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Wie weit darf Mutter mit Kind wegziehen?

 Von 
sveni81
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 10x hilfreich)
Wie weit darf Mutter mit Kind wegziehen?

Hallo,

bei gemeinsamen Aufenthaltbestimmungsrecht und Sorgerecht.
Wie weit dürfte meine Ex-Frau mit dem Kind weg ziehen?
(sei es beruflich oder privat)
Gibts da ne KM-Grenze?
Habe bald die Scheidung vor mir sind uns in allem einig und wollten schriftlich was zusammen verfassen wie weit sie ohne meine Einstimmung wegziehen könnte (falls sie es mal wollte).
Ihre Anwältin meinte sie dürfte ohne hin jeder Zeit hinziehen wo sie hinwolle. Das kann doch wohl nicht stimmen oder?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Umgang Kind Ex-Frau KV


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8126 Beiträge, 3957x hilfreich)

Hallo,

klar kann sie dahin ziehen wo sie will, wenn sie denn wollte. Sie müsste nur dafür sorgen, daß der geregelte Umgang eingehalten werden kann.

Ich hoffe aber mal, daß wenn du eine solche kLausel einfügen willst, nicht nur deine EX damit belegst, sondern dich selber genau so!!! Was würdest du davon halten, wenn man dir vorschreiben würde, wie weit du wohin umziehen dürftest, egal ob aus privaten oder beruflichen Gründen...

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#2
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(33468 Beiträge, 12941x hilfreich)

Ihr wollt Euch einigen. Dafür sind keine gesetzlichen Bestimmungen erforderlich. Oder andersrum, für gesetzliche Vorgaben benötigt man keine Einigung. Wichtiger für mich wäre (ohne Festlegung der Entfernung), dass man sich für den Fall der Entfernung über Reisekostentragung einigt. Ausserdem über die Umgestaltung des Umganges (seltener, aber länger), und wer zu reisen hat. Das Kind oder das Elternteil. Darüber solltet Ihr Euch Gedanken machen.

wirdwerden

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#3
 Von 
guest-12318.01.2011 09:32:05
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 21x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1261x hilfreich)

Guten Abend,

die Aussage, dass die KM hinziehen kann wohin sie will ist schon richtig. Allerdings nur alleine. Ihr rattert hier schon wieder runter, dass dann der Umgang mit dem KV geregelt sein muss u.s.w.

Zieht denn ein Kind immer mit der KM mit? Ist das Kind ein so untrennbarer Bestandteil der KM? Sehe ich nicht so.

Was spricht denn dagegen, wenn das Kind beim KV verbleibt, wenn dieser die Betreuung sicherstellen kann? Es geht doch nicht nur um den Kontakt zum KV. Das Kind hat an seinem jetztigen Wohnort vermutlich ein gefestigtes soziales Umfeld.

Die KM möchte umziehen, ok kann sie. Dann soll sie sich doch Gedanken machen zu ihrem Umgang mit dem Kind.

Wie alt ist denn das Kind? Geht es in den KiGA oder in die Schule? Besucht es regelmäßig Oma und Opa? Hat es Freunde?

LG nero



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#5
 Von 
sveni81
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 10x hilfreich)

Erstmal danke für eure Antworten!
Also meine kleine ist 2 1/2 und geht seit August in eine Kindertagesstätte direkt bei ihr um die Ecke.
Ich glaube nicht, dass sie jetzt wegziehen, da wir uns letztes Jahr erst ein Hausgekauft hatten und es vor kurzem aus sie komplett haben überschreiben lassen.
Wollte nur mal so allgemein fragen, weil sie da im Fall der Fälle nicht hier gebunden sein möchte.(Was ja auch verständlich ist)
Meine so 100-200 km wären für mich auch noch ok, aber wenn sie beide jetzt z.B. 400 km wegziehen würden könnte ich wohl nix dagegen sagen bzw. machen so wie ich euch verstanden habe.

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#6
 Von 
nero070
Status:
Bachelor
(3591 Beiträge, 1261x hilfreich)

Hallo,

wenn die KM tatsächlich 400 km weit weg ziehen wollte, dann könntest Du schon etwas dagegen tun. Das würde aber bedeuten, dass Du die Betreuung des Kindes sicher stellen müsstest. Heißt, KM zieht an ihren Wunschwohnsitz und das gemeinsame Kind bleibt bei Dir.

LG nero

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#7
 Von 
Dips7209
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 3x hilfreich)

Nun das ist auch ein Thema das Strittig ist.

Grundsätzlich habt Ihr beide ein geteiltes Aufenthaltsbestimmungsrecht es sei denn ein Gericht hat das alleinige ABR auf einen Elternteil übertragen. Leider ist hier gängige Praxis das der Elternteil bei dem das Kind lebt also dort wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat diesen nur alzu schnell zugesprochen bekommt.

Solange dies nicht der Fall ist darf deine Frau MIT dem Kind ohne deine zustimmung nirgendwohin ziehen. Falls der Umzug strittig ist wird das vom Gericht geklärt und dort wird dann dem Kindeswohl vorrausgesetzt entschiedeen. Also Beispielhaft, zieht deine Frau um die nächste Eck oder innerhalb der Stadt oder des Landkreises um, wird Sie das auch druchsetzen können.

Der einzige Grund warum das Gericht quasi etwas dagegenhaben wird das deine Frau umzieht ist wohl wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Beispiel, deine Frau zieht 400 KM weit weg und der regelmäßige Umgang mit dem Vater ist gefährdet bzw. der soziale Umgang des Kindes ist gefährdet oder es leigen dann Schulwechsel an usw. Dann stehen andere Möglichkeiten zur Wahl. Das Kind kommt zu dir. Aber es wird dann extrem schwierig eine Entscheidung herbeizuführen die ALLE Punkte abdecken um das Kindeswohl nicht zu gefährden.

Grundsätzlich könnt Ihr auch einen Vertrag aufsetzen der es deiner Frau erlaubt ohne deine Einwilligung zb. 200KM weit wegzuziehen, der ist solange rechtskräftig solange das Kindeswohl nicht beeinflusst wird, bzw. solange der Partner kein Problem damit hat. Also absolut Sinnfrei. Entweder ihr seid einig oder Ihr zieht vor Gericht. VErträge die das Kindeswohl beinflussen sind immer sehr schwammig und schwer durchzusetzen.

MFG

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#8
 Von 
sveni81
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 10x hilfreich)

hallo Dips7209,

genau so einen vertrag wollten wir auch untereinander auch machen, weil wir uns ja in allem einig sind.
Jetzt war meine noch Frau schonmal beim Anwalt (wollten auch nur einen nehmen, weil wir uns ja in allem einig sind) und der anwalt meinte sowas brauch man nicht aufsetzten weil sie sowieso überall hinziehen könne.

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#9
 Von 
GFC
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 20x hilfreich)

Wenn Ihr beide das Sorgerecht für das gemeinsame Kind habt, kann die KM ebend nicht so ohne weiteres wegziehen, wenn dem KV hierdurch Nachteile in Bezug auf die Fahrtkosten, Besuchszeit und -dauer entstehen. Ich hatte diesen Fall bereits in meiner Bekanntschaft.
Das Einwohneramt wollte vom KV das schriftliche Einverständniss, dass die KM über 200km wegziehen darf.

Hat die KM dagegen das alleinige Sorgerecht und der KV kein Besuchs- und Umgangsrecht, kann die KM hinziehen, wohin sie will.

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"GFC"

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