Was, wenn der Partner nicht in die Scheidung einwilligt?

26. Dezember 2022 Thema abonnieren
 Von 
papalagi
Status:
Schüler
(272 Beiträge, 35x hilfreich)
Was, wenn der Partner nicht in die Scheidung einwilligt?

Herr Z. hat ohne jegliche Ankündigung oder vorausgehende Krise seine Frau verlassen und die Scheidung eingereicht. Er war wochenlang untergetaucht und nicht erreichbar.
Dann tauchte er wieder auf und verlangte von ihr, das Haus umgehend mit Sack und Pack zu verlassen. Dem kam sie nicht nach, wo sollte sie denn hin? Frau Z. hat 100€ BU-Rente und ein minimales Einkommen (2-3 stellig) aus selbstständiger Arbeit von Zuhause aus.
Weshalb Herr Z. seinen Sohn anstiftete und mit diesem zusammen die Polizei rief. Den Beamten erzählten sie dann, Frau Z. hätte ihren Mann zuhause festgesetzt und ausserdem körperlich misshandelt. Er benutzte dafür eine Tage-alte Schürfwunde, die er sich sonstwo zugezogen hat.
Der Sohn war der Zeuge.
Frau Z. hatte den ganzen Tag draussen im Garten gearbeitet und bis zum Eintreffen des Sohnes ihren Mann stundenlang nicht gesehen, der seinerseits an anderer Stelle im Garten gearbeitet hatte. Egal was sie erzählte, die Polizei setzte sie für 10 Tage vor die Tür.
Direkt nach Aushändigung der Schlüssel, verliess Herr Z. das Haus und führ wieder für Wochen weg. Beim angeschlossenen Gewaltschutzverfahren erkärte Frau Z. klar, das nichts davon stattgefunden habe. Sie erklärte sich von sich aus bereit, die Ehewohnung für 2 Monate zu verlassen und in die leer gewordene Dachwohnung zu ziehen, in der Annahme, ihr Mann käme wieder zu sich. Dieser war in der Folge monatelang weitestgehend abwesend. Gleichzeitig mit dem Gewaltschutzverfahren, hatte Herr Z. eine Härtefallscheidung beantragt.
Nach Ablauf der 2-Monats-Frist und am Tag nach Ablehnung der Härtefallscheidung durch das Gericht, bat sie ihren Mann zu einer Unterhaltung in ihre Wohnung. Diese dauerte die ganze Nacht bis beide auf dem Sofa einschliefen. Während Frau Z. schlief, öffnete Herr Z. das Dachfenster und verschwand über das Dach. Als Frau Z. aufwachte, stand ein Stuhl vor dem offenen Fenster, weshalb sie sich zu Tode erschrak. Sie konnte den Erdboden von dort aus nicht sehen und rannte aufgelöst die Treppe herunter. In der EG-Wohnung brannte Licht
In ihrer Panik (sie fürchtete, ihr Mann sei aus dem Dachfenster gestürzt) trommelte sie an die Tür. In der Wohnung rührte sich ihr Mann und war kurz durch die Glasscheibe in der Wohnungstür erkennbar, kam aber nicht zur Tür. Frau Z. klopfte lauter und trat mit dem Filzpantoffel dagegen (ihr Mann ist schwerhörig und zuhause meistens ohne Hörgeräte). Dabei zerbrach wider Erwarten die dicke Glasscheibe. Da kam Herr Z. zur Tür und sah sich die Bescherung an. Er war unversehrt, also fiel die Panik von Frau Z. ab. Es stellte sich heraus, daß er den Schlüssel im Schloss abgebrochen hatte. Frau Z. versuchte das Schlüsselende mit 2 Schlüsseln vom Schlüsselbrett herauszuziehen. Als ihr das nicht gelang, baute sie den Schliesszylinder aus und tat das mithilfe von Werkzeug im Werkzeugkeller. Dann baute sie das Schloss wieder ein und ging zur Nachbarin um Abstand und Ruhe einkehren zu lassen.
Als sie ca. 30 min später zurückkehrte, war die Polizei bereits mit mindestens 5 Beamten vor Ort. Herr Z. hatte das als Steilvorlage für ein neues Gewaltschutzverfahren genutzt. Wieder war es egal was Frau Z. vortrug, sie wurde erneut für 10 Tage auf die Strasse gesetzt und danach vom Gericht aus der Ehewohnung verwiesen. Steter Tropfen höhlt den Stein und man glaubte Herrn Z. daß ihn seine Frau ausgerechnet am Tag nach Ablehnung seiner Härtefallscheidung eingesperrt habe und er sich selbst befreien musste. Anschliessend hätte sie ihm nach dem Leben getrachtet und die Tür eingeschlagen. Die Polizei gab trotz klarer Ansage von Frau Z. ihren Wohungsschlüssel für die Dachwohnung an Herrn Z. heraus. Dieser betrat sofort nachdem die Polizei weg war, die Dachwohnung und durchsuchte sie und entwendete Beweismittel. Danach begann er das Schloss auszutauschen, wobei ihn eine andere Bewohnerin beobachtete.
Frau Z. legte Rechtsmittel ein und durfte nach einigen Tagen in ihre Wohnung zurückkehren. Die Wohnungstür im EG war weiterhin ohne Scheibe und blieb es auch noch ca. 2 Monate lang.
Herr Z. schafft es, Gewaltschutzverfahren zu gewinnen und wohnt dann Wochen und Monate ohne Wohnungstür mit der angeblichen Täterin im Haus. Was eigentlich klar beweist, daß hier nie eine Gefahr von ihr ausging. Im Gewaltschutzverfahren forderte er dennoch, daß sie das Haus verlassen müsse. Allerdings wurde das vom Gericht auf die Ehewohung begrenzt. Nachdem er ihr die Ehewohnung gerichtlich entzogen hatte, verliess Herr Z. wieder monatelang das Haus.
Wie man sehen kann, geht es hier nicht um die Wohnung, sondern um Macht. Er braucht sie gar nicht, er wohnte 6 Monate am Stück nicht dort. Er wollte sie nur seiner Frau entreissen.
Er zahlt selbstverständlich keinen Unterhalt, die Unterlagen sind nicht vollständig und fehlerhaft. Frau Z. hat keine Kraft mehr diesen verdeckten Aggressionen etwas entgegen zu setzen. Das Gericht will ja auch nichts hören.
Herr Z. versucht mit allen Mitteln Frau Z. den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Alles ist mit ihm verbunden, sie kann ohne ihn nicht wohnen, arbeiten und auch keine Unterstützung beantragen (wirklich, die Erläuterung würde hier den Rahmen sprengen).
Das Gericht hat sich ganz klar auf die Seite des Herrn Z. positioniert, obwohl er bereits mehrfach nachweislich gelogen hat, sogar direkt im Gericht.
Frau Z. KANN nicht in die Scheidung einwilligen, weil sie dann wohnungslos und mittellos wäre und all ihren Besitz verlieren würde. Ihr kleiner Betrieb ist auch in den Räumlichkeiten ihres Mannes und er will natürlich auch den vernichten.
Er will sie offensichtlich auch gar nicht loswerden, denn da gäbe es sicherlich Möglichkeiten, er will sie festnageln und fertig machen. Sie kann so gar nicht weg.
Im Internet liest man immer wieder, daß Gerichte die Akte 3 Jahre ruhen lassen müssen wenn der andere Ehepartner nicht einwilligt.
Hier sieht es aber ganz anders aus, das Gericht versucht ständig die Ehe zu scheiden weil ein Jahr rum ist, egal welche Katastrophen dann über Frau Z. hereinbrechen.
Sie hat sich ihrerseits auf unzumutbare Härte berufen, das Gericht sieht das aber nicht so. Inzwischen hat sie sogar alarmierende Herzprobleme.
Bitte um Erläuterung und wenn möglich eine Idee wie man auf die 3 Jahre bestehen kann. Sie will nur den Kopf aus der Schlinge bekommen. Das ist nicht einfach ohne Mittel und volle Gesundheit. Da braucht man einfach mehr Zeit.

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9 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39568x hilfreich)

Da sind ja nun eine Menge unglaubwürdiger Sachen in der Schilderung. Wenn man das auch gegenüber Ämtern, Polizei und Gericht so mitgeteilt hat, kann man nachvollziehen das Frau Z. als nicht mehr glaubwürdig erachtet wird.



Zitat (von papalagi):
Was, wenn der Partner nicht in die Scheidung einwilligt?

Irrelevant, da die Einwilligung gar nicht nötig ist.



Zitat (von papalagi):
Im Internet liest man immer wieder, daß Gerichte die Akte 3 Jahre ruhen lassen müssen wenn der andere Ehepartner nicht einwilligt.

Das selbe Internet, wo drin steht das die Erde eine Scheibe ist?



Zitat (von papalagi):
Sie hat sich ihrerseits auf unzumutbare Härte berufen

Mit welcher Begründung konkret?
Derzeit liegt die unzumutbare Härte wohl eher auf Seiten des Mannes ...



Zitat (von papalagi):
wenn möglich eine Idee wie man auf die 3 Jahre bestehen kann.

Bestehen kann man, denn bestehen kann man ja auf fast fast alles.
Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", insbesondere wenn die Gegenseite nicht kooperativ ist und sich sträubt die Forderung zu erfüllen.

Falls dann – so wie hier – keine Rechtsgrundlage für das bestehen erkennbar ist, tendieren die Erfolgsaussichten gegen 0.



Im übrigen würde sich an der Situation ja nichts ändern, also was konkret für Vorteile erwartet man davon das die Scheidung nicht vollzogen ist.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(947 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von papalagi):
Frau Z. KANN nicht in die Scheidung einwilligen, weil sie dann wohnungslos und mittellos wäre und all ihren Besitz verlieren würde.


Frau Z. lebt vermutlich in Deutschland und hat Anspruch auf Sozialleistungen, wenn sie nicht in der Lage ist, sich selber zu unterhalten. Dazu gehört auch, dass ihr eine angemessene Wohnung bezahlt wird.

Zitat (von papalagi):
Er will sie offensichtlich auch gar nicht loswerden, denn da gäbe es sicherlich Möglichkeiten, er will sie festnageln und fertig machen.


Er will sie gar nicht loswerden, hat aber die Scheidung eingereicht...irgendwie passt das nicht zusammen.

Zitat (von papalagi):
Inzwischen hat sie sogar alarmierende Herzprobleme.


Frau Z. täte gut daran, an ihre Gesundheit denken und sich nicht weiter gegen eine Scheidung zu sperren...

-- Editiert von User am 26. Dezember 2022 19:06

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#4
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38094 Beiträge, 13920x hilfreich)

Ich versuche mal, mich auf das juristisch Wesentliche zu beschränken.

Wenn das Gericht der Überzeugung ist, dass die Ehe gescheitert ist, dann wird es auch vor Ablauf von drei Jahren scheiden. Im übrigen kann die Fragestellerin ohne Anwalt ohnehin keinen Antrag bei Gericht stellen. Sie sollte sich unverzüglich anwaltliche Unterstützung suchen, nicht um die Scheidung zu verhindern, sondern um eine geordnete Abwicklung der Angelegenheit sicher zu stellen.

Sie sollte darüber hinaus Hilfe bei einer der vielen sozialen Unterstützungseinrichtungen suchen. Die wissen auch, wo man sich wohnungssuchend meldet, welche sonstigen sozialen Einrichtungen helfen, u.a. Stichwort "Bürgergeld."

Weder die Unfähigkeit, eigene Probleme in den Griff zu bekommen, noch Herzprobleme werden den Lauf der Angelegenheit aufhalten. Sie lebt seit über einem Jahr getrennt, hat es nicht geschafft, irgend etwas auch nur im Ansatz auf die Reihe zu bringen. Das wird sich auch in den nächsten zwei Jahren nicht ändern. Also, den aufgezeigten Weg einschreiten und gut ist.

wirdwerden

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#5
 Von 
papalagi
Status:
Schüler
(272 Beiträge, 35x hilfreich)

Die ersten 3 Antworten erschrecken. Weil sie belegen, daß einfach dem geglaubt wird, der das wahrscheinlichere Szenario vorträgt. Was aber, wenn es eben trotzdem das vollkommen irre Szenario war?
Es ist alles genau so gewesen wie beschrieben.
Wer bitte möchte so etwas erleben? Der Mann ohne jede Vorahnung weg und dann nur zurück um Krieg zu führen. Seine beste Waffe ist, daß man ihm einfach glaubt.
Wer möchte friedlich draussen arbeiten und dann von der Polizei verwiesen werden, nur weil jemand anderes sich eine Geschichte ausgedacht hat, um sein Ziel auf dem schnellsten Wege zu erreichen.
Warum die Frau Betreuung braucht, wenn ihr Mann in absolut schädlicher Absicht Szenarien ersinnt, um sie weitestgehend zu beschädigen, bleibt offen.
Offensichtlich haben die ersten 3 Antworter einfach mal angenommen, daß die Wahrheit eine andere ist, so wie auch das Gericht. Mit welchem Recht wird hier das Opfer zum Täter gemacht?
Eigentlich darf niemand veruteilt werden, wenn die Schuld nicht erwiesen ist. Warum dann hier? Es waren ausschliesslich Behauptungen. Ich habe extra einige Widersprüche beschrieben.
z.B. daß niemand, der Gewalt von einem Hausbewohner erwartet, wochenlang mit offener Wohnungstür wohnt und schläft.
Auch habe ich geschrieben, daß eben keine Stütze möglich ist, das aber wäre zu verzwickt und zu langwierig hier zu erklären.
Der Mann hat angekündigt alles zu vernichten sobald er das Papier hat.
Ich hatte gehofft, daß jemand die Lage erkennt und merkt, daß hier ein Mensch Hilfe braucht, weil sie unter die Räder kommt, eben weil die Wahrheit unglaublich ist.
Man kann nicht Menschen vernichten weil die Wahrheit nicht einfach ist.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118396 Beiträge, 39568x hilfreich)

Zitat (von papalagi):
Es ist alles genau so gewesen wie beschrieben.

Das ist leider absolut unglaubwürdig.



Zitat (von papalagi):
Offensichtlich haben die ersten 3 Antworter einfach mal angenommen, daß die Wahrheit eine andere ist

Nö.
Abgesehen von diversen Logikfehlern, sind da auch physikalische Unmöglichkeiten beschrieben.



Zitat (von papalagi):
Warum die Frau Betreuung braucht, wenn ihr Mann in absolut schädlicher Absicht Szenarien ersinnt, um sie weitestgehend zu beschädigen, bleibt offen.

Weil sie der Schilderung nach ganz offensichtlich nicht in der Lage ist, ihr Leben in diversen Bereichen zu regeln.
Stattdessen beschäftigt man sich mit nicht nachvollziehbaren - und wohl auch sinnlosen - Verzögerungstaktiken.



Zitat (von papalagi):
Mit welchem Recht wird hier das Opfer zum Täter gemacht?

Das passiert hier überhaupt nicht.



Zitat (von papalagi):
Eigentlich darf niemand veruteilt werden, wenn die Schuld nicht erwiesen ist

Das ist schlicht falsch.
Wir sind hier nicht im Strafrecht.



Zitat (von papalagi):
Ich hatte gehofft, daß jemand die Lage erkennt und merkt, daß hier ein Mensch Hilfe braucht, weil sie unter die Räder kommt,

Das haben alle 4 der bisher antwortenden erkannt und entsprechend geraten das man sich um eine professionelle Hilfe bemüht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38094 Beiträge, 13920x hilfreich)

Ich glaube nicht, dass hier irgend jemand etwas verkannt hat. Warum kann man sich denn nicht aufraffen, den normalen juristischen Weg incl. aller Hilfen, die angeboten werden in Deutschland, zu gehen? Und dazu gehört eben auch Bürgergeld, wenn die Rente nicht ausreicht oder aber Sozialhilfe, wenn man erwerbsunfähig ist. Wenn man sich nicht illegal in Deutschland aufhält, bekommt man Unterstützung, und sei der Sachverhalt auch noch so kompliziert.

Man will nicht geschieden werden, aber hat keinen Anwalt, welcher einen Antrag bei Gericht stellen will. Wie will man das managen? Wir haben alle Wege aufgezeigt, nur die will man ja nicht einschlagen. Was will man denn dann?

wirdwerden

-- Editiert von User am 26. Dezember 2022 21:04

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6192 Beiträge, 1482x hilfreich)

Zitat (von papalagi):
Herr Z. hat ohne jegliche Ankündigung oder vorausgehende Krise seine Frau verlassen und die Scheidung eingereicht. Er war wochenlang untergetaucht und nicht erreichbar.

Kann er machen. Könnte sie genauso machen.
Zitat:
Dann tauchte er wieder auf und verlangte von ihr, das Haus umgehend mit Sack und Pack zu verlassen. Dem kam sie nicht nach, wo sollte sie denn hin? Frau Z. hat 100€ BU-Rente und ein minimales Einkommen (2-3 stellig) aus selbstständiger Arbeit von Zuhause aus.

Eheleute sind einander zum Unterhalt verpflichtet, wenn Frau Z nicht genügend Einkommen hat, muss Herr Z dafür zahlen. Ebenso kann ein Ehegatte den anderen nicht einfach aus der gemeinsamen Ehewohnung werfen.

Zitat:
Weshalb Herr Z. seinen Sohn anstiftete und mit diesem zusammen die Polizei rief. Den Beamten erzählten sie dann, Frau Z. hätte ihren Mann zuhause festgesetzt und ausserdem körperlich misshandelt. Er benutzte dafür eine Tage-alte Schürfwunde, die er sich sonstwo zugezogen hat.
Der Sohn war der Zeuge.
Frau Z. hatte den ganzen Tag draussen im Garten gearbeitet und bis zum Eintreffen des Sohnes ihren Mann stundenlang nicht gesehen, der seinerseits an anderer Stelle im Garten gearbeitet hatte. Egal was sie erzählte, die Polizei setzte sie für 10 Tage vor die Tür.

Das "Gewaltschutzgesetz" schützt nicht nur Frauen, es schützt auch Männer.
Zitat:
Direkt nach Aushändigung der Schlüssel, verliess Herr Z. das Haus und führ wieder für Wochen weg. Beim angeschlossenen Gewaltschutzverfahren erkärte Frau Z. klar, das nichts davon stattgefunden habe. Sie erklärte sich von sich aus bereit, die Ehewohnung für 2 Monate zu verlassen und in die leer gewordene Dachwohnung zu ziehen, in der Annahme, ihr Mann käme wieder zu sich.

Was ist das für eine absurde Idee?
Egal wer da nun in welchem Umfang die Wahrheit erzählt oder die Tatsachen verdreht - daß diese Ehe keine Zukunft mehr hat, ist ja wohl offenkundig.

Zitat:
Dieser war in der Folge monatelang weitestgehend abwesend. Gleichzeitig mit dem Gewaltschutzverfahren, hatte Herr Z. eine Härtefallscheidung beantragt.

Ja.
Zitat:
Nach Ablauf der 2-Monats-Frist und am Tag nach Ablehnung der Härtefallscheidung durch das Gericht, bat sie ihren Mann zu einer Unterhaltung in ihre Wohnung. (...)
Herr Z. schafft es, Gewaltschutzverfahren zu gewinnen

Das sagt einiges. Wenn ein Mann es schafft, daß Polizei und Gericht in einem Gewaltschutzverfahren den Mann als Opfer und die Frau als Täterin zu sehen, dann müssen die Ereignisse schon extrem gewesen sein.

Normalerweise ist die Frau automatisch Opfer und der Mann automatisch Täter...
Zitat:
und wohnt dann Wochen und Monate ohne Wohnungstür mit der angeblichen Täterin im Haus. Was eigentlich klar beweist, daß hier nie eine Gefahr von ihr ausging.

Nö.
Zitat:
Im Gewaltschutzverfahren forderte er dennoch, daß sie das Haus verlassen müsse. Allerdings wurde das vom Gericht auf die Ehewohung begrenzt. Nachdem er ihr die Ehewohnung gerichtlich entzogen hatte, verliess Herr Z. wieder monatelang das Haus.

Weiß Frau Z woher genau?
Zitat:
Wie man sehen kann, geht es hier nicht um die Wohnung, sondern um Macht. Er braucht sie gar nicht, er wohnte 6 Monate am Stück nicht dort. Er wollte sie nur seiner Frau entreissen.
Er zahlt selbstverständlich keinen Unterhalt

Logisch, wenn seine Frau (potentiell) gewalttätig ist.
Zitat:
Frau Z. hat keine Kraft mehr diesen verdeckten Aggressionen etwas entgegen zu setzen. Das Gericht will ja auch nichts hören.

Das Gericht hält offensichtlich Frau Z für die "Aggressorin". Das sollte Frau Z dazu veranlassen, mal gründlich über ihr eigenes Verhalten nachzudenken.
Zitat:
Herr Z. versucht mit allen Mitteln Frau Z. den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Alles ist mit ihm verbunden, sie kann ohne ihn nicht wohnen

Sie kann sich mit Hilfe des Sozialamtes eine eigene Wohnung nehmen.
Zitat:

, arbeiten und auch keine Unterstützung beantragen (wirklich, die Erläuterung würde hier den Rahmen sprengen).

Das ist, mit Verlaub, Unsinn.
Zitat:
Das Gericht hat sich ganz klar auf die Seite des Herrn Z. positioniert, obwohl er bereits mehrfach nachweislich gelogen hat, sogar direkt im Gericht.
Frau Z. KANN nicht in die Scheidung einwilligen, weil sie dann wohnungslos und mittellos wäre und all ihren Besitz verlieren würde.

Frau Z kann die Scheidung nicht verhindern. Höchstens unwesentlich verzögern. Wohnungslos und mittellos wird sie nicht, dafür gibt es das Sozialmt.
Ihr Eigentum verliert sie auch nicht, das wird davon nicht betroffen
Zitat:

Ihr kleiner Betrieb ist auch in den Räumlichkeiten ihres Mannes

Mit dem muss sie als erstes umziehen.
Zitat:
und er will natürlich auch den vernichten.
Er will sie offensichtlich auch gar nicht loswerden

"Offensichtlich" will Frau Z nicht von ihrem Mann weg...
Zitat:
Hier sieht es aber ganz anders aus, das Gericht versucht ständig die Ehe zu scheiden

Nicht das Gericht betreibt die Ehescheidung, sondern Herr Z.
Den Beschreibungen nach kann man Herrn Z recht gut verstehen, das ist aber letztlich völlig egal, wenn Herr Z die Scheidung will, wird die Ehe geschieden. Für eine Scheidung ist nicht die Einwilligung des anderen Ehepartners nötig.

Zitat:
weil ein Jahr rum ist, egal welche Katastrophen dann über Frau Z. hereinbrechen.

Frau Z hat mithin ein Jahr Zeit, zum Sozialamt zu gehen und ihr künftiges Leben zu planen.
Zitat:
Sie hat sich ihrerseits auf unzumutbare Härte berufen, das Gericht sieht das aber nicht so.

Würde eh nichts ändern. Frau Z kann die Aufrechterhaltung der Ehe nicht erzwingen.
Zitat:
Bitte um Erläuterung und wenn möglich eine Idee wie man auf die 3 Jahre bestehen kann.

Hier? Gar nicht. Das hat Frau sich selbst verbaut.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(947 Beiträge, 102x hilfreich)

Zitat (von papalagi):
Es ist alles genau so gewesen wie beschrieben.


Ein Grund mehr, sich einer Scheidung nicht zu widersetzen.

Deine gesundheitlichen Probleme resultieren anscheinend aus der derzeitigen Situation....was genau findest du also an meinem Rat erschreckend?

-- Editiert von User am 26. Dezember 2022 21:45

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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