vertragliche Sorgerechtsübertragung möglich?

4. Mai 2006 Thema abonnieren
 Von 
Kynologe
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
vertragliche Sorgerechtsübertragung möglich?

Hallo,

eine Freundin ist mit folgendem Problem an mich herangetreten, da ich allerdings Wirtschaftsrecht studiee, hab ich keine Ahnung vom Familienrecht.

Folgende Situation. Beide sind geschieden, es gibt ein Kind, das beim Vater lebt.Das Sorgerecht liegt bei beiden. Diese Entscheidung wurde im Einvernehmen getroffen, da er Beamter ist und später leichter in seinen Beruf bei Zoll zurück kann. Sie ist Informatikerin und zahlt regelmäßig unterhalt. Er hat eine neue, die zunehmends versucht meine Bekannte aus der Mutterrolle zu drängen und jetzt kam er mit folgendem Vorschlag:

Meine Bekannte solle eine Vollmacht unterschreiben, die seine Neue mit der leiblichen Mutter gleich stellt. Ich hab sie gebeten, mir das Ding zu faxen, sobald sie´s hat. Meine Frage ist nun, was für Fallen können da drin stecken. Kann sie vertraglich auf ihr Sorgerecht verzichten?

MfG und danke Kyno

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
willow4
Status:
Schüler
(484 Beiträge, 97x hilfreich)

Gibt`s ja woll nicht.Finger weg!

Gleichstellung mit der leiblichen Mutter!Wie soll das denn gehen?Wer will so was? Wahrscheinlich hat die Neue noch keine eigenen Kinder.

Die Mutter kann ja dann wohl nur auf das Sorgerecht verzichten, aber warum?
Wenn mal irgendwas mit dem Vater sein sollte oder das Kind von sich aus später mal zur Mutter will, hat die Mutter keinerlei Rechte auf IHR Kind.

Oder sehe ich das falsch...

Davon angesehen finde ich es sehr bedenklich, wenn Vater oder Mutter ( freiwillig ) auf das Sorgerecht verzichten.
Es sei denn, es liegen schwerwiegende Gründe vor.

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#2
 Von 
Kynologe
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Er begründet es zum einen damit, daß sich das Kind angeblich zwischen 2 Müttern hin und her gerissen fühlt und er in Notfallentscheidungen nicht auf ihre Zustimmung warten müßte. Letzteres ist juristischer Nonsens, das ist mir klar. Meine Bekannte hat auch Bedenken das Ding zu unterschreiben. Wenn es die tägliche Praxis erleichtern würde ja, aber ich hab halt bedenken, daß er da irgendwo nen Fallstrick einbaut, um sie völlig von ihrem Kind trennen zu können

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#3
 Von 
Keken
Status:
Schüler
(444 Beiträge, 170x hilfreich)

Auf keinen Fall so ein Schriftstück unterschreiben. Wenn der Vater das ABR hat,kann er im Notfall (z.B. dringende OP, Mutter nicht erreichbar) die Entscheidung alleine treffen. Also ist so ein Schriftstück unnötig. Es ist vollkommen egal, wer das ABR hat, aber beide (!!!) sollten die Entscheidungen für das Kind gemeinsam treffen und zwar ohne Eitelkeiten oder Gekränke. Es geht um das Kind und das kann in diesem Fall die leibliche Mutter bestimmt besser als die Freundin des Vaters.

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#4
 Von 
guest-12330.08.2015 11:38:25
Status:
Lehrling
(1436 Beiträge, 561x hilfreich)

Dieses Ansinnen ist an Unverschämtheit kaum zu überbieten.

Im Notfall braucht der behandlende Arzt nichtmal den Papa um eine nötige OP anzusetzen - alleine schon deswegen ist dieses Argument Quatsch.

Jegliche andere tägliche Praxis übt sich nicht mit Entscheidungen, die von jetzt auf gleich getroffen werden müssen und wie leben schließlich in einem Zeitalter, in dem Kommunikation auf zig verschiedenen Wegen möglich ist.

Dafür dass das Kind sich nicht 'zwischen 2 Müttern hin- und hergerissen fühlt' hat der Vater zu sorgen.

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"
Suum cuique (Jedem das seine) "

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