Willkürliche Verlegung der Weihnachtsfeiertage

22. Dezember 2012 Thema abonnieren
 Von 
dany0001
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 0x hilfreich)
Willkürliche Verlegung der Weihnachtsfeiertage

Liebes Forum,
gestern den 21.12. erhielt ich einen Anruf der KM auf den AB. Sie teilte mir erneut kurzfristig mit, dass ich den gem. Sohn aufgrund eines Weihnachtsessen am 25.12 erst um 18:00 abholen könnte, zudem sei es der Wunsch des Kindes (11), an diesem Essen teilzuhaben.
Gerichtlich wurde bereits in 2005 beschlossen, dass der 25/26.12 von 10:00 – 19:00 Teil des Umgangs sind. Immer wieder wurden aus vorangegangenen Zeiten der Umgang seitens der KM boykottiert oder mit herbeigezogenen Begründungen gekürzt, jetzt wird das Kind massiv instrumentalisiert und auch ein Umgangswochenende wurde schon seitens meines Sohnes per Nachricht auf den AB abgesagt.
Aufgrund der mittlerweile zahlreichen Verfahren, die immer wieder den Umgang aufs Neue festlegen, habe ich kein Interesse mehr an einer friedlichen Lösung. Ich bin mir natürlich bewußt, dass das Kind letztendlich der Leidtragende ist, sehe es allerdings auch nicht mehr ein dem Ganzen immer wieder klein bei zu geben.
Der KM wurden meinerseits schon mehrfach Gespräche beim Mediator und JA angeboten, um eine für das Kind bessere Lösung zu schaffen.
Da der 25.12 bereits von meiner Seite in der Familie verplant ist möchte ich diesen wie angedacht, auch mit meinem Sohn, verbringen.
Ich habe mir hierzu überlegt meinen Sohn, wenn es den sein muß, auch mittels Polizei abholen zu lassen und gegen die KM ein Verfahren wegen Umgangsvereitelung einzuleiten.
Welche Vorschläge könnt ihr machen, ich bin mittlerweile nach 11 Jahren Dauerstreß und dadurch gesundheitlichen Problemen, nicht mehr angetan mir dieses Vorgehen weiter gefallen zu lassen.

Danke
Dan


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"Dan"

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muecke1401
Status:
Schüler
(273 Beiträge, 77x hilfreich)

Und du denkst, dass dein Sohn dann freudestrahlend bei euch sitzt und feiert ???

Das, was du da mitmachst sind Machtkämpfe.
Und du stellst deinen Sohn da mittendrin als Zielscheibe rein.
Die Mutter sitzt nun mal am längeren Hebel- eben weil sie mehr Kontakt und dementsprechend Einfluss hat.

Kannst du flexibel sein und es deinem Sohn überlassen, dass er dich KURZFRISTIG anruft und dann holst du ihn ???
Irgendwann wird auch Sohnemann Mamas manipulationsversuche entdecken und dementsprechend reagieren- die 2-4 Jahre schaffst du auch noch.

Und die allerschlechteste Lösung wäre es, den Jungen per Polizei da raus zu holen.... kopfschüttel.... wenn du so mit der Mutter kommunizierst, wie du hier in deinem Beitrag bei mir rüber kommst, wundert mich nix mehr. Nach 11 Jahren noch solch ein Eiertanz .... .

Hol ihn abends und dann feiert ihr richtig ab...

Trotzalledem...angenehme Feiertage und viel Zeit zum relaxen
Lieben Gruss


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#2
 Von 
Ihr neuer
Status:
Praktikant
(683 Beiträge, 250x hilfreich)

Ich würde den Sohn entweder gar nicht abholen, oder Ihn dann einfach später als vereinbart zurück bringen.
Wenn ich hier immer lese das mit Rücksicht auf das Kindswohl der Umgangberichtigte, meistens ja der Vater, immer den Schwanz einziehen soll und klein bei geben soll kriege ich Plaque. Einfach mal der Mutter energisch zeigen wo es lang geht und das die Abmachungen einzuhalten sind, und schon klappt es recht schnell mit dem Umgang. Wenn die Mutter in den letzten Jahren machen konnte was sie wollte, ohne Konsequenzen, dann wird sie das auch in den nächsten Jahren machen.

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#3
 Von 
Pachlus
Status:
Lehrling
(1930 Beiträge, 405x hilfreich)

quote:
Welche Vorschläge könnt ihr machen, ich bin mittlerweile nach 11 Jahren Dauerstreß und dadurch gesundheitlichen Problemen, nicht mehr angetan mir dieses Vorgehen weiter gefallen zu lassen.


Möchtst Du wissen, wie ich es seinerzeit gehandhabt habe? Das Kind, das weiß ich heute, wurde von der Kindesmutter nach den Besuchen richtiggehenden Verhören unterzogen und bestraft. Danach bekam ich Post, das Kind wäre nach jedem Besuch bei mir immer 2 bis 3 Tage krank.
Ich forderte dann nicht mehr mein Recht, und sie kam dann ca 3 Jahre lang nicht mehr. Der Kontakt war abgebrochen. Das ging so, bis sie eine Selbständigkeit errungen hatte und sie sich nichts mehr sagen ließ. Dann stand sie plötzlich unaufgefordert vor meiner Tür und kam dann sehr regelmäßig, von allein. Manchmal hilft einfach loslassen.

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#4
 Von 
edy
Status:
Junior-Partner
(5654 Beiträge, 2365x hilfreich)

Hallo Dan,

quote:
Ich bin mir natürlich bewußt, dass das Kind letztendlich der Leidtragende ist, sehe es allerdings auch nicht mehr ein dem Ganzen immer wieder klein bei zu geben.


bitte aufmerksam lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Urteil_des_Salomon_%28Poussin%29

aber die Hauptsache, du hast es deiner EX "gezeigt".

Dein Kind wird es dir danken. (evtl. darfst/musst[b][/b] du dich einmal

mehr mit ihm beschäftigen.




lg
edy



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"Ein freundliches "Hallo" setzt
sich auch in Foren immer mehr
durch."

-- Editiert edy am 23.12.2012 14:07

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#5
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38129 Beiträge, 13927x hilfreich)

Wie oft hab ichs schon geschrieben. Umgangsregelungen sind überspitzt formuliert "Momentaufnahmen." Bedürfnisse der Kinder ändern sich, Bedürfnisse der Eltern auch. Sowas muss alle paar Jahre auf den Prüfstand. Mich wundert sowieso, dass über Jahre jedwedes gemeinsames Weihnachtsfamilienfest auf der Seite der Mutter nicht möglich war. Wegen ein paar Stunden jetzt einen solchen Aufstand machen, damit ist niemandem gedient, und die Polizei ist ohnehin nicht dazu da, zivile Ansprüche durch zu setzen.

Was ich machen würde: nach Weihnachten (und nicht an den Weihnachtstagen) mit dem Kind in entspannter (!) Situation die zukünftige Umgangsregelung besprechen. Dann mit der Mutter eine Lösung für nächstes Weihnachten herbeiführen, notfalls mit gerichtlicher Hilfe, ist ja dann noch genug Zeit.

Bewährte Modelle: im Wechsel den 24. und 25. bei Mama oder Papa, den 26. jeweils beim anderen Elternteil. Oder alle Festtage in einem Jahr bei dem einen Elternteil, im nächsten Jahr beim anderen. Ist natürlich auch davon abhängig, wie weit man entfernt wohnt.

Aber für dieses Jahr ist der Drops gelutscht.

wirdwerden



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#6
 Von 
amako
Status:
Student
(2566 Beiträge, 1412x hilfreich)

Hallo,
das Problem in so einer verfahrenen Situation ist, dass die Bedürfnisse, Gefühle und das Wohl des Kindes hinter den Befindlichkeiten der Eltern zurückstehen müssen. Diese haben es auch nach längerer Zeit nicht geschafft ihre Beziehung zu beenden und versuchen weiterhin sich gegenseitig zu schaden, leider schadet so ein Verhalten dem Kind am meisten. Wer schon so weit gehen will, sein Kind von der Polizei abholen zu lassen (allein der Gedanke ist für mich verabscheuenswürdig), der kann wohl nicht mehr zurückstecken auch nicht für sein Kind. Wie nahe Liebe und Hass doch beieinander wohnen.
Frohes Fest
Andreas

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"Wer schlau ist, kann sich dumm stellen, anders rum geht es nicht!"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
dany0001
Status:
Frischling
(38 Beiträge, 0x hilfreich)

Liebe Forianer,
erst eimal danke für die unterschiedlichen Antworten.
Natürlich kann ich nicht die Vorkommnisse der letzten 11 Jahre beschreiben, das würde den Rahmen sprengen, aber anderseits geben weniger Informationen ein größeres Spektum wieder.
Der Umgang wird seit Jahr und Tag seitens der KM, trotz Vereinbarungen entsprechend ihrer Bedürfnisse angepasst. Familienveranstaltungen und selbst Partys von Bekannten, welche der gem. Sohn noch nicht einmal kennt, werden dem Umgang vorgezogen, oder dieser kurzerhand gekürzt.
Meine eigene Familie, welche natürlich auch die Familie meines Sohnes ist, werden bewußt außen vor gehalten, „Veranstaltungen" werden seitens der KM abgesagt, bzw. neuerdings muß der gem. Sohn telefonisch erklären, warum er nicht mitkommen kann oder will.
Ein Wechselmodell oder die Absprache neuer Umgangstermine würde dann passen, wenn sich Eltern untereinander verstehen. Da hier die Bedürfnisse des Kindes außen vor stehen und der Kontakt zum gem. Sohn systematisch vereitelt oder angepasst wird, kann von einer Entscheidung des Kindes, welches sich mir gegenüber als Schuld an der Situation äußerte, nicht gegeben sein. Unter Systematisch sind die über Jahre hinweg platzierten Ankündigungen der KM zu verstehen, welche unmissverständlich ankündigte, dass der Umgang bald nicht mehr stattfinden wird. Aus diesem Grund, finden auch keine gemeinsamen Gespräche beim Mediator statt, da eine dritte Person die Lage wohl etwas anders einschätzen oder begutachten oder vielleicht sogar helfen könnte.
Was Flexibilität anbelangt, so bin ich daran gebunden mir einen Wagen zu mieten, zudem sind Vorhaben/Unternehmungen/Termine nicht einfach von jetzt auf sofort verlegbar.Z.B.: haben sich meine Eltern auf den 25.12. eingerichtet, da sie am 26.12 nicht da sind.
Zur salomonischen Weisheit, ich glaube, dass der König dieses Urteil nur einmal fällen mußte und nicht alle 14 Tage… loslassen würde ich dann, wenn mein Sohn mir sagen würde, dass er nicht mehr kommen möchte. Es geht hier auch nicht darum es dem anderen Elternteil zu „zeigen", sondern ihm die Grenzen nahe zu legen.
Ich hatte vorher schon oft genug den Finger gereicht, d.h. über das ein oder andere ausgefallenen Wochenende weggesehen, leider wurde dieses als Anlass genommen mir die Hand zu amputieren.
Bewährte Modelle, dass z.B. wie es beschlossen wurde, die Feiertage in gem. Absprache aufgeteilt werden, stoßen auch hier auf taube Ohren und werden nicht umgesetzt, weil dieses ein paar Tage mehr an Umgang im Jahr bedeuten würde.
Jemanden dem es bereits in der Beziehung nur um das Besitzen ging, dem wird es auch bei einem Kind nicht um andere Gegebenheiten gehen. Und das zusätzliche Geldzahlungen als Indikator für weiteren Umgang einhergehen, zeigt leider das eigentliche und wahre Interesse.
In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Weihnachten und Feiertage.

Dan



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"Dan"

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