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Vermögensaufteilung Immobilie und Hausrat

21.4.2020 Thema abonnieren Zum Thema: Frau Frage
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Vermögensaufteilung Immobilie und Hausrat

Hintergrund

Ehepaar haben im Jahre 1979 in Afghanistan geheiratet, leben seit 1991 in Deutschland, im Frühjahr 2015 haben sie sich getrennt (Trennungsjahr), im Januar 2017 sind sie am Familiengericht geschieden.
Mann hat heimlich seit 2012 mit einer anderen Frau eine andere partnerschaftliche Beziehung in Afghanistan geführt. In ihrer Ehe (erste Ehe) gab es heftige Streitereien und Frau wurde Jahrzehnte lang körperlich und psychisch von Mann misshandelt.Der Mann hat seit ca. 20 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft und die Frau die afghanische Staatsbürgerschaft.



Folgende Fragen bestehen:


Das ersparte Geld der Kinder und der Frau hat der Mann heimlich zur Seite geschafft, er hat die Gelder durch verschiedene Wege ins Ausland gebracht.
Wie kann die geschiedene Frau das nun beweisen?

Auf einige seiner Konten hat er diverse hohe Geldsummen vor seiner ersten Frau versteckt, Mann hat circa 100.000 Euro nach Ausland geschafft, dort hat sich eine Immobilie erbauen lassen und verschiedene Grundstücke käuflich erworben. Das Haus wurde während der Ehezeit gebaut. Außerdem hat er mit einem Teil des Geldes für seine 2. Frau eine pompöse Hochzeit finanziert. Mann hat mit den Geldern der Familie viele verschiedene Goldschmucke gekauft (dient für ihn als eine Art Lebensversicherung).

Er hat von den ersparten Geldern (Ausbildungsvergütung der Kinder, Gehälter der Kinder, Kindergeld, Sozialhilfe, Wohngeld, Eigenheimzulage und das alleinige ersparte Geld von der ersten Frau, die sie in die Ehe reingebracht hat, der Kinder und Frau auch nach der Scheidung ein Haus (weitere Immobilie) in der Türkei käuflich erworben, er hat nach der Scheidung der ersten Frau die Immobilie auf seinen Bruder übertragen.

Die Immobilie in Afghanistan und ein Teil der Grundstücke hat er der zweiten Frau als Brautgeld in der Heiratsurkunde eingetragen. Die Frau, die er seit 2012 als Geliebte hatte, hat er im Frühjahr 2014 in Afghanistan geheiratet, obwohl er noch mit der ersten Frau verheiratet war.

Wie kann die erste Frau die Vermögensaufteilung gerichtlich geltend machen? Ist es sinnvoll den Zugewinnausgleich zu beantragen oder wäre es sinnvoller das Brautkleid beim Familiengericht einzuklagen.

Wegen Hausrat Auseinandersetzung (Gesamt circa 20.000 Euro). Kann man noch den Gerichtliche Auseinandersetzungen
durchführen lassen? Frage wegen der Frist.

Geschiedene Mann hat die Geldsumme von der Riester Rente Klassik ohne die Zustimmung seiner Frau auszahlen lassen und hat den Betrag heimlich zur Seite geschafft.
Wie kann man das nun beweisen?

Geschiedene Mann hat auch die Goldschmucke einer Frau
im Wert von circa 4500 Euro gestohlen und der anderen im Ausland gebracht.






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Frau Frage


25 Antworten
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#1
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Frage wegen der Frist von irgendwas: Wurde die Ehe 2017 in Deutschland rechtskräftig geschieden?

Was hat das Gericht 2017 zur Vermögenslage/Zugewinn usw. entschieden?
Wussten Frau und Kinder denn von allem nichts vor der Scheidung ?

Zitat (von Zohrajan ):
Die Frau, die er seit 2012 als Geliebte hatte...
Nach islamischem Recht ist das kein Vergehen. Als Muslim kann er gem. Scharia nochmals heiraten. Die erste Ehe wurde auch nach islamischem Recht in Afghanistan geschlossen. Falls der Mann Muslim ist...

Zitat (von Zohrajan ):
Ausbildungsvergütung der Kinder, Gehälter der Kinder, Kindergeld, Sozialhilfe, Wohngeld, Eigenheimzulage
Man kann nur beiseite schaffen, was davon übrig bleibt.

Sind die ca. 100.000 € die gesamte Summe?


-- Editiert von Anami am 22.04.2020 17:48

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#2
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Frage wegen der Frist von irgendwas: Wurde die Ehe 2017 in Deutschland rechtskräftig geschieden?


Ja, die Ehe wurde Anfang 2017 in Deutschland rechtskräftig geschieden.


Zitat:

Was hat das Gericht 2017 zur Vermögenslage/Zugewinn usw. entschieden?


Die zuletzt tätige Rechtsanwältin konnte die Zugewinnausgleich Ansprüche nicht geltend machen. Laut Schreiben der gegnerischen Seite (Mann) wurde zur Zugewinnausgleich Anspruch folgendes geschrieben: Laut dem afghanischen Rechtsinstitut steht der Frau bei der Scheidung kein Vermögensaufteilung/Zugewinnausgleich zu. Der Versorgungsausgleich wurde nach der Scheidung berechnet und durchgeführt.


Zitat:

Wussten Frau und Kinder denn von allem nichts vor der Scheidung ?



Die Ehefrau wusste nichts von der Geliebte aber das Verhalten ihres Mannes hat sich sehr verändert. Im August 2014 hat sie ein USB-Stick gefunden mit dem Inhalt die Fotos und Videos der Hochzeitszeremonie In Afghanistan. In den Videoaufnahmen konnte man gut erkennen, das die geklauten Goldschmucke die Braut angehabt hat. Frau hatte bis Jahr 2010 auch Verfügungsgewalt über das gesparte Geld (Ausbildungsvergütung sowie Löhne der Kinder mussten dem Vater übergeben werden), alles war in einem Safe aufbewahrt.

Ab 2011 gab es immer heftigere Konflikte zwischen dem Ehepaar und der Mann hat beim Konflikt Andeutung gemacht, er beabsichtige eine zweite Frau zu heiraten. Die erste Frau dachte, dass er kleine Beträge für die Renovierung des Hauses im Ausland transferiert. Allerdings hat er hohe Geldsummen in Bar ins Ausland gebracht und auf eines seiner Konten eingezahlt.

Der Mann ist ein habgieriger und egozentrischer Vater, er lebt sehr nach den alten traditionellen Afghanischen Kultur. Er hat seine Kinder massiv unterdrückt und finanziell ausgenutzt, trotz staatlicher Hilfe und viel erspartes Geld lebten Kinder und Frau von der Hand in den Mund. Die Kinder wussten nichts von der Heirat und der neuen Existenzgründung im Ausland, lediglich
wussten die Kinder von der Immobilie in Afghanistan, sie wurde von den Geldern der Kinder finanziert.


Zitat:

Nach islamischem Recht ist das kein Vergehen. Als Muslim kann er gem. Scharia nochmals heiraten. Die erste Ehe wurde auch nach islamischem Recht in Afghanistan geschlossen. Falls der Mann Muslim ist...



Der Mann stammt ursprünglich auch aus Afghanistan, ist auch Muslim.


Zitat:


Sind die ca. 100.000 € die gesamte Summe?


Eigentlich waren es mehr als 100.000 € aber leider kann man es nicht beweisen, da er vermutlich seit 2008 mehrere Konten im In-und Ausland eröffnet und aufgelöst hatte, obwohl er kein Großverdiener war.


Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Feedback.








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#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Ich bemühe mich mal, den Fall auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Gehälter der Kinder sind Angelegenheit der Kinder, nicht der geschiedenen Frau.

Zugewinnausgleich kann noch durchgeführt werden, Stichtage sind der Tag der Eheschliessung (Beginn der Ehe) und Rechtshängigkeit der Scheidung (Ende der Zugewinngemeinschaft). Was in dieser Zeit nachweisbar erwirtschaftet worden ist, das ist zu teilen. Da die Ehe wohl nach deutschem Recht geschieden worden ist, greift insoweit auch deutsches Recht. Es kann allerdings auch sein, dass die Ehe in Deutschland nach afghanischem Recht geschieden wurde. Das ist grundsätzlich möglich.

In letzterem Fall wäre dann der Zugewinnausgleich im Rahmen des Scheidungsverfahren dann nicht möglich, wenn in dem Land der Ausgleich nicht vorgesehen ist. Weiterhin wäre der Ausgleich dann ausgeschlossen, wenn die Parteien einen entsprechenden Ehevertrag geschlossen haben. Das sollte die Frau aber wissen.

Da das Scheidungsverfahren abgeschlossen ist, kann jetzt unabhängig davon nach deutschem Recht das Zugewinnausgleichsverfahren angestrengt werden, auch erfolgreich, es sei denn, es existiert eine Vereinbarung, die entweder den Zugewinn direkt ausschliesst oder aber für den Fall der Scheidung einschliesslich aller Folgesachen die Anwendung afghanischen Rechts vorsieht.

Allerdings muss die Frau gegebenenfalls ihre Behauptungen beweisen. Falls die Zugewinnauskunft nicht ihren Erwartungen entspricht.

wirdwerden

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Ich vergaß noch etwas. Wenn der Zugewinnausgleich schon Gegenstand des Scheidungsverfahrens war, also bei Gericht anhängig war, dann ist natürlich alles vorbei.

wirdwerden

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#5
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von Zohrajan ):
Laut dem afghanischen Rechtsinstitut steht der Frau bei der Scheidung kein Vermögensaufteilung/Zugewinnausgleich zu.
Die Frau sollte also wissen, wonach sie damals in 1979 geheiratet hat/wurde.
Alles hier beschriebene klingt nach traditioneller *Verheiratung*, wie sie zu diesen Zeiten in Afgh. üblich war.
Zitat (von Zohrajan ):
er lebt sehr nach den alten traditionellen Afghanischen Kultur.
Dann wird die Frau mutmaßlich auch keine andere Lebensweise haben und gehabt haben.
Zitat (von Zohrajan ):
Frau hatte bis Jahr 2010 auch Verfügungsgewalt über das gesparte Geld
Das war dann das, was zu Hause aufbewahrt wurde. Kann sie beweisen, dass im Safe 100.000,- waren und dass diese Summe beiden Eheleuten und den Kindern gehört? Hatte sie kein eigenes Konto, keine Kontovollmacht usw.? Wie alt sind die Kinder ?
Zitat (von Zohrajan ):
Die zuletzt tätige Rechtsanwältin
Bis wann war diese RAin tätig?
Lebte der Mann zum Zeitpunkt der Scheidung noch in D.?

Ohne RA mit Kenntnis des islamischen Rechts wird die Frau mE nichts erreichen können.
---------------------------------------------

Zitat (von wirdwerden):
Was in dieser Zeit nachweisbar erwirtschaftet worden ist, das ist zu teilen.
Darf ich fragen, wie die Frau das bewerkstelligen, besser aber beweisen könnte?
Zitat (von wirdwerden):
Weiterhin wäre der Ausgleich dann ausgeschlossen, wenn die Parteien einen entsprechenden Ehevertrag geschlossen haben.
Da sie 1979 in Afgh. nach islamischem Recht geheiratet haben, dann dürfte im Ehevertrag von 1979 evtl. auch die Vereinbarung zur Scheidung nach isl. Recht zu finden sein.

Die 3-Jahres-Frist läuft am 31.12. 2020 aus---ist das richtig?

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Allerdings haben diese Verträge eine wesentliche Klausel: die Absicherung der Frau im Fall der Trennung. Auch können diese Verträge in Deutschland nur dann Anerkennung finden, wenn keine eindeutige Benachteiligung der Frau fixiert ist. Aber wir wissen hier einfach zu wenig, um die Lage einschätzen zu können. Da müssen noch ein paar Infos rüber kommen.

wirdwerden

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#7
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die 3-Jahres-Frist läuft am 31.12. 2020 aus---ist das richtig?

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#8
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Siehe § 195 BGB, kann aber auch unterbrochen sein, wissen wir nicht.

wirdwerden

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#9
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Die Frau sollte also wissen, wonach sie damals in 1979 geheiratet hat/wurde.
Alles hier beschriebene klingt nach traditioneller *Verheiratung*, wie sie zu diesen Zeiten in Afgh. üblich war.

Die Frau hat traditionell muslimisch geheiratet (wurde verheiratet).

Zitat:

Dann wird die Frau mutmaßlich auch keine andere Lebensweise haben und gehabt haben.

Die Frau hat ähnliche Lebensweise wie Ihr geschiedener Mann.


Zitat:

Das war dann das, was zu Hause aufbewahrt wurde. Kann sie beweisen, dass im Safe 100.000,- waren und dass diese Summe beiden Eheleuten und den Kindern gehört? Hatte sie kein eigenes Konto, keine Kontovollmacht usw.? Wie alt sind die Kinder ?


Frau erzählt, sie habe mal eine Kontovollmacht gehabt, aber seit vielen Jahren nicht mehr, sie hat auch in der Vergangenheit kein eigenes Konto gehabt. Im Trennungsjahr hat sie ein eigenes Konto eröffnet. Bedauerlicherweise beherrscht sie nicht die deutsche Sprache, sie kann weder lesen noch schreiben.
In Afghanistan dürfte sie nicht die Schule besuchen. Mann war der Familienoberhaupt, er hat stets alle Finanziellen Angelegenheiten alleine entschieden. Als die Kinder jünger waren, alle Ihr Einkommen dem Vater Zuhause abliefern müssen, wenn sie kein Geld (Minijob, Ausbildungsvergütung, Löhne) nachhause brachten, hat er sie bedroht, demütigt und körperlich misshandelt.

Frau hat sein Notizseiten (in der Dari Sprache) gefunden, Inhalt: Er hat mehrere Tausend Euro überwiesen um seine Verlobung und Hochzeitsfeier zu planen, über dritte Person auch Gelder wegen Immobilienausbau und die Kosten der Flugtickets nach (Afgh., Indien, Türkei, und Dubai). Kopien der Urkunden von Grundstücke in Afgh.
Fotos und Zeugen, die beweisen könnten, dass er ein mehrstöckige Haus hat.

Müssen die Urkunden in der deutschen Sprache übersetzt werden? Und gibt ein Institut das man anhand der Urkunden Gutachten erstellen lassen kann und Auskunft über das Grundbuchbesitzt dort erhält, kann mir vorstellen, dass man durch Bestechung die Behörden (Richter, Beamte) dort beinflussen kann.

Darf ich fragen, warum das Alter der Kinder für den Fall relevant ist?


Zitat:

Die zuletzt tätige Rechtsanwältin, bis wann war diese RAin tätig?


Bis 12/2018 war sie tätig.


Zitat:

Lebte der Mann zum Zeitpunkt der Scheidung noch in D.?


Ja, er lebte zum Zeitpunkt der Scheidung im gemeinsamen Haus in Dt.
Er ist aber alle paar Monate nach Afgh. geflogen um die 2. Frau zu besuchen und mit ihr weitere
Kinder zu zeugen.


Zitat:

Ohne RA mit Kenntnis des islamischen Rechts wird die Frau mE nichts erreichen können.


Wäre es empfehlenwerts, einen Anwalt für Internationalem Familienrecht zu beauftragen?
Wo findet man Rechtsanwälte, die sich mit dem Islamischen Recht (insbesondere Familienrecht) auskennen?


Zitat:

Weiterhin wäre der Ausgleich dann ausgeschlossen, wenn die Parteien einen entsprechenden Ehevertrag geschlossen haben. Da sie 1979 in Afgh. nach islamischem Recht geheiratet haben, dann dürfte im Ehevertrag von 1979 evtl. auch die Vereinbarung zur Scheidung nach isl. Recht zu finden sein.


Ein Ehevertrag existiert nicht, lediglich haben beide bei der Anreise in Dt. eine eidesstattliche Versicherung gegeben. Sie haben angegeben, dass sie verheiratet sind und mehre gemeinsame Kinder haben.





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#10
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Es ist für den Versorgungsausgleich und auch für die Scheidung in Deutschland wurscht, nach welchem Recht sie geheiratet hat. Ich hatte doch oben geschrieben, auf was es ankommt. Es muss auch kein Anwalt sein, der sich im islamischen Recht auskennt, das sollte eigentlich jeder Anwalt können, der sich ein wenig in internationalem Familienrecht auskennt. Man kann natürlich die Rechtsanwaltskammer fragen, auch die afghanische Botschaft sollte Listen von zweisprachigen Anwälten haben. Die wissen dann auch, was wie bei Gericht einzureichen ist.

wirdwerden

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#11
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von Zohrajan ):
Ein Ehevertrag existiert nicht,
Wie heißt das Papier, mit dem die Frau an den Mann verheiratet wurde? Vielleicht ist es nur nicht mehr auffindbar. Bei der Einreise nach D. war das uU unwichtig.

Alles, was die Frau hier ausbreitet, was ihr passierte, ist kein Grund dafür, dass sie auch nur irgendetwas von dem wiederbekommt, was sie verlangt.

Zitat (von Zohrajan ):
Müssen die Urkunden in der deutschen Sprache übersetzt werden?
Ja.
Zitat (von Zohrajan ):
Und gibt ein Institut das man anhand der Urkunden Gutachten erstellen lassen kann und Auskunft über das Grundbuchbesitzt dort erhält,
Ja, gibt es auch.
Zitat (von Zohrajan ):
warum das Alter der Kinder für den Fall relevant ist?
Volljährige Kinder müssten selbst versuchen, von ihrem Vater das zurückzubekommen, was sie haben möchten.
Zitat (von Zohrajan ):
Bis 12/2018 war sie tätig.
Hat die Anwältin *aufgegeben*? Oder war sie mit dem Verfahren fertig?
-------------------------------------------------------------
Zitat (von wirdwerden):
Ich hatte doch oben geschrieben, auf was es ankommt.
Wenn nicht mal ich das verstehe, wie soll das eine Analphabetin oder ein afgh. Helfer verstehen?
Wäre es nicht hilfreicher, der Frau den Weg vorzuzeigen, statt immer nur wurscht und gut ist zu schreiben?
Für viele Menschen ist das eben kein schneller Abwasch wie seit vielen Jahren --- für dich.
Zitat (von wirdwerden):
Wenn der Zugewinnausgleich schon Gegenstand des Scheidungsverfahrens war, also bei Gericht anhängig war, dann ist natürlich alles vorbei.
Diese wichtige Frage sollte die Frau noch beantworten--- .

d.h. Hat die Anwältin auch den Zugewinnausgleich (für die Ehezeit) bearbeitet?

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#12
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Ein Ehevertrag existiert nicht,Wie heißt das Papier, mit dem die Frau an den Mann verheiratet wurde? Vielleicht ist es nur nicht mehr auffindbar. Bei der Einreise nach D. war das uU unwichtig.

In der Heiratsurkunde ist das Brautgeld angegeben, die Urkunde wurde vom Ex-Mann vernichtet, leider hat die Frau keine Kopien davon.


Zitat:

warum das Alter der Kinder für den Fall relevant ist?Volljährige Kinder müssten selbst versuchen, von ihrem Vater das zurückzubekommen, was sie haben möchten.


Wie können die Kinder die jetzt erwachsen sind, nun klagen? Wie können Kinder beweisen, dass sie als kleines Kind, Schulkind und Jugendliche Ihre Sozialhilfe, Kindergeld, andere Staatliche Hilfen und Löhne der Vater an sich genommen hat. Und die Kinder wuchsen in Armut auf, (alte Kleidung von der Diakonie angehabt), keine Ausflüge/Urlaub mit den Kindern, keine gesunde Ernährung, keine Winterkleidung im Winter, kinder waren oft krank.

Zitat:

Bis 12/2018 war sie tätig. Hat die Anwältin *aufgegeben*? Oder war sie mit dem Verfahren fertig?


Die Anwältin hat sich nicht drum gekümmert, unser Meinung nach, war sie damit überfordert, wenn Schreiben von der Gegnerischen Seite kam, hat sie es hingenommen. Zwischen Mandantin und Anwältin gab es Sprachbarrieren. Sie hat die Scheidung und Versorgungsausgleich durchgeführt.

Die Gegenseite hat am 10.05.2017 geschrieben: Ihre Mandantin steht kein Anspruch auf Zugewinnausgleich und somit auch kein Auskunftsanspruch gemäß §1379 BGB zu, da das eheliche Güterrecht der Beteiligten nicht nach deutschem Recht zu beurteilen ist.


Zitat:

Wenn der Zugewinnausgleich schon Gegenstand des Scheidungsverfahrens war, also bei Gericht anhängig war, dann ist natürlich alles vorbei.Diese wichtige Frage sollte die Frau noch beantworten--- .
d.h. Hat die Anwältin auch den Zugewinnausgleich (für die Ehezeit) bearbeitet?


Ihre Anwältin hat geschrieben: Derzeit wird die Auseinandersetzung des Hauses geprüft. Zugewinnausgleichsansprüche dürften nicht zu realisieren sein.


Ein Fachanwalt für Familienrecht hat uns die Info. gegeben, er würde den Fall bezüglich Zugewinnausgleich ( Ausländisches Vermögen) annehmen und er würde auf Stundenhonorar von 380,00 plus mwst. arbeiten.

Einige Beratungshilfescheine wurden bereits einer anderen Anwältin übergeben aufgrund der Beratung der Teilungsversteigerung des gemeinsamen Hauses in Deutschland und um die Nutzungsentschädigung zu fordern. Frau hat mit Hilfe dieser Anwältin für 3 Mon. jeweils 300,- € monatlich Nutzungsentschädigung erhalten. Ab April hat er geringen Betrag gezahlt, jetzt möchte er diese nicht mehr zahlen. Die Anwältin hat geraten, mit einem anderen Anwalt die Teilungsversteigerung zu beantragen.

Die Frau lebt derzeit von ALGII auf Darlehensbasis, wie kann sie den neuen Anwalt für (Immobilienrecht, WEG Recht) bezahlen? Gibt es staatliche Unterstützung bzw. Hilfe. Sie muss das Haus verkaufen, weil das Jobcenter ihr Druck macht weil es als Vermögen gilt und sie nicht auf Dauer Leistung auf Darlehensbasis erhält.

Kann man weitere Beratungsscheine beantragen, wie soll man es begründen. Kann es sein, dass kompetente Anwälte mit Beratungsscheine ungern annehmen? Was sind Ihre Erfahrungen?

Wäre es nützlich wenn Frau eventuell eine Rechtsschutzversicherung für die o.g. Fälle abschließt?


















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#13
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von Zohrajan ):
leider hat die Frau keine Kopien davon.
Dann hat sie wahrscheinlich keinen Beweis, auch wenn das bekannt ist, dass Brautgeldgaben üblich sind .
Zitat (von Zohrajan ):
Wie können Kinder beweisen
Das können die Kinder nicht. Dass Kinder in Armut aufwachsen, ist keine Straftat, Eltern bzw. Vater entscheidet, wofür Gelder verwendet werden.
Selbstverständlich ist es schlimm, dass der Vater sich bereichert hat und seine Familie vernachlässigt hat--- aber ihn jetzt wegen früherer Armut zur Verantwortung ziehen ?--- ich sehe keine Chance. Immerhin hat die Familie ein Haus.
Zitat (von Zohrajan ):
Sie muss das Haus verkaufen, weil das Jobcenter ihr Druck macht weil es als Vermögen gilt und sie nicht auf Dauer Leistung auf Darlehensbasis erhält.
Wer wohnt denn dort drin? Die Frau und die Kinder? Ist das Haus denn zu groß? Ansonsten ist es geschütztes Vermögen und muss nicht verkauft werden. (Jedenfalls nicht wegen des Drucks vom JC)
Falls es zu groß/unangemessen ist: Hat sie denn versucht, das Haus zu verkaufen? Hat sie dem JC nachgewiesen, was sie tut, um es zu verkaufen?
Zitat (von Zohrajan ):
Kann es sein, dass kompetente Anwälte mit Beratungsscheine ungern annehmen?
Beratungshilfescheine---sind eben nur für die Beratung, meist Erstberatung. Aber nicht für die weitere anwaltliche Vertretung in der Sache.
Wahrscheinlich sehen die gefragten Anwälte gar keine Aussicht auf irgendeinen Erfolg.
Zitat (von Zohrajan ):
Kann man weitere Beratungsscheine beantragen,
Da es immer um diese Sache geht, wird man wahrscheinlich keine weiteren B-Hilfe-Scheine mehr erhalten.
Zitat (von Zohrajan ):
Wäre es nützlich wenn Frau eventuell eine Rechtsschutzversicherung für die o.g. Fälle abschließt?
Nein. Absolut nicht.
Eine Versicherung schließt man für die Zukunft ab, und zwar für den Fall, dass irgendwann später vielleicht etwas passiert, was dann über die Versicherung geregelt werden kann.
Jetzt ist das für die Fälle der Vergangenheit nicht mehr möglich.

Für die Frage, welcher Anwalt sich jetzt um die Teilungsversteigerung kümmern könnte, antworten hier hoffentlich andere.
Dazu weiß ich nichts.

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#14
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Welcher Anwalt ist zuständig für eine Teilungsversteigerungsklage?

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#15
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8480 Beiträge, 2789x hilfreich)

Zitat (von Zohrajan ):
Welcher Anwalt ist zuständig für eine Teilungsversteigerungsklage?

Teilungsversteigerung (ohne Klage). Es gibt da keine speziellen Fachanwälte.

Eine Teilungsversteigerung auf den Weg zu bringen dürfte jeder Anwalt der sich nicht auf eine Fachrichtung spezialisiert hat, hinbekommen.

Aber mir fehlt die Info wem die Hütte gehört, wer als Eigentümer im Grundbuch steht. Im Eingangspost steht das ein Haus auf den Bruder übertragen wurde.

Berry

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#16
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Hab ich da was überlesen? Gehört ihr überhaupt ein Anteil des Hauses?

wirdwerden

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#17
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8480 Beiträge, 2789x hilfreich)

Das heraus zu bekommen verbirgt sich hinter meiner Frage.

die mitgeteilten Fakten sind trotz scheibchenweisem Vortrag sehr dürftig.

Berry

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#18
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Im Eingangspost steht das ein Haus auf den Bruder übertragen wurde.
Zitat (von Zohrajan ):
nach der Scheidung ein Haus (weitere Immobilie) in der Türkei käuflich erworben,er hat nach der Scheidung der ersten Frau die Immobilie auf seinen Bruder übertragen.
Damit dürfte der Mann sich bzw. seinem Bruder das Eigentum an der Immo in der Türkei gesichert haben.

Ich nehme an, es geht jetzt um das Haus in Deutschland, in welchem die Frau lebt (evtl. auch die erw. Kinder), welches jetzt verkauft/versteigert werden soll und wohl noch beiden gehört...

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#19
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Aber mir fehlt die Info wem die Hütte gehört, wer als Eigentümer im Grundbuch steht. Im Eingangspost steht das ein Haus auf den Bruder übertragen wurde.


Es wird geplant bei einem Anwalt für Wohnungseigentumsrecht, Immobilienrecht einen Termin zu bekommen, ist er der Fachmann dafür?

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#20
 Von 
Zohrajan
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Haus in Deutschland gehört jeweils zu 1/2 dem Ehepaar, beide sind im Grundbuch eingetragen, bzw. beide sind Eigentümer der Immobilie.

Im Haus in Dt. lebt derzeit der Ex-Mann mit seiner neuen Frau und seinen drei Kindern. Auch der jüngere Bruder vom Ex-Mann hat 3 1/2 Jahre dort mietfrei gewohnt.

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#21
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Achso.
Ich meine, ein Anwalt für Immobilienrecht/WEG ist hier nicht der richtige Ansprechpartner.

Es geht doch um Familienrecht--- Trennung---Scheidung--- Vermögensauseinandersetzung---V- Aufteilung.

Zitat (von Zohrajan ):
Laut dem afghanischen Rechtsinstitut steht der Frau bei der Scheidung kein Vermögensaufteilung/Zugewinnausgleich zu.
Das wäre wieder der Ansatzpunkt.

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#22
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Nö, der ist hier in Deutschland wurscht. Ihr gehört das halbe Haus, sie kann die Auseinandersetzung fordern. Und wenn beide in Deutschland leben, die Scheidung durchgezogen ist, dann gilt für den sonstigen Ausgleich deutsches Recht. Lediglich Besitztümer aus der Heimat sind ausgeschlossen, da wird es zumindest mit der Vollstreckung problematisch.

wirdwerden

-- Editiert von wirdwerden am 19.05.2020 18:46

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#23
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Nö, der ist hier in Deutschland wurscht
Aha. du meinst sicher den Ansatzpunkt.

Dann kann das nun ein *Anwalt für alles* machen---ja?
Familienrecht ist ---fertig--- , ja?

Schau mal bitte, was in #19 gefragt wird.

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#24
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(30110 Beiträge, 12170x hilfreich)

Hab doch gar nicht geschrieben, dass Familienrecht fertig ist. Nur, es geht nicht nach dem Recht des Heimatlandes, deshalb ist wurscht, wie es dort geregelt ist. Nur die Auseinandersetzung des Hauses hat mit Familienrecht nichts zu tun.

wirdwerden

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#25
 Von 
Anami
Status:
Philosoph
(12277 Beiträge, 1904x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Nur die Auseinandersetzung des Hauses hat mit Familienrecht nichts zu tun.
OK. Vielen Dank. Kein Familienrecht.

Zitat (von Zohrajan ):
Es wird geplant bei einem Anwalt für Wohnungseigentumsrecht, Immobilienrecht einen Termin zu bekommen, ist er der Fachmann dafür?
Nun:
Welchen Anwalt sollte die TE zwecks Auseinandersetzung des Hauses suchen?

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