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Was steht mir zu?

9.1.2007 Thema abonnieren Zum Thema: Grundbuch Haus
 Von 
julche
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Was steht mir zu?

Hallo zusammen!

Ich lebe seit ein paar Jahren von meinem Mann getrennt. Möchte mich erstmal durch Erfahrenswerte informieren über folgenden Sachverhalt: gemeinsamer Hauskauf vor der Ehe, Grundbucheintrag nur auf einen Partner.

Die Fakten schreib ich stichpunktartig nieder:
- erste gemeinsame Wohnung
- 5 Jahre später Hauskauf, Grundbucheintrag nur auf meinen Mann
- kurz darauf Hochzeit
- 9 Jahre später Trennung
- 1 Jahr später aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen

Wir haben uns nach der Trennung auf eine Summe X geeinigt, die für mich ok war, moralisch gesehen weit unter dem, was mir zusteht und aus Sicht meines Mannes stünde mir ja eh nur die Hälfte des Zugewinnes zu. Tatsache ist, dass ich für unser Haus genauso meinen finanziellen Teil beigetragen hab wie er. Als ich ausgezogen bin, hab ich fast die kompletten Möbel da gelassen. Die Scheidung wollten wir über einen gemeinsamen Anwalt einreichen, sobald er mich ausbezahlt hat. Da er diese Summe durch einen Grundstücksverkauf erzielen will, sich da aber nichts tut, hab ich noch keinen müden Cent gesehen.
Da ich ihn nun bitten möchte, die Sache endlich abzuschließen und damit rechne, auf wenig Verständnis zu stoßen, weiß ich nicht recht, wie ich weiter vorgehen soll.

Daher meine Fragen:
Steht mir rechtlich tatsächlich nur die Hälfte des Zugewinns zu? Wenn ja, hab ich sonst überhaupt irgendwelche Ansprüche?

Für Eure Antworten erstmals danke.


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Grundbuch Haus


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Merline
Status:
Student
(2415 Beiträge, 247x hilfreich)

Wenn Ihr keinen Ehevertrag geschlossen hattet, steht Dir die Hälfte des Zugewinns ab Heirat zu.

Alles, was anwältlich läuft, wird an der Summe des Streitwertes gemessen (die Anwalts-und Gerichtsgebühren).

Da mußt Du schon selber ermessen, ob es sich das lohnt, oder Du weiterhin eine gütliche Einigung anstrebst.

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#2
 Von 
Norddeutscher123
Status:
Beginner
(97 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo julche,

hier bin ich ganz der Meinung von Merline, und Deinem Mann.

Ich bin kein Anwalt, aber ich meine auch das Du auf das Haus keinerlei rechtliche Ansprüche haben wirst. Es war vor der Ehe (also kein Zugewinn), und der ganz wesentliche Teil ist, das Du nicht im Grundbuch als hälftiger Miteigentümer eingetragen bist, Ergo auch keinerlei Rechte hast.
In der Tat hat Dein Mann recht wenn er diese Äußerung macht. Alles ab Heirat - vorausgesetzt es besteht keine notarielle Urkunde über andere Regelungen (Ehevertrag) - wird als Zugewinn gerechnet, der dann auch hälftig geteilt wird.

Leider kann ich es nicht nachvollziehen, das Du anscheinend so viel Geld in das Haus gesteckt hast, ohne Dich als Miteigentümer ins Grundbuch eintragen zu lassen, damit Du abgesichert bist. Entschuldige, aber das war ziemlich Blauäugig, es sei denn Du hast es gemacht, damit im Falle eines Scheiterns keine Kosten auf Dich zukommen. Dann allerdings kannst Du Dich jetzt auch nicht beschweren. Und moralisch - naja - Du wirst merken, das eine Scheidung und die Aufteilung der Vermögensverhältnisse reichlich wenig mit Moral zu tun haben werden. Falls Du Mitglied in einer Angestellten- oder Arbeiterkammer bist, würde ich dort mal hingehen. Ich habe hier schon öfter für wenig Geld sehr gute Rechtsberatung bekommen. Und deren Auskunft ist in meinen Augen ehrlicher, da sie an keinem Streitwert etwas verdienen, also keinerlei finanzielle Eigeninteressen haben.

Gruß

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#3
 Von 
julche
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für Eure Antworten.

Wir haben das Haus zusammen gekauft, nur mit meinem Einkommen war die Finanzierung überhaupt möglich. Kurz nach der Geburt unseres Kindes hab ich wieder gearbeitet. Mit moralisch gesehen meinte ich auch die ganze Arbeit, die ich in das Haus gesteckt hab während der Renovierung (nebst Kind und Job). Ins Grundbuch ließ ich mich damals nicht eintragen, da ich zu dem Zeitpunkt als Bürge für ein Darlehen eingetragen war und später keinen Gedanken daran verlor, weil ich zu sehr vertraut hab. Das war sehr blauäugig, stimmt.

Wie dem auch sei, lebt er seit über 2 Jahren im gemeinsamen Haus. Stehen mir da irgendwelche Ausgleichszahlungen zu? Unterhalt?

Danke für den Tip mit der AK.

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#4
 Von 
Merline
Status:
Student
(2415 Beiträge, 247x hilfreich)

Hallo Julche,

Ausgleichszahlungen?Weil er in "seinem" Haus lebt?

Denke, Du solltest daran keinen Gedanken verschwenden. Er ist im Grundbuch eingetragen, und somit alleineigentümer.

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#5
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 199x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 199x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
guest123-1954
Status:
Student
(2376 Beiträge, 199x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#8
 Von 
julche
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Also hab ich jahrelang hart gearbeitet, die Drecksarbeiten bei den Renovierungsarbeiten gemacht um Geld zu sparen, Kind groß gezogen, Haus und Hof in Schuß gehalten,damit mein Mann heute ein feines Leben hat. Schön.

Ob ich verbittert bin? Nein. Nur maßlos enttäuscht über meine Menschenkenntnis.

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