Wie kann man das Umgangsrecht verweigern?

21. Mai 2010 Thema abonnieren
 Von 
giuseppina24
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)
Wie kann man das Umgangsrecht verweigern?

Zum Sachverhalt:
Ich habe mich vor 2 1/2 Jahren nach 1 1/2 Jahren Beziehung von meinem Ex getrennt, unsere gemeinsame Tochter war damals 1 Jahr alt.

Jetzt, nachdem er 2 Jahre weder Unterhalt gezahlt (Vollstreckung dauerte, da er seit 2 Jahren wieder in Italien lebt - er ist Italiener), noch sich auch nur einmal um seine Tochter gekümmert hat, erhielt ich Schreiben von seinem Anwalt, dass er nun zu Unterhaltszahlungen bereit wäre (klar, das Jugendamt, bei dem ich eine Beistandschaft habe, hat das durchgesetzt) und Umgangsrecht mit seiner Tochter fordert (alle 3 Monate , einen Nachmittag)

Dazu ist zu sagen, dass ich nach seinem Wegzug und nachdem er sich nicht mehr meldete, über einen Zeitraum von 6 Moanten hinweg ihn dauernd angerufen habe, er möge bitte seine Tochter sehen. Ich wollte ihr den Vater erhalten. Er sagte erst, er wolle von seiner Tochter nichts mehr wissen, dann sagte Besuche zu, die er dann nicht einhielt, das enttäuschte Kind musste ich trösten.

Jetzt habe ich einen neuen Partner und mit ihm ein weiteres Kind. Er hat meine erste Tochter wie ein leibliches Kind akzeptiert, sie sieht in ihm ihren "Papa".

Wäre denn ein Umgang mit ihrem Erzeuger zum jetzigen Zeitpunkt (sie ist mittlerweile 3 1/2 JAhre alt) nicht gegen das Kindeswohl?

- bei unserer Trennung sagte er mir, er werde abwarten, 2, 3 Jahre und dann mein Leben, das ich mir bis dahin aufgebaut habe, zerstören
- er hat mir angedroht, er werde ihr "eintrichtern", was für eine ... ihre Mutter sei
- er hat mir gedroht sie nach Südamerika zu entführen (er hat dorthin Beziehungen und ist ausserdem im Besitz Ihres Kinderreisepasses)
- er wird sie, um sie für sich zu gewinnen, mit Geschenken überhäufen und unverhältnismässig großzügig sein, um sie mir und meinem Lebensgefährten zu entfremden -> wirft uns in unserer werteorientierten Erziehung zurück ->belastet das Verhältnis zwischen meinen beiden Kindern
- er wird wohl nur kurz Interesse an ihr zeigen, sie dann fallen lassen. Alle, die ihn kennen, stimmen mit mir überein, dass es ihm nicht um sein Kind geht, sondern darum, mir eine "reinzuwürgen"
- wie sich die Beziehung zwischen meinem LG und seiner Familie zu meiner Tochter ändert, ist nicht absehbar
-meine Tochter hat noch kein Verständnis für die Situation - wie soll sie damit umgehen, mit einem Mann zu konfrontiert werden, der sich als ihr "Vater" vorstellt?

Ein Umgangsrecht (begleitet oder nicht) ist doch nur für IHN von Vorteil, meine Tochter und unsere Familie dagegen hätten darunter zu leiden.

Er hat von mir so oft die Chance erhalten. Er ist 2 JAHRE LANG NIE seinen Pflichten nachgekommen und fordert jetzt VON EINEM AUF DEN ANDEREN TAG seine Rechte.

Er lehnt Umgang in meiner Begleitung ab ("will so eine ... wie mich nicht sehen"). Stattdessen soll die Jugendhilfe einspringen und meine ohnehin introvertierte Tochter soll also Nachmittage mit 2 ihr unbekannten Personen verbringen.Und das in Zeitabständen, die es ihr nicht ermöglichen, diese Personen kennen zu lernen.

HABE ICH WIRKLICH KEINE CHANCE, DIESEN UMGANG ZUI VEREITELN?
Wie werden die Rechte der Mütter geschützt, die, nachdem ein leiblicher Vater sich 2 Jahre lang nicht meldet, sich eine Familie aufbauen, in der auch das Kind aus einer früheren Beziehung nicht auf einen Papa verzichten muss, wenn dem leiblichen Vater plötzlich einfällt, dass er sein Kind doch sehen will ?

KANN ER WIRKLICH EINEN UMGANG DURCHSETZEN,BEI DEM ICH NICHT ANWESEND SEIN DARF?

SOLL DAS HEISSEN, DAS DIESER UMGANG DEM KINDESWOHL ZUTRÄGLICH IST?

Was kann ich, aus rechtlicher Sicht tun, um den Umgang zu vereiteln?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Disso
Status:
Schüler
(178 Beiträge, 65x hilfreich)

Hallo,

Du hast viele Argumente genannt, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, aber auch einige, die ich zumindest aus moralischer Sicht verstehe. Da ich eine moralische Wertung weder vornehmen kann noch möchte, hier nur dazu ein Hinweis:

quote:
Was kann ich, aus rechtlicher Sicht tun, um den Umgang zu vereiteln?


nimm Dir einen Fachanwalt für Familienrecht und lass Dich beraten - sollten objektiv nachvollziehbare Gründe vorliegen, dass das Kindeswohl gefährdet ist (die meisten Deiner aufgeführten Gründe sind das mMn. nicht), wird er Dich sicher auch aufklären können, was zu tun ist.

vg, Disso

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#2
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5527 Beiträge, 457x hilfreich)

giuseppina24 hallo,
du kannst auf jeden Fall den Umgang verhindern, dass machen einige Frauen mit Erfolg.
Könntest sagen, dass Kind sei krank oder es ist woanders verabredet.
Ach, da gibt es zahlreiche Wege.
Schaust dich mal im Forum um, wirst viele Infos dazu finden.

Es gibt auch Infos im Netz über die Entwicklungsstufen von Kindern und welche Rolle ein Vater im Leben eines Kindes spielt.( auch, wenn er nicht anwesend ist)

Ich kann deine Sorge schon nachvollziehen, wieder eine Störung in der Familie, wieder aktuelle Konflikte, die gelöst werden wollen.
Hätte ich auch keine Lust dran und vielleicht auch keine Kraft mehr.

Aber was ist mit dem Kind, wie fühlt es sich, was denkt es und was braucht es um ins Leben geschickt zu werden?

Gar nicht so einfach alles.
Was ist, wenn deine Entscheidung falsch war? Die kann man nicht mehr rückgängig machen.
Oder was ist, wenn du eines Tages auf den Vater zurückgreifen musst und ihr euch gar nicht mehr annähern könnt für das Kind?

Wenn die Zeit abgelaufen ist und ihr keine Chance mehr habt?
Oder das Kind eines Tages ihren Vater verdrängt? Es mit unerklärlichen Gefühlen leben muss, ihr die Antworten fehlen, wie der Vater ist oder war?

Informiere dich umfassend über die Bedürfnisse des Kindes, dann hast du deine Antwort, wie du weiterhin vorgehen könntest.

Oder kommt eine Adoption in Frage, dann kann man die Dinge sicher noch mal anders auffassen?
Ich weiß es nicht.



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"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12309.06.2010 09:42:29
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 13x hilfreich)

--- editiert vom Admin

7x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12309.06.2010 09:42:29
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 13x hilfreich)

--- editiert vom Admin

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Herzdame74
Status:
Frischling
(49 Beiträge, 3x hilfreich)

Guten morgen,

habe gerade alle mal durchgelesen und mir stehen die Haare zu Berge, warum?

1) Wenn sich, egal welcher Elternteil nicht um ein Kind kümmert, dann sollte dieser Elternteil auch seine Konsequenzen kennen lernen

2) Warum wird hier wieder Beleidigt, nur weil man sich sorgt? Wie würdest Du es finden wenn man Dich Beleidigen würde "raherbert"?

Schöne Woche noch

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3x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3868 Beiträge, 471x hilfreich)

Hi,

auch ich habe erhebliche Zweifel an der Erziehungsfähigkeit einer Person, wenn diese nicht in der Lage ist zu respektieren, dass beide Eltern zu einem Kind gehören.

Kaum eine Entscheidung ist von mehr Egoismus geprägt, als die, einem Kind ein Elternteil vorzuenthalten. Hier geht es in 99 % der Fälle nicht um das Kindeswohl, sondern um die eigenen Interessen. Die TE hat ihre ja sehr deutlich dargestellt.

Wie ein Kind mit so einer Situation umgeht, wird immer von den Eltern geprägt. Der Elternteil, der das Kind betreut hat hier eine entscheidenen Bedeutung. Ein Kind kann mit vielen Bezugspersonen gut umgehen, wenn die Erwachsenen dies positiv und mit den Augen des Kindes sehen. Auch mit einem leiblichen und einem sozialen Vater. Diese Konstellation kann man auch gut kindgerecht erklären, so dass es damit ganz natürlich aufwächst.

Leider scheint die TE hier schon sehr viel Porzellan zerschlagen zu haben. In ihrem sicher auch verständlichem Wunsch nach einer heilen kleinen Familie - aber sicher nicht im Interesse ihrer Erstgeborenen...

Lass den Umgang zu, sehe es positiv als Bereicherung für dein Kind. Jemand, den ein Kind nur alle drei Monate einen Nachmittag sieht, wird niemals einen Keil zwischen ein gutes Eltern-Kind-Verhältnis treiben können. Deine diesbezüglichen Ängste sind nachvollziehbar, aber völlig überzogen.

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"Viele Grüße mikkian"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
katinchen
Status:
Schüler
(222 Beiträge, 30x hilfreich)

Hallo in die Runde!
Ich denke es geht nicht um das für und wider des Umgangsrechts. Es geht vielmehr um das hier:

"bei unserer Trennung sagte er mir, er werde abwarten, 2, 3 Jahre und dann mein Leben, das ich mir bis dahin aufgebaut habe, zerstören
- er hat mir angedroht, er werde ihr "eintrichtern", was für eine ... ihre Mutter sei
- er hat mir gedroht sie nach Südamerika zu entführen (er hat dorthin Beziehungen und ist ausserdem im Besitz Ihres Kinderreisepasses)"

Wärd Ihr so scharf darauf????
LG

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1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5527 Beiträge, 457x hilfreich)

giuseppina24 hallo,
wie geht es denn nun weiter, einige Antworten wurden gegeben?



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"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Avgusta
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 6x hilfreich)

Leute, wacht auf! Was für ein Altruismus??? Über welche Väter redet ihr überhaupt?
Vater ist nicht der, der gezeugt hat, Vater ist der, der sich gekümmert hat und das Kind erzieht. Welche Rechte verteidigt ihr???
Ein Mann, der ein Kind gezeugt hat und dann nicht in der Lage war sich mal zu melden ist dann automatisch der Vater? Wieso?
Warum wird die Gesellschaft dümmer und dümmer? Es gibts bald keine Prinzipien und Moral hier. Einfach lächerlich. Bestimmt habe die oben schreibende Personen, die geschrieben haben, dass man der Mutter die Rechte wegnehmen sollt selber keine Kinder und werden auch nie haben.
Natürlich gehört zu jedem Kind eine Mutter und ein Vater, aber nur dann wenn diese Personen sich auch wie Mama und Papa aufführen. Aber wenn sie es einfach nicht WOLLEN mit ihren Kindern zu tun haben???
Denkt nach Leute, ihr seid wirklich einfach nur Katastrophe!

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6x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
ARTiger
Status:
Student
(2429 Beiträge, 213x hilfreich)

@Avgusta,

dieser Thread ist ein erneuter Anlauf zur Väterentsorgung, nachdem der erste Versuch mit voller Wucht an einem gesunden Baum zerschellte.
Guckst du hier!

Dabei hatte ich mir mit ihr noch die größte Mühe gegeben, ihr einen Weg zur Entsorgung des Erzeugers aufzuzeigen.

Zu deiner These, dass ein Vater der ist, der sich um sein Kind kümmert, möchte ich dir hiermit mal ein paar Worte aus der Praxis eines ehrenamtlichen Papa-Trösters zukommen lassen.

Der von dir feil gebotene Altruismus findet sich in aller Regelmäßigkeit aufseiten derer, die da meinen, dass ein Kind zur Mutter gehört sowie den Müttern selber.
Diese beklagen dann auch weit reichend, ihr Leid als arme, alleinerziehende, untervergütete, seelisch zu Grunde gerichtete, sich ewig für die Kinder aufopfernde Frauen.
Somit hebt sich die Frau als ohnehin geschlechtsspezifisches Opfer, per Mutterschaft auf die Rolle des Opfers im doppelten Sinn - und doppelt hält bekanntlich besser.

Warum ein Kind zur Mutter gehört ist biologisch vielleicht noch angemessen begründet.
Jedoch geht die Zuordnung von Kind zu Mutter weiter, weil das biologische Band allein auch auf den Vater anzuwenden wäre.
Es muss also noch was her, das die Mutter so besonders und einzigartig erscheinen lässt.
Das biologische Band wird von den Protagonistinnen des Mütterkultes als Grundlage der sozialen Bindung bereits während der Schwangerschaft fest gemacht. Hieraus entsteht dann auch der Stuss von der guten altruistischen Mutter, die ihr Kind vor allem Bösen in der Welt, insbesondere dem Erzeuger beschützt.
Das ist zwar nicht richtig, hat aber neben zahllosen Frauen so manchen männlichen Dümmling gleich mit in die Spur gebracht.
Prä- sowie postnatale Abtreibungen in geringfügiger Anzahl zeugen dann auch von diesem stärksten aller Bänder.
Auch , dass mehr als die Hälfte der nichtehelichen Väter das gemeinsame Sorgerecht nicht erhält, zeigt allenfalls, dass es die Rabenväter sind, die nicht wollen, oder?

Der Vater ist, je nach Zeitgeist, ein mehr oder minder akzeptiertes soziales Zubrot.
Zu Beginn des 21ten Jahrhunderts, irgendwo zwischen den heimischen Zierfischen und dem Schulbusfahrer angesiedelt.
Immer jedoch derjenige, der vorrangig die biologisch/soziale Ein-Elter-Grundfamilie zu finanzieren hat.

So, wie hier die elterliche Trennung nicht ausreichend und von beiden Parteien vorgetragen ist, so fehlt es auch mir, als Kummerkasten-Onkel, oft an den Stellungnahmen der Gegenseiten, wenn ich es mit Vätern zu tun bekomme, die mitunter nicht mehr wissen wie die Früchte der eigenen Lenden überhaupt heute aussehen.
Ja, die hatten sich ´nen Sch..ß um ihre Kinder gekümmert, weil sie bei Zeiten aus dem Weg geräumt wurden - nicht sich verpieselt haben.
Immerhin zeugen dann aber überraschend dicke Ordner von deren "Nicht"-Bemühungen an "ihre" Kinder zu kommen, die ihnen derweil den Titel "Erzeuger" ans Revers geheftet haben - ganz ohne mütterlichen Einfluss, versteht sich!

Wer dumm genug ist, vermutet hier eine besondere Form von Stalking der Väter.
Hierfür muss man aber schon sehr dümmlich um die Ecken denken, was wiederum andere meinen, als Intellekt verbuchen zu müssen.

Ja, Moral gibt´s bald nicht mehr. Immerhin, da sind wir uns einig.

Lieben Gruß und ein schönes Restwochenende

-----------------
"*Darüber hinaus werden wir die nacheheliche Eigenverantwortung stärken.*Lüge!"

2x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12314.06.2010 10:35:19
Status:
Praktikant
(588 Beiträge, 336x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort


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