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Was passiert mit meinem Haus nach einer Scheidung?

18.3.2012 Thema abonnieren Zum Thema: Scheidung Kind Frau
 Von 
centurio74
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 23x hilfreich)
Was passiert mit meinem Haus nach einer Scheidung?

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe eine Frage welcher folgende Situation zugrunde liegt:

Ich habe ein Haus gekauft (läuft alles auf meinen Namen), den Abtrag leiste ich komplett selbst. Nach allen Abzügen habe ich am Monatsende ca. 50 bis max. 100€ übrig. Mitte des Jahres soll meine Lebensgefährtin (berufstätig, hat selbst zwei Kinder, 10 und 13 Jahre, nicht von mir , der leibliche Vater zahlt keinen Unterhalt) mit ihren Kindern in mein Haus einziehen. Wir ziehen in Erwägung danach in absehbarer Zeit zu heiraten und zusammen ein weiteres Kind zu haben.

Jetzt meine Frage:
Sollte es dann zu einer Scheidung kommen, werde ich aufgrund von Unterhaltsverpflichtungen zu gunsten des Kindes und der Frau zwangsläufig mein Haus verlieren?

MfG

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Scheidung Kind Frau


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5513 Beiträge, 2316x hilfreich)

Hallo centurio74 ,

Das Haus würde dir auch nach der Scheidung noch gehören,
ein Zugewinn wäre zu teilen(bei Zugewinngemeinschaft).

Der Unterhalt wird vom Einkommen berechnet,das Vermögen ist
erstmals zu vernachlässigen.

Solltet ihr ein gemeinsames Kind haben, dann wäre bei einer
Scheidung Kindesunterhalt und bis das Kind 3 Jahre alt ist
Betreuungsunterhalt für die Mutter zu zahlen.

Möglichkeit wäre ein Ehevertrag.
Ich würde dir ein Beratungsgespräch bei einem RA für
Familienrecht empfehlen oder ein Notar der sich mit
Familiensachen auskennt (Notar ist i.d.R. billiger).

lg
edy

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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."

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#2
 Von 
Besserweiß
Status:
Schüler
(491 Beiträge, 194x hilfreich)

Vom Wert des Hauses wird kein Unterhalt gezahlt, es fließt auch nicht mit in die Berechnung ein.

Der Unterhalt ist von Ihrem Gehalt abhängig.

Sie leben von 100€ im Monat?
Lebensmittel, Kleidung, Pflege usw.?
Wie machen sie das?

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"Nur eigene Meinung und persönliche Erfahrung"

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#3
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3694 Beiträge, 1385x hilfreich)

Am besten nicht heiraten. Für ein gemeinsames Kind können Sie eine gemeinsame Sorgeerklärung abgeben.

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"Ignis quis caput vir multum ab audere et clamabat: „Studium fuga, meum prohibere!"."

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#4
 Von 
centurio74
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 23x hilfreich)

@ Besserweiß:

Nein, ich lebe natürlich nicht von 100€ im Monat. Deshalb schrieb ich "nach allen Abzügen". Die ca. 100€ wären übrig zum zurücklegen oder sonstwas.

@ edy:

Danke für die Information! Ich werde den Ratschlag mit dem Fachanwalt beherzigen. Das mein Haus meins bleiben würde, ist nach meinem dafürhalten nur ein Punkt. Es müsste mir natürlich in besagtem Fall auch möglich sein, weiterhin den monatlichen Abtrag für das Haus (ca. die nächsten 26 Jahre) zu leisten.
Ist es möglich, das im Ernstfall die Unterhaltsansprüche so hoch angesetzt werden (also in meinem Falle über 100€ ;) , sodaß ich den Abtrag für mein Haus nicht mehr leisten kann und somit gezwungen bin dies zu verkaufen? Also "ohne Rücksicht auf Verluste"?

MfG

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#5
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1256x hilfreich)

Guten Abend!

Wenn die Darlehensverpflichtung bereits vor Entstehen der Unterhaltsverpflichtung bestnad, können Zins und Tilgung einkommensbereinigend angestetzt werden.

Die Darlehensrate wird also bei der Berechnung des Trennungsuntehalts voll berücksichtigt.

quote:
und zusammen ein weiteres Kind zu haben.

Darauf würde ich eventuell verzichten.

Sollte es dann zur Trennung kommen, und das Kind lebt bei der KM, könnte verlangt werden, dass die Darlehnsrate so weit gesenkt wird, dass der Mindestunterhalt geleistet werden kann.

LG nero

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#6
 Von 
centurio74
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 23x hilfreich)

@ nero:

Recht herzlichen Dank für die hilfreichen Informationen!

"Sollte es dann zur Trennung kommen, und das Kind lebt bei der KM, könnte verlangt werden, dass die Darlehnsrate so weit gesenkt wird, dass der Mindestunterhalt geleistet werden kann."

Wenn ich richtig verstehe, würde das für mich eine (vermutlich deutlich) niedrigere monatliche Abtragsrate bedeuten, somit auch eine wesentlich längere Laufzeit (in Folge dessen höhere Zinsen, etc.), evtl. über den Tod hinaus.
Wie wäre es nun, mein fiktives Kind von vornherein als Erben für mein Haus einzusetzen? Hätte das eine Auswirkung auf die Unterhaltsberechnung zu meinen Gunsten?

MfG

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#7
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1256x hilfreich)

Guten Morgen!

quote:
Wie wäre es nun, mein fiktives Kind von vornherein als erben für mein Haus einzusetzen? Hätte das eine Auswirkung auf die Unterhaltsberechnung zu meinen Gunsten?

Nein. Das Kind hätte eh einen gesetzlichen Erbanspruch. Bei der Berechnung des Kindesunterhalts ist das völlig unerheblich.

LG nero

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#8
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3694 Beiträge, 1385x hilfreich)

Das Haus alleine ist schon zu teuer für Sie, wenn Sie finanziell so drinhängen wie beschrieben und das für die nächsten 26 Jahre.

Im Fall einer Scheidung für eine Frau und die Kinder dieser Frau zu zahlen würde Sie ruinieren bzw. Sie würden das Haus verlieren.

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"Ignis quis caput vir multum ab audere et clamabat: „Studium fuga, meum prohibere!"."

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#9
 Von 
amako
Status:
Student
(2564 Beiträge, 1378x hilfreich)

Hallo,
wenn du schon bevor iht eure neue Familie begründet derartige Gedankenspiele durchgehst, rate ich wie bear von einer Heirat ab. Das vereinfacht die geplante Trennung.
@bear also dein alter Spruch mit dem Gebüsch gefiel mir besser als dieser etwas schusslige Feuerwehrhauptmann.
Gruß
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

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#10
 Von 
GISNAH
Status:
Schüler
(239 Beiträge, 270x hilfreich)

Wenn Sie nach der Trennung im eigenen Haus wohnen, wird Ihnen ein sogenannter Wohnvorteil angerechnet. Dieser entspricht der "ortsüblichen Miete" für ein vergleichbares Objekt. Das bedeutet, das ihr Einkommen (Gehalt + Wohnvorteil) um einen "fiktiven" betrag erhöht wird und daher sehr hoch sein kann, was wiederum einem Unterhaltsberechtigten zu Gute kommt. Während der Trennung können Sie vom Wohnvorteil natürlich die komplette "Belastung" gegenrechnen. Evtl. bleibt dann kein oder nur noch ein geringer Wohnwert übrig.

Sobald der Scheidungsantrag gestellt ist, können beim Wohnwert aber nur noch die Zinsbelastungen sowie die nicht umlagefähigen Nebenkosten abgezogen werden. Die Tilgungsbelastung ist dann als Vermögensbildung anzusehen.

Im schlimmsten Falle, verbleiben Ihnen (je anchdem für wen sie wieviel Untehalt zahlen müssen) weniger als der Selbstbehalt (durch den evtl. Wohnvorteil). Das Haus verbleibt natürlich in Ihrem Eigentum (so lange Sie die Belastungen bedienen können). Das hat an sich nichts mit der Scheidung zu tun.

-- Editiert GISNAH am 21.03.2012 09:57

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