Vater holt seine Kinder nicht ab

24. Juni 2015 Thema abonnieren
 Von 
guest-12325.06.2015 11:03:28
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)
Vater holt seine Kinder nicht ab

Hallo.

Ich brauche mal Euren Rat, was den Umgang zwischen KV und unseren gemeinsamen Kindern betrifft!

Also ich habe das alleinige Sorgerecht und er hat nur die Vaterschaft anerkannt.
Beim Jugendamt wurde beschlossen, dass er die Kinder jeden Sonntag bei der KM abzuholen hat und sie auch wieder bei der KM abzugeben hat. Darin ist aber nicht festgelegt, wo der KV die Kinder holt und bringt.

Das Problem momentan ist, dass der KV die Kinder nicht mehr abholen will, da ich (KM) und die Kinder jedes Wochenende bei meinem neuen Partner sind, der 28 km entfernt von meinem und des Wohnortes des KV's wohnt.
Am Anfang hatte der KV kein Problem damit, dann hat er die Kinder einmal abgeholt, aber abends nicht dorthin zurück gebracht. Er drohte mit Polizei, wenn ich die Kinder nicht beim ihm abholen komme.
Ich muss dazu sagen, dass ich kein Auto habe und ich an diesem Tag, mir ein Auto ausleihen musste. Der KV hat hingegen ein Auto und auch genügend Geld um sich die Fahrt zu leisten.

Meine Frage dazu wäre, ob der KV im Recht ist?
Hat er das Recht die Kinder nur bei mir zu Hause abzuholen und zubringen?

Danke schon mal im voraus für Eure Antworten.

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10 Antworten
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#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Erst einmal kann das Jugendamt überhaupt nichts festlegen, das kann nur ein Gericht. Normalerweise hat das Umgangselternteil die Verpflichtung, die Kinder dort abzuholen, wo die Mutter lebt. Ob hierzu die Wohnung des Lovers gehört, das ist wohl grenzwertig. Warum kann denn der Lebensgefährte das Wochenende oder zumindest den Sonntag bei Dir verbringen? Dann ist doch alles klar.

wirdwerden

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#2
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

"Das Problem momentan ist, dass der KV die Kinder nicht mehr abholen will, da ich (KM) und die Kinder jedes Wochenende bei meinem neuen Partner sind, der 28 km entfernt von meinem und des Wohnortes des KV's wohnt."

Das Problem ist vielmehr, dass Sie die Kinder immer dann, wenn Umgang ansteht, in eine weit entfernte Stadt schleppen und damit vorsätzlich den Umgang vereiteln. Wie wäre es denn, wenn Sie das in Zukunft einfach mal sein lassen?

Andernfalls wird der Vater, wenn er denn Bock auf die Kinder aber keinen auf das Gefahre hat, bald das Familiengericht einschalten, welches den Umgang dann in allen Details regeln wird. Darunter könnte sich dann eine solche Regelung befinden, die besagt, dass Sie die Kinder zu ihm fahren müssen. Zumindest aber wird sich dort die Regel finden, dass die Kinder am Wohnort bereitzuhalten sind. Nehmen sie die Kinder dann erneut mit in die andere Stadt, wird das Gericht ein Ordnungsgeld verhängen. Typischer Betrag dafür sind 2000€, also eine Menge Spritgeld.

Wenn der Vater dann schonmal vor Gericht ist, wird sein Anwalt zugleich den Antrag auf gemeinsames Sorgerecht stellen. Dem könnten Sie durch die Abgabe einer Sorgerklärung zuvor kommen. Dann wird der Vater vielleicht in Zukunft auch wieder wie gewüscht kooperieren. Aber warum sollte er das tun, wenn Sie es doch auch nicht tun und ihm sogar Steine auf den Weg zu den Kindern legen?

Wie kommen die Kinder denn eigentlich zum Lebensgefährten, wenn ein Auto doch nicht vorhanden ist und die öffentlichen Verkehrsmittel nichtmals in Erwägung gezogen werden? Haben Sie dem Vater denn wenigstens immer das Spritgeld erstattet? Ich verstehe auch nicht, warum die Kinder überhauot am Sonntag dort sein sollen, wenn doch der Vatertag im Kalender steht.

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12325.06.2015 11:03:28
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Wir sind nun mal gerne bei ihm. Die Kinder finden bei ihm und seiner Familie Halt und außerdem haben sie viel mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Ich wohne in einer Großstadt in einer Mietwohnung. Mein Partner hingegen auf einem 3-Seiten-Hof in einem Dorf. Wir sind gerade in der Phase, zu testen ob alle zusammen harmonieren und das läuft alles sehr gut.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Aber doch nicht zu Lasten des Vaters! Und da die Kids während des Umgangs sowieso nicht die Vorteile des Landlebens geniessen können, kann man das wirklich anders organisieren. Ich hab in den letzten Minuten nochmals nachgelesen. Du hast keinen Anspruch darauf, dass Daddy die Kids irgendwo, also beim Lover abholt. Du hast eventuell einen Anspruch drauf, wenn Du umziehst, dass er sie am neuen Wohnort abholt. Sieh zu, dass es zu einer Einigung kommt. Flache Bälle spielen, das ist in Deiner Situation angesagt.

Ich weiss jetzt nicht, wie alt die Kinder sind. Vielleicht sollte man mal ganz umdenken? Seltener, und dafür länger? Wär doch sinnvoll.

wirdwerden

-- Editiert von wirdwerden am 24.06.2015 18:56

2x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Die Kinder haben montags Schule. Es geht also am Sonntagabend noch wieder zurück nach Hause. Jetzt soll Vaddern die Kids zu Ihrem Lebensgefährten karren, damit diese dann zu Fuß (Sie haben ja angeblich keine Verkehrsmöglichkeiten) wieder zurück nach Hause spazieren? Reichlich sinnbefreit.

Bevor Sie sich an dem harmonischen Aufbau einer neuen Beziehung bemühen, sollten Sie vielleicht erstmal zusehen, dass Sie das mit dem Vater der Kinder endluch mal gebacken bekommen. Danach sieht es nicht aus.

Um die Frage zu beantworten:
Nein, selbstverständlich muss er die Kinder nicht dahin fahren, wo immer Sie die gerne hätten. Weder sind die Kinder in Ihrem Privateigentum noch ist der Vater Ihr Bediensteter.

Was würden Sie sagen, wenn Sie die Kinder zur neuen Frau des Vaters nach Paris fahren sollen? Nicht so toll, oder? Wenn Sie jetzt umziehen, ohne das Einverständnis des Vaters einzuholen, wird dieser mit Sicherheit das Sorgerecht einklagen. Außerdem würde er in so einem Fall versuchen, die Kosten auf Sie abzuwälzen. Können Sie sich das leisten?

-- Editiert von Hafenlärm am 24.06.2015 19:06

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12325.06.2015 11:03:28
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Wie schon erwähnt, habe ich das alleinige Sorgerecht und muss mir kein Einverständnis des Vaters holen um umziehen zu dürfen. Davon abgesehen wird er das beide Sorgerecht nicht bekommen, da er Spielsüchtig ist und Drogen nimmt. Die Kinder bringt er Sonntagabend zu mir nach Hause, da ich ja dann auch wieder zu Hause bin. Wenn er im Recht ist, dann weiß ich ja was ich machen muss. Finde es nur sehr schade, dass man hier nicht ganz sachlich bleiben kann. Nur was soll ich machen, wenn das eine Kind zum Vater möchte aber das andere lieber bei mir und meinem Partner!? Habe immer versucht sachlich mit dem Vater zu reden aber er kann das nicht. Einen Beistand habe ich auch nicht und das Jugendamt ist leider auch keine Hilfe, also habe ich hier versucht mich zu informieren.

-- Editiert von fb417491-90 am 24.06.2015 19:47

2x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Ihr neuer
Status:
Praktikant
(683 Beiträge, 250x hilfreich)

Also bitte, 28km ist doch nun wirklich kein Beinbruch. Hier geht es wahrscheinlich eher darum das der Ex entweder die Kinder nicht mehr holen will, oder er aber knatschig ist das die Frau einen neuen hat. Warum ist denn der Umgang überhaupt so gering? Wo steht denn überhaupt das die Kinder nur am Wohnort abgeholt und zurückgebracht werden brauchen?

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Hafenlärm
Status:
Lehrling
(1505 Beiträge, 1743x hilfreich)

Zitat:
Wie schon erwähnt, habe ich das alleinige Sorgerecht
Aber wie lange noch, wenn Sie dem Vater so vor den Kopf stoßen, ihn völlig übergehen und damit ganz deutlich unterstreichen, dass er das vielleicht mal ändern lassen sollte?

Zitat:
muss mir kein Einverständnis des Vaters holen um umziehen zu dürfen.
Was aber anders aussehen wird, wenn er denn das mit dem Sorgerecht klären lässt. Sowieso ist mit der Möglichkeit des Umzuges ja noch nicht gesagt, wer dann die Fahrtkosten trägt. Meines Erachtens müssten das Sie sein, wenn Ihnen nicht sogar die Transportpflicht auferlegt wird.

Zitat:
Davon abgesehen wird er das beide Sorgerecht nicht bekommen, da er Spielsüchtig ist und Drogen nimmt.
Das ist für das "beide Sorgerecht" aber uninteressant. Wenn der Vater doch auch so viel Geld übrig hat, wie Sie oben geschrieben haben, kann das mit der Spielsucht ja auch nicht zu schlimm sein. Oder er ist dabei einfach verdammt erfolgreich. Dann würde ich damit aber auch nicht aufhören wollen. Aber immer wieder interessant, wer dann plötzlich alles als erziehungsunfähig erachtet wird, nachdem es für die Zeugung mehrerer Kinder gereicht hatte.
Wünsche mehr Glück bei der Wahl des nächsten Partners. Scheint der besser zu sein? Mal sehen, wie lange noch.

Zitat:
Die Kinder bringt er Sonntagabend zu mir nach Hause, da ich ja dann auch wieder zu Hause bin.
Und wie kommen Sie da nun hin, so ganz ohne Auto und ÖPNV über 28km?

Wie Sie dieses Problem lösen können, hat wirdwerden Ihnen schon gesagt. Ob Sie diesen Ratschlag nun beherzigen oder nicht, ist Ihre Sache. Nur ist es nunmal nicht das Problem des Familienrechts, wenn man mit den grundlegenden und für einen familiären notwendigen eigenen Pflichten oder den Rechten anderer zurechtkommt. Ob einem das gefällt oder ob man das lieber anders hätte und den Vater gerne nach der eigenen Pfeife tanzen lassen und die Kinder als Privateigentum betrachten würde, danach fragt das Familienrecht nicht. Das Familienrecht nennt das Umgangsvereitelung.


Zitat:
Wo steht denn überhaupt das die Kinder nur am Wohnort abgeholt und zurückgebracht werden brauchen?
In dem Beschluss des Familiengerichts, den der Vater bei Bedarf voraussichtlich unproblematisch erhalten wird.

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38135 Beiträge, 13928x hilfreich)

Natürlich darfst Du ohne Genehmigung umziehen. Einerlei, ob Du das alleinige Sorgerecht hast oder nicht. Nur, Du musst eventuell die finanziellen Folgen dieses Umzuges tragen, auch einerlei, ob Du das alleinige Sorgerecht hast. Das ist das Problem. Und es ist auch einerlei, ob der Vater spielsüchtig, alkoholkrank oder was sonst auch ist. Weder Spielsucht noch Alkoholsucht oder sonstige Süchte führen automatisch zum Entzug des Sorgerechts noch zum Verweigern desselben. Das ist doch juristisch nun wirklich ausgepaukt.

Und wie Laien das so enschätzen, das ist wirklich eine andere Sache. Bei uns arbeitet sehr erfolgreich ein Akademiker. Der hat sein ganzes Studium mit Online-Poker verdient. Spielsüchtig? Wohl kaum. Der Ex hat sein Leben doch im Griff. Ist zuverlässig, was die Kinder angeht. Und das ist doch das entscheidende. Nur, die Kinder beim Lover abholen, ich finde das aus verschiedenen Gründen nicht tragbar. Und dann auf die fehlende Mobilität hinweisen. In eigenen Sachen ist man doch unglaublich mobil. Wäre vielleicht sinnvoll, diese Flexibilität auch beim Kindeswohl zu beweisen.

wirdwerden

2x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12325.06.2015 11:03:28
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 4x hilfreich)

Ich finde es eine Frechheit hier über Menschen zu urteilen und irgendwas zu unterstellen, nur damit das Bild dann passt. Was gibt Ihnen das Recht?

Ich danke schon mal wirdwerden.
Wollte nur eine klare sachliche Antwort.

-- Editiert von fb417491-90 am 25.06.2015 10:50

1x Hilfreiche Antwort

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