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Was wenn der Vater ab Volljährigkeit nicht mehr zahlt?

 Von 
Kwijo11
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Was wenn der Vater ab Volljährigkeit nicht mehr zahlt?

Hallo,
ich möchte mich hier gern informieren, wie ich meinem Vater schriftlich begegnen kann, wenn er plötzlich (seit 3 Monaten) keinen Kindesunterhalt mehr zahlt. Bisher hat immer meine Mutter oder die Beistandschaft dies erledigt. Meine Mutter meinte nun, ich solle mich selbst darum kümmern, wenn ich von ihm Geld haben möchte.
Ich wohne bei meiner Mutter und sie gibt mir ca. 100€ Taschengeld.
Ich gehe noch zur Schule (Abitur danach Studium).
Ich habe mich im Internet auch schon darüber informiert, dass meine Eltern nun beide zahlen müssten je nach Einkommen. Da ich bei meiner Mutter wohnn kann sie Kost, Unterkunft und Taschengeld von Ihrem zu zahlenden Betrag abziehen.
Zu meinem Vater habe und möchte ich keinen Kontakt aus privaten Gründen. Eben nur schriftlich.
Wenn mir hier jemand helfen kann, wäre ich sehr sehr dankbar.
LG Kwijo11

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Vater Mutter helfen


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(573 Beiträge, 154x hilfreich)

Hallo, du musst deinen Vater schriftlich auffordern sein Einkommen offenzulegen. Wenn du dabei Unterstützung benötigst, kannst du dich bis 21 kostenfrei an dein Jugendamt vor Ort wenden.

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#2
 Von 
Kwijo11
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok, vielen Dank für Ihre Antwort.
Könnte ich auch schon bei einer offenen Summe von zur Zeit ca. 300€ eine Vermögensauskunft beantrgen?
Ich denke, dass dies unangenehm für ihn werden könnte und er endlich sieht, dass wir handeln. Also meine Mom und ich.
Oder muss man immer erst den "Schuldner" anschreiben und ihn über seine offenen Zahlungen hinweisen?

-- Editiert von Kwijo11 am 06.05.2019 16:23

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#3
 Von 
smogman
Status:
Praktikant
(573 Beiträge, 154x hilfreich)

Eine Vermögensauskunft ist ein Mittel der Zwangsvollstreckung. Dafür benötigt man einen vollstreckbaren Titel, im Unterhaltsrecht also ein Gerichtsurteil oder eine Jugendamtsurkunde, die auch für die Zeit der Volljährigkeit gilt.

Mittel der Zwangsvollstreckung sind zwischen zwei Menschen die letzten Instrumente, die man wählen sollte.

Zuvorderst gilt es schriftlichen Kontakt zu halten und sich über die Erforderlichkeiten auszutauschen. Deine Eltern haben Anspruch darauf, dass du deine Ausbildung zügig und mit dem gebotenen Fleiß absolvierst. Du hast im Gegenzug Anspruch auf Zahlung von Unterhalt durch beide Elternteile. Wenn man nicht miteinander reden kann oder will, sieht man sich im Unterhaltsrecht immer vor Gericht. Das ist kostspielig, mühsam und sehr oft vollkommen überflüssig. Versuche es erst mal auf dem normalen Weg und bespreche mit dem Jugendamt deine weiteren Optionen.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5962 Beiträge, 1146x hilfreich)

Zitat (von Kwijo11):
Oder muss man immer erst den "Schuldner" anschreiben und ihn über seine offenen Zahlungen hinweisen?
Wenn man sicher ist, dass die 300,- tatsächlich offene Zahlungen sind, sollte man das ZUERST tun. Also fragen, warum die UH-Zahlung plötzlich eingestellt wurde.
Wie man hier lesen kann, geht es um 3 Monate.

Fragen:
-WARUM zahlt dein Vater seit 3 M nicht mehr? Weil du evtl. vor 3 Monaten 18 wurdest?
-Nimmt er an, dass du eigenes Einkommen hast? Oder verhält er sich einfach richtig?

-Bekommst du bzw. deine Mutter noch Kindergeld von der Familienkasse?

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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#5
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3734 Beiträge, 2145x hilfreich)

Zitat (von Anami):
...
-Nimmt er an, dass du eigenes Einkommen hast? Oder verhält er sich einfach richtig?
Tja, da würde ich sogar sagen, dass er sich einfach richtig verhält, sofern kein vollstreckbarer Titel existiert.
Unterhalt erhält laut BGB nur, wer Bedürftig ist. Das Kind müsste ihn als erstes mal auffordern, Unterhalt zu zahlen und dafür auch seine Bedürftigkeit anführen. Auf Verlangen des Vaters ist die Bedürftigkeit nachzuweisen.
Wenn das Kind aus irgendwelchen Gründen keinen direkten Kontakt mit dem Vater haben möchte, kann es sich natürlich eines Anwaltes bedienen. Den zahlt das Kind dann aber selbst, denn eine Verweigerung des Vaters ist bisher nicht zu erkennen.
Miteinander Sprechen wäre das einfachste. Mindestens mal den Vater zu Unterhaltszahlungen auffordern, denn erst ab dieser Aufforderung kann ein Verzug entstehen. Ob da wirklich 300€ ausstehen, ist unter diesem Gesichtspunkt auch fraglich.

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#6
 Von 
Anami
Status:
Junior-Partner
(5962 Beiträge, 1146x hilfreich)
Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
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