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Vater möchte auf einmal Tochter haben

22.1.2012 Thema abonnieren Zum Thema: Tochter Umzug Andere
 Von 
SimoneF
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 7x hilfreich)
Vater möchte auf einmal Tochter haben

Hallo,

eine Bekannte von mir hat sich vor circa 8 Monaten von ihrem Mann getrennt. Ich schreibe jetzt mal aus ihrer Sicht.

Dieser ist ausgezogen und zwar knappe 75km weit weg. Damals, direkt nach der Geburt unserer Tochter (jetzt 5) waren wir beim Amt für das gemeinsame Sorgerecht.

Mein Mann geht den ganzen Tag arbeiten und ich halbtags. Er bezahlt für unsere Tochter Unterhalt. Er holt unsere Tochter alle zwei Wochen fürs We ab.

Ich würde jetzt gerne im Sommer zu meinem Freund der auch zwei Kinder hat ziehen. Seine Kinder gehen in den Kiga / Schule und er hat seine Arbeit drumherum gebastelt wie man das halt als Alleinerziehender so machen muss. Der wohnt genau in die andere Richtung mit dann gleicher Entfernung zu meinem Ex.

Mein Mann hat ebenso eine neue Lebensgefährtin die ebenso zwei Kinder hat. Anscheinend plant auch er mit ihr zusammen zu ziehen denn heute als er unsere Tochter wiederbrachte packte er für mich vollkommen überraschend den Hammer aus. In der Vergangenheit hat ihn das nämlich nicht interessiert.

Er will jetzt, dass unsere Tochter zu ihm kommt weil......ich angeblich vor längerer Zeit mal zu ihm gesagt habe "die kannste geschenkt" haben! Außerdem wollte er sie jetzt im Kiga anmelden. Das war natürlich ein Jux auch nicht in Anwesenheit unserer Tochter und nur an ihn gerichtet. Wir haben früher öfter so miteinander und übereinander geredet. Außerdem komme ich aus dem Rheinland :-)da spricht man manchmal so.

Ich persönlich denke aber eher das ihm seine neue Freundin den Floh ins Ohr gesetzt hat um vielleicht den Unterhalt bzw. das Kindergeld zu ersparen. Okay, dass ist zu negativ gedacht. Vielleicht versteht sich meine Tochter auch einfach nur sehr gut mit ihren Kinder.

Außerdem wollte er sich auf einmal so schnell wie möglich scheiden lassen wo ihm das bisher so ziemlich egal war. na okay, das ist ein anderes Thema und unser Trennungsjahr ist ja auch noch nicht vorüber.

Übrigens haben wir unsere Tochter schon an Wohnort meines Freundes für den Sommer angemeldet. Für diese Anmeldung hat mein Mann auch schön seine Unterschrift geleistet.

Meine Fragen wären jetzt:
1. Kann er mir den Umzug wegen der Entfernung vermiesen?
2. Welche Chancen hat er unsere Tochter zu "bekommen"?
3. Wird unsere Tochter dazu schon befragt?

Danke und für Nachfragen stehe ich gerne bereit.

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Tochter Umzug Andere


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Marie-Sophie40
Status:
Schüler
(296 Beiträge, 76x hilfreich)

Uhi, uhi, uhi, ganz schön heftig die Geschichte.

1. Ja, könnte er.
2. Das entscheidet der Richter.
3. Kommt darauf an, wie alt Eure Tochter ist? (Wenn alt genug, wird sie natürlich auch befragt und ihr Wunsch berücksichtigt)

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-- Editiert Marie-Sophie40 am 22.01.2012 19:29

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#2
 Von 
SimoneF
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 7x hilfreich)

zu 1. Also nach der Trennung ist er ja 75km gezogen. An der
Entfernung würde sich ja für ihn nichts ändern. Nur
halt in die andere Richtung!
zu 3. Unsere Tochter ist est 5 Jahre alt
zu 2. Was muss er machen das es soweit kommt also bis zu
einem Richter? In der Vergangenheit war im das
Umgangsrecht alle zwei Wochen durchaus angenehm für
seinen Lebensstil.

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#3
 Von 
amako
Status:
Student
(2564 Beiträge, 1378x hilfreich)

Hallo,
1. das kommt darauf an, wie er das begründet. der zusätzlich finazielle und zeitliche Aufwand hält sich ja wohl in Grenzen (wenn ich das richtig verstanden habe wären es statt 75 dann 150km), das bei zweimal WE im Monat ist wohl zu wuppen (für solche Aufwendungen werden schließlich 50% des Kindergeldes auf den Unterhalt angerechnet). Meine Frau und ich haben gerade eine ähnliche Situation hinter uns gebracht, der Ex meiner Frau mußte das schlucken, hat aber versucht uns Schwierigkeiten zu bereiten (zum Glück vergeblich). Unser Glück war das die Tochter meiner Frau schon älter ist und ihr Wunsch berücksichtigt wird.
2. Deine Tochter lebt seit 5 Jahren bei dir, welche Gründe gibt es das zu ändern? Ich denke, dass im Normalfall deine Chancen besser stehen als die des KV. Aber vor Gericht und auf hoher See...
3. Bei einer 5-jährigen wird das wohl nicht geschehen. Das ist auch besser so, stell dir vor wie sie sich fühlt wenn sie so was entscheiden müsste.
Gruß
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

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#4
 Von 
Marie-Sophie40
Status:
Schüler
(296 Beiträge, 76x hilfreich)

Ihr habt beide zu gleichen Teilen, das gemeinsame Sorgerecht und somit auch das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ihr beide habt zu gleichen Teilen ein Mitspracherecht.

Zu 2: Der erste Weg ist zum Anwalt zu gehen. Vor dem Familiengericht wird dann entschieden wo das Kind leben soll.

Da Du selbst von dem gewohnten Umfeld des Kindes weg ziehen willst, wirst Du dies auch nicht als "Argument" vor Gericht bringen können.

Edit:

Einen "Schwachpunkt" sehe ich auch indem, dass Eure Tochter bisher immer nur bei Dir lebte.



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-- Editiert Marie-Sophie40 am 22.01.2012 20:05

-- Editiert Marie-Sophie40 am 22.01.2012 20:06

-- Editiert Marie-Sophie40 am 22.01.2012 20:06

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#5
 Von 
SimoneF
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 7x hilfreich)

nein, kommt die Entfernung bleibt gleich. Jetzt 75km nach dem Umzug auch.

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Und ich denke zum Anwalt gehe ich erst wenn ich ein Schreiben von seinem bekommen habe.


-- Editiert SimoneF am 22.01.2012 20:23

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#6
 Von 
Marie-Sophie40
Status:
Schüler
(296 Beiträge, 76x hilfreich)

quote:
Und ich denke zum Anwalt gehe ich erst wenn ich ein Schreiben von seinem bekommen habe.

Ich würde an Deiner Stelle mal zum Jugendamt gehen, um Dich beraten zu lassen. (Dies ist völlig kostenlos)



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#8
 Von 
amako
Status:
Student
(2564 Beiträge, 1378x hilfreich)

Hallo Simone,
völlig in Ordnung sich Ideen und Anregungen aus dem Forum zu holen, dafür ist es schließlich da.
Gespräch mit dem Vater ist sehr sinnvoll, genau wie eine Beratung beim JA. Immer gut zu wissen, wie die Lage ist wenn man sich in solche Gespräche begibt. Ich glaube auch nicht, dass du gegen einen vermehrten Umgang deines Ex mit eurem Kind bist, warum auch. Leider kann ich aus eigener erfahrung berichten, das solche Dinge sich erschweren wenn eine neue Partnerschaft ansteht. Da sind dann wohl noch nicht alle Emotionen durch.
Gruß
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

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