Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
523.005
Registrierte
Nutzer

Volljähriges Kind - Vater verweigert Unterhalt während der Ausbildung

 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Volljähriges Kind - Vater verweigert Unterhalt während der Ausbildung

Meine Tochter ist 22.
Nach der Realschule (einmal sitzengeblieben), hat sie ein FSJ gemacht.
Danach eine Lehre angefangen. Dort wurde ihr nach 3 Monaten gekündigt.
Sie hat dann 1,5 Jahre gejobbt. Im ersten Jahr war kein neuer Ausbildungsplatz mehr zu finden, da das Jahr ja bereits angefangen hatte. Im Jahr darauf stand eine wirklich grosse OP an, wegen derer sie 3 Monate ausfiel (nicht laufen konnte).
09/2017 hat sie dann ein Berufskolleg begonnen, mit Ziel Abschluss Fachhochschulreife. Das erste Jahr musste sie wiederholen (da sie aufgrund eines Unfalles wiederum operiert werden musste).
Ab Beginn der Ausbildung zahlte der Vater nicht mehr (das Ausbildungsgehalt war zu hoch). Als sie gejobbt hat, hat sie keinen Unterhalt gefordert.
Nun mit Beginn des Berufskollegs hat sie ihn aufgefordert, wieder Unterhalt zu zahlen.
Er verweigert die Zahlungen.
Es gibt noch den alten Unterhaltstitel vom Jugendamt. Das Jugendamt sagt, der Titel sei noch gültig. Der Vater hat aber bereits angekündigt dagegen zu klagen.

Welches ist nun die beste Vorgehensweise? Titel einsetzen und pfänden oder neue Unterhaltsklage einreichen.
Unsere letzte Anwältin war leider nicht sehr motiviert. Ausser ein paar Briefen ist nichts passiert.
Ich arbeite Vollzeit, habe aber ein weiteres Kind, das noch zur Schule geht (anderer Vater). Es stellt für mich eine ziemliche Belastung dar, ihren Lebensunterhalt plus Schulgeld zu bezahlen.
Dazu anzumerken ist noch, dass sie eine schwere chronische Erkrankung hat (50% Schwerbehinderung).
Kann es passieren, dass der Vater nicht mehr unterhaltspflichtig ist, weil die Ausbildung nicht lückenlos fortgesetzt wurde?

Für Ratschläge wäre ich dankbar.

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Vater Ausbildung Jahr Unterhaltspflichtig


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28250 Beiträge, 11716x hilfreich)

Der Fall ist grenzwertig. Denn so wahnsinnig viele krankheitsbedingte Ausfälle hatte die Tochter ja nicht. Eine Klage der Tochter dürfte ins Leere gehen, wenn der Unterhaltstitel immer noch Wirksamkeit entfaltet. Entweder sie vollstreckt, wobei klar ist, was der Vater dann tun wird. Vielleicht ist ja ein Kompromiss möglich? Im übrigen gibt es auch BaföG und Studiendarlehen, auch mal an sowas gedacht?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Meine Tochter war häufiger im Krankenhaus (sie ist Diabetikerin - Typ 1).
Die Op´s waren aber an den Füssen (notwendig).
Problem, dass durch ihre Diabeteserkrankung alles schlechter verheilt und länger dauert.

Ehrlich gesagt, wäre es uns lieber, wir bräuchten den Vater nicht mehr kontaktieren, der hat schon vor über 10 Jahren den Kontakt abgebrochen.
Leider gibt es kein Bafög, kein BAB, kein NICHTS, es bleibt alles an mir hängen.
Der KV hat noch nie freiwillig gezahlt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28250 Beiträge, 11716x hilfreich)

Wieso kein BaföG? Wieso kein Kredit?

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Weil es für Berufsfachschulen kein Bafög gibt.
Es ist eigentlich auch nicht einzusehen, dass ein gut verdienender Vater aus der Verantwortung entlassen wird und der Staat zahlen soll, einfach weil er keinen Bock hat.
Das Kind ist eins von 2 ehelichen Kindern. Verantwortung, wo sie hingehört!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(577 Beiträge, 155x hilfreich)

Zitat (von hope1969):
Welches ist nun die beste Vorgehensweise? Titel einsetzen und pfänden oder neue Unterhaltsklage einreichen.

Du kannst nichts von beidem machen, da du das Kind in dieser Sache nicht vertreten darfst. Du bist selbst barunterhaltspflichtig ab Volljährigkeit. Das Kind muss sich um diese Angelegenheiten selbst kümmern.

Wann wurden die Eltern zur Offenlegung ihres Einkommens aufgefordert? Wer hat im Anschluss wann eine Unterhaltsberechnug vorgenommen?

Ob das Kind das Risiko einer Vollstreckungsabwehrklage eingehen will, muss es ebenfalls selbst entscheiden.

Zitat (von hope1969):
Kann es passieren, dass der Vater nicht mehr unterhaltspflichtig ist, weil die Ausbildung nicht lückenlos fortgesetzt wurde?

Ja, das kann passieren. Im Rahmen des Gegenseitigkeitsprinzips kann vom Kind erwartet werden, dass es sich in angemessener Zeit orientiert und für eine Ausbildung entscheidet. Ob diese angemessene Zeit hier noch vorliegt, kann schwarz auf weiß nur eine gerichtliche Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung aller Umstände festlegen, wenn sich die Beteiligten nicht einig werden.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Spejbl
Status:
Praktikant
(756 Beiträge, 90x hilfreich)

Zitat (von hope1969):
Weil es für Berufsfachschulen kein Bafög gibt.
Es ist eigentlich auch nicht einzusehen, dass ein gut verdienender Vater aus der Verantwortung entlassen wird und der Staat zahlen soll, einfach weil er keinen Bock hat.
Das Kind ist eins von 2 ehelichen Kindern. Verantwortung, wo sie hingehört!

1. BaB ?
2. Ist das noch so? (Gutverdienender Vater) Verhältnisse können sich ändern.

BaB

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/berufsausbildungsbeihilfe-bab
https://www.ruv.de/ratgeber/ausbildung-studium/ausbildung/finanzielle-hilfen-fuer-azubis

Signatur:Jeder für sich allein, ist nichts. Zusammen aber, sind wir ein unschlagbares Team!
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28250 Beiträge, 11716x hilfreich)

Guter Hinweis. Und es geht doch primär gar nicht darum, was der Vater verdient. Sondern darum, ob die Ausbildung zügig durchgezogen worden ist. Und, da hatte ich schon weiter oben drauf hingewiesen, so wahnsinnig zügig war die ja nicht. abgesehen davon sind ausbildungstechnisch beide Eltern im Boot, auch darüber lesen wir hier wenig.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@wirdwerden:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Die Tochter lebt in meinem Haushalt. Sie hat kein Einkommen, da schulische Ausbildung.
Also wer bezahlt wohl ihren Lebensunterhalt?
Schulgeld, Wohnkosten, Lebensmittel, Kleidung, Fahrkarten etc. Ich gebe deutlich mehr aus, als den Betrag, den ich als Barunterhalt leisten müsste.

Ebenfalls nachzulesen: BAB gibt es nur für Azubis, Schüler etc., die aufgrund der Entfernung zum Elternhaus auswärts untergebracht werden müssen. So auch die Auskunft hier vom Amt!

Ich bin auch informiert, dass meine volljährige Tochter selbst einklagen muss.
Es ist aber nicht verboten, dass ich als Mutter Informationen einhole.
Vermutlich bin ich diejenige, die den Anwalt bezahlen darf.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch qualifizierte Antworten von Menschen bekäme, die nicht der Meinung sind, dass Kindesunterhalt allein ;Müttersache ist.



-- Editiert von hope1969 am 14.05.2019 19:06

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(28250 Beiträge, 11716x hilfreich)

Qualität macht sich nicht daran fest, dass der Fragesteller Antworten nach seinem Geschmack erhält.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Qualität der Antworten wäre sicherlich besser, wenn eigene Befindlichkeiten nicht so deutlich herauszulesen wären, bzw. nicht berücksichtigt würden.
Gegen sachliche Argumente, die eine Klage aussichtslos machen, wäre sicherlich ansonsten nichts einzuwenden. Das war das Ansinnen meiner Fragestellung, die Chancen im Klagefall abzuwägen.

Da ich aber keinen wirklich fachlich qualifizierten Rat oder gar entsprechende Urteile zu lesen bekommen habe, ziehe ich es vor, mich direkt an einen kompetenten Anwalt zu wenden.



0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(577 Beiträge, 155x hilfreich)

Ich hatte dir oben Fragen gestellt, deren Antwort zur weiteren Bewertung hilfreich wären.

Um überhaupt zu wissen, wie hoch die Forderung gegenüber dem Vater sein soll, müsste man ihn erst mal nachweislich wirksam in Verzug gesetzt haben, seine Einkommensverhältnisse offenzulegen. Kommt er der Aufforderung nicht nach, könnte man die Verhältnisse aufgrund des vorliegenden Titels auch über Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ermitteln oder eben letztlich über eine Stufenklage.

Erst danach wüsste man tatsächlich, ob der titulierte Unterhalt zu hoch oder zu niedrig ist und ein Abänderungsverfahren sinnvoll macht. Das wäre nicht aussichtslos. Das Kind muss im Abänderungsverfahren darlegen und beweisen, welcher Haftungsanteil gefordert wird und ob ein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt besteht.

Ein Gerichtsverfahren ohne konkrete Forderung wäre aussichtslos.

Weitere Variante wäre die von dir vorgeschlagene Zwangsvollstreckung aus dem existierenden Titel. Diese birgt immer das Risiko einer Vollstreckungsabwehrklage - insbesondere natürlich wenn der Vater diese bereits ankündigt.

Für mich über allem steht aber die Frage, ob das Kind noch einen grundsätzlichen Anspruch auf Ausbildungsunterhalt hat. Und diese Frage kann dir keiner beantworten, da es zu viel Diskussionsspielraum gibt. Auch ein Anwalt kann das nicht vorhersagen.

Dazu kommt - deshalb mein Hinweis - dass diese Handlungen vom Kind vorgenommen werden müssen. Ob das Kind diese Verfahrensrisiken eingeht, weil du das möchtest, kann hier ebenfalls keiner beurteilen. Tatsächlich ist es doch so, dass du als Mutter hier in die Ersatzhaftung für den nicht leistenden Vater trittst. Das hat einerseits zur Folge, dass es dem Kind bei dir gut geht und dieses Kind deshalb vielleicht gar keine Notwendigkeit für solche Maßnahmen gegenüber dem Vater sieht, andererseits du aber dafür einen eigenen zivilrechtlichen Anspruch gegen den Vater geltend machen kannst.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3735 Beiträge, 2146x hilfreich)

Zitat (von hope1969):
Meine Tochter ist 22.
...
Nun mit Beginn des Berufskollegs hat sie ihn aufgefordert, wieder Unterhalt zu zahlen.
Er verweigert die Zahlungen.
...
Ich sehe das Gebot der zügigen Ausbildung noch nicht verletzt nach der Beschreibung, aber da wäre wohl wirklich der genaue Einzelfall wichtig. Jedenfalls spricht die Schwerbehinderung zu Gunsten der Tochter. Wenn sie wegen einer zu erwartenden Operation ihre Ausbildung ein Jahr länger pausierte als eigentlich zu erwarten gewesen wäre, ist das nachvollziehbar. Wurde der Vater darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Jobben ein vorübergehender Zustand sei und weiterhin eine Ausbildung angestrebt werden soll? Wenn ja, sehe ich eigentlich gar kein Problem im bisherigen Verlauf. Aber ich bin kein Richter.

Es sit jetzt die Frage, wie die Aufforderung der Tochter und die Verweigerung des Vaters genau aussah. Hat man die Verweigerung jeglichen Unterhaltes schriftlich?
Der Vater wäre gegebenenfalls mit Unterhaltszahlungen seit der Aufforderung der Tochter im Verzug und seine Antwort zeigt, dass er zu Unterhalt aufgefordert wurde..
Hat sie ihn zur Vermögensauskunft aufgefordert? Wenn nicht, sollte sie das mit Fristsetzung auch tun, um den Unterhalt bestimmen zu können und parallel dazu kann sie ihm mitteilen, dass sie nach Ablauf der Frist erst mal aus dem bestehenden Titel vollstrecken wird, wenn keine Auskunft erfolgt. Die Vollstreckung sollte dann auch für den bereits seit der ersten Aufforderung aufgelaufenen Betrag erfolgen.

Dann kommt der Vater vielleicht mit der Abwehrklage. Es kann auch sein, dass der Vater weder Abwehrklage anstrengt noch Auskunft liefert: dann hat er vermutlich inzwischen so viel mehr Einkommen dass ihm das am billigsten erscheint: bevor man wirklich klagt, bespricht man ja die Erfolgsaussichten mit seinem Anwalt. Eine Abwehrklage anzudrohen kann man als Anwalt ja immer erst mal raten, aber sie tatsächlich initiieren bei dem derzeitigen Ausbildungverlauf der Tochter halte ich wie gesagt für sehr riskant.

Die Tochter sollte versuchen, Beratungshilfe zu bekommen statt dass die Mutter einfach den Anwalt zahlt. Gerade hier ist das sehr zu empfehlen: wenn der eigene Anwalt, von dem man offenbar nicht allzu begeistert ist, auf Beratungshilfeschein nicht arbeiten will, ist die Zeit sich einen neuen zu suchen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
hope1969
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Natürlich ist die ganze Angelegenheit schmerzlich für meine Tochter.
Es ist ja nicht schön, wenn ein Elternteil sich so vehement abwendet.

Sie hat mit Ausbildungsbeginn die Termine bei einer Anwältin gemacht, Prozesskostenhilfe beantragt etc. und wurde von der Anwältin mit allem Papierkram allein gelassen.
Der Vater wurde von der Anwältin aufgefordert, Unterhalt zu zahlen. Er hat zwar seine Einkommensverhältnisse offengelegt aber über den Anwalt mitgeteilt, er zahle nicht.
Unter anderem unterstellt er mir, dass ich Einkommen verschweige (trotz Vorlage Ekst.-Bescheid). Ich verdiene ca. 2.200, er verdient Grundgehalt 2500 netto zzgl Schichtzulagen usw.
Ich war früher selbstständig, arbeite aber jetzt Vollzeit in Festanstellung.
Ich habe ebenfalls Einkommen offengelegt.
Seine Taktik sind falsche Anschludigungen und Verzögerungen.
Die Angelegenheit kam ins Stocken, als die Anwältin meiner Tochter ihr den Titel in die Hand drückte und verlangte, dass sie selbst die Pfändung einleitet.
Das ist auch der Grund, warum ich diesmal gerne ein wenig ein Auge drauf haben will, schlicht weil Tochter mit der Bürokratie teilweise überfordert ist.

Die Unterbrechung der Ausbildung lässt sich lückenlos mit Arztberichten belegen. Es waren jedesmal Krankenhausaufenthalte.

Dem Vater wurden diese Umstände bereits schriftlich mitgeteilt, er besteht aber weiterhin darauf, keinen Unterhalt bezahlen zu wollen.
Meine Tochter hatte einmal mit ihm telefoniert und ihm angeboten, 200 Euro monatlich zu zahlen, da es weder ihr noch mir darauf ankommt, das Maximum an Unterhalt herauszupressen, sondern einfach, dass er seinen Teil beiträgt.

Der alte Titel beläuft sich auf 360 Euro. Nach meinen Berechnungen dürfte er jetzt auch zwischen 300 und 400 Euro irgendwo liegen (ich weiss nicht, in wie wie weit mir mein weiteres minderjähriges Kind angerechnet wird).

Über das Jobben wurde der Vater erst informiert, als erneut Unterhalt gefordert wurde (mit Beginn des Berufskolleges), da wie bereits erwähnt, Vater und Tochter haben seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr. Seinerseits abgebrochen (die neue LG ist eifersüchtig auf die Kinder). In der Zeit als sie jobbte, hat er ja keinen Unterhalt gezahlt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10298 Beiträge, 7394x hilfreich)

Zitat:
Die Angelegenheit kam ins Stocken, als die Anwältin meiner Tochter ihr den Titel in die Hand drückte und verlangte, dass sie selbst die Pfändung einleitet.

Ist doch logisch:
Eine neue Klage ist aussichtlos, wenn noch ein gültiger und ausreichender Titel vorhanden ist. Eine Klage bei vorhandenem Titel ist nur sinnvoll, wenn der jetztige Anspruch höher ist als der auf dem Titel. Letzteres ist ja ziemlich unwahrscheinlich - allein schon wegen der vollen Kindergeldanrechnung entwickelt sich der Unterhalt bei Eintritt der Volljährigkeit ja etwas nach unten.
Und die Durchführung der Pfändung war wohl nicht von der Prozesskostenhilfe abgedeckt. D.h. die Tochter kümmert sich entweder selbst um die Pfändung oder muss die Anwaltskosten für die Pfändung aus eigener Tasche bezahlen.

Zitat:
Kann es passieren, dass der Vater nicht mehr unterhaltspflichtig ist, weil die Ausbildung nicht lückenlos fortgesetzt wurde?

Kann sein, ist eine Einzelfallentscheidung.
Hier sehe ich es aber so, dass die Unterhaltspflicht noch nicht erloschen ist. Denn: (a) Ein Teil der Lücken ist unverschuldet, da krankheitsbedingt und (b) ein Teil der Lücken scheint noch in die Zeit der Minderjährigkeit zu fallen. Bei Verzögerungen vor dem 18. Geburtstag sind Gerichte meist großzügig.

Zitat:
Welches ist nun die beste Vorgehensweise? Titel einsetzen und pfänden oder neue Unterhaltsklage einreichen.

Meine persönliche Tendenz: Ersteres.
Damit spielt man den Ball ins Feld des Vaters.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 179.760 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
76.218 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.