Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
590.914
Registrierte
Nutzer

geteiltes Sorgerecht / Wechselmodell

 Von 
zaet85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
geteiltes Sorgerecht / Wechselmodell

Ich bin Mutter einer 1 1/2 jährigen Tochter und lebe mit dem Vater getrennt. Dummerweise hat er mich vor der Trennung zum gemeinsamen Sorgerecht hinterlistig überredet. Im Okt.´08 wurde gerichtlich entschieden, dass mein Kind eine Woche beim Vater und eine Woche bei mir lebt. Vor kurzem war die 2. Gerichtsverhandlung, da ich einen neuen Antrag eingereicht habe, mit dem Ziel das mein Kind auf Dauer bei mir leben darf und beim Vater jedes 2. Wochenende. Ich wurde vertröstet auf ein Gutachten, welches erst in den nächsten Monaten durchgeführt wird und dann wird erst eine Entscheidung getroffen. Nun bleibt erstmal alles wie es ist. Ich habe Angst das mein Kind durch diese Regelung seelisch Beeinträchtigt wird, weil sie noch sehr klein ist und die ersten 3 Jahre (die primäre Sozialisation)die Wichtigsten sind.
Ihr Vater lässt keinen Kontakt zu, wenn sie bei ihm ist.
Er ist auch nicht bereit sich mit mir bezügl. des Kindes auseinanderzusetzen. Bei Behörden u. vor Gericht versucht er den Spiess umzuderehen und mich als kompromisslos und streitwütig hinzustellen. Was für Möglichkeiten gibt es noch? Habe ich überhaupt jemals eine Chance das alleinige Sorgerecht wieder zurück zu bekommen?
Danke im voraus....

zaet85

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mutter Sorgerecht Kind Vater


24 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 912x hilfreich)

Hallo Zaet,

quote:
Ich habe Angst das mein Kind durch diese Regelung seelisch Beeinträchtigt wird, weil sie noch sehr klein ist und die ersten 3 Jahre (die primäre Sozialisation)die Wichtigsten sind.


Und darum sind die Eltern in dieser Zeit unheimlich wichtig für das Kind.
Nicht nur die Mutter, sondern im gleichen Maße auch der Vater.

Fast habe ich das Gefühl, du betrachtest euer Kind als DEIN Eigentum.
Ist es möglich, du bist eifersüchtig, dass euer Kind zum Vater die selbe vertrauensvolle Bindung entwickelt wie zu dir?

quote:
Habe ich überhaupt jemals eine Chance das alleinige Sorgerecht wieder zurück zu bekommen?


Nein!

Grüßle









-----------------
""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 378x hilfreich)

Hallo zaet85,

quote:
Ihr Vater lässt keinen Kontakt zu, wenn sie bei ihm ist.


Wie ist es denn umgekehrt?

Ich sehe keine Gefahr für das Kind darin, zu euch BEIDEN Elternteilen einen innigen, alltagstauglichen Kontakt zu haben.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass ihr der Umstand, dass es da offenbar recht negativ beladene Emotionen/Spannungen zwischen euch beiden gibt, abträglich sein könnte.

Wenn du also gegenwärtig aktiv etwas für das Wohlbefinden eures Kindes tun magst, dann könntest du versuchen, ernsthaft zu einer echten Verständigung mit dem KV zu kommen, weg von Vorwurf und Misstrauen, hin zu der Einsicht, dass euer Kind euch beide braucht, unverkrampft.

Um alleiniges Sorgerecht zu bekommen, müsste schon sehr viel vorfallen.

Dafür sehe ich aus deinen Schilderungen keine Handhabe.

Der Umgang zwischen Eltern und Kind bleibt davon ohnehin unberührt, der ist ein eigens festgeschriebenes Grundrecht des Kindes.


Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2169 Beiträge, 274x hilfreich)

Hallo Zaet

Zitat:
Dummerweise hat er mich vor der Trennung zum gemeinsamen Sorgerecht hinterlistig überredet .

Zitat:
Ich habe Angst das mein Kind durch diese Regelung seelisch Beeinträchtigt wird.

Allein diese Formulierungen lassen mich zweifeln, ob hier tatsächlich der Vater so stur ist und keinen Kontakt zulassen will und damit dem Kind schadet oder eher die Mutter mit ihren überzogenen Eigentumsansprüchen an das gemeinsame Kind.

Zum gemeinsamen Sorgerecht sollte keine Mutter überredet werden müssen (ob hinterlistig oder nicht liegt im Auge des Betrachters), es sollte vielmehr auch den unverheirateten Eltern gleichermaßen zustehen, ebenso wie den Verheirateten. Das wurde hier im Forum auch schon zur Genüge thematisiert, ist aber leider vom Gesetz her noch nicht vorgesehen. Soll noch mal jemand sagen, die Gesetze hier wären ausschließlich pro Vater...

Für das Kind sind beide Eltern wichtig und nach der Zeit des Wechselmodells wird es dem Kind wie eine Bestrafung vorkommen, wenn es nicht mehr so häufig zum Vater darf. Damit machst du unter Umständen noch mehr kaputt.

Zitat:
Er ist auch nicht bereit sich mit mir bezügl. des Kindes auseinanderzusetzen. Bei Behörden u. vor Gericht versucht er den Spiess umzuderehen und mich als kompromisslos und streitwütig hinzustellen.


Auch das ist sicher Ansichtssache, jede Partei versucht sich als "die bessere" darzustellen und der anderen Seite Unfähigkeit, Kompromisslosigkeit etc. vorzuwerfen. Das Gericht wird sich schon ein Bild machen.
Wie soll denn ein Kompromiss von deiner Seite aus aussehen? Er verzichtet auf das gemeinsame Sorgerecht und auf das Wechselmodell? Darf dafür mehr KU und BU zahlen? Oder wie hast du dir das vorgestellt?



-----------------
"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

-- Editiert am 16.03.2009 09:03

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
zaet85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

So etwas können nur Männer schreiben, überall im Netz gibt es nur Lobbys für die "armen Vater" die ja immer die Benachteiligten sind und das stinkt mir gewaltig. Aber das eine Mutter - Kind Beziehung insb. In den ersten 3 Jahren niemals alleine durch einen Vater kompensiert werden kann. Wenn es nach dem Vater ginge sollte ich mein Kind ganz aufgeben. Ich bekomme in der Woche, wo sie sich beim Vater aufhält nicht eine einzige Auskunft über meine Tochter. Unterhalt zahlt er keinen, er möchte am liebsten noch das Kindergeld für sich haben obwohl er wesentlich mehr Geld zur Verfügung hat als ich. Letztendlich hat er mich vor die Tür gesetzt ich durfte (fast) nichts mitnehmen und musste vieles für die Kleine neu kaufen. Jetzt sag mir mal eins! Wo ist hier Gerechtigkeit? In meinem Gefalle gibt es sie nicht. Vor allem für das Kind....

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3855 Beiträge, 459x hilfreich)

Tja Zaet,

du liegst daneben. Mitnichten haben dir hier (nur) Väter bzw. Männer geantwortet. Ich empfinde dich als ziemlich beratungsresistent und arrogant. Ein Kind braucht Mutter und Vater. Am besten gleichberechtigt und -wertig und vor allem gegenseitig in der Wertigkeit respektiert und geschätzt, um seelisch gesund aufwachsen zu können. Im Interesse deines Kindes, denke einmal darüber nach...

Im Übrigen gibt es bei einem Wechselmodell keinen Betreuenden und keinen Unterhaltspflichtigen. Der Vater schuldet dir keinen Unterhalt. Warum auch. Er trägt sowohl finanziell, als auch zeitlich die gleiche Belastung, wie du.

Was ihr als ExPartner untereinander für Probleme habt, ist im Bezug auf das Kind völlig irrelevant. Beziehungs- und Elternebene gehören strikt getrennt - zum Wohle des Kindes.

Wo siehst du im Bezug auf euer Kind die Ungerechtigkeit? Es hat Vater und Mutter gleichberechtigt. Unrecht ist etwas anderes.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mir gut vorstellen, warum der Vater sich nicht mit dir auseinandersetzen mag. Wenn du dich ihm gegenüber so verhältst, wie du hier rüberkommst - kein Wunder...

Meine Meinung - nichts für ungut...

Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5531 Beiträge, 454x hilfreich)

zaet85 hallo,
bisher haben dir einige schon freundlich geantwortet, du bockst hier rum.
Wie bist du drauf, hier ist ein Forum zum austauschen.
Ich finde dich unfreundlich, nicht mal eine Begrüßung, geht mir hier im übrigen bei einigen auf den Keks.

Aus solchen Threads bin ich in Zukunft kommentarlos raus.

Zum Thema:
Deine Angst ist sicher nicht unbegründet, deswegen ist es auch gut, dass du dir Rat annimmst.
Du hast auch vollkommen recht, dass ein Kind in den Alter durchaus eine enge emotionale Bindung zur Mutter braucht, dass ist für die gesamte Lebenszeit wichtig.

Leider schnallen das wenige Mütter.
Dennoch ist die Bindung zum Vater auch sehr wichtig, leider schnallen das auch wenige Mütter.

Ich habe so am Rande mitgelesen, dass du es nicht leicht hattest mit dem Vater des Kindes.
Verstehe die Ablehnung gut, und bestimmt sind hier hunderte von Usern die das sogar nachvollziehen können.

Deswegen finde ich es ja gut, dass du den ersten Schritt machst.
Bitte versuche zu verstehen, dass ein Kind, welches zerrissene Eltern hat, sehr beeinträchtig sein wird.

Erst wesentlich später werden diese Probleme bekannt, aber nicht erkannt.
Das Modell sollte eigentlich gut sein für ein Kind, es erlebt Mama und Papa ganz eng an sich, es kennt beide gut und das Schöne ist, es liebt beide.
Natürlich ist das schwer, ich verstehe das gut.
Lass dich doch nicht so anmachen von dem Kerl, lass ihn erst mal seine Rolle als Vater einnehmen, schaue doch erst mal, wie es dem Kind geht, wie es sich entwickelt.

Nutze du die freie Zeit und Ruhe dich aus, vielleicht gehst du arbeiten oder lässt mal die Seele baumeln. Ich weiß es nicht.

Es kostet sicher Überwindung. Aber für dein Kind ist es das bestimmt wert.
Gib der Sache einfach mehr Zeit. Natürlich will er nicht reden über das Kind, ihr mögt euch nicht, getrennt und Ende.
Aber ihr habt- viele schreien danach- die absolute Chance für ein Kind da zu sein, es zu lieben, ihm was beizubringen, es trösten und irgendwann werdet ihr es schaffen gemeinsam eure Arbeit als Eltern zu besprechen.
Ist noch was vorgefallen?

Wie geht deine Familie damit um? Hast du da jemanden zum reden?



-----------------
"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
guest123-2188
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 4x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
guest123-2197
Status:
Praktikant
(799 Beiträge, 293x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
KuschelbaerR
Status:
Student
(2169 Beiträge, 274x hilfreich)

Zitat:
Wie soll denn ein Kompromiss von deiner Seite aus aussehen? Er verzichtet auf das gemeinsame Sorgerecht und auf das Wechselmodell? Darf dafür mehr KU und BU zahlen? Oder wie hast du dir das vorgestellt?


Darauf hast du noch gar nicht geantwortet. Du willst dem Vater den Umgang zu [color=red]eurem[/color] Kind beschneiden und das alleinige Sorgerecht erreichen, sieht denn so ein Kompromiss in deinen Augen aus?

Zitat:
Wenn es nach dem Vater ginge sollte ich mein Kind ganz aufgeben.
Und wenn es nach dir geht, soll er annähernd das Gleiche tun.


Und mal am Rande: Nein, ich bin kein Mann, sondern eine Mutter, die dafür kämpfen musste, dass der Vater unserer Kinder sein Umgangsrecht überhaupt wahrnahm. Unterhalt habe ich nie für die Kinder bekommen. Dafür hat mein neuer Partner/jetziger Ehemann jahrelang aber Unterhalt (und nicht zu knapp) an seine Kinder gezahlt, ohne dass er viel Kontakt zu ihnen haben konnte. Er war nur gefragt, wenn mal wieder Zahlungen anstanden. Ich kenne also durchaus beide Seiten


-----------------
"LG KuschelbaerR

Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern bringt das wahre Gesicht zum Vorschein"

-- Editiert am 17.03.2009 20:32

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
guest123-2197
Status:
Praktikant
(799 Beiträge, 293x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Loddar
Status:
Junior-Partner
(5207 Beiträge, 912x hilfreich)

Hallo Leute,

ich denke, die Ursprungsfrage wurde beantwortet:

quote:
Habe ich überhaupt jemals eine Chance das alleinige Sorgerecht wieder zurück zu bekommen?


Und hier sind sich alle *Antworter", unabhängig ob Männlein oder Weiblein, ziemlich einig: Nein!

Fürs Kind ist diese Regelung doch optimal. Es baut, wie im Ausgangsthread befürwortet, in seiner primären Sozialisation, eine vertrauensvolle Bindung, nicht nur zur Mutter, sondern auch zum Vater auf.

Das wirkliche Problem ist wohl eher das:

quote:
Unterhalt zahlt er keinen, er möchte am liebsten noch das Kindergeld für sich haben


Grüßle

-----------------
""Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.""

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
zaet85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo!
Wenn meine Tochter sich die Woche bei mir aufhält ruft er weder an noch setzt erirgend ein Signal. Er erkundigt sich nicht nach seinem Kind. Wenn die Kleine bei ihm ist, darf ich nicht anrufen und wenn ich eine sms schreibe, dann antwortet er mir meistens nicht oder schreib nur zurück: "Ihr gehts gut." Mehr Infos bekomme ich nicht. Wenn ich anrufe, schreit er mich an und beleidigt mich in Fäkalsprache. Als ich mit diesem Mann noch zusammen war, wurde ich geschlagen, beleidigt und v. seiner Familie (die mit im Haus lebt) ebenfalls schickaniert. Vor der Trennung hat er mich Wochenlang bearbeitet, ihm die Hälfte vom Sorgerecht zugeben. Wenn ich es nicht tun würde, hat er keine Tochter mehr. Des weiteren hatte ich zu dem Zeitpunkt keine leichte Zeit und er hat mir hoch und heilig versprochen das wir uns niemals vorm Richter streiten werden und alle betreffenden Angelegenheiten selbst regeln werden. Daran hat er sich nicht gehalten. Als ich meine Unterschrift beim Jugendamt abgegeben habe, war mir nicht bewußt das so eine Regelung (Wechselmodell) gerichtlich entschieden werden kann. Ich hätte dem Vater nie sein Kind vorenthalten, aber er wollte mir das Kind (fast) komplett entziehen. Die Kindsübergabe verläuft so ab, dass der Wechsel immer montags statt findet und das Kind wird im Kindergarten abgeholt. D. h. es gibt keinen Elternkontakt und wie kann so etwas richtig sein????

Lg zaet

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Anny
Status:
Junior-Partner
(5531 Beiträge, 454x hilfreich)

zaet
hallo,
ausnahmsweise frage ich doch noch mal nach, obwohl ich nicht erkennen kann, dass wir zwei hier irgendein Wort miteinander austauschen.

Reagierst du noch auf die hier gemachten Antworten, ich würde mir das dann hier auch noch mal alles durchlesen und versuchen dich ein wenig zu stärken.

Anderen geht es ganz genauso. Versprochen.




-----------------
"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
Sabbele1984
Status:
Lehrling
(1001 Beiträge, 217x hilfreich)

@zaet85
Das

quote:
Als ich mit diesem Mann noch zusammen war, wurde ich geschlagen, beleidigt und v. seiner Familie (die mit im Haus lebt) ebenfalls schickaniert.

hat mit dem Kind rein garnichts zu tun! Und das er nicht anruft, wenn das Kind bei dir ist und dir keine Antwort gibt, liegt wahrscheinlich daran das er mit dir nichts mehr zu tun haben will! Und was soll an der Übergabe falsch sein? Im Gegenteil so bekommt das Kind die Spannungen nicht mit.

Ganz ehrlich komm von deinem Egotrip runter und denk wirklich mal an dein Kind und nicht nur an dich. Für das Kind ist die Regelung super!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3855 Beiträge, 459x hilfreich)

Hallo,

grundsätzlcih ist ein Wechselmodell natürlich schon ideal, aber ich bezweifel sehr stark, dass die Situation hier "super" ist. Eltern, die sich nicht verstehen, aufeinander sauer sind und nicht miteinander reden und mit denen auch sie nicht frei jederzeit Kontakt aufnehmen können, sind für jedes Kind ein Alptraum. Nicht zuletzt, weil es die Stimmungen mitbekommt, auch ohne dass diese Dinge großartig thematisiert sind.

Zaet, auch du hast die Verantwortung für diese Situation. Du hast mit diesem Mann ein Kind, du hast auch deine Beteiligung, dass es zum gemeinsamen Sorgerecht und zum - eigentlich zu befürwortenden - Wechselmodell gekommen ist.

Anstatt jetzt das Ziel zu haben, dies alles wieder rückgängig zu machen und mit der Lage zu hadern, wie wäre es, die Herausforderung im Interesse eures Kindes einmal aktiv anzunehmen. Für das Kind ist es grundsätzlcih toll, beide Eltern auch nach eine Trennung zu haben. Allein du und der Vater, ihr blockiert das durch euer bockiges Verhalten und schadet dem Kind.

Daran müsst ihr arbeiten. Findet eine Elternebene! Lasst euch beraten, geht zu einer Mediation. Es gibt Hilfsangebote. Euer Kind und dessen gesundes Aufwachsen sollte es eigentlich wert sein...

Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
zaet85
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe immer versucht dem Vater höflich gegenüber zu treten, doch er blockt meist nur ab. Auch bei einer Kinderpsychologin waren wir zum Beratungsgespräch, doch leider hatte dies nichts gebracht. Er hatte immer wieder erneut Streitpunkte versucht zu thematisieren, die weit in der Vergangenheit zurück liegen. Auf konkrete "aktuelle" Fragen ist er nicht eingeganen. Meine Kompromisvorschläge sind ebenfalls vom Vater nicht angenommen wurden. Mir sind keine Möglichkeiten mehr bekannt, irgend einen Zugang zu diesen Mann zu finden.

zaet85

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
mikkian
Status:
Bachelor
(3855 Beiträge, 459x hilfreich)

Wow! Super Zaet, EIN Gespräch beim Kinderpsychologen. Das hat nicht geklappt und der Vater ist schuld :augenroll:

Du legst dir deine Welt schon schön zurecht und hast den Buhmann ja immer parat.

Leiden wird euer Kind, aber das scheint ja wurscht zu sein :( :(

Du musst wissen was du tust oder lässt. Deine Verantwortung!

Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
runnex
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich kenne einen vater, der ein Ehemann war, also verm. mehr Rechte hat als ein unehelicher Ex-Partner.
Das Wechselmodell ist damals bei ihm vom Gericht abgelehnt worden, obwohl das Kind gerne zu seinem Vate wollt und auch die häuslichen Umstände passen würden Erstaunlich. Ich verstehe nicht, dass in Eurem falle das Gericht so entschieden hat.Wenn Du das Gericht als Mutter zum Wohl des Kindes anrufst, weiss ich nicht, wieso das Wechselmodell in Eurem Fall nicht wieder geändert wird.

Ich habe andere Threads hier gelesen und wundere mich, da dort die Antworten an die Väter eher negativ waren, von wegen ..keine Chance.. klappt nicht, wenn die Mutter es nicht will..

Nix für ungut..

Wer entscheidet hier?? Eine verschrobene Richtein, oder Richter, der sich doch nur an die Gesetze hält??? Sogar da müsste man für die Mutter entscheiden. Die Umgangsregelung ist doch auch gesetzlich geregelt, oder?

Alle zwei Wochen, auch bei Geschiedenen??

gruß
Fritz!

-- Editiert am 27.03.2009 20:12

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 378x hilfreich)

Hallo runnex,

quote:
Die Umgangsregelung ist doch auch gesetzlich geregelt, oder?

Alle zwei Wochen, auch bei Geschiedenen??


Hast du dafür eine Gesetzesquelle?


Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
runnex
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Soll das ein Test sein

Ich glaube, dass ihr hier genug Erfahrungsschätze habt und wisst, dass diese Umgangsregelung vor Gericht gang und gebe ist.

Gruß
Fritz!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
runnex
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Das Kindschaftsrechtreformgesetz trat am 1. Juli 1998 in Kraft. Dieses Gesetz beinhaltet nicht nur das Recht beider Elternteile auf den Kontakt mit dem Kind, sondern spricht auch zum ersten Mal vom natürlichen Recht des Kindes auf Umgang mit seinen Eltern. Dieser Umgang soll vor allem dem Wohl des Kindes dienen (§ 1684 BGB ).
Im Mittelpunkt des Kindeswohls stehen die Interessen und Belange des Kindes. Dazu gehören die körperliche und psychische Gesundheit genauso wie die Befriedigung des Liebesbedürfnisses und die Kontinuität und emotionale Verbundenheit des sozialen Umfelds. Gleichzeitig soll ein Spielraum geschaffen werden, in dem das Kind eigene Erfahrungen sammeln kann. Ziel des Kindeswohls ist die Erziehung des Kindes zu einem selbstständigen, eigenverantwortlichen und interaktiven Menschen.

Die Familienrichter sehen das jedoch anders, oder liege ich da falsch?

Die Anwälte der Väter raten bei diesen Fällen in der Regel auch von Streitigkeiten ab, da es wenig Chancen für die Väter gibt?
Gruß
fritz!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 378x hilfreich)

Hallo runnex,

quote:
Soll das ein Test sein


nee, das ist schlicht eine Frage. :)

Mir wäre nämlich neu, dass irgendwo Häufigkeit und Dauer des Umgangs gesetzlich festgelegt ist.

Da du in deinem Beitrag darauf abgehoben hast, dachte ich, du könntest mir einen entsprechenden Hinweis geben.

Meines Wissens können Eltern den Umgang bei gegenseitigem Einverständnis frei gestalten.

Vierzehntägig ist dabei allenfalls eine gebräuchliche Richtlinie.

Wenn vom Familiengericht hier eine andere Regelung als angemessen erachtet wurde, geh ich davon aus, dass man dort wohl Gründe für diese Entscheidung gehabt haben wird.

Vielleicht erhellt uns die TE ja die speziellen Hintergründe in diesem Fall.


Grüße



-- Editiert am 27.03.2009 20:47

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
runnex
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Haselstrauch,
da sich die Eltern nicht einig sind und sich die Mutter ja mehr Umgangsrecht erhofft, kann ja nur ein FamGerr. eine Entscheidung treffen, da greift doch der §§ 1684 BGB ?

Die Empfehlung über Art und Dauer des Umgangs sind stark vom Alter des Kindes abhängig.
Während bei älteren Kindern häufig jedes zweite Wochenende von Freitag bis Sonntag empfohlen wird, geht die Empfehlung bei Babys und Kleinkindern zu häufigerem, stundenweisem Umgang.
Mehr dazu unter Umgangsrecht bei Kleinkindern.
Eventuell ist auch zunächst betreuter Umgang als empfehlenswert zu erachten, besonders wenn das Kind den Umgangselternteil wenig bis gar nicht kennt, bzw. schon sehr lange nicht mehr gesehen hat.
Mehr dazu unter Betreuter Umgang.
Und die Richter halten sich dran, auch die eingespannten Kinderpsychos entscheiden fast immer als erstes für die KM und dann für die obige Empfehlung.

Die Würde des M. ist unantastbar etc, das können wir uns doch alle ...sparen...
Gruß
Fritz!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#24
 Von 
Haselstrauch
Status:
Student
(2474 Beiträge, 378x hilfreich)

Hmm, runnex,

hast du dir den Eingangsbeitrag der TE aufmerksam durchgelesen?

quote:
Im Okt.´08 wurde gerichtlich entschieden, dass mein Kind eine Woche beim Vater und eine Woche bei mir lebt.

von zaet85 am 16.03.2009 00:24


Demnach gab es schon eine Gerichtsverhandlung, in der das Wechselmodell vom Familiengericht beschlossen wurde.

Augenscheinlich eine Entscheidung im Sinne des KV.

Deshalb versteh ich deine *Aufregung* hier gar nicht so richtig ... :augenroll:

... ist aber auch mal wieder nur mein Problem ;)


Grüße

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 217.632 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
90.264 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen