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Verrechnung eigener Unterhalt mit Kindesunterhalt

 Von 
thne
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Verrechnung eigener Unterhalt mit Kindesunterhalt

Hallo liebes Forum,

ich möchte euch gerne einen Vorschlag meiner Ex-Frau mitteilen und würde mich über eure Meinungen sehr freuen:

Es geht dabei um die Verrechnung meines nachehelichen Unterhaltsanspruchs mit dem von mir zu zahlenden Unterhalt für ein volljähriges Kind, das noch zur Schule geht.

Rein rechnerisch sind die beiden Unterhaltsleistungen praktisch gleich hoch. Ich würde also die Summe x bekommen und den gleichen Betrag an das Kind zurückzahlen. Allerdings bezieht sich die bisherige Berechnung nur auf den Trennungsunterhalt und noch nicht auf den nachehelichen Unterhalt.

Meine Ex-Frau schlägt nun vor, dass wir auf diese Hin- und Herüberweisung verzichten und sie meinen Unterhalt direkt an das Kind überweist. Soweit mag das ja auch noch ganz praktikabel sein.

Wenn ich diesen Vorschlag akzeptiere, soll ich grundsätzlich nie wieder Unterhalt zahlen müssen, gleichzeitig aber auch meinen eigenen Anspruch definitiv aufgeben.

Ich frage mich jedoch, wo die tatsächlichen Vor- und Nachteile versteckt sind. Der ganze Scheidungsverlauf ist leider von diesen Dingen geprägt, so dass ich diese Tendenzen hier auch erwarte.

Zum Hintergrund: Das Kind ist volljährig, geht aber noch zur Schule und ist daher unterhaltsberechtigt. Anschließend ist ein Studium geplant, so dass die Unterhaltsberechtigung bestehen bleibt. Unklar ist allerdings, ob sich das Studium direkt anschließen wird oder ob auf einen Studienplatz gewartet werden muss oder ob eine "Pause" eingelegt wird. Dadurch würde der Unterhaltsanspruch ja unterbrochen und somit beendet.

Einerseits könnte es ein (finanzieller) Vorteil für mich sein, denn es ist sowieso unklar, ob es einen nachehelichen Unterhaltsanspruch überhaupt geben wird, ob er ebenso hoch sein wird wie der jetzt errechnete Trennungsunterhalt und auf welche Zeit er möglicherweise befristet wird.

Andererseits könnte es ein (emotionaler) Nachteil für mich sein, denn meine Ex-Frau möchte mich aus der Beziehung zu dem Kind herausdrängen, vielleicht sogar mit der Formulierung, dass ich dieses Modell vorgeschlagen habe, um mich den Verpflichtungen zu entziehen. Natürlich würde ich dem Kind die Entscheidung erklären, aber auf Dauer könnte es schwierig sein, einer möglichen Legendenbildung entgegenzuwirken.

Bestimmt habe ich hier einige Aspekte noch gar nicht erkannt und würde eure Tipps und Meinungen gerne einbeziehen. Dafür schon jetzt vielen Dank!

LG
Thnne

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Kind Exfrau Anspruch Unterhalt


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3852 Beiträge, 457x hilfreich)

Hi Thne,

lass es. Solche undurchsichtigen Regelungen führen früher oder später immer zu Problemen.

Was, wenn die Mutter den Unterhalt nicht weiter leitet? Wenn er tituliert ist und das Kind den Unterhalt nicht erhält, kann es aus dem Titel pfänden. Nur eine mögliche Variante...

Zahl den errechneten Unterhalt an das Kind und gut ist. Dann herrschen klare Verhältnisse.

Und betrachtet den TU und evt. späteren EU absolut getrennt davon.

Grüße

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#2
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 909x hilfreich)

Hallo,

... sag ich auch: Finger weg von dieser Mauschelei.
Beide Ansprüche getrennt voneinander behandeln.

Grüßle

-----------------
""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

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