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Unterhaltsberechnung - wird ihr Einkommen eingerechnet?

 Von 
Schtreicher
Status:
Schüler
(387 Beiträge, 71x hilfreich)
Unterhaltsberechnung - wird ihr Einkommen eingerechnet?

Ich weiss, es wird wahrscheinlich den Rahmen dieses Forums sprengen, aber mich interessiert, wie sich der Unterhalt berechnet, den ein Mann seiner Frau zu zahlen hat, die sich im Trennungsjahr befinden. (Trennung 4.1.04). Eine 3,5 Jahre alte gemeinsame Tochter ist vorhanden. Beide gehen und gingen arbeiten.
Er ist weggezogen. Sie bewohnt die bisherige gemeinsame Wohnung und die Tochter lebt bei ihr.
Insbesondere die Anrechnung des eigenen Verdienstes der Ehefrau scheint fraglich. Ich habe gehört, dass ihr Einkommen irgendwie zu 25-70 Prozent eingerechnet wird? Da könnte sie ja besser aufhören zu arbeiten.
Wie gesagt, ich denke, dass man hier keine pauschale Auskunft geben kann, also frage ich mich, ob es einschlägige Literatur zur Unterhaltsberechnung gibt, die ein Laie verstehen kann?

Schönen Dank erstmal




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"Schtreicher, Mönchengladbach"

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
anrechnen Anwalt Auskunft Ehefrau


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1851 Beiträge, 121x hilfreich)

Also,

es geht nach Richtlinien, die keine Gesetzeskraft haben. Je nach Fähigkeit des eigenen Anwalts und Anwalts der Gegenseite Möglichkeiten, die Raten zu reduzieren oder zu erhöhen.

Kindesunterhalt geht nach Düsseldorfer Tabelle.
http://www.agiburg.de/ag_duest.htm

Aber unbedingt die Anmerkungen beachten !

Bei nur 2 zu unterhaltenden Personen, rutscht Du eine Einkommensstufe höher.

Weiter mit dem Trennungsunterhalt:

ganz grob:

Netto-Einkommen - 5% berufsbedingte Aufwendungen (falls mehr, dann nachzuweisen).

davon abziehen den Kindesunterhalt nach
DDT, und zwar den vollen Tabellenwert, nicht den effektiv zu zahlenden (meist geringeren) KU !

vom Rest gehen 3/7 als Trennungsunterhalt an die Ex

Nun der Hammer:
beim Alter der Tochter wird das Einkommen der Ex vermutlich GAR NICHT oder nur zur Hälfte angerechnet, da als überobligatorisch anzusehen!

Wenn sie schon während der Ehe gearbeitet hat, wenn Dein Anwalt gut ist und Du Glück mit dem Richter hast, KANN es sein, dass das Gehalt der Ex weitgehend voll angerechnet wird (weil eheprägend).
In jedem Fall darf sie ihr Gehalt aber auch um berufsbedingte Aufwendungen kürzen, darüberhinaus um einen Haushaltsfreibetrag und um die Kinderbetreuungskosten.

Ich denke, Du solltest Dir einen Anwalt nehmen.
Der kostet zwar, aber das Geld ist gut investiert!
50 Euro im Monat zuviel Unterhalt sind schon 600 Euro im Jahr. Am Ende zahlt sich der Anwalt aus.

Viel Glück!
nachgefragt

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#2
 Von 
Schtreicher
Status:
Schüler
(387 Beiträge, 71x hilfreich)

Hey nachgefragt, danke, hört sich schon mal sehr fundiert an.

Wo stehen denn diese Richtlinien?

Sie geht dieser Arbeit schon seit fünfzehn Jahren nach, aber wurde nach der Geburt für etwa zwei Jahre unterbrochen.

Nun geht es gerade um die Gehaltsberechnungen auf beiden Seiten. Werden Gratifikationen, die in 2003 von dem Arbeitgeber gezahlt wurden (in 2004 aber nicht) reingerechnet? Weihnachtsgeld anteilig? Und jetzt die schwierigste Frage: wird ein geldwerter Vorteil hereingerechnet? Geldwerter Vorteil wird ja lediglich dem Brutto zur Versteuerung hinzu gerechnet, aber dann in voller Höhe sofort wieder abgezogen, so dass er nie zur Nettoauszahlung kommt, also auch dem Einkommen nie zur Verfügung steht.

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"Schtreicher, Mönchengladbach"

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#3
 Von 
guest123-22
Status:
Lehrling
(1851 Beiträge, 121x hilfreich)

Wo die Richtlinien zu finden sind:
hier bitte ich Kanalmeister um seinen Standardspruch.
:-)


Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld u.s.w. wird angerechnet.
Geldwerte Vorteile auch !

das mit den wegfallenden Leistungen im laufenden Jahr ist schwieriger.
Hier zählt wieder: wie gut ist Dein Anwalt,
wie gut der gegnerische Anwalt.

Gruß,
nachgefragt


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#4
 Von 
hns
Status:
Schüler
(336 Beiträge, 9x hilfreich)

Wegen Gratifikationen Schreiben vom Arbeitgeber holen mit ungefähr folgendem Inhalt:
Hiermit bestätigen wir, das die gezahlte Gratifikation eine einmalige Zuwendung ist, deren Höhe und Auszahlungszeitpunkt nicht regelmäßig ist.

Die Gratifikation kann dann beim Unterhalt auf mehrere Jahre verteilt werden.
Weihnachts- und Urlaubsgeld gelten als normaler Nettobestandteil.

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