies jedoch wegen der paar Euros lohne? Er möge die damit verbundenen Risiken bedenken.

Sinnvoller ist die Beurkundung beim Notar durchzuführen und die zeitliche Befristung z.B. den Altersstufen gemäß durchzuführen. Allerdings obliegt es dem Pflichtigen hier rechtzeitig selber für Nachschub - entsprechend der eigenen und dann momentanen Leistungsfähigkeit - zu sorgen.
Zudem müsste die Klage, bei Nichtgefallen, dann vom Kind bzw. seiner Vertetung ausgehen, womit auch das Prozessrisiko nunmehr auf der anderen Seite liegt - wegen der paar Euro?

Nett ist übrigens die kleine Schwester von ... ?

Lieben Gruß

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#12
 Von 
guest-12306.12.2010 10:05:57
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#13
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Richtig, weil es keine Abänderung gibt, da die notarielle Beurkundung zuvor Rechtssicherheit geschaffen hat.
Da können Anwälte ruhig kläffen.

Ist aber sehr aufmerksam von dir auf die von der Allgemeinheit "freiwillig" bereitgestellte PKH zu verweisen, die gerne auch mutwillig von "Kindern" eingesetzt wird.
Oder sind es letztlich doch die Beistände und/oder Mütter die da "in Vertretung" prozessieren?

Lieben Gruß

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#14
 Von 
guest-12306.12.2010 10:05:57
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#15
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

Hallo recht123nett!

Wenn ich von horrenden Unterhaltsbeträgen schreibe, dann meint dies etwas grundlegend anderes als das was die Empfängerseite darunter versteht.
Die Kind besitzende Empfängerseite, die von diesem Standpunkt (aus wohl diversen Gründen) nicht abweicht, sieht allein den Geldbetrag und wiegt diesen mit einem gewünschten Bedarf des Kindes ab.
Die Seite des Pflichtigen (und als solcher schreibe ich hier) meint hier jedoch etwas vollkommen anderes und dessen Probleme (die die Empfängerseite nicht sieht oder sehen will) sind ebenfalls von diversen Gründen geprägt, dessen (weit überwiegend) er sich oft erst nach einer Titulierung ausgesetzt sieht. Es dominieren Themen wie eigenes Maß an Betreuung und die damit verbundenen, höheren Ausgaben.

Es ist für einen nun ausgegrenzten und Verpflichteten schwer nachvollziehbar, dass es dieser ist, der fortan für 360€ Warmmiete in einer max. 45m² Wohnung zu leben hat (sofern auf dem Wohnungsmarkt überhaupt für ihn und in seiner Situation verfügbar).
Während der (politisch und amtlich) anerkannte Teil der Familie („Familie ist wo …") nicht nur die Wohnung umgehend (weil Bedarf) gestellt bekommt, sondern häufig ohne oder mit geringfügiger elterlicher Erwerbstätigkeit mindestens auf gleichem (meist höherem) Niveau lebt und sich an den Betreuungskosten des Pflichtigen nicht zu beteiligen hat.

Schon mit einer sog. Umgangsregelung, wie diese regelmäßig ausgesprochen wird, entsteht ein Mehrbedarf, der immer seltener vom Pflichtigen aufgebracht werden kann.
Insbesondere dann, wenn die Distanz zwischen Kind und Pflichtigen (überwiegend durch Fortzug des Betreuenden mit dem Kind) vergrößert wurde.

Die Anzahl der Mangelfälle dürfte sich ohnehin innerhalb von nur einem Jahr ziemlich erhöht haben. Mit dem Jahr 2010 stiegen die Tabellenbeträge um 13%, was bei einem erreichten Selbstbehalt zwischen 20% (1. Altersstufe) und 30% (dritte Altersstufe) Kinderunterhaltsquote führte, insbesondere dann noch höher, wenn der Mangelfall als solcher – durch das titulierende Jugendamt - nicht anerkannt wird oder dem Pflichtigen fiktive Einkünfte und (neu) fiktive Haushaltsersparnisse angedichtet werden.
Da gibt es also nichts zu lachen, über die Höhe des ausgelobten Unterhaltsbetrages.
Die Gesamtzahl der Mangelfälle wird sich im kommenden Jahr noch verstärken, werden sich die Selbstbehalte ab Januar 2011 um 50€ erhöhen.
Zwar sinkt dann die Quote, jedoch lindert es lediglich minimal und nur in Bezug zum vorhergehenden Beispiel (19%, 1. Altersstufe; 28,5%, 3. Altersstufe).
Es obliegt dem Pflichtigen den Gang durch die Instanzen anzutreten um tatsächlich bei bestehenden Titeln diese 50€ in der eigenen Kasse zu haben.
Eine automatische Dynamisierung ist hier nämlich nicht enthalten!

Ich setze mich, im Gegensatz zu Ein-Elter-Befürwortern, für andere – vornehmlich und regelmäßig die Elternteile paritätisch verpflichtende - Lösungsmodelle ein.
Dagegen richten sich Aussagen, Interpretationen und Absichten vorgenannter ProtagonistInnen sowie die derzeitige Gesetzes- / Richtlinienlage und Rechtspraxis.

Ich habe gerade keine Ahnung wo wir an dem zweiten Punkt aneinander vorbeigeraten sind.
Wenn der Pflichtige den Kindesunterhalt beim Jugendamt titulieren lässt, dann geht er zwecks Abänderung auch dort wieder hin.
Die sich dann ihm bietende Szene hatte ich beschrieben.
Und dann steht er meist allein auf weiter Flur.
Während man ihm also willig die Kohle abknöpft, erhält er keine Unterstützung wenn es für ihn schlecht läuft.

Lieben Gruß

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#16
 Von 
guest-12306.12.2010 10:05:57
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1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 212x hilfreich)

@recht123nett,

Wie sagte Franz Müntefering einmal so schön:
"Ich kann nur kurze Sätze!"
Na dann: Viel Spaß beim Zitat-Konfetti schnippeln! :party:

Wenn keine Beistandschaft besteht, was soll dann der Pflichtige überhaupt auf dem Jugendamt, dessen MitarbeiterInnen falsch berechnen und einen befristeten Titel nur dann akzeptieren, wenn dieser mindestens bis zur Volljährigkeit dynamisch zu laufen hat und sich später für den Pflichtigen als Desaster herausstellt?
Daher mein Rat: Gehe ein/e Jede/r diesem Laden nach Möglichkeit aus dem Weg!

Lieben Gruß

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