Vater schmeißt KIND raus!!!!

22. Februar 2009 Thema abonnieren
 Von 
yvonne0905
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
Vater schmeißt KIND raus!!!!

Der Vater von meinem Sohn ( bald 10) zahlt nun seit 6,5Jahren keinen Unterhalt. Er bekommt ihn aber immer regelmäßig alle 2 Wochen und die halben Ferien. Ich wollte immer das er Kontakt zu seinem Sohn hat. Er zahlt keinen Unterhalt weil er arbeislos ist und H4 bezieht. Er hat einfach keine Lust zu arbeiten. Nun ist es so das mein Sohn mir erzählte das er arbeiten geht wenn er bei ihm ist und seine Freundin auf ihn aufpaßt. Das will mein Sohn aber nicht. Papa würde ja die ganze nacht arbeiten und schläft dann bis 13 Uhr. Somit bin ich dann gestern abend um 22 Uhr da hingefahren und wollte das klären. Es eskalierte aber ( klar, wenn man ihn bei Schwarzarbeit ertappt ) Er schmiss mich und seinen Sohn aus seiner Wohnung und sagte seinem Sohn er braucht nicht mehr wieder zu kommen, erst wenn er alt genug wäre um das alles zu verstehen. Sohn ist jetzt tief traurig und enttäuscht.
Meine Frage ist nun: Wenn Papa sich beruhigt hat wird er mit sicherheit ankommen und seine Rechte als Vater haben wollen. Wenn unser Sohn nun aber nicht mehr will muß ich ihn dann trotzdem hingeben oder hat er mit fast 10 schon Mitentscheidungsrecht? Sorgerecht liegt bei mir alllein.

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2477 Beiträge, 388x hilfreich)

Hallo Yvonne,

als betreuender Elternteil hast du die Aufgabe, den Umgang mit dem umgangsberechtigten Elternteil zu fördern.

Bisher scheint das ja auch recht gut funtkioniert zu haben.

Wenn der Vater nach der jüngsten Eskalation tatsächlich das Gespräch mit eurem Sohn suchen sollte, dann halte ich es insbesondere für das Kind hilfreich, ein solches klärendes Gespräch zu ermöglichen, denn der Junge dürfte nach der erlebten Szene verständlicherweise recht verunsichert sein.

Abseits davon: du wirst mir sicherlich zustimmen, dass die Idee, den Vater des Jungen während dessen Aufenthalt beim Vater *stellen" zu wollen, von vorneherein ein enormes Risiko zur Eskalation der Situation geborgen hat.

Vielleicht war dein Vorgehen diesbezüglich etwas unbedacht, vielleicht wäre es günstiger gewesen, diese Konfrontation in Abwesenheit des Kindes zu suchen.

Gerade deshalb sollten m.E. die nächsten Schritte bezüglich des Verhältnisses von Kind und Vater in ihrer Wirkung möglichst umfassend im Vorfeld bedacht werden.

Nix für Ungut, meine Sichtweise. :)


Grüße

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#2
 Von 
guest-12316.03.2009 17:03:04
Status:
Schüler
(162 Beiträge, 10x hilfreich)

@liebe Yvonne,


ich denke, dass der Vater mit der konfrontierten Situation überfordert war (bitte nicht miss verstehen, sondern einfach, weil es manchmal eine belastende Situation ist, wenn die sogn. "EX" sich in das seinige Leben einmischt.) und er davon Ruhe braucht.

Es ist besser, die beiden deinen Sohn und der Vater sollten sich untereinander damit auseinandersetzen.
Wiederholt möchte ich sagen, dass es beim Umgangsrecht nicht um die Qualität eines Vaters geht, sondern schlicht und einfach um den Umgang selbst (das Kind sollte wissen und erfahren, wer sein Vater ist und dadurch woher er kommt).

Die Qualtität als Vater sollte der Vater selbst entwickeln. Arbeite mit deinem Sohn an seinem Selbstwertgefühl und entwickel mit ihm, dass er seine Bedürfnisse offen und frei ausspricht; insbesonder die Bedürfnisse an seinen Vater.


Um deine Hauptfrage zu beantworten: Ja, er sollte wieder Umgang mit seinem Vater haben. Mit 10 Jahren kann er noch nicht eine jetzige Entscheidung (Vater nein!) für die Zukunft (sein ganzes Leben) noch nicht abschätzen.

LG Sanne

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#3
 Von 
yvonne0905
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Sanne

Aber was ist das für ein Umgang wenn er entweder nicht da ist oder wenn dann pennt??? Das alles hat mein Sohn mit seinen 9 Jahren denke ich ganz gut erkannt.


hm...ich glaub ich geh mal zum Jugendamt.

Mein Sohn erzählt mir schon seit geraumer Zeit das er nicht so werden will wie Papa. Hm....und ich dachte immer Eltern sollen ein gutes Vorbild sein....

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#4
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5527 Beiträge, 457x hilfreich)

yvonne0905 hallo,
ich teile die bisherigen Antworten.
Da du das alleinige Sorgerecht hast, kannst du alles mögliche selbst entscheiden und auch durchsetzen.

Im Prinzip könntest du den Vater komplett aus dem Leben des Kindes rauswischen.
Aber auch das ist ein Prozess den man kaum steuern kann, und schon gar nicht aufrecht erhalten kann.

Das Kind darf ruhig wissen, dass Eltern Fehler machen, dass sich streiten und sich auch mal an die Luft setzen.

Da wurde man etwas erfunden, es nennt sich entschuldigen.
Das darf ein Kind erleben, wenn Eltern sich entschuldigen, wenn sie es aussprechen, dass es falsch war, wie das an der Haustür gelaufen ist.

Der Vater hat nicht das Kind rausgeschmissen, ihr beide habt euch von dem Kind abgewendet, und so wird das auch für das Kind wahrgenommen.

Du kannst das aber in dem Kind wieder in Ordnung bringen, wenn du es selber als Fehler ansiehst, dass du da aufgekreuzt bist.

Was löst man mit welchem Verhalten aus, dass sollte man herausfinden.
Am besten schaut man in sich selber rein, denn alles kommt ja auch uns heraus.

Ist ungefähr so, als sagte jemand zu uns mit einem herzlichen lächeln:

ja, ja, ja.

Der eine ergözt sich am lächeln, weil er lange keins gesehen hatte, der andere erbost sich am ja, ja, ja.
Also, wie man halt selber so drauf ist.

Was ich so grundsätzlich gar nicht verstehe ist, wenn Eltern gleich eine Methode suchen, um dem Vater erst mal eine zu verpassen.

Damit meinte ich jetzt dich in erster Linie.
Mein Vorschlag wäre, dass du erst mal mit dem Kind sprichst und dein Verhalten im als Fehlverhalten darstellst, egal, wie blöd du dir dann vorkommst.
Auch, dass du das beim Papa wieder geradebiegen willst und dich auch beim Papa entschuldigst.

Klingt wieder mal Oberlehrermäßig, aber ich habe keine anderen Worte.

Lass dich nicht unterkriegen, den deine Sorge um das Kind ist verständlich.
Bitte, nimm es aber nicht so persönlich, denn Eltern auch Väter dürfen ihre Kinder fremdbetreuen lassen.
Auch, wenn es dem Zwerg nicht behagt.

Was ist mit der Freundin los?



-----------------
"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

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#5
 Von 
Sabbele1984
Status:
Lehrling
(1001 Beiträge, 224x hilfreich)

Was mir ganz wichtig ist, dass du von der Aussage "Vater schmeißt KIND raus!!!" weggehst! Der Vater hat meiner Ansicht nacht DICH rausgeschmisse, dass Kind war nur dabei und musste eh mit dir mit aber in erster Linie hat er dich rausgeschmissen. Das solltest du deinem Kind auch so vermitteln, denn die Aktion hat mit dem Kind selbst nichts zu tun gehabt

0x Hilfreiche Antwort


#7
 Von 
Sabbele1984
Status:
Lehrling
(1001 Beiträge, 224x hilfreich)

Und ich behaupte weiterhin, dass der Sohn damit nicht gemeint ist.
Stell dir die Situation mal vor: Vater hat Sohn, zahlt keinen Unterhalt weil er nicht Leistungsfähig ist, die Mutter "erwischt" ihn bei der Schwarzarbeit, Vater wird klar das er jetzt wohl zahlen muss. Ich denke das beide Erwachsenen überreagiert haben und der Sohn einfach nur dazwischen stand

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3868 Beiträge, 471x hilfreich)

Hi Yvonn,

hört sich für mcih so an, als ob es willkommene Gelegenheit ist, den störenden Ex zu eliminieren.

Aber er ist und bleibt der Vater deines Kindes. Das kannst du nicht mehr ungeschehen machen und auch du hast deine Verantwortung dafür. Trag deinen Frust mit dem Ex nicht auf dem Rücken des Kindes aus.

Der Junior muss lernen, Konflikte dort zu lösen, wo sie entstanden sind, ohne unter Mamis vermeintlich schützenden Fittiche zu schlüpfen. Vermeintlich, weil ich aus deinen Schilderungen einen großen Eigennutz und Egoismus unterstelle.

Unabhängig von deinem Fehlverhalten (s. Hasel) und der Tatsache, dass es auch nicht in Ordnung ist, wenn Papa sich mit Schwarzarbeit vom Unterhalt drückt, müssen Vater und Sohn ihre Differenzen untereinander bereinigen. Auch die Gestaltung der Umgangszeit geht dich nichts an. Ist Papas Sache. Also auch hier den Sohn allenfalls bestärken, mit dem Papa darüber zu reden...

Grüße

-- Editiert am 26.02.2009 12:44

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#9
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

Ich möchte dazu anmerken, dass der Vater insoweit Recht hat, wenn er die Meinung vertritt, dies erst dem Sohn erklären zu können, wenn dieser volljährig ist.

Als Umgangsberechtigter Elternteil muss man permanent auf der Hut sein, weil das Kind in Gegenwart des betreuenden Elternteils zu Äußerungen hingerissen werden könnte, die dem Umgang zwischen den Umgangsberechtigten mindestens erschweren können.
Anders herum ergeben sich hieraus regelmäßig keine weitreichenden Konsequenzen. Vorteil: Gemeinsam erlebte Zeit!

Nicht richtig war es, ihm dies aus der Situation zu sagen.
Wie man hier schön lesen kann, dass hier der Strick für Papi bereits gedreht wird.

Liebe Grüße


-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Sabbele1984
Status:
Lehrling
(1001 Beiträge, 224x hilfreich)

Ich finde einfach, dass die Mutter die "Angriffe" gegen sie(Rauswurf) auf beide bezieht! Aber das ist wieder mal ne tolle Gelegenheit für uns Feministinen hier gegen einen KV zu schießen;)

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5527 Beiträge, 457x hilfreich)

uijeh hallo,
wir haben hier nun mal einen Ansprechpartner und das ist in diesem Fall die Mutter.
Von ihren Schilderungen ausgegangen können wir reagieren, ob das alles so abgelaufen ist, bleibt uns verborgen.
Um wirklich helfen zu können ist es ratsam die Mutter ändert etwas an ihrem Verhalten, den Vater erreicht sie nicht und wir auch nicht.
Wenn der Vater hier mal zu Wort kommen sollte kann man ihm ebenfalls raten, sich zusammen zunehmen und sich dann entschuldigen/ geradestellen.
Ein tieftrauriger Sohn muss getröstet werden und zwar pronto.
Einer kann ja schon mal den ersten Stein werfen.
Ich bin entsetzt, wie sich hier dieser Thread entwickelt.
Was ist los hier? Zu viele Kamelle an die Birne bekommen?
Also, dass meine ich jetzt erst mal spaßig.
Du denkst zwar die Mutter hat einen Fehler gemacht und nun soll sie zum Vater gehen um dem zu sagen, er sollte sich beim Kind entschuldigen?
Ich bin raus, wie gehabt in der Plauderecke;)




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"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

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